Rafael Wagner - Flucht durch Schwaben

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Flucht durch Schwaben: краткое содержание, описание и аннотация

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Im Herzogtum Schwaben herrscht Frieden. Doch die Idylle wird im Frühling des Jahres 926 jäh unterbrochen, als ungarische Reiterhorden über den Bodenseeraum herfallen. Im Kastell Arbon am Bodensee werden der unerfahrene junge Kämpfer Marcus und die ortskundige Flüchtige Anna losgeschickt, um Hilfe zu holen. Doch was folgt, ist Verrat und eine unbarmherzige Flucht. Schließlich kämpfen sie nicht mehr nur um ihr eigenes Überleben, sondern um die Zukunft eines ganzen Herzogtums.

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Doch Anna stößt mich mit voller Kraft zur Seite und schreit: »Achtung!« Ich stürze zu Boden und höre knapp hinter mir das dumpfe Geräusch von Metall auf Holz. Wir waren mitten in eine Gruppe ungrischer Späher geraten. In letzter Sekunde hatte mich Anna zur Seite gestoßen und dabei geistesgegenwärtig meinen blanken Sax an sich gerissen. Dadurch hatte der Angreifer ins Leere geschlagen, während Anna blitzschnell reagiert und ihm meinen Sax zwischen die Rippen gestoßen hat. Der Todesschrei des fremdartigen Kriegers vermag allerdings kaum das Schreien zu überdecken, welches fast gleichzeitig vom Ufer ertönt. Ich sehe, wie Sindolt den schwer verletzten Milo über einen gefallenen Ungrer ins Boot hievt, während Strello einem weiteren Feind den Gnadenstoß versetzt.

»Schnell zum Boot!«, rufe ich Anna zu, die den Sax inzwischen wieder frei bekommen hat. Doch stürmt bereits ein weiterer dieser Teufel auf uns zu. Ich kriege gerade noch einen dicken Ast zu greifen, um ihn auf Distanz zu halten. Anna steht dicht an meiner Seite und hält ihm herausfordernd die vom Blut seines Kameraden tropfende Schwertklinge entgegen. Von rasender Wut ergriffen, wagt er einen Schritt nach vorn, doch zertrennt im selben Augenblick die Klinge einer Axt Muskeln und Sehnen seiner Schulter und zertrümmert den Knochen des Schlüsselbeins. Hinter dem zusammensackenden Krieger erscheint Sindolts triumphierendes Gesicht, das sich jedoch fast im gleichen Moment zu einer schmerzerfüllten Fratze verzerrt. Von einem Pfeil getroffen sinkt er zu Boden. Während Anna dem Ungrer den Gnadenstoß versetzt, werfe ich einen Blick ins umliegende Dickicht und sehe den Schützen im Wald verschwinden. »Bestimmt warnt er seine Leute. Wir müssen hier weg!« Ich packe Anna am Arm und möchte zum Boot eilen, doch liegt dieses längst nicht mehr am Ufer. Um seine eigene Haut zu retten, hat sich Strello vom Ufer abgestoßen und ist für uns bereits unerreichbar.

Auf unsere Rufe reagiert er lediglich mit einem selbstzufriedenen Winken und dem Satz: »Das Boot war ohnehin zu voll«.

»Dieser Bastard!«

»Hoffentlich hat es immerhin Milo geschafft«, flüstert mir Anna zu, wischt die Klinge an der Kleidung ihres letzten Opfers ab und beobachtet, wie der Verräter in den See hinaus rudert. Sie reicht mir den Sax und packt die wenigen zurückgelassenen Sachen zusammen.

Wir durchstreifen den Wald im Hinterland von Arbona, kommen in der zunehmenden Dunkelheit aber nur sehr schwer voran. Schließlich geben wir auf und machen es uns in besonders dichtem Buschwerk für die Nacht bequem. Im morgendlichen Licht werden wir hoffentlich besser vorankommen. Und vielleicht suchen sie dann nicht mehr nach uns. »Wie kommen wir morgen bloß nach Arbona?«, überlege ich laut.

»Nach all dem möchtest du wirklich dahin zurück?« Ich denke über Annas Frage nach und vermag, keine Antwort zu finden. »Besser, wir schlagen uns allein durch und suchen die Krieger des heiligen Gallus.«

Darauf entgegne ich: »Aber im Wald wird es doch ebenso von Spähern wimmeln.«

»Dann müssen wir eben auf der Hut sein. Außerdem konnten wir uns vorhin doch ganz gut gegenseitig beschützen.«

Damit habe ich meine Antwort. »Einverstanden.« Ich würde nicht von ihrer Seite weichen. Zusammen sehen unsere Überlebenschancen gar nicht so schlecht aus.

Wir sitzen nah beieinander. Anna hat die Decke vom Boot über uns geworfen, und so warten wir auf die vollkommene Dunkelheit. Damit erübrigt sich auch das abwechselnde Wache halten. Wer würde uns im dunklen Wald schon finden? »Ich bin dir noch immer eine Antwort schuldig«, spricht Anna leise.

»Eine Antwort worauf?«, frage ich ehrlich verwundert.

Anna fährt fort: »Ich war, soweit ich mich erinnern kann, nie in Arbona, aber ich scheine dir vertrauen zu können, als wären wir uns schon einmal begegnet. In deiner Nähe fühle ich mich sicher.«

»Mir geht es genauso«, stimme ich ihr zu, »und dies nicht nur, weil du mich heute vor dem sicheren Tod bewahrt hast. Ich schulde dir etwas.«

»Woher kommst du? Und sag jetzt bloß nicht Arbona. Ich weiß selbst, wo ich dich gefunden habe«, setzt Anna belustigt nach und ignoriert damit besonders meinen letzten Satz ganz geschickt.

»Du wirst es mir nicht glauben, aber ich weiß es nicht. Ich kann dir weder sagen, woher ich komme, noch wer meine Eltern sind«, versuche ich meine wirren Gedanken zu ordnen. »Ich kann mich bloß an Arbona erinnern. Man nannte mich aber auch einmal ›Marcus aus dem Albgau‹. Damit konnte ich noch weniger anfangen.« Wir schweigen uns an. Nun hält sie mich wohl endgültig für verrückt.

Doch dann beginnt Anna zu erzählen: »Es ist wohl einfach zu viel passiert in den letzten Tagen. Meine Erinnerungen sind wie von einem dunklen Schatten überzogen.«

»Und deine Geschichte als Magd des Wolfbert?«, frage ich vorsichtig.

Anna möchte antworten, hält dann kurz inne und versucht es erneut: »Nicht alles war erfunden.« Dachte ich es mir doch. »Tatsächlich verbrachte ich einige Zeit am Hof des Wolfbert, doch ist alles, was vorher passierte, nicht von Belang.« Ich beobachte sie stirnrunzelnd. Schließlich ringt sie sich zu einer Erklärung durch: »Meine Eltern habe ich nie kennengelernt. Stattdessen wuchs ich am Hof eines Bauern des Wolfbert auf.« Anna hält kurz inne. Ihr tiefes Schlucken und die bebenden Lippen lassen nichts Gutes erahnen. »Der Kampf um die Herzogsherrschaft über die Alemannia hat viel Tod und Verderben über uns gebracht.« Ich blicke schweigend auf meine Füße. »Wenn wir morgen überhaupt eine Chance auf Rettung durch das Galluskloster erhoffen möchten, sollten wir jetzt schlafen«, beendet Anna unser Gespräch. Sie dreht sich leicht mit dem Rücken zu mir, sodass ich nicht anders kann, als meinen Arm um sie zu legen. Für einen kurzen Augenblick vergesse ich die Gefahr und bin einfach nur froh, dass das Schicksal uns zusammengeführt hat. Gemeinsam schlafen wir ein.

Cap. IV

Freitag, 28. April 926

Ein unsäglicher Schmerz durchfährt meine rechte Schulter, sodass ich hochschnelle und sogleich die Kraft aus meinem Körper schwindet. »Runter!« Anna reißt mich zur Seite und drückt mich hinter einem Busch zu Boden. Ihre Hand presst sie auf meinen schmerzverzerrten Mund, sodass ich keinen Laut mehr herauskriege. In der Ferne ertönt ein schriller Pfiff, der von lautem Hufgetrappel beantwortet wird. »Er zieht sich zurück. Was für ein Glück! Nach den zwei Spähern heute Morgen, die unser Nachtversteck, ohne Verdacht zu schöpfen, passiert haben, habe ich nicht mit einem dritten gerechnet. Schön, dass du auch endlich wach bist. Da hatten wir echt noch einmal Glück«, flüstert mir Anna zu, doch sind die letzten Silben nur noch als unverständliches Glucksen zu verstehen. Das Glück hat sich gerade etwas relativiert. Ein dicht befiederter Pfeil steckt in meiner Schulter.

»Warum kommt er nicht zurück und erledigt mich endgültig«, stöhne ich mit bleichem Gesicht.

»Halte still«, befiehlt mir Anna, die ihre Stimme mittlerweile wiedergefunden hat. »Du blutest zum Glück nur schwach, doch kann ich den Pfeil nicht entfernen, ohne dass du zu viel Blut verlierst. Du musst ruhig bleiben.« Wie soll ich denn jetzt ruhig bleiben? Ich wurde grade von einem dieser berittenen Bastarde wie Wild erlegt. Kraftvoll drückt sie mir ein Bündel aus Moos und einem Stück Holz auf den Teil der Wunde, der von der Pfeilspitze neben der eigentlichen Einschussstelle zusätzlich aufgerissen wurde. Ich reiße den Mund auf zum Schrei, übergebe mich vor Schmerz aber ins dichte Unterholz des Waldes. Mit einem Stück ihres Leinengewandes legt Anna einen straff gezogenen Druckverband über meine verletzte Schulter. »Ich habe den Pfeil etwas stabilisiert. Der Verband sollte verhindern, dass zu viel Schmutz in die Wunde kommt. Jemand mit Erfahrung sollte sich das anschauen. Ich wage nicht, den Pfeil selbst zu entfernen.«

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