Lukas Eibensteiner - Transfer im schulischen Drittspracherwerb des Spanischen

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Transfer im schulischen Drittspracherwerb des Spanischen: краткое содержание, описание и аннотация

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Das vorliegende Buch beschäftigt sich mit dem schulischen Drittpracherwerb des Spanischen und untersucht, wie die spanischen Vergangenheitstempora erworben werden und inwiefern sprachliche Vorkenntnisse diesen Erwerbsprozess beeinflussen. Eine mit mehr als hundert Schüler*innen durchgeführte empirische Untersuchung liefert Evidenz dafür, dass vor allem Englisch- und Französischvorkenntnisse einen positiven Einfluss haben, allerdings in unterschiedlichen semantischen Kontexten. Der Autor plädiert daher für einen sprachvernetzenden Unterricht, der sich an den Prinzipien der Mehrsprachigkeitsdidaktik orientiert.

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Die Kernaussage dieses Kapitels ist, dass grammatikalischer und lexikalischer Aspekt miteinander interagieren. Im Laufe der Arbeit wird diesbezüglich von prototypischen und nicht prototypischen Kombinationen gesprochen. Der semantische Prototyp von telischen Prädikaten wie auch von perfektivem Aspekt ist, dass sie Situationen gewissermaßen begrenzen. Bei statischen Prädikaten und imperfektivem Aspekt ist genau das Gegenteil der Fall. In diesen beiden Kombinationen von lexikalischem und grammatikalischem Aspekt wird demnach ein sehr ähnlicher semantischer Prototyp sowohl auf lexikalischer als auch auf grammatikalischer Ebene ausgedrückt. Man spricht daher auch von prototypischen Kombinationen. Im Falle der Kombination von statischen Prädikaten und perfektivem Aspekt bzw. von telischen Prädikaten und imperfektivem Aspekt trifft Gegenteiliges zu und man spricht von nicht prototypischen Kombinationen (vgl. McManus 2011: 17, 2013):

statisch telisch
perfektiv nicht prototypisch prototypisch
imperfektiv prototypisch nicht prototypisch

Tab. 5:

Prototypische und nicht prototypische Kontexte

Im nächsten Kapitel wird ein System vorgestellt, das es ermöglicht, Tempus- und Aspektsysteme durch die Analyse der internen temporalen Beschaffenheit von Situationen zu beschreiben. Solche Systeme werden üblicherweise als zeitrelational bezeichnet (en. time-relational approaches ; vgl. Gvozdanovic 2012: 784–791).

2.2 Der zeitrelationale Ansatz von Klein (1994)

Das Kleinsche System baut auf jenem von Reichenbach (1947) auf. Im Zentrum von Reichenbachs Überlegungen steht das Jetzt des Sprechens, der Sprechzeitpunkt (en. point of speech , abgekürzt als S), also ein deiktisches „an der Sprechsituation orientiertes Zeitintervall“ (Vater 2007: 32).1 Vom Sprechzeitpunkt ausgehend, ist es dem Subjekt möglich, zeitliche Referenz zu einem Ereignis, das versprachlicht werden soll, herzustellen. Dieses findet zu einem bestimmten Zeitpunkt, dem Ereigniszeitpunkt, statt (en. point of event , abgekürzt als E). Prinzipiell ist es allein mit diesen beiden Zeitpunkten möglich, die temporalen Relationen der Vor-, Gleich- und Nachzeitigkeit darzustellen:

Vorzeitigkeit: [E < S]
(E vor S)
Gleichzeitigkeit: [E = S]
(E gleichzeitig mit S)
Nachzeitigkeit: [S < E]
(S vor E)

Formen, deren Semantiken durch diese grundlegenden Relationen beschrieben werden können, werden auch als absolute Tempora (vgl. Comrie 1985: 36) oder basic tenses (vgl. Klein 2009b: 43) bezeichnet.

Zur Darstellung jener Tempora, die keine direkte Relation zum Sprechzeitpunkt herstellen, führt Reichenbach einen weiteren zeitlichen Bezugspunkt ein, den Referenzzeitpunkt (en. reference point , abgekürzt als R).2 Dieser kann im selben Satz festgelegt oder durch den Kontext gegeben sein. Er wird beispielsweise benötigt, wenn man über ein Ereignis sprechen will, das vor einem Ereignis stattgefunden hat, das wiederum vor dem deiktischen Zentrum liegt. Als Beispiel kann das deutsche Plusquamperfekt in Beispielsatz 18 genannt werden (vgl. Heinold 2015: 80):

(18) Peter:„Maria hatte die Fenster schon geputzt, als ich heimkam .“ [E < R < S]

Die Fettmarkierung von Peterverweist darauf, dass es einen Sprechzeitpunkt gibt, zu welchem Peter die Äußerung tätigt. Die Tätigkeit (E), über die gesprochen wird (Maria Fenster putzen), findet in der Vergangenheit statt und liegt somit vor dem Sprechzeitpunkt. Zwischen dem Sprechzeitpunkt und dem Ereigniszeitpunkt liegt aber noch ein weiteres Ereignis ( ich heimkommen ), das durch den Referenzzeitpunkt dargestellt wird (kursiv). Diese Relation (E < R < S) kann auf einer Zeitachse folgendermaßen dargestellt werden:

Abb 2 Die temporale Relation des Plusquamperfekts Das für diese Arbeit - фото 4Abb. 2:

Die temporale Relation des Plusquamperfekts

Das für diese Arbeit relevanteste Problem des Reichenbachschen Systems ist, dass es die aspektuelle Opposition von perfektiv und imperfektiv nicht befriedigend ausdrücken kann (vgl. Haßler 2016: 19; für weitere Kritikpunkte vgl. Klein 2009b: 45; Stowell 2012: 187–189). In seinem System werden beispielsweise sowohl das spanische imperfecto als auch das perfecto simple gleichermaßen beschrieben:

(19) Ayer fui al colegio.
E = R < S
(20) Ayer iba al colegio.
E = R < S

Das Tempussystem von Klein (1994, 2009a, b) baut auf jenem von Reichenbach auf. Dadurch, dass Klein nicht von Zeitpunkten, sondern von Zeitspannen spricht (vgl. Klein 2009a: 22), lassen sich aspektuelle Relationen darstellen. Um diese Zeitspannen zu benennen, verwendet Klein zwar andere Begrifflichkeiten, die aber durchaus gewisse konzeptuelle Ähnlichkeiten zu den Zeitpunkten Reichenbachs aufweisen:

Reichenbach (1947) Klein (1994)
Sprechzeitpunkt Zeit der Äußerung (en. time of utterance , TU)
Ereigniszeitpunkt Zeit der Situation/Situationszeit (en. time of situation , TSit)
Referenzzeitpunkt Topikzeit (en. topic time , TT)

Tab. 6:

Gegenüberstellung von Reichenbach (1947) und Klein (1994)

Klein (1994: 36–48) veranschaulicht das Zusammenspiel der drei Zeitspannen anhand der folgenden Situation: Ein Richter fragt einen Zeugen, was er beim Betreten eines Raumes, in welchem ein toter Mann auf dem Boden lag, gesehen hat. Darauf antwortet dieser das Folgende:

(21) A man was lying on the floor.
– – – – – [–] – – – – – < TU

Durch eine sogenannte questio (= die Frage des Richters) , die entweder explizit gestellt wird oder implizit durch den jeweiligen Kontext vorgegeben ist, wird die Topikzeit festgelegt (dargestellt durch die eckigen Klammern [ ] in Beispielsatz 21). Sie fokussiert jene Zeitspanne, über die tatsächlich eine Aussage gemacht wird. Klein (1994: 4) beschreibt sie folgendermaßen: „[The topic time] is the time span to which the speaker’s claim on this occasion is confined.“ In Beispielsatz 21 bezieht sie sich demnach auf diejenige Zeitspanne, zu welcher der Raum betreten wurde. Die Situationszeit hingegen nimmt auf die Zeitspanne von a man lie on the floor Bezug (dargestellt durch – – – – – –). Sie ist nicht auf die relativ kurze Zeitspanne der Topikzeit beschränkt. Der Mann lag auf dem Boden, sowohl bevor der Zeuge den Raum betreten hat als auch danach.

Beispielsatz 21 stellt exemplarisch dar, dass die Topikzeit in der Situationszeit eingeschlossen ist und vor der Zeit der Äußerung liegt (= die Aussage vor Gericht). Es ist die Relation von TSit und TT, welche es ermöglicht, aspektuelle Informationen darzustellen: „Aspects are ways to relate the time of situation to the topic time: TT can precede TSit, it can follow it, it can contain it, or be partly or fully contained in it“ (ebd.: 99). Es gibt also verschiedene Möglichkeiten, wie TT und TSit zueinander in Bezug treten können. TT kann wie in Beispielsatz 21 vollständig in TSit enthalten sein (= TT incl TSit). Die damit einhergehende Unbegrenztheit von TSit im Hinblick auf TT erzeugt die für die Beschreibung des imperfektiven Aspekts so bekannte Innenperspektive (vgl. ebd.: 108).

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