Lukas Eibensteiner - Transfer im schulischen Drittspracherwerb des Spanischen

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Transfer im schulischen Drittspracherwerb des Spanischen: краткое содержание, описание и аннотация

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Das vorliegende Buch beschäftigt sich mit dem schulischen Drittpracherwerb des Spanischen und untersucht, wie die spanischen Vergangenheitstempora erworben werden und inwiefern sprachliche Vorkenntnisse diesen Erwerbsprozess beeinflussen. Eine mit mehr als hundert Schüler*innen durchgeführte empirische Untersuchung liefert Evidenz dafür, dass vor allem Englisch- und Französischvorkenntnisse einen positiven Einfluss haben, allerdings in unterschiedlichen semantischen Kontexten. Der Autor plädiert daher für einen sprachvernetzenden Unterricht, der sich an den Prinzipien der Mehrsprachigkeitsdidaktik orientiert.

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Eine zweite Möglichkeit ist, dass TT (nur teilweise) in TSit enthalten ist (= TT at TSit). Klein (1994: 102–103) veranschaulicht diese TSit-TT-Relation anhand desselben Beispiels. Allerdings bittet der Richter den Zeugen nun, alle Ereignisse zu schildern, die er zwischen zwei und fünf Uhr erlebt hat. In dieser dreistündigen Zeitspanne, bei welcher es sich um die Topikzeit handelt, ist es durchaus möglich, dass eine Freundin des Zeugen, Mary, um halb drei eingeschlafen und um halb fünf wieder aufgewacht ist. In diesem Fall ist TSit vollständig in TT enthalten. Laut Klein stellt diese Relation den perfektiven Aspekt dar, da Anfang und Ende der Handlung in der TT und somit in der Perspektive des Sprechers eingeschlossen sind:

(22) Mary slept.
[ – – – – – – – – ]

Klein (1994: 108) hält fest, dass es sich bei all den verschiedenen Beziehungen zwischen TSit und TT um rein temporale Relationen handelt, welche die eher metaphorische Beschreibung der Begrenztheit fassen können:

These definitions are strictly in terms of temporal relations. But it appears that they neatly reflect the intuitions behind more metaphorical characterizations such as ‘seen from the inside’ or ‘completed’. In the case of the IMPERFECTIVE, for example, the time for which an assertion is made falls entirely within the time of the situation; this gives the impression that the situation is, so to speak, seen from its inside.

Die Beziehung zwischen TT und TSit eignet sich demnach, um perfektiven und imperfektiven Aspekt darzustellen. Im Unterschied dazu beschreibt die Relation zwischen TT und TU die genuin temporalen Eigenschaften der Vor-, Gleich- und Nachzeitigkeit. In den genannten Beispielen liegt TT vor TU, weshalb die Situation als in der Vergangenheit liegend interpretiert wird. Wenn sich TT simultan zu TU befindet, wird eine gegenwärtige Situation beschrieben; wird sie nach TU situiert, handelt es sich um die Zukunft.

Bevor im nächsten Kapitel darauf eingegangen wird, wie perfektive und imperfektive Aspektualität in den für diese Arbeit wichtigen Einzelsprachen ausgedrückt wird, ist es sinnvoll, die wesentlichen Inhalte der letzten beiden Kapitel noch einmal zusammenzufassen. Hinsichtlich des lexikalischen Aspekts wird eine dreiteilige Klassifikation verwendet, die auf den folgenden Begrifflichkeiten beruht:

Zustände: [- dynamisch], [- telisch]
Aktivitäten: [+ dynamisch], [- telisch]
Telics : [+ dynamisch], [+ telisch]

Bezüglich des grammatikalischen Aspekts wird zwischen perfektivem und imperfektivem Aspekt unterschieden (begrenzt vs. unbegrenzt), wobei letzterer in eine habituelle, eine kontinuative und eine progressive Komponente unterteilt wird. Zur Beschreibung der Tempussysteme der Einzelsprachen wird auf das Kleinsche Systems zurückgegriffen. Diesbezüglich werden die Begrifflichkeiten der Äußerungszeit (TU; auch Sprechzeitpunkt), der Situationszeit (TSit) und der Topikzeit (TT; auch Referenzzeit) übernommen. Temporale Unterschiede werden durch die Relation von TU und TT ausgedrückt, aspektuelle durch die Beziehung von TT und TSit. Vorzeitigkeit wird demnach als TT vor TU beschrieben. Perfektiver Aspekt wird durch die Inklusion von TSit in TT (oder graphisch durch [– – – – –]) dargestellt; imperfektiver durch das Enthaltensein von TT in TSit (oder graphisch durch – – – [– – –] – – –). Da Klein hauptsächlich zwischen perfektiv und imperfektiv unterscheidet, werden im Folgenden die Semantiken der Kontinuität und Habitualtität nicht mithilfe seines Systems erläutert.3 Eine stark simplifizierte Darstellung des Aspektualitätsverständnisses der vorliegenden Arbeit findet sich in Abbildung 3:

Abb 3 Darstellung des Aspektualitätsverständnisses der vorliegenden Arbeit Im - фото 5Abb. 3:

Darstellung des Aspektualitätsverständnisses der vorliegenden Arbeit

Im Folgenden wird darauf eingegangen, wie das Deutsche, das Englische, das Lateinische, das Französische und das Spanische die Opposition von perfektiv/imperfektiv versprachlichen.

2.3 Tempus und Aspekt im Deutschen, Englischen, Lateinischen, Französischen und Spanischen

In diesem Kapitel wird analysiert, wie die in dieser Arbeit behandelten Einzelsprachen die aspektuelle Unterscheidung von perfektiv und imperfektiv ausdrücken. Der Fokus liegt dabei auf der temporalen Domäne der Vorzeitigkeit und der grammatischen Kategorie des Aspekts. In manchen Fällen wird aber auch auf lexikalische und pragmatische Ausdrucksmittel eingegangen. Wenn eine Sprache zwei (teilweise) bedeutungsgleiche Formen besitzt, um (Im-)perfektivität auszudrücken, werden beide Formen beschrieben (z. B. im Französischen bei passé simple und passé composé ). Da weder das Plusquamperfekt noch „echte“ Perfekt-Konstruktionen (z. B. das englische present perfect oder das spanische perfecto compuesto ) im empirischen Teil der Arbeit untersucht werden, wird nicht weiter auf diese Formen eingegangen. Das Kapitel gliedert sich wie folgt: Nachdem zuerst auf das Deutsche und das Englische eingegangen wird, werden im Anschluss daran das Lateinische sowie die beiden romanischen Sprachen, Französisch und Spanisch, beschrieben.

2.3.1 Das Deutsche

Dieses Kapitel startet mit einem kurzen Überblick über die beiden deutschen Vergangenheitsformen, das Perfekt und das Präteritum. Darauffolgend wird argumentiert, dass ihre Semantik weitgehend bedeutungsgleich ist und dass die wenigen Unterschiede pragmatischer oder stilistischer Natur sind. Schließlich wird auf diverse Möglichkeiten des Deutschen eingegangen, Aspektualität auszudrücken.

Beim Präteritum (z. B. sie machte ) handelt es sich um ein Vergangenheitstempus, „[das] eine Situation einem Referenzintervall zu[ordnet], das vor dem Sprechereignis liegt“ (Vater 2007: 53). In der Kleinschen Terminologie heißt dies, dass sich die Topikzeit (TT) vor der Zeit der Äußerung (TU) befindet (vgl. auch Rothstein 2007: 36–39).1

Im Unterschied zum Präteritum ist die Topikzeit beim Perfekt (z. B. sie hat gemacht ) variabel in Bezug auf die Äußerungszeit (vgl. Vater 2007: 64). Ihre Lokalisierung vor der Äußerungszeit stellt die Standardinterpretation des Perfekts dar, dennoch kann durch die Situierung von TT simultan zu TU der so oft diskutierte Gegenwartsbezug erzeugt werden. Ob TT vor oder simultan zu TU lokalisiert wird und damit die Frage, ob eine perfektische2 oder eine vorzeitige Lesart in den Vordergrund rückt, hängt nicht von grammatikalischen, sondern von pragmatischen Verfahren ab (für eine ausführliche Analyse vgl. Klein 1999, 2000; Musan 1999; Welke 2005, 2010). Daraus folgt, dass das Perfekt „in seiner denotativen Bedeutung vollkommen synonym zum Präteritum“ ist (Welke 2010: 20). Seine Grundbedeutung ist demzufolge die eines Vergangenheitstempus, was dadurch deutlich wird, dass es in den meisten Fällen nicht in Opposition zum Präteritum tritt, sondern mit ihm ausgetauscht werden kann.

Diese weitgehende Austauschbarkeit beider Formen ist ein Zeichen dafür, dass das Deutsche keine obligatorischen, vollständig grammatikalisierten Mittel besitzt, um zwischen perfektiv und imperfektiv zu unterscheiden. Das Deutsche wird somit als Nicht-Aspektsprache gehandhabt (vgl. Andersson 2004; Ballweg 2004; Baudot 2004; Behrens et al. 2013; Bohnemeyer/Swift 2004; Schwenk 2012; Thieroff 1992; Zifonun et al. 1997). Im Hinblick auf die Perfektivität zeigt sich dies insofern, als durch das Hinzufügen eines gegenwärtigen Kontextes Sätze im Perfekt und im Präteritum nicht ungrammatisch werden (siehe conjunction test in Kapitel 2.1.2; Beispiele in Anlehnung an Smith 1997: 194):

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