Eberhard Saage - Die Welt der Illusionisten

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Etwas solle einmal von ihm bleiben, hatte sich der junge Joseph Adam nach einer schweren Krankheit gewünscht. Er wolle nicht auf dem Friedhof verscharrt und schnell vergessen werden. Nach seinem Tod solle eine Gedenktafel an seinem Geburtshaus an ihn erinnern. Das war für andere eine seiner Illusionen, ein Traum, aus dem er bald erwachen würde, für ihn jedoch ein konkretes Lebensziel. Die Aufgabe, durch deren Lösung er das erreichte, hatte er sich nicht selbst ausgesucht, sie wurde ihm von Berkel Zorbas, dem Präsidenten Abestans, gestellt. Aus ihrer Sicht gaben sie mit dem Geoengineering zur Begrenzung der Auswirkungen des Klimawandels nicht nur ihrem Leben einen Sinn, sondern dienten auch allen Menschen. Und deshalb übernahmen sie gegen den erbitterten Widerstand vieler die Verantwortung, die andere nicht tragen wollten. Doch für die Erfüllung seiner Illusionen müsste Joseph Adam viel bezahlen, das wurde ihm von seiner Tante Sarah sofort bewusst gemacht. Zu teuer? Er selbst hätte diese Frage mit Nein beantwortet, denn er glaubte bis zu seinem scheinbaren Tod, dass er nur durch sie wirklich lebte, nicht bloß existierte.

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»Wollte Warhol damit die Lust am Grauen befriedigen?«, fragte Joseph Adam.

»Er hatte plötzlich erkannt, dass grausame Bilder für uns alltäglich geworden sind und deshalb im Grunde keine Wirkung mehr erzielen. Deshalb begann er seine Serie zu Katastrophen, zu der dieses Bild gehört.«

»Ein weites Feld«, meinte der Banker.

»Sie sagen es. Aber ich denke …«

Während der Direktor weiter über die Gründe dieser Schaffensperiode mutmaßte, zerfiel der zuvor geschlossene Zuhörerkreis wieder in Gruppen, und bei den nächsten Bildern gab er nur noch kurze Erläuterungen.

Auch Joseph fand jetzt einen Gesprächspartner. Neumann, der Verbandsreferent, dessen Erwartungen, dass Joseph Adam in den Bundestag einziehen würde, sich erfüllt hatten, war verspätet eingetroffen.

»So einsam?«, fragte er lächelnd und gab sich selbst die Antwort, »die hiesigen Topmanager wissen mit einem Bundestagsabgeordneten Ihrer Partei noch nichts anzufangen, obwohl Sie ja im Wirtschaftsausschuss tätig sind«

»Blieb mir nichts weiter übrig. Mein Kollege Haberecht drängte darauf, selbst in den Umweltausschuss zu gehen.«

»Ich weiß. Aber ich denke, dass Sie es besser getroffen haben als er. Der Kanzler wird Sie zu seiner Indienreise mitnehmen, bei der ihn wieder viele Topmanager begleiten werden.«

»Mich? Bisher hat er mich noch nicht eingeladen.«

Neumann lachte amüsiert: »Unter uns, im Vertrauen, aber Ihnen kann ich das ja sagen. Sie wissen, wie der Hase läuft. Das hat der auch erst jetzt erfahren.«

Joseph blickte einen Moment verblüfft, aber dann verzog er sein Gesicht.

Magda beobachtete ihn gerade und wirkte kurz irritiert.

»Worüber habt ihr gesprochen?«, fragte sie ihn später.

»Warum fragst du?«

»Du hast gegrinst, so, so, ich konnte es nicht richtig deuten, so triumphierend, ja, triumphierend! Ihr wirktet wie zwei Verschwörer.«

»Ach«, wehrte Joseph ab, »das war eher Unsicherheit.«

Und damit gab er sich selbst das Stichwort, um Magda abzulenken.

»Du weißt ja, wie unsicher ich in den ersten Monaten in Bonn war. Alle neuen Abgeordneten brauchen Zeit, um sich einzuleben. Und viele versinken dann schnell im Alltag. Diverse Sitzungen, nicht nur im Plenum, sondern auch mit Mitarbeitern, in der Fraktion, in der Landesgruppe oder in Arbeitsgruppen und Ausschüssen. Kontakt halten zu dem Wahlkreisbüro, noch abends diverse Treffen mit Gremien des Bundestages oder Wirtschaftsvertretern und mit vielen anderen.«

»Lobbyisten?«

»Auch mit denen, oft verbunden mit einem Essen. Nicht selten geht es bis weit nach Mitternacht. Manche stöhnen, dass ein 24-Stunden-Tag nicht reichen würde.«

»Und du bist ja auch noch Parteivorsitzender.«

»Eben!«

»Aber du hast kein leichenblasses, ständig übernächtigt wirkendes Gesicht wie zum Beispiel dein Kollege Haberecht. Was machst du anders als der?«

»Ich kann Wichtiges und Unwichtiges unterscheiden. Ich muss nicht zu jedem Scheiß gehen. Und es macht mir nichts aus, wenn mir Wähler empörte Briefe schreiben, weil sie mich nicht im Plenum gesehen haben. Da habe ich anderes zu tun, als mir dort den Hintern breit zu sitzen.«

»Und was ist das?«

Joseph lächelte: »Du weißt doch, dass ich nicht ewig als Hinterbänkler gelten will.«

»Frau Adam, wenn ich bitten dürfte!«

Der Direktor ersparte Joseph eine bohrende Nachfrage.

Außerhalb der Sitzungsperioden war Joseph meist in seinem Wahlkreis, also auch bei Magda. Aber auch in Frankfurt hatten sie nur wenig Zeit füreinander, denn Magda war schnell zur rechten Hand des Kulturbürgermeisters geworden, der viele Abendtermine auf sie ablud. Dafür durfte sie sich ab und zu wenige Tage frei nehmen, um Joseph in Bonn zu besuchen. So oft es möglich war, begleitete sie ihn dort zu Abendveranstaltungen. Deren Anzahl stieg, seitdem Joseph den Kanzler zu Auslandsterminen begleitete, und deren Teilnehmerkreis veränderte sich stark. Nicht nur die Lobbyisten der Industrie hatten den vielversprechenden Abgeordneten Adam entdeckt, auch Vorstandsvorsitzende hielten es nicht mehr für vergeudete Zeit, mit ihm zu sprechen.

Seinem Kollegen Haberecht schien das in die Karten zu spielen. Der kultivierte schon äußerlich die Unterschiede zu Joseph Adam. Wenn der immer wohlfrisiert und gepflegt in seinen vornehmen Kombinationen auftrat, erschien Haberecht mit seinem Rauschebart und schulterlangen Haaren in Jeans und Pullover. Während Joseph es für zweckmäßig hielt, als Bundestagsabgeordneter Probleme mit der Energiewirtschaft zu diskutieren, fühlte sich Haberecht weiter als Angehöriger der außerparlamentarischen Opposition. Auf den Bildschirmen war er meist bei Blockaden vor Atomkraftwerken zu sehen. Wenn er auch bei der Parteigründung neben Joseph Adam wie ein grüner Junge gewirkt hatte, gelang es ihm nun doch, einige von dessen Anhängern auf seine Seite zu ziehen.

»Der schadet dir«, stellte Magda fest, »ewig kann das nicht so weitergehen.«

»Kommt Zeit, kommt Rat«, meinte Joseph gelassen, »so Gott will, wird sich entscheiden, wer die Partei besser führt.«

Bereits kurz vor dem 26. April hatte Joseph Magda eine Wanderung von Bonn zum Kloster Heiterbach vorgeschlagen.

»Etwa hin und zurück?«

»Warum nicht? Das Wetter soll ja schön werden.«

»Eine Strecke sind 13,9 Kilometer.«

»Notfalls können wir zurück ja ein Taxi nehmen.«

Das Wetter hielt, was die Meteorologen versprochen hatten, strahlender Sonnenschein, kaum eine Wolke am tiefblauen Himmel und eine gute Sicht, die einen Blick über den Rhein bis zum Ahrgebirge ermöglichte. Doch an diesem Tag hatten beide kein Auge dafür.

»Verdammt heiß für eine so lange Wanderung«, stöhnte Joseph schon vor Ramersdorf, »die ersten warmen Tage sind sowieso immer belastend.«

»Vielleicht kann uns das wenigstens ablenken.«

»Ablenken? Heute? Ich denke immerzu daran.«

»Hier ist nicht viel runtergekommen«, meinte Magda zuversichtlich, »die Bayern hat es viel schlimmer erwischt. Dort hatte es ja stark geregnet, also den Staub aus der Atmosphäre gewaschen.«

»Aber auch bei uns tickt der Geigerzähler. Würdest du etwa Salat von hier essen?«

»Nein, das nicht. Die neuen Grenzwerte für Gemüse, die sie heute herausgegeben haben, sind doch insbesondere aus ökonomischen Gründen festgelegt worden.«

»Du sagst es.«

Joseph holte einen Zettel aus seiner Jackentasche, auf dem die Empfehlungen der Behörden standen. »Milch und andere Lebensmittel bevorraten, Kinder nicht rauslassen, nach einem Regen gründlich duschen …«

»Es reicht«, unterbrach ihn Magda. Sie blickte sich suchend um. Der Rheinpark war auch an diesem Samstag gut besucht, aber hinter ihm lagerte kaum jemand in der Rheinaue. Sie deutete auf eine Baumgruppe: »Komm, wir suchen uns dort ein Plätzchen, scheiß auf die geplante Wanderung.«

Minutenlang lagen sie schweigend in der Sonne.

»Es tickt«, sagte Joseph plötzlich.

»Ein komisches Gefühl ist das«, bestätigte Magda, »man will die ersten warmen Tage genießen, denkt aber nur an Tschernobyl. Wer weiß, was wir gerade einatmen oder auf uns runterfällt.«

»Ich hatte die gleichen Gedanken. Vor drei Tagen hat dieser dümmliche Innenminister noch herausposaunt, dass für uns eine Gefährdung absolut auszuschließen wäre. Und genau an diesem Tag drehte sich der Wind und blies alles zu uns. Die Schweden hatten ja schon die Radioaktivität gemessen, als die Sowjets noch alles verheimlichten, auch die Evakuierung von Prypjat.«

Er holte einen anderen Zettel heraus und las Magda die wichtigsten Ereignisse nach dem Supergau vor.

»Wozu hast du den mit?«

»Um es zu verinnerlichen.«

»Wofür?«

»Für die Interviews und Diskussionen im Fernsehen, die es geben wird«, sagte er leichthin.

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