Lilly Maier - Auf Wiedersehen, Kinder!

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Der junge Wiener Ernst Papanek ist Vollblut-Sozialist, leidenschaftlicher Pädagoge und unerschütterlicher Optimist. Obwohl er nach dem Februaraufstand 1934 nur knapp den Häschern des Dollfuß-Regimes ins Exil entkommt, ändert das nichts an seinem politischen und sozialen Engagement. Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges leitet er vier Kinderheime in Montmorency bei Paris für 283 jüdische Flüchtlingskinder aus Deutschland und Österreich. In wenigen Monaten gelingt es ihm, ein beeindruckendes pädagogisches System aufzubauen, das für seine Zeit geradezu revolutionär ist. Er kann die Kinder später in die USA holen und vor dem Holocaust bewahren. In New York verwendet Papanek dieselben pädagogischen Ansätze und leitet
für zehn Jahre eine Schule für straffällige Jugendliche.
Bis heute können wir von seinen für die damalige Zeit ungewöhnlichen und revolutionären Methoden im Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen lernen.
Lilly Maiers große Biografie gibt dem heute beinahe Vergessenen seinen rechtmässigen Platz in der Geschichte zurück.

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Ernst Papanek selbst nahm nie eine Waffe in die Hand. Das hieß aber nicht, dass seine Aufenthalte in Spanien gänzlich ungefährlich waren. Vor allem, weil der »Feind« nicht immer der war, den man erwartete. Bei einer seiner Reisen hatte Papanek den Auftrag, eine Waffenlieferung zu überwachen. Die französischen Sozialisten schmuggelten regelmäßig Waffen nach Spanien – doch diese kamen nie an. Der Österreicher sollte der Sache auf den Grund gehen. Die Ursache des Problems war schnell gefunden: Papanek beobachtete, wie Eisenbahner an der Grenze die Kisten übermalten und »Grüße von Euren russischen Freunden« darauf schrieben. Die sozialistischen Waffen kamen also an, nur dass die Kommunisten die Lorbeeren dafür einheimsten. Also ging Papanek in Madrid zu einem der sowjetischen Politkommissare und stellte ihn zur Rede. Der Kommissar betonte zuerst die Wichtigkeit der Einheit der Internationalen Brigaden , dann ging er dazu über, Papanek zu drohen: Er wisse, wo sein Hotel sei und übrigens, wie gehe es der Familie, Lene und den zwei Söhnen? Ernst Papanek ließ sich nicht einschüchtern, war aber trotzdem so beunruhigt, dass er im Hotel seinen Kopfpolster unter die Bettdecke legte und sitzend unter dem Fenster schlief – falls jemand nachts auf das Bett schießen sollte.

Seiner Frau brauchte Papanek von der ganzen Affäre erst gar nicht zu erzählen. Lene machte sich sowieso schon genügend Sorgen. »Meine Mutter war eine Pessimistin«, sagte mir Gus Papanek. »Sie wollte nicht, dass Ernst nach Spanien ging. Sie wollte nicht, dass er nach Danzig ging. Ernst war mutig und absolut von seinen Ansichten und Ideologien überzeugt. Und dabei ging er Risiken ein, die Lene ablehnte. Aber Ernst konnte sehr stur sein. Wir nannten ihn Keraban der Starrkopf nach dem Roman von Jules Verne.«

***

Am 12. Februar 1938, auf den Tag genau vier Jahre nach Beginn der Februarkämpfe, zitierte Adolf Hitler den österreichischen Kanzler Kurt Schuschnigg in den Berghof am Obersalzberg. Das austrofaschistische Regime hatte in den letzten Jahren zunehmend unter dem außenpolitischen Erstarken Deutschlands gelitten. Nun zwang Hitler Schuschnigg durch unverhüllte Drohungen dazu, das »Berchtesgadener Abkommen« zu unterzeichnen. Es stärkte die österreichische NSDAP und machte den Nationalsozialisten Arthur Seyß-Inquart zum Innenminister. 123

Paradoxerweise war es genau diese erzwungene »Annäherung« zwischen Schuschnigg und Hitler, die den Sozialdemokraten Hoffnung machte. Erstmals seit Jahren gab es nun Gespräche zwischen den Christlichsozialen und den illegalen Revolutionären Sozialisten , die eine Zusammenarbeit im Kampf gegen Hitler zusagten.

In Spanien trifft sich die spätere sozialdemokratische Elite Europas Ernst - фото 31

In Spanien trifft sich die spätere sozialdemokratische Elite Europas: Ernst Papanek (2. v. l.) mit Jacques Mellick und Bernard Chochoy sowie dem späteren SPD-Vorsitzenden Erich Ollenhauer …

vertieft im Gespräch mit Ollenhauer und kurz darauf posierend auf einer - фото 32

… vertieft im Gespräch mit Ollenhauer …

und kurz darauf posierend auf einer Terrasse mit Ollenhauer Wim Thomassen - фото 33

… und kurz darauf posierend auf einer Terrasse mit Ollenhauer, Wim Thomassen, Torsten Nilsson und Hans Christian Hansen (unten, 2. v. r.).

Anfang 1938 fuhr Ernst Papanek zurück in die Tschechoslowakei und kaufte sich im März ein Zugticket nach Wien. Lene, Gustl und Schorschi fieberten seiner Rückkehr entgegen. Im Nachhinein betrachtet wirkt es naiv bis utopisch, dass Papanek und viele Sozialdemokraten dachten, sie könnten im Frühjahr 1938 nach Österreich zurückkehren. Aber man darf die Geschichte nicht von hinten lesen. »Man redet sich mit der Weisheit des Rückblicks leicht ein, man hätte es wissen können«, betonte auch der Historiker Michael Rosecker im Gespräch mit mir. »Wer ist sich schon bewusst, dass er in einer Vorkriegszeit lebt?«

Am 9. März 1938 verkündete Kurt Schuschnigg eine für den 13. März geplante Volksabstimmung über die Souveränität Österreichs. Doch dazu sollte es nicht mehr kommen.

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