Eberhard Saage - Die Welt der Illusionisten

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Etwas solle einmal von ihm bleiben, hatte sich der junge Joseph Adam nach einer schweren Krankheit gewünscht. Er wolle nicht auf dem Friedhof verscharrt und schnell vergessen werden. Nach seinem Tod solle eine Gedenktafel an seinem Geburtshaus an ihn erinnern. Das war für andere eine seiner Illusionen, ein Traum, aus dem er bald erwachen würde, für ihn jedoch ein konkretes Lebensziel. Die Aufgabe, durch deren Lösung er das erreichte, hatte er sich nicht selbst ausgesucht, sie wurde ihm von Berkel Zorbas, dem Präsidenten Abestans, gestellt. Aus ihrer Sicht gaben sie mit dem Geoengineering zur Begrenzung der Auswirkungen des Klimawandels nicht nur ihrem Leben einen Sinn, sondern dienten auch allen Menschen. Und deshalb übernahmen sie gegen den erbitterten Widerstand vieler die Verantwortung, die andere nicht tragen wollten. Doch für die Erfüllung seiner Illusionen müsste Joseph Adam viel bezahlen, das wurde ihm von seiner Tante Sarah sofort bewusst gemacht. Zu teuer? Er selbst hätte diese Frage mit Nein beantwortet, denn er glaubte bis zu seinem scheinbaren Tod, dass er nur durch sie wirklich lebte, nicht bloß existierte.

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»Darf ich kurz vorstellen? Joseph Adam, mein Neffe, Herr von Lenthe, den du ja in Bonn schon oft gesehen hast.«

»Sehr erfreut.«

»Angenehm.«

Die Herren reichten sich die Hand, und Tante Sarah tadelte: »Warum kommst du erst jetzt?«

Joseph berichtete kurz sein Missgeschick, und Sarah meinte dazu: »Da hattest du großes Glück. Westberliner haben mir darüber schon ganz andere Sachen erzählt.«

»Na gut«, sie wandte sich wieder an Herrn von Lenthe, »oder schlecht. Ich weiß, dass deine Zeit begrenzt ist.«

»Einige Minuten habe ich noch. Die reichen noch für ein Schlückchen.«

Sie goss ihm einen Kognak ein, und in Josephs Kopf überschlugen sich inzwischen die Gedanken. Herr von Lenthe war der wichtigste deutsche Manager, der seit Jahrzehnten in alle Himmelsrichtungen enge Kontakte besaß, der mit den Politikern in Moskau genauso vertrauliche Gespräche führte wie mit denen in Washington. Bei allen wichtigen Empfängen in Bonn war er wie selbstverständlich anwesend, aber Joseph hatte sich ihm bisher nicht nähern können. Und nun saß der ihm direkt gegenüber und taxierte ihn völlig ungeniert.

»Joseph Adam, der alles anders machen will. Sarahs Neffe! Das hätte ich nicht für möglich gehalten.«

Sarah legte ihm vertraulich eine Hand auf die Schulter: »Nun weißt du es aber.«

»Und nun weiß ich auch von dir, dass er manches anders sieht als viele Politiker seiner Partei, wie zum Beispiel dieser unsägliche Haberecht.«

Er blickte Joseph direkt in die Augen, der tapfer standhielt. »Für eine lange Diskussion ist keine Zeit, auch nicht für detaillierte Erläuterungen, die können Sie von Sarah erhalten. Den Rat, den Sie benötigen, kann ich Ihnen geben.«

Wieder sah er Joseph direkt an und war wohl mit dessen Reaktion zufrieden. »Von Ihnen persönlich habe ich zu innerdeutschen Fragen noch keinen Kommentar gehört, die scheinen Sie nicht zu interessieren. Aber Ihre Parteifreunde setzen bewusst auf die Zweistaatentheorie. Die wollen denen, deren Grenzsoldaten Ihnen gerade so übel mitgespielt haben, zu internationaler Anerkennung verhelfen. Deshalb empfehle ich Ihnen, machen Sie es anders, setzen Sie das Thema Wiedervereinigung ganz oben auf Ihre Agenda.«

Josephs Gesicht verriet schon wieder seine Gefühle. Er wirkte enttäuscht.

Von Lenthe lächelte nachsichtig: »Junger Mann, Sie meinen, es hätte sich nicht gelohnt, dafür nach Berlin zu fahren und all diese Unannehmlichkeiten auf sich zu nehmen? Sprechen Sie mit Sarah und denken Sie darüber nach.«

Er erhob sich. »Es tut mir leid, Sarah, aber ich muss.«

Sarah begleitete ihn hinaus.

Als sie endlich zurückkam, hatte sich Joseph einen Kognak eingegossen. »Entschuldige, aber jetzt brauche ich einen.«

»Du bist enttäuscht?«

»Maßlos. Was soll dieser, dieser, entschuldige, dieser Unsinn?« Er trank einen großen Schluck. »Ich weiß ja, dass der Gott und alle Welt kennt. Der wird doch von Politikern und sogar anderen Topmanagern wie der Herrgott persönlich verehrt. Aber woher kennt der dich?«

»Wir sind uralte Freunde, schon seit dem Krieg. Er hatte damals deutsche Wirtschaftsinteressen im Ausland vertreten, aber seine Frau musste hier in Berlin bleiben, quasi als Geisel. Die Nazis haben ja niemand vertraut. Sie war sehr einsam und wurde meine beste Freundin. Ich habe mich um sie gekümmert, und er war mir deshalb sehr dankbar.«

»Seine Frau? Das ist doch die, na, ich komme nicht drauf.«

»Du meinst seine zweite Frau. Die erste hatte sich scheiden lassen. Nach dem Krieg ist er steil aufgestiegen und hat sie wieder vernachlässigt. Eines Tages reichte es ihr. Die Kontakte zu mir hat er danach einschlafen lassen. Aber vor einigen Jahren, du warst damals noch nicht hier, hat er seine eigene Schuld eingestanden, und seitdem treffen wir uns meist, wenn er in Berlin ist.«

»Aha.«

»Ja, ich verstehe, dich interessiert anderes. Also pass auf, der hat noch nie in seinem Leben Unsinn erzählt oder vorgeschlagen. Aus deiner Sicht ist seine Andeutung nur deshalb unverständlich, weil du den Hintergrund nicht kennst.«

»Dann erkläre ihn mir.«

»Ungern.«

»Na, Tante Sarah, du glaubst ja selbst nicht, dass ich mich so abspeisen lasse.«

»Eben.« Sie überlegte kurz. »Dir sagt der Name Bilderberger doch etwas?«

»Na hör mal, selbstverständlich.«

»Dann weißt du auch, dass deren Geheimtreffen jedes Jahr stattfinden. Und seit vielen Jahren gibt es nur einen Deutschen, der ständig dazu eingeladen wird, und das ist er.«

»In diesem Jahr auch?«

»Ja.«

»Und?«

»Erstmals seit Jahren«, Sarah stockte, »bitte, Joseph, sei nicht beleidigt. Du musst mich verstehen, das ist das allergrößte Staatsgeheimnis der Bundesrepublik seit dem Kriegsende. Noch in Jahrzehnten wird niemand offiziell darüber sprechen. Du musst mir hoch und heilig schwören, es niemanden weiterzusagen. Auch nicht Magda.«

»Gut, ich schwöre es, wenn es dir so wichtig ist.«

»Ist es, aber eben nicht mir. Also, erstmals seit Jahrzehnten stand das Thema Wiedervereinigung Deutschlands auf der Agenda.«

»Stand es? Das dachte ich mir ja nun schon. Und was wurde beschlossen?«

»Ach, Joseph, du verstehst die Tragweite dieser Information nicht. Du brauchst Zeit, um gründlich darüber nachzudenken. Aber, um deine Frage zu beantworten, die beschließen nichts offiziell, von diesen Treffen gibt es keine Protokolle. Aber trotzdem machen die danach Nägel mit Köpfen.«

Joseph wurde nun doch nachdenklich. Er erinnerte sich an sein Gespräch mit dem Rennsteigläufer. Der hatte ihm erzählt, dass auch in der DDR nicht mehr Friedhofsruhe herrschen würde. »Seitdem Honecker Perestroika und Glasnost ablehnt, gärt es sogar unter den Genossen. Die Zeitschrift Sputnik, die über viele Veränderungen in der Sowjetunion berichtet, wird von Hand zu Hand gereicht. Nicht die materiellen Versorgungsengpässe bestimmen die Diskussionen der Bevölkerung, wie man hier glaubt, sondern Gorbatschows neue Politik.«

Joseph erzählte das seiner Tante und sagte dann: »Ehrlich gesagt, ich habe mich für die DDR noch nie interessiert. Vielleicht bewegt sich in der tatsächlich etwas. Ohne Grund werden die Bilderberger nicht darüber diskutiert haben. Aber was könnten die denn konkret machen?«

»Einen kleinen Anstoß geben. Wenn die Situation für Veränderungen reif ist, genügt der oft. Das sagt mir meine Lebenserfahrung.«

»Und das sagt zu diesem konkreten Fall auch dein Herr von Lenthe?«

»Ach, Joseph, wir müssen nicht über alles reden. Wichtig ist doch jetzt, welche Schlussfolgerungen du ganz persönlich für deine Politik ziehst.«

Bis zur nächsten Bundestagswahl waren es noch fast zwei Jahre, aber Haberechts Gruppe wurde bereits unruhig. Die Umfrageergebnisse für »Die Anderen« sanken nach einem Zwischenhoch schnell unter die letzten Wahlergebnisse. Die Bevölkerung hatte die Angst nach dem Supergau schon vergessen und wehrte sich nur noch an lokalen Brennpunkten gegen die Atomkraftwerke. Haberechts Reden rüttelten niemand mehr auf und wirkten oberlehrerhaft wie bei der Parteigründung.

»Wir brauchen schon heute ein umfassendes Wahlprogramm«, entschied er, »wir müssen unsere Aussagen schärfen, insbesondere zu unseren traditionellen Themen Atomenergie, Frieden und Gleichberechtigung, um den Wählern wieder bewusst zu machen, dass wir die einzige Alternative zu den Altparteien sind.«

Als der Entwurf vorgelegt wurde, enthielt der natürlich auch einen Absatz zu den zwischenstaatlichen deutschen Beziehungen. Die Selbstständigkeit der DDR sollte international gestärkt werden.

Eine Diskussion über diese nebensächliche Aussage war nicht vorgesehen. Viele Vorstandsmitglieder wirkten deshalb irritiert, als Joseph Adam sie dazu aufforderte.

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