Charles R Cross - Der Himmel über Nirvana

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"Die tragischen Umstände des Selbstmordes von Kurt Cobain sind mittlerweile hinreichend bekannt. Doch viele Fakten aus seinem Leben – ebenso wie sein Einfluss als Künstler – blieben eher vernachlässigt. Hier setzt Charles R. Cross an: Er führte mehr als 400 Interviews und recherchierte vier Jahre lang in allen zugänglichen Quellen; er studierte die Tagebücher von Kurt Cobain, seine Songtexte und sogar die Fotoalben seiner Familie – und so verfolgte er die Spur dieses kurzen, intensiven Lebens zurück bis in den Wohnwagen in Aberdeen im US-Bundesstaat Washington, in dem Cobain aufwuchs. Sogar die Witwe Courtney Love gewährte Cross exklusiven Einblick in die Tagebücher des Verstorbenen. So konnte er das überzeugende Porträt eines kreativen Genies schreiben, das seine persönlichen Qualen in musikalische Kunstwerke verwandelte."

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Im September 1969 – Kurt war zweieinhalb Jahre alt – kauften Don und Wendy sich ihr erstes eigenes Haus. Die Nummer 1210 East First Street in Aberdeen war ein zweigeschossiges Häuschen mit gut neunzig Quadratmeter Wohnfläche, dazu Garten und Garage. Sie bezahlten siebentausendneunhundertfünfzig Dollar dafür. Das Gebäude aus den Zwanzigerjahren befand sich in einer Gegend, die gelegentlich schon mal abschätzig als Verbrecherviertel bezeichnet wurde. Nördlich des Häuschens schob sich der Wishkah River, der bei Hochwasser immer wieder einmal über die Ufer trat, in die Bucht. Im Südosten lag ein bewaldeter Steilhang, den die Einheimischen „Think of Me Hill“ nannten – um die Jahrhundertwende hatte dort eine Zigarrenreklame der Marke Think of Me gestanden.

Es war ein Mittelschichthaus in einer Mittelschichtgegend – „White trash, der auf Mittelschicht machte“, sagte Kurt später über die Gegend. Im Erd­geschoss befanden sich Wohn- und Esszimmer, die Küche sowie das Schlafzimmer von Wendy und Don. Das Obergeschoss hatte drei Zimmer: ein kleines Spielzimmer und zwei Kinderzimmer, von denen eins für Kurt bestimmt war. Das andere war für Kurts Geschwister eingeplant – Wendy hatte diesen Monat erfahren, dass sie zum zweiten Mal schwanger war.

Kurt war drei, als seine Schwester Kimberley zur Welt kam. Schon als Säugling sah sie ihrem Bruder bemerkenswert ähnlich: Sie hatte dieselben hypnotischen blauen Augen, dasselbe flachsblonde Haar. Als Kimberley aus der Klinik nachhause gebracht wurde, bestand Kurt darauf, sie ins Haus zu tragen. „Er war so was von vernarrt in sie“, erinnerte sich sein Vater. „Und zuerst waren die beiden wirklich ein Herz und eine Seele.“ Der Altersunterschied von drei Jahren war ideal, Kimberleys Wohlergehen wurde ein Hauptgesprächsthema von Kurt. Hier lag der Ursprung eines Charakterzugs, der Kurt sein ganzes Leben lang mitbestimmen sollte: die Sensibilität gegenüber den Bedürfnissen und dem Kummer anderer – ein Einfühlungsvermögen, in das er sich bisweilen übermäßig hineinsteigern konnte.

Die beiden Kinder veränderten den Alltag im Hause Cobain grundlegend, und das bisschen Freizeit, das den Eltern geblieben war, wurde von Besuchen bei der Familie und Dons Interesse am Sport aufgefressen. Don spielte den Winter über in einer Basketballliga, im Sommer spielte er Baseball; ein gut Teil ihres sozia­len Umgangs bestand darin, zu Spielen oder Partys nach den Spielen zu gehen. Über den Sport lernten die Cobains auch Rod und Dres Herling kennen und freundeten sich mit ihnen an. „Sie waren gute Leute mit Familiensinn, die viel mit ihren Kindern unternahmen“, erinnerte sich Rod Herling. Im Vergleich zu Altersgenossen in den Sechzigerjahren waren sie auffallend spießig: Nicht einer in ihrem Freundeskreis rauchte Pot, und auch Alkohol gab es bei den beiden kaum.

Eines Abends im Sommer waren die Herlings auf eine Kartenspielpartie bei den Cobains zu Besuch, als Don ins Wohnzimmer kam: „Ich habe eine Ratte erwischt“, sagte er. Ratten waren in Aberdeen nichts Ungewöhnliches, so tief gelegen und feucht, wie die Gegend war. Don befestigte ein Fleischermesser an einem Besenstiel, schon hatte er einen primitiven Speer. Der fünfjährige Kurt war sofort Feuer und Flamme und folgte dem Vater in die Garage, wo der Nager in einer Mülltonne saß. Don sagte Kurt, er solle Abstand halten, aber einem neugierigen Kerlchen wie ihm war das unmöglich. Er rückte langsam näher und hatte schließlich das Hosenbein des Vaters in der Hand. Rod Herlings Plan sah vor, dass er den Deckel der Mülltonne anheben würde, damit Don die Ratte aufspießen konnte. Herling hob den Deckel, Don warf den Besenstiel, verfehlte die Ratte jedoch, und der Speer bohrte sich in den Boden. Während Don den Spieß vergeblich herauszuziehen versuchte, kletterte die Ratte – ruhig und leicht verwirrt – den Besenstiel hinauf, huschte über Dons Schulter, seinen Rücken hinab und lief über Kurts Füße nach draußen. Das Ganze passierte in Sekundenbruchteilen, aber die Kombination von Dons Gesichtsausdruck und Kurts weit aufgerissenen Kulleraugen ließ die Gruppe in heulendes Gelächter ausbrechen. Stundenlang konnten sie sich nicht beruhigen, und der Vorfall hielt Einzug in die Familiengeschichte: „He, weißt du noch, wie Dad die Ratte aufspießen wollte?“ Keiner lachte lauter als Kurt, aber als Fünfjähriger fand er so gut wie alles zum Schießen. Er hatte ein schönes Lachen, das klang, als kitzelte man ein Baby, und es war ständig hören.

Im September 1972 kam Kurt in den Kindergarten der Robert Gray Elementary, der Grundschule, die nur drei Straßen vom Haus entfernt war. Wendy ging am ersten Tag mit ihm zur Schule, danach war er auf sich allein gestellt; die Gegend um die First Street war längst sein Revier geworden. Seine Lehrer kannten ihn als frühreifen, neugierigen Schüler mit einem Snoopy auf der Brotbox. In seinem Zeugnis stand in jenem Jahr: „Ein wirklich guter Schüler.“ Und schüchtern war er auch nicht. Als zum Anschauungsunterricht ein Bären­junges in die Schule gebracht wurde, war Kurt eines der wenigen Kinder, die sich damit fotografieren ließen.

Kunsterziehung war mit Abstand sein bestes Fach. Schon als er fünf war, zeigte sich deutlich, dass er künstlerisch außergewöhnlich begabt war. Die Bilder, die er malte, wirkten bereits völlig realistisch. Tony Hirschman, der Kurt im Kindergarten kennen lernte, war von dem Geschick seines Klassenkameraden beeindruckt: „Er konnte einfach alles zeichnen. Einmal haben wir uns Bilder von Werwölfen angeschaut, und danach hat er einen gezeichnet, der genauso aussah wie die auf dem Foto.“ Noch im selben Jahr zeichnete Kurt eine Reihe von Bildern mit den Comicfiguren Aquaman, Micky Maus, Pluto und dem Kiemenmann aus dem Schrecken vom Amazonas. Wenn es Geschenke gab, bekam er von der Familie Mal- und Zeichenutensilien, sein Zimmer sah langsam, aber sicher aus wie ein Atelier.

Zuspruch in diese Richtung erfuhr Kurt vor allem durch seine Großmutter väterlicherseits, Iris Cobain. Sie sammelte Norman-Rockwell-Memorabilia, hauptsächlich die Teller der Franklin Mint mit Rockwells Illustrationen für die Saturday Evening Post. Sie selbst kopierte Rockwells Arbeiten als Stickereien, und ein Druck seines berühmtesten Bildes – „Freedom from Want“, der Archetyp einer amerikanischen Thanksgiving-Szene – hing an der Wand ihres Wohnwagens in Montesano. Iris brachte Kurt sogar dazu, eines ihrer Lieblings­hobbys aufzunehmen: Sie kratzte mit Zahnstochern Rockwells Bilder in die Hüte frisch gepflückter Pilze. Nach dem Trocknen der großen Pilze blieben diese „Radierungen“ erhalten, wie bei einer Elfenbeinschnitzerei.

Iris’ Mann, Kurts Großvater Leland Cobain, hatte sein Leben lang Straßenwalze gefahren, was ihn den Großteil seines Gehörs gekostet hatte. Er hatte selbst keine künstlerische Ader, aber er brachte Kurt die Arbeit mit Holz bei. Leland war ein eher schroffer, verdrießlicher Typ, und als sein Enkel, der eine besondere Schwäche für Disney-Figuren hatte, ihm eines Tages eine selbst gezeichnete Micky Maus zeigte, beschuldigte Leland ihn, sie nur durchgepaust zu haben. „Hab ich nicht“, sagte Kurt. „Und ob du die durchgepaust hast“, antwortete Leland. Dann gab er Kurt ein frisches Blatt Papier und einen Bleistift. „Hier“, forderte er ihn auf, „zeichne mir doch noch eine, zeig mir, wie du’s gemacht hast.“ Der Sechsjährige setzte sich hin und zeichnete ihm, ganz ohne Vorlage, einen nahezu perfekten Donald Duck. Und dann gleich noch einen Goofy. Mit einem breiten Grinsen guckte er Leland an – er freute sich nicht weniger darüber, es seinem Großvater gezeigt zu haben, als über die gelungene Zeichnung seiner geliebten Ente.

Kurts Kreativität erstreckte sich zunehmend auf die Musik. Obwohl er nie Klavierstunden hatte, konnte er einfache Melodien nach Gehör nachspielen. „Schon als kleines Kind“, erinnerte sich Schwester Kim, „konnte er sich hin­setzen und einfach etwas spielen, was er im Radio gehört hatte. Er konnte künstlerisch ausdrücken, was in ihm vorging, ob auf Papier oder durch Musik.“ Um ihn weiter zu ermutigen, kauften Don und Wendy ihm ein Micky-Maus-Kinderschlagzeug, auf das Kurt eindrosch, wenn er nachmittags aus der Schule kam. Er mochte diese Plastiktrommeln, aber noch lieber waren ihm die ­echten Drums zuhause bei seinem Onkel Chuck, weil sich darauf mehr Lärm machen ließ. Er hängte sich gern Tante Maris Gitarre um, obwohl ihr Gewicht ihn schier in die Knie zwang. Er schrubbte darauf herum und erfand Liedchen dazu. Im gleichen Jahr kaufte Kurt sich seine erste Platte, Terry Jacks’ zuckrige Ballade „Seasons In The Sun“.

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