Artur Weiß - Begegnungen im DDR-Knast

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In meiner Generation war das Zusammenleben von Mann und Frau ein Tabuthema, über das nicht oder nur kaum gesprochen wurde. Es wurde streng darauf geachtet, dass wir Kinder bei solchen Gesprächen nicht zugegen waren. Es kam nicht selten vor, dass es der Tochter die Schamröte ins Gesicht trieb, wenn Eltern sie nach ihrem Freund befragten. Wir Kinder haben unsere Eltern niemals völlig entblößt gesehen, so ging dieses Schamgefühl auf uns Kinder über. Das hat sich erst mit dem Erwachsenwerden geändert. Auch die Beziehungen der Geschlechter untereinander war für uns Neuland. Im Besonderen die Beziehung Gleichgeschlechtlicher ist für mich heute noch unakzeptabel. Das ist für mich und viele andere nicht mit dem Glauben in Einklang zu bringen, weil es da heißt: Liebet und vermehret euch. Leider sind diese Werte bei vielen über Bord gegangen, und sie widmen sich stattdessen nur ihrem Vergnügen. Das DDR-Strafrecht hat bei »Homo« und »Sitte« besonders streng geurteilt. Was unter dem Begriff Sittlichkeit alles möglich ist, habe ich in der U-Haft beobachtet und später im Gefängnis aus den Akten Verurteilter entnommen. Die authentischen Schilderungen von Mithäftlingen, wenn wir die Möglichkeit zur Kommunikation hatten, sind bis heute in meinem Kopf geblieben. Diese Begebenheiten, warum ich mich mit dem Thema Sittlichkeit befasse und warum ich mit einer hohen Haftstrafe in Berlin-Rummelsburg eingezogen bin, davon erzählt dieses Buch.

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Die beiden Freunde, Horst und Heinz, ließen es sich nicht nehmen, ihren misshandelten Kumpel Werner im Krankenhaus in einem Vierbettzimmer zu besuchen. Er war sichtlich erfreut, seine Freunde zu sehen. Sie trauten ihren Augen nicht, als sie sahen, wie ihn die Stasi zugerichtet hatte. Heinz war besonders betroffen und seine Hände ballten sich zu Fäusten. Nach einer kurzen Begrüßung kamen sie schnell auf das, was in dieser Nacht geschehen war. Inzwischen hatten Horst und Heinz eine Vorladung von der Stasi erhalten. Als das Wort „Stasi“ fiel, meinte Heinz, „lasst uns in die Cafeteria gehen.“ Er traute den Mithörern im Zimmer nicht. Ihrem Freund Werner fiel das Laufen schwer, weil ihm alles wehtat. Lange noch hat sich das Trio am Kaffeetisch über ihre derzeitige Lage unterhalten. Es sah nicht gut für sie aus, weil die Stasi sie als Außenseiter eingestuft hatte. Dies sollte zur Gewissheit werden, weil die Drei ständig von allen Behörden überwacht wurden, auch in ihren Betrieben. Horst hatte mit seinem Vater über die Geschehnisse des Abends ausführlich gesprochen. Alles beunruhigte ihn sehr und er machte seinem Sohn heftige Vorwürfe. Er wusste aus eigener Erfahrung, wozu die DDR-Diktatur fähig ist. Er war bis zu seiner Rente leitend tätig und konnte somit hinter die Kulissen der Machthaber schauen.

Auf alles gefasst und mit gemischten Gefühlen befolgten Horst und Heinz die Ladung der Stasi. Der Empfang dort war alles andere als freundlich, sie waren doch in deren Augen Staatsfeinde. Nach einer angemessenen Wartezeit wurden sie getrennt zur Sache vernommen. Während der Verhöre waren sie massiven Behandlungen und Drohungen ausgesetzt. Unverhohlen hatte man Heinz die Frage gestellt, ob er auch wie Werner eine Sonderbehandlung brauche. Er ließ sich aber nicht einschüchtern und vertrat im Rahmen des Möglichen seine Meinung. Die aufrechte Haltung und Furchtlosigkeit von Heinz verunsicherte den Vernehmer, so dass dieser den Raum verließ. Wenig später betrat er mit neuer Instruktion wieder den Raum. Es hatte den Anschein, dass in diesen Minuten ein Urteil gefällt worden war. Sich in seinem Sessel zurücklehnend und Heinz anstarrend, meinte der Stasi-Mann: „Du hast den Kampf gewählt, wir sind bereit dazu.“ Mit dem Entzug seiner Ausweispapiere und dem Hinweis, seinen Heimatort nicht zu verlassen, konnte Heinz wieder gehen. Auf dem Weg nach Hause versuchte er das Ganze einzuordnen und zu begreifen. Eine weitere Sorge war, wie seine Eltern das alles aufnehmen werden. Irgendwie tat es ihm leid, seinem Vater und seiner Mutter so viele Sorgen zu machen. Er bekam den Eindruck, dass ihn das alles noch hart treffen wird.

Etwas geschickter stellte es Horst an, seinen Vernehmer nicht zu provozieren. Er hatte sich auf die mahnenden Worte seines Vaters besonnen, was sich für ihn auszahlte. Trotz rücksichtslosem Vorgehen der Stasi verhielt sich Horst besonnen, was ihm aber gegen den Strich ging. Er konnte das brutale Vorgehen gegen Werner nicht verstehen, der schwer verletzt im Krankenhaus seine ihm von der Stasi zugefügten Wunden auskuriert. Im Gegensatz zu Heinz war Horst von den Beamten mit der Bemerkung entlassen worden: „Sie hören von uns.“

Mittlerweile sind einige Wochen vergangen, in denen sich Werner von seinem Überfall erholte. In dieser Zeit hat er hart an sich gearbeitet. Er musste für sich eingestehen, dass er allein gegen die Diktatur nichts ausrichten kann. Die ständige Bespitzelung im Krankenhaus überzeugte ihn davon. Seine behandelnden Ärzte entließen ihn, verordneten ihm aber drei Wochen Genesungszeit.

Die Eltern und Werner selbst haben nur schwer die Ereignisse der letzten Wochen überstanden. Gemeinsam unternahmen sie den Versuch, mit sich ins Reine zu kommen. Sie wurden bei den Behörden vorstellig, hinsichtlich der Anzeige gegen Unbekannt, was sehr mutig von ihnen war. Werner wurde in ein Zimmer geholt und dort zu seiner Sache vernommen. Man machte ihm den Vorwurf, sich mit seinen beiden Freunden im Krankenhaus abfällig über die DDR geäußert zu haben. Womit bewiesen ist, dass flächendeckend die Menschen im Stasistaat bespitzelt wurden. Werner machte mehrmals den Versuch, das Geschehene herunterzuspielen, was ihm aber nicht gelang. Die Antwort auf Werners Ausführungen war: Übermut und Dummheit schützt vor Strafe nicht. In dem noch folgenden Gespräch stellte sich heraus, wer die Täter waren. Was aber mit ihnen geschehen wird, liegt allein im Ermessen der Behörden. Der Beamte erklärte das Gespräch für beendet und führte noch ein Telefonat. Daraufhin erschien ein Polizist, der Werner die Handschellen anlegte. Sein Vernehmer erklärte, dass er verhaftet sei und in U-Haft genommen wird. Seine Eltern warteten schon ungeduldig auf ihren Sohn und erkundigten sich schließlich nach seinem Verbleib. Die Antwort darauf hat sie fassungslos gemacht, weil sie Hilfe suchten und Leid bekamen. Was man ihnen noch auf den Heimweg mitgab war, wo und wann sie ihren Sohn besuchen können.

Zum Besuch kam es nicht, weil sie Tage später als Eltern einen Bescheid zur Gerichtsverhandlung ihres Sohnes erhielten. Sie trauten ihren Augen und Ohren nicht, was dem Sohn alles angelastet wird. So die Anklage: Vandalismus, Verunglimpfung der DDR und Rowdytum, wird zur Verhandlung stehen. Sachbeschädigung hätte hier vollkommen ausgereicht. Wie allgemein bekannt, in der DDR lag bereits das fertige Urteil bei Gericht in der Schublade. Zum angegebenen Termin erschienen Werners Eltern und auch seine Freunde. Die Verhandlung war öffentlich, eine Art Schauprozess, um die Macht zu demonstrieren. Der Saal füllte sich mit meist linientreuem Publikum. Im Schnellverfahren verlas der Staatsanwalt die Anklage und auch das Strafmaß: zwei Jahre und drei Monate Haft. Dem Rechtsanwalt waren die Hände gebunden, weil er Genosse war. Somit konnten Werners Taten nicht geschmälert und abgewertet werden. Auch ein Einspruch könne das Urteil nicht schmälern, so der Anwalt. Es ist offensichtlich und nicht von der Hand zu weisen, dass hier ein Exempel statuiert wurde.

Werner waren noch im Saal die Handschellen angelegt worden und man brachte ihn in den Strafvollzug. Hier hatte, wie schon so oft, die Diktatur in ihrem Sinne ganze Arbeit geleistet und das Menschenrecht mit Füßen getreten. Die Eltern von Werner und auch seine Freunde traten brüskiert den Heimweg an.

Horst und Heinz überfielen bange Überlegungen darüber, was die Stasi mit ihnen vorhaben könnte. Schließlich war ihnen ja von den Behörden ein Wiedersehen angedroht worden.

Die Eltern von Horst und Heinz bangten von nun an um ihre Söhne, war ihnen doch drastisch vor Augen geführt, was alles möglich sein kann. Die beiden Freunde, noch in Freiheit, machten sich auch Gedanken um ihre Zukunft, die sie nicht mehr allein gestalten können. Sicherlich wird sich die Staatsmacht massiv in das Geschehen einbringen und den Betroffenen das Leben schwer machen. Die Geschehnisse in der letzen Zeit hatten Horst und Heinz näher zusammenrücken lassen, so dass sich ihre Freundschaft festigte. Das Vorgehen der Machthaber gegen Werner hatte die beiden Freunde nachdenklich gemacht. Sie waren erschüttert darüber, wie hart und unerbittlich die Staatsmacht zugeschlagen hat.

Nun waren Horst und Heinz nur noch zu zweit und gingen wie immer ihrer täglichen Arbeit nach. Aber nichts ist mehr so, wie es mal war, einige schauten sie jetzt mit anderen Augen an. Andere wieder ließen eine gewisse Sympathie im Gespräch erkennen. Es fiel auch auf, dass sie bei der Arbeit und auf dem Heimweg beobachtet wurden. Das setzte sich auch im Privaten sowie bei Diskothekenbesuchen fort. Hier kam es zu einem Wortwechsel zwischen Heinz und einem Spitzel. Er verbat sich die Einmischung in sein privates Leben. Die Antwort kam prompt: „Wer auf der Abschussliste steht, hat sich nichts mehr zu verbieten.“ Es kam dann noch zu weiterem Wortwechsel, wobei Horst seinen Freund zur Ruhe ermahnte. Verärgert redete er auf Heinz ein, weil er erkennen soll, die Stasi will, dass sie sich widersetzen.

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