Horst Bosetzky - Der schwarze Witwer

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Obwohl Weltkrieg und Inflation gerade erst überwunden sind, geht es einigen wenigen prächtig in Sachsen. Zu ihnen gehört auch Dr. Robert Florschütz. Im Herbst 1924 nimmt der Sanitätsrat seine Frau Gisela mit zu einer Hühnerjagd im Kirnitzschtal. Doch kaum bricht die Jagdgesellschaft auf, fällt ein Schuss – und Gisela Florschütz sinkt, von ihrem Ehemann tödlich getroffen, zu Boden. Der Reporter Konrad Katzmann eilt nach Pirna, um für die Leipziger Volkszeitung über den Jagdunfall zu berichten. Der Sanitätsrat beteuert, der Schuss habe sich versehentlich gelöst. Doch Katzmann wird skeptisch, als er erfährt, dass bereits zwei vormalige Gattinnen von Florschütz unter mysteriösen Umständen jäh verstarben … Es geschah in Sachsen ist ein Kettenroman um den jungen Dresdner Journalisten Konrad Katzmann, der in fiktiven Kriminalfällen die Zeit der Weimarer Republik wieder lebendig werden lässt. Der renommierte Berliner Krimiautor Horst Bosetzky erzählt in Band vier die spannende Geschichte eines Täters, der selbst zum Opfer wird – und lässt Katzmann auf den Berliner Kommissar Hermann Kappe treffen, den beliebten Protagonisten aus der Krimireihe „Es geschah in Berlin“.

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Katzmann war gespannt. «Geht es um den Jagdunfall gestern?»

«Ja …» Sie mochte wohl nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen. «Wie fanden Sie denn Doktor Florschütz?»

«Ein sehr sympathischer Mensch … Ein Mann, der einem unendlich leidtun kann … Ein fürchterliches Schicksal! Und Angehörige hat er auch keine mehr, die ihm Trost spenden könnten.»

«Doch, er hat eine Tochter aus erster Ehe, die Gerda. Aber die lebt in Berlin, und er hat keinerlei Kontakt zu ihr.»

Katzmann horchte auf. «Er war schon mal verheiratet?»

«Nicht nur einmal!» Waltraud Scharrach unternahm einen zweiten Anlauf, um zum Eigentlichen zu kommen. «Ich glaube, ich sollte Ihnen die Augen öffnen …»

Katzmann konnte seiner Spannung nur Herr werden, indem er sich bückte, um sich eine Blaubeere abzupflücken und in den Mund zu stecken. «Ich höre …»

Waltraud Scharrach schlug einen Ton an, der eher leicht und ironisch und ohne jegliche Verbissenheit war, was ihre Worte umso wirkungsvoller werden ließ. «Ich weiß nicht, aber das ist nun schon die dritte Frau, die ihm wegstirbt. Alle nach Unfällen und nachdem sie ihm alles vererbt hatten, was zu vererben war. Und das war immer eine ganze Menge … Ich bin gespannt, wie ihm die vierte abhandenkommen wird. Vielleicht gibt er im Pirnaer Blättchen eine Anzeige auf: Suche für zwei bis drei Jahre vermögende Gattin – Unfalltod garantiert.»

Später sollte Konrad Katzmann sagen, dass bei ihm in diesem Augenblick die Alarmglocken geschrillt hätten. Das hatten sie nicht getan, er hatte sich nur plötzlich an das Märchen vom König Blaubart erinnert, das sich tief in sein Gedächtnis eingegraben hatte.

Der fremde Ritter nämlich hatte einen ganz blauen Bart, und vor dem hatte sie ein Grauen und es ward ihr unheimlich zu Muth, so oft sie ihn ansah … Allein am Morgen des vierten Tags konnte sie es nicht mehr über’s Herz bringen und schlich sich heimlich mit dem Schlüßel hin und steckte ihn in das Schloß und öffnete die Thüre. Aber wie entsetzte sie sich da, als das ganze Zimmer voller Leichen lag, und das waren lauter Weiber.

DREI

DIE SÄCHSISCHE STRASSE, gelegen im Berliner Bezirk Wilmersdorf, zog sich auf einer Länge von knapp einem Kilometer genau in Nord-Süd-Richtung von der Brandenburgischen zur Lietzenburger Straße. An sich hätte sie auch den Kurfürstendamm berührt, doch jenseits der Lietzenburger Straße trug sie den Namen des Malers Georg Bleibtreu. Zwischen Lietzenburger Straße und Hohenzollerndamm gab sie sich nobel und leicht großbürgerlich, ihr südliches Ende bis zur Brandenburgischen Straße fiel dagegen vom Niveau erheblich ab. Hier im Hause mit der Nummer 38, das die Ecke zur Wegenerstraße bildete, hatte der Obst- und Gemüsehändler Richard Schorbus eine Parterrewohnung gemietet. An dieses gemütliche Zuhause dachte er, als er auf dem Winterfeldtplatz in Schöneberg seine letzten Vorräte an die Leute bringen wollte.

«Äpfel – frisch von Eva für Adam gepflückt! Greifen Sie zu, meine Dame! Die duften besser als ’ne janze Parfümfabrik.»

Sosehr er sich auch Mühe gab, das Geschäft ging nur schleppend. Auch was die flotten Sprüche betraf, waren andere Händler besser als er. Eier-Meier etwa brüllte: «Frische Eia, extra frische Eia – hat meene Frau erst heute Morjen für Ihnen jelegt!»

Schorbus verlegte sich aufs Reimen. «Herrliche Birnen – für die Männer und die Dirnen! Und eckige Bananen – von deren Süße Sie nichts ahnen!»

Eine Dickmadam blieb vor seiner wunderbar aufgebauten Apfelpyramide stehen und fragte, ob die Äpfel sich auch für einen Kuchen eigneten.

«Damit können Sie Ihren Herrn Gemahl mal wieder so richtig verwöhnen.»

«Janz im Jegenteil, vergiften will ick den, weil der ’ne andere hat!»

Schorbus überlegte. «Na, dann nehmen Sie doch ein Pfund von meinen Pfifferlingen – da ist manchmal ’n Knollenblätterpilz mittenmang.»

Doch alles half nichts, die Dame ging weiter. Schorbus stöhnte hörbar auf und machte sich daran, die obersten Äpfel seiner Pyramide an seiner Schürze blank zu reiben.

«Da musste ruffspucken», riet ihm Eier-Meier, «sonst jlänzt det nich!»

«Pass mal uff, det ick dir nich uff deine Eier spucke!»

Sie pflaumten sich noch eine Weile an, und Schorbus hätte womöglich eine Keilerei angefangen, wenn sein Sohn mit am Stand gewesen wäre, aber Rudi war schon seit einiger Zeit verschwunden. Angeblich, um zu gucken, wie hoch die Preise bei den Konkurrenten waren. Wahrscheinlich aber hatte er im Gedränge eine seiner Miezen erkannt und wollte der mal schnell an die Wäsche.

Endlich kam Rudi angelaufen und gab sich wichtig wie immer. «Die Äpfel sind bei Krüger zwei Pfennige billiger, die Birnen sogar um drei.»

Schorbus winkte ab.«Dafür ham se ooch alle Würma oder sind innen drin madig.»

«Das sieht man ihnen von außen aber nicht an», stellte Rudi fest.

«Aba zu Hause merken die Leute det und koofen det nächste Mal nich bei Krügern, sondern wieder bei mir.» Und diese Botschaft schrie er sofort auf den Markt hinaus: «Ohne Frage gibt es hier die beste Ware! Nur zugreifen, meine hochverehrten Damen!»

Das taten die dann auch, und Schorbus sah mit Freude, dass sich seine Kasse langsam füllte. Die fetten Jahre, als seine Frau noch hier gestanden und die Kundinnen mit ihrer gewinnenden Art angelockt hatte, waren vorüber. Nun hatte sie Zucker und Schwierigkeiten mit ihren Füßen. Der Arzt hatte ihr das lange Stehen verboten.

«Verwöhnen Sie Ihren Gaumen mit meinen schönen Pflaumen!», rief Schorbus.

So ging es noch bis ein Uhr nachmittags, dann bauten sie ihren Stand ab und verluden alles auf den Kleinlaster, den Schorbus selbst gebaut hatte. Er bestand vorn aus einem Motorrad und hinten aus dem Rübenwagen eines Bauern aus Rudow. Platz für einen Beifahrer gab es nicht, Rudi musste sich auf die Ladefläche setzen. Langsam tuckerten sie zur Detmolder Straße, wo sie eine Garage gemietet hatten. Dort hatten sie auch ihre Fahrräder abgestellt, auf die sie sich nun setzten, um nach Hause zu fahren. Große Entfernungen waren das alles nicht.

In der Sächsischen Straße angekommen, durchquerten sie mit ihren Rädern den Hausflur, um sie hinten auf dem Hof anzuschließen. Dabei bemerkten sie, dass das Küchenfenster ihrer Parterrewohnung offen stand.

«Nu wird Mutta doch wieda gekocht ham», sagte Schorbus.

«Dabei sollte se sich doch schonen.»

Rudi steckte seinen Kopf durch das Fenster. «Mutta, freu dich, wir sind wieder da!» Doch er erhielt keine Antwort. «Na, wird sie sich wieder schlafen gelegt haben?»

Während sich sein Vater noch um die Räder kümmerte, schloss Rudi schon die Wohnung auf. Wenig später hallte sein Schrei durch den Hinterhof. «Komm schnell her, ich glaube, Mutter ist tot!»

In einer der großen Berliner Tageszeitungen war am Dienstag, dem 9. September 1924, im Lokalteil Folgendes zu lesen:

Neben Ernst Gennat finden wir im Polizeipräsidium am Alexanderplatz noch eine Reihe anderer Persönlichkeiten, die den Mördern in der deutschen Hauptstadt keine Chance lassen, unter ihnen auch Hermann Kappe, der im Dreikaiserjahr 1888 das Licht der Welt erblickt hat – wie alle echten Berliner nicht hier, sondern in Wendisch Rietz am Scharmützelsee. Im benachbarten Storkow hat er seine Polizeilaufbahn begonnen – und zwar als einfacher Gendarm. Als er 1910 dem dort ansässigen Major Ferdinand von Vielitz das Leben gerettet hat, war der ihm zu Dank verpflichtet und hat mit seinen Verbindungen dafür gesorgt, dass man Kappe zur Kriminalpolizei nach Berlin versetzt hat. Im September 1910, als man im Verlaufe der Moabiter Unruhen auf eine verkohlte Leiche gestoßen war, konnte er als junger Kriminaler seinen ersten Erfolg verbuchen. Seitdem hat er mehrere Mörder zur Strecke gebracht, aber auch Zeit gefunden, zu heiraten und eine Familie zu gründen.

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