Rafael Wagner - Flucht durch Schwaben

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Im Herzogtum Schwaben herrscht Frieden. Doch die Idylle wird im Frühling des Jahres 926 jäh unterbrochen, als ungarische Reiterhorden über den Bodenseeraum herfallen. Im Kastell Arbon am Bodensee werden der unerfahrene junge Kämpfer Marcus und die ortskundige Flüchtige Anna losgeschickt, um Hilfe zu holen. Doch was folgt, ist Verrat und eine unbarmherzige Flucht. Schließlich kämpfen sie nicht mehr nur um ihr eigenes Überleben, sondern um die Zukunft eines ganzen Herzogtums.

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»Ihr meint doch nicht etwa dieses diebische Stück Scheiße?«, fährt ihm Strello dazwischen.

»Ich spreche von seinem Vater. Niemand hätte gedacht, dass sein Sohn diesen Weg einschlagen würde.«

»Während der Rebellion, auf wessen Seite standet Ihr damals?«, unterbricht ihn Strello ein zweites Mal.

»Es gab keine Seiten, kein Richtig oder Falsch«, gibt Milo verärgert zurück. »Man hatte den älteren Burchard beschuldigt, er wolle die alte Herzogswürde erlangen. Als hätte er dies nötig gehabt. Salomo, der machthungrige Bischof von Konstanz, schaffte es, geschickt gegen Burchards Familie zu intrigieren. Als Abt des Gallusklosters und Erzkanzler träufelte er mit seiner spitzen Zunge stetig Gift in des Königs Ohr. Am Ende fiel der ältere Burchard einem Mordanschlag zum Opfer, und beinahe seine ganze Sippe wurde gejagt und getötet. Einzig sein gleichnamiger Sohn konnte nach Italia fliehen. Unsere Hoffnung ruhte ausnahmslos auf ihm. Niemand hätte erwartet, dass seine von uns so ersehnte Rückkehr einen derartigen Bruderkrieg auslösen würde. Und auch wenn man es ihm nicht verübeln kann, nach allem was seiner Familie widerfahren ist, so hätte ich doch nicht mit einem solch rigorosen Handeln durch den jüngeren Burchard gerechnet. Nach seinen militärischen Siegen über Salomo und den König wurde das, was selbst für ihn undenkbar schien, schließlich Wirklichkeit. Noch auf dem Schlachtfeld erhob ihn die alemannische Kriegerelite zu ihrem Herzog. Seither haben sich die Machtverhältnisse drastisch verändert. Sein Vater hätte den Ungrern ein geeintes alemannisches Heer entgegengeworfen. Er hätte sich niemals mit den verräterischen Burgundern verbündet. Und«, Milo seufzt, »sein Vater hätte die Alemannia nie in solcher Not im Stich gelassen. Es gibt niemanden mehr, der genügend Mut aufbringt, sich diesen Horden entgegenzustellen. Denn selbst jene, die das könnten, verstecken sich lieber hinter ihren Mauern.« Und als würde Milo erneut eine Entgegnung von Anna erwarten, fügt er hinzu: »Wir sind einfach zu wenige.«

Die Sonne steht bereits hoch am Himmel, als das nördliche Ufer des Sees in unmittelbare Nähe rückt. »Nun müssen wir dem Ufer in östlicher Richtung folgen. So können wir Wazzarburg nicht verfehlen.« Wir lassen unsere Blicke nach Osten schweifen und sehen dort in der Ferne eine dichte schwarze Rauchwolke aufsteigen. Wazzarburg ist gefallen.

Cap. III

Donnerstag, 27. April 926

»Legt euch in die Riemen! Wir steuern direkt drauf zu«, ruft uns Milo zu. Wir nähern uns den zahlreichen Booten, die zuvor das vom Rauch eingehüllte Wazzarburg verlassen hatten. Selbst wenn oder gerade weil diese äbtische Bastion am Bodamansee gefallen war, müssen wir von den Leuten des Abtes mehr erfahren. Offenbar waren vor dem Eintreffen der Ungrer sämtliche Boote der Umgebung zusammengezogen worden, denn vor uns lag mittlerweile eine regelrechte Flottille. Als wir uns einem der größeren Boote nähern, hebt Milo mit gestrecktem Arm die Hand zum Gruß: »Wir kommen als Freunde! Benötigt Ihr Hilfe?« Was für eine schöne Art und Weise, zu verbergen, dass man eigentlich selbst der Hilfe bedarf.

»Wer seid Ihr?« Ein großgewachsener älterer Mann in Mönchskutte steht am Bug des angesteuerten Bootes und beschwichtigt mit einer kurzen Handbewegung seine mit Bogen bewaffneten Begleiter.

Milo senkt unmerklich den Kopf zum Gruß: »Ich bin Milo, Abgesandter des Tribuns von Arbona und überbringe Euch die Grüße meines Herrn.« Wir hören auf zu rudern, holen das Segel ein und treiben langsam auf das Boot des Mönchs zu. »Wie haben sie Eure Mauern überwunden? Habt Ihr viele Opfer zu beklagen?«

Grinsend mustert uns der Mönch reihum: »Bislang hat keiner dieser Teufel unsere Insel lebend erreicht. Und es sind auch noch keine Opfer zu beklagen.« Anna schaut finster in die Richtung des Mönchs, Milo mahnt sie mit einem scharfen Blick, nun bloß keine Geschichten aufzurollen.

»Aber Wazzarburg steht in Flammen!«, spricht Milo das Offensichtliche aus.

Den Mönch scheint dies nicht zu kümmern: »Das soll es auch.«

»Wie bitte?«

»Es wäre nur eine Frage der Zeit gewesen, bis der Feind eine Möglichkeit gefunden hätte, uns trotz des kleinen Streifens Sees zwischen ihm und der Insel des heiligen Georg zu erreichen. Unser Herr Abt hat uns die Alten, Kranken und Jungen geschickt, um sie in Sicherheit zu wissen. All jene, die außerstande wären, zu kämpfen. Unsere einzige Aufgabe ist es, am Leben zu bleiben, bis alles vorbei ist. Den Brand haben wir gelegt, um den Anschein zu erwecken, dass alles, was an Wert zu holen wäre, bereits verbrannt ist. Außerdem ist diese Rauchsäule überall an den Ufern des Bodamansees zu sehen. Damit sind alle gewarnt. Sobald sie weitergezogen sind, kehren wir zurück.«

»Das ist Wahnsinn«, setzt Milo zu einer Entgegnung an, wird aber vom Mönch mit strengem Blick zum Schweigen gebracht.

»Weder brauchen wir Eure Hilfe noch können wir Euch welche beikommen lassen. Unsere Vorräte reichen gerade mal für uns.« Wie erwartet, hat er Milos Heuchelei von Beginn an durchschaut.

Wir lassen die Flottille an Flüchtlingsbooten hinter uns und bewegen uns das nördliche Ufer entlang. »Vielleicht finden wir woanders Hilfe«, erklärt sich Milo.

»Wenn die Ungrer bereits in Arbona sind, zeigt das, dass sie bereits den Rîn überschritten haben. Bestimmt sind sie schon bis nach Constantia vorgedrungen. Wir sollten umdrehen.« Milo lauscht meinem Vorschlag, geht jedoch nicht darauf ein.

»Ich gebe dem Jungen recht«, hören wir plötzlich Sindolts Stimme. »Das Ufer des Bodamansees ist verloren, und die Bewohner der Inseln sind zu sehr auf ihre Vorräte angewiesen. Viel Erfolg versprechender wäre es, weiter im Landesinneren nach Hilfe zu suchen.«

»Sprich!«, ermutigt ihn Milo nun etwas aufmerksamer.

»Nun, hat der Mönch nicht davon gesprochen, dass lediglich die nicht Kampffähigen evakuiert wurden? Das würde bedeuten, dass der Abt des heiligen Gallus trotz Burchards Feldzug über einige Kämpfer verfügt. Vielleicht sollten wir ihn besser direkt um Hilfe bitten, als bei seinen Untergebenen zu hausieren.« Sindolts Vorschlag scheint Gehör gefunden zu haben, sodass Milo das Ruder herumreißt und Kurs auf Arbona nimmt.

»Euch ist schon klar«, kommt es nun gehässig von Strello, »dass wir eine erneute Erkundungsfahrt vergessen können, wenn wir bei Tag in Arbona anlegen und den Ungrern somit unser Boot zeigen?« Milo entschließt sich, etwas westlich von Arbona auf die Nacht zu warten.

Auch wenn ich Strello ebenfalls recht geben muss, fühle ich bei der ganzen Sache ein unerklärliches Unbehagen. Strello verbessert diesen Umstand zudem nicht gerade. Seit er durch Milo bestätigt wurde, hört er nicht mehr auf zu reden. Ich wünsche mir unsere ruhige morgendliche Überfahrt zurück. Bestärkt durch unser Schweigen werden seine Kommentare immer gehässiger, und schließlich erklärt er, wie froh er sei, dass wir nicht auch noch auf die Idee gekommen seien, die Flüchtlinge aus Wazzarburg nach Arbona einzuladen: »Wir haben schon genügend Fremdlinge aufgenommen, die uns das letzte Brot wegessen, als dass wir noch weitere Schmarotzer bräuchten.« Ohne Umschweife blickt er dabei Anna direkt ins Gesicht.

»Nun ist es aber genug«, bringt ihn Milo endlich zum Schweigen. »Du darfst gerne zurück nach Arbona schwimmen.« Die weitere Zeit verbringen wir schweigend. Am späteren Nachmittag legen wir westlich von Arbona an. »Nehmt nur das Nötigste vom Boot, wir werden weiterfahren, sobald die Nacht hereinbricht«, gibt Milo eine kurze Anweisung.

»Hast du gehört? Nur das Nötigste!«, blafft Strello Anna an, die sich beim Aussteigen eine wärmende Decke geschnappt hat.

»Noch ein Wort, Strello, und ich schicke dich hier und jetzt ohne jegliche Ausrüstung auf den Weg zum Kloster des heiligen Gallus«, knurrt Milo. Das wäre nicht einmal die dümmste Idee. Bestimmt wäre es von hier aus einfacher, unbemerkt durch die feindlichen Linien zu kommen, als vom belagerten Arbona aus. Mit meinem Sax bewaffnet und einem Stück Brot in der Hand setze ich mich in Annas Nähe. Ich habe das Gefühl, sie beschützen zu müssen, selbst wenn es gegen meine eigenen Leute ist. Unsere drei Gefährten stehen währenddessen direkt am Ufer, und ich vernehme den unzufriedenen Tonfall Strellos, Milos Ärger darüber und einen schlichtenden Sindolt dazwischen. Sollte ich mich ebenfalls einmischen und die drei daran erinnern, wie wichtig im jetzigen Moment absolute Ruhe ist? Ich setze mich näher zu Anna und möchte gerade einen Spruch loswerden, um die Situation etwas aufzulockern.

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