Angelika Röbel - Der Geschichten-Adventskalender
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„Das Christkind kann sich doch nicht alles merken, Lydia. Es möchte daher einen Wunschzettel von den Kindern haben“, versuchte die Mutter, es ihr zu erklären.
Mit hängenden Schultern und immer noch nicht von der Notwendigkeit überzeugt, ging Lydia auf ihr Zimmer. Dort setzte sie sich an den Tisch, holte einen Zettel hervor und begann, all ihre vielen Wünsche auf Papier zu bringen: Zwei Puppen, eine mit langem und eine mit kurzem Haar, einen Ball, einen Teddybären, bunte Glasmurmeln, ein Bilderbuch, kleine Holztiere für einen Bauernhof, eine neue Puppenstube, einen Kaufmannsladen, der mit essbarem Naschwerk gefüllt ist, und eine neue große Schleife für ihr eigenes Haar.
Als sie ihrem Vater am Abend den Wunschzettel übergab, schwankte seine Stimmung zwischen traurig und ärgerlich. „Da hast du aber sehr viele Wünsche aufgemalt, Lydia! Ich glaube, alle Wünsche kann dir das Christkind nicht erfüllen!“
Lydias Augen füllten sich mit Tränen, unverstanden verließ sie das Zimmer.
„Warum ist sie so gierig? Was haben wir bei ihrer Erziehung falsch gemacht? Andere Kinder sind zufrieden, wenn ein Christbaum im Stübchen steht. Für die Kinder im Waisenhaus gibt es auch in diesem Jahr lediglich einen Apfel und ein selbst gebackenes Plätzchen.“
Die Mutter zeigte ihm einen Brief. „Der ist heute von meiner Schwester gekommen. Sie bittet mich um Hilfe. Um die Weihnachtszeit soll ihr Kind geboren werden. Was meinst du, kann ich zu ihr? Kann ich dich mit allem alleine lassen?“
„Natürlich, ich schaffe das schon mit Lydia. Ich nehme sie mit ins Waisenhaus. Vielleicht lernt sie dort Bescheidenheit.“
Mit hochgezogenen Brauen und zweifelndem Blick schaute sie ihren Gatten an.
Am Tag, bevor das Christkind kam, fuhr die Mutter weg. Am liebsten wäre Lydia mit ihr gefahren, aber sie durfte nicht. Sie sollte ihren Vater zur Arbeit begleiten. Dazu hatte sie nun aber absolut keine Lust.
„Es wird dir bei den anderen Kindern schon gefallen. Vielleicht findest du dort eine Freundin?“
„Und wenn das Christkind kommt, bin ich nicht zu Hause!“, erwiderte sie – es war der letzte Versuch, ihren Vater doch noch umzustimmen.
„Das Christkind weiß, wo du dich aufhältst. Mach dir darüber keine Gedanken.“
Und dann war es so weit. Lydia stapfte mit ihrem Vater durch den tiefen, frisch gefallenen Schnee bis zum Pferdeschlitten. Der Knecht hielt die Pferde am Zaumzeug fest, bis beide eingestiegen waren. Nachdem der Vater Lydia in eine Decke gewickelt hatte, nahm er die Zügel und das Gefährt setzte sich langsam in Bewegung.
Als Lydia mit ihrem Vater den großen Speisesaal betrat, war von den Waisenkindern keines zu sehen. Ein riesengroßer Tannenbaum stand auf der anderen Seite des Raumes. Er war bunt geschmückt mit gebastelten Sternen, Engeln und bunten Girlanden. Keine Kerze schmückte den Baum, dafür war kein Geld vorhanden gewesen. Aber er sah trotz allem wunderschön aus. Beeindruckt drückte Lydia die Hand ihres Vaters, der sie immer noch festhielt.
„Such dir einen Platz aus, Lydia, gleich werden die Kinder kommen!“ Eine lange Tafel war vor dem Tannenbaum aufgestellt. Auf den Tellern lagen jeweils ein Apfel und ein Plätzchen. Aus den Tassen duftete der Kakao. In der Mitte war der Tisch mit Tannengrün geschmückt. Als aus einem Grammofon festliche Musik ertönte, betraten zehn Kinder im Gänsemarsch leise den Festsaal und suchten sich einen Platz an der Tafel aus. Erst jetzt sah Lydia, dass unter dem Weihnachtsbaum einige Geschenke eingewickelt waren. Frau Bergmann machte die Kinder mit Lydia bekannt. Ihr gefiel, dass sie im Mittelpunkt stand, und war stolz auf ihren Vater. Sie sah sich in der Runde um.
„Bevor ihr euren Kakao trinken dürft, bitte ich Lydia nach vorne. Das Christkind hat etwas für dich abgegeben. Du darfst nun deine Geschenke auspacken. Sicher wirst du schon sehr gespannt sein, was du bekommst.“
Als Lydia nach vorne ging, stand ihr Vater mit traurigen Augen vor dem Weihnachtsbaum und sagte laut, damit es alle hören konnten: „Lydia, all diese Päckchen gehören nur dir!“
Lydias Augen strahlten. Im gleichen Moment sah sie zu den anderen Kindern. Einen Augenblick lang hoffte der Vater, dass Lydias Gier sie selbst beschämte. Aber er hatte sich wohl geirrt.
Vor dem Weihnachtsbaum kniend, packte Lydia das erste Päckchen aus. Es war eine wunderschöne Puppe mit dem gleichen Haar, wie sie es hatte. Sie bemerkte nicht gleich, dass inzwischen alle Kinder neugierig hinter ihr standen und die Geschenke bestaunten. Das Papier, welches sie achtlos beiseitegelegt hatte, faltete Frau Bergmann gewissenhaft zusammen und glättete mit den Fingern das Schleifenband.
„Oh, du hast aber viele schöne Geschenke erhalten“, stellte der kleine Peter fest. „Darf ich mir den Teddybären mal ansehen?“
Erst jetzt wurde Lydia richtig bewusst, dass sie die Einzige war, die etwas geschenkt bekam. Plötzlich fühlte sie sich gar nicht mehr wohl in ihrer Rolle als Tochter des Direktors. Hilflos suchten ihre Augen den Vater, aber sie konnte ihn nicht sehen, da um sie herum alle Kinder standen und staunten. Immer noch hielt sie den Teddybären in ihrer Hand. Wieder hörte sie in ihren Gedanken die Frage des kleinen Peters. Doch dann, ohne dass sie die Absicht hatte, es zu sagen, kam aus ihrem Mund die Antwort. „Hier, Peter, nimm den Teddybären, ich schenke ihn dir!“
Peters Augen wurden riesengroß, er konnte nicht glauben, was er soeben gehört hatte. „Danke, oh, danke“, sagte er nur. Zu mehr Worten war er vor Staunen gar nicht fähig.
Lydia betrachtete ihre Geschenke und stellte fest, dass ihr das Christkind, entgegen der Aussage des Vaters, alle Wünsche erfüllt hatte. Sie hielt die Puppe mit dem wunderschönen langen Haar im Arm, als sie sah, wie ein kleiner Finger diese berührte. Lydia blickte zu dem Mädchen, das nun blitzschnell und ängstlich seinen Finger wieder wegzog. „Möchtest du diese Puppe haben?“, fragte Lydia. Das kleine Mädchen hielt vor Freude die Hände vor den Mund und nickte mit großen Augen. Lydia schaute die Puppe ein letztes Mal an und überreichte sie dann entschlossen dem Mädchen.
Mit Tränen der Freude in den Augen beobachtete der Vater aus einiger Entfernung das Geschehen.
So verteilte Lydia an diesem Abend all ihre schönen Geschenke an die armen Kinder aus dem Waisenhaus, die noch nie in ihrem Leben etwas Eigenes besessen hatten. Lydia war überhaupt nicht traurig darüber, dass sie am Ende kein Geschenk für sich behalten konnte. Sie hatte zehn Geschenke erhalten und da zehn Kinder im Heim waren, ging keines der Kinder leer aus. Sogar ihre Schleife erfreute ein kleines Mädchenherz. Lydia saß mit den Kindern auf dem Fußboden und freute sich mit ihnen. Sie lachten und spielten gemeinsam mit den schönen Geschenken. Noch nie hatten die Kinder so ein schönes Weihnachtsfest erlebt.
Der kleine Peter drückte seinen Teddybären mit einer Hand an sich. Mit der anderen Hand griff er in Lydias goldblonde Locken. Und dann sagte er laut, sodass es alle hören konnten: „Bist du ein Engel?“ Lydia sagte nichts. Endlich fand ihr suchender Blick den Vater und Lydia lächelte ihn an.
Ja, es war das Lächeln eines Engels.
3. Dezember
Die Geschichte vom kleinen Tannenbaum
Gleich war es geschafft! Ein schmaler Lichtstrahl war bereits zu sehen. Nur noch ein bisschen drücken! Ja, noch einmal – und die letzte Erde fiel von den kleinen zarten Zweigen. Kaum hatte das kleine Tannenbäumchen seine winzigen grünen Nadeln dem Licht entgegengeschoben, wurde es schon von den Älteren begrüßt.
„Sei willkommen in unserem Wald!“, hörte der kleine Spross. „Du hast dir aber einen schönen Platz ausgesucht. Fast den ganzen Tag wirst du die Sonnenstrahlen spüren können und wenn es regnet, stehen dir keine älteren Bäume im Weg, die dir das Wasser streitig machen. Somit hast du die besten Bedingungen zum Wachsen und sicher wirst du bald groß sein. Wenn du dann dem Förster gefällst, sucht er dich vielleicht sogar als Christbaum aus. Du musst wissen, dass das für uns Tannen die allergrößte Ehre wäre. Jeder von uns möchte irgendwann ein Christbaum sein. Manchmal erzählen und träumen wir davon, dass wir eines Tages schön geschmückt in einem Zimmer stehen und die Kinderaugen leuchten sehen. Leider aber hat jeder von uns irgendwelche Schönheitsfehler. Wir stehen zu eng beieinander und sind daher nicht so schön gewachsen. Aber du hast wahrscheinlich großes Glück, mein Kleiner.“
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