11Roland Allen, Missionary Methods: St. Paul’s or Ours? Grand Rapids, MI: Eerdmans, 1962, 84-85.
12F. F. Bruce zufolge spricht dieser Text von den Feuern der Verfolgung und des Gerichts am Jüngsten Tag, die das Lebenswerk jedes einzelnen Menschen prüfen werden. Der gleiche Gedanke begegnet Mt. 7,24-27.
13T. Austin-Sparks, Explanation of the Nature and History of „This Ministry“. Tulsa, OK: Emmanuel Church, 2004, 18.
14Entwickelt sich eine Gemeinde hingegen wie Microsoft oder General Motors, hört sie auf, im biblischen Sinn Gemeinde zu sein.
15Roland Allen, Missionary Methods, 7.
16Watchman Nee, Church Affairs, 6-7.
17Der Westliche Text (Apg 19,9) sagt, Paulus habe die Schule von „der fünften bis zur zehnten Stunde“ gebraucht (11:00–16:00 Uhr). F. F. Bruce weist auf die hohe Wahrscheinlichkeit dieser Lesart hin. Vgl. F. F. Bruce, The Book of the Acts (Revised) in: New International Commentary on the New Testament. Grand Rapids, MI: Eerdmans, 1988, 366; und F. F. Bruce, Paul, Apostle of the Heart Set Free. Grand Rapids, MI: Eerdmans, 2000, 290.
18Mit Epaphras und Epaphroditus ist wohl dieselbe Person gemeint; vgl. John L. McKenzie, S. J., Dictionary of the Bible. New York: Macmillan, 1965, 239; Matthew Henry’s Commentary on the Whole Bible: Introduction to the Epistle to the Colossians. Sowohl Epaphroditus (Phil 2,25; 4,18) als auch Epaphras (Philem 23; Kol 1,7; 4,12) waren Mitarbeiter des Paulus, und beide waren während seiner Gefangenschaft bei ihm. Epaphras gründete Gemeinden, und Paulus nennt Epaphroditus einen Apostel (Phil 2,25). Alles deutet darauf hin, dass es sich bei den beiden um ein und dieselbe Person handelt. Außerdem „kommt dieser Name recht häufig in griechischen und lateinischen Inschriften vor, entweder in seiner vollen Länge, also: Epaphroditus, oder in der Kurzform Epaphras.“ (J. B. Lightfoot, Saint Pauls’s Epistle to the Philippians. Bellingham, WA: Logos, 1913, 123.)
19Donald Guthrie, The Apostles. Grand Rapids, MI: Zondervan, 1975, 176.
20F. F. Bruce, Paul, Apostle of the Heart Set Free. Grand Rapids, MI: Eerdmans, 2000, 288.
21Die folgenden Schriftstellen belegen, dass alle acht Männer mit Paulus in Ephesus waren: Apg 19,22; 20,4; 21,29; 1 Kor 4,17; 16,10.20 (Paulus schrieb den ersten Korintherbrief von Ephesus aus). Man kann daraus schließen, dass auch Titus dort war, denn Lukas erwähnt ihn nirgendwo in der Apostelgeschichte. Wir wissen aber aus den Paulusbriefen, dass er sich in Ephesus aufhielt. Wir erfahren aus 2 Kor 8, dass Titus der korinthische Abgesandte in Jerusalem war, der die Spenden überbrachte. Aus dem Titusbrief geht hervor, dass Paulus Titus ausbildete.
22David Shenk und Ervin Stutzman, Creating Communities of the Kingdom. Scottsdale, PA: Herald, 1988,154.
23F. F. Bruce, The Book of the Acts (Revised) in: New International Commentary on the New Testament. Grand Rapids, MI: Eerdmans, 1988, 366.
24William Sanday und Arthur Headlam, A Critical and Exegetical Commentary on the Epistle to the Romans. New York: Charles Scribner’s Sons, 1905, xxvii.
25Er bat auch einige seiner jüdischen Volksgenossen aus Jerusalem, ihn nach Rom zu begleiten (Röm 16,7).
26Andere Neutestamentler, darunter Peter Lampe, meinen, Priscilla und Aquila seien nach Rom zurückgekehrt, um dort selber eine Gemeinde zu gründen und den Besuch des Paulus vorzubereiten. „The Roman Christians of Romans 16” in: The Romans Debate, K. P. Donfriend (Hrsg.), 2. Aufl. Peabody, MA: Hendrickson, 1991, 220.
27Tragischerweise mussten viele (wenn nicht alle) Gläubigen in Rom während der Christenverfolgung unter Nero im Jahr 65 n. Chr. den Märtyrertod erleiden.
28Douglas Moo hat die Hypothese, nach der Kapitel 16 nicht zum Römerbrief zu rechnen sei, erfolgreich widerlegen können; vgl. Epistle to the Romans: in: New International Commentary of the New Testament. Grand Rapids, MI: Eerdmans, 1996, 5–9.
29Priscilla und Aquila übersiedelten irgendwann nach dem Frühjahr 54 n. Chr. nach Rom, nachdem das Edikt des Claudius aufgehoben worden war. Der Brief an die Römer datiert auf den Winter des Jahres 57 n. Chr.
30Douglas Moo behauptet, die Gemeinde in Rom sei weder von einem anderen Apostel gegründet noch besucht worden, bevor Paulus seinen Brief verfasste (Epistle to the Romans, 897). F. F. Bruce vertritt die Ansicht, diese Stelle beziehe sich nicht unmittelbar auf die Gemeinde in Rom; vgl. Romans: Tyndale New Testament Commentaries. Grand Rapids, MI: Eerdmans, 1985, 248. Und Ben Witherington schreibt: „Der Römerbrief liefert keinen Hinweis darauf, dass die christliche Gemeinde in Rom einen apostolischen Ursprung hat, und noch weniger kann sie auf den Apostel Petrus zurückgeführt werden.“ Paul’s Letter to the Romans: A Socio-Rhetorical Commentary. Grand Rapids, MI: Eerdmans, 2004, 354.
31Vgl. L. Ann Jervis, The Purpose of Romans und Harry Gambles, The Textual History of the Letter to the Romans.
32Apg 9,32 ff.; 1 Thess 3,2.5; Kol 4,12-13; Tit 3,12; 2 Tim 4,20.
33Das bedeutet freilich nicht, dass keiner der Mitarbeiter auf der Reise die „Führung“ übernahm. Paulus beispielsweise fungierte als „Teamsprecher“, während er gemeinsam mit Barnabas in Lystra arbeitete (Apg 14,12).
34Eine Analyse der Predigt-Strategie der Apostel im Blick auf die Heiden würde den Rahmen dieses Buches sprengen. Es gab jedoch zwei wichtige Verkündigungsorte: den Marktplatz, an dem das Evangelium einer heidnischen Zuhörerschaft verkündigt wurde (Apg 17,17), und die Synagoge, den Ort, an dem das Evangelium einer religiösen Zuhörerschaft gepredigt wurde (Apg 17,1-3). Paulus war primär zur Evangeliumsverkündigung unter Heiden berufen (Gal 2,7-9). Dennoch predigte er zunächst den Juden (Röm 1,16). So auch Petrus: Sein Ruf galt den Juden (Gal 2,7-9); dennoch predigte er auch den Heiden (Apg 10,1ff.). Es gab daher beträchtliche Überschneidungen in Bezug auf die Berufung der beiden. Beide arbeiteten in Judäa, in Antiochia, in Korinth, Rom, Galatien und Kleinasien.
35Ausnahmen: Derbe (eine Kleinstadt) und die Regionen um Lykaonien (Apg 14,6).
36Roland Allen, The Spontaneous Expansion of the Church. Grand Rapids, MI: Eerdmans, 1962, 7.
37F. F. Bruce, Paul, Apostle of the Heart Set Free, 315.
38Donald Guthrie, The Apostles, 256.
39Gott ist es, der die Arbeiter aussendet (Joh 20,21; Apg 13,2; 1 Kor 1,17). Der göttliche Auftrag äußert sich in der Regel durch eine Gemeinde, die Vertreter einer bestimmten Gemeinde oder durch ältere Mitarbeiter.
40Watchman Nee, Das normale Gemeindeleben, 121.
41Roland Allen, Missionary Methods: St. Paul’s or Ours?, 2–4.
Kapitel 2: Die Rückkehr zum reisenden Arbeiter
Einer Lösung – wie kreativ und intelligent sie auch sein mag – ist niemals Erfolg beschieden, wenn das Problem nicht richtig definiert wurde. Anders gesagt: Es ist wichtiger, die richtigen Fragen zu stellen, als die richtigen Antworten zu geben … Es genügt nicht, einfach nur die Materialien, Programme und Aktivitäten auszutauschen. Ändern muss sich unsere Vorstellung von Gemeinde, unsere Sicht, wie Gott sich durch die Gemeinde in der Welt Ausdruck verschafft, und wie wir Gemeinde praktisch leben.
William A. Beckham
Im letzten Kapitel bin ich auf die vier Arten von Gemeindegründung im ersten Jahrhundert eingegangen. Heute sind diese weitgehend in Vergessenheit geraten. Obwohl man inzwischen viel von der „Zurüstung der Heiligen zum Werk des Dienstes“ spricht, wird diese „Zurüstung“ in der Praxis kaum umgesetzt. Die Nagelprobe für einen Gemeindegründer ist aber, ob er von einer Ortsgemeinde weggehen kann und diese dann in der Lage ist zu funktionieren, ohne dass er zuvor offizielle Leiter eingesetzt hat. Genau auf diese Weise ging Paulus von Tarsus mit den von ihm gegründeten Gemeinden immer wieder vor und überprüfte damit, ob das von ihm verkündete Evangelium und seine Art der Zurüstung der Gläubigen nachhaltig waren.
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