Angelika Röbel - Der Geschichten-Adventskalender

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Angelika Röbel sammelte vierundzwanzig weihnachtliche Geschichten aus dem wahren Leben zum Vorlesen und natürlich auch zum Selbstlesen für Kinder und Kindgebliebene. So entstand ein Buch als Adventskalender, das zudem wichtige Botschaften verteilt.

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Sie fassten sich an den Händen und gingen den noch weiten Weg zum Haus ihrer Großmutter, ohne zu bummeln. Als sie ihr Ziel erreichten, mussten sie feststellen, dass bei der Großmutter kein Licht im Fenster brannte. „Ob sie uns sucht? Oder hat sie vergessen, dass wir heute kommen?“, fragte Lisa ihre große Schwester.

Diese hob ihre Schultern. „Komm, lass uns nachschauen. Vielleicht hat sie sich nur etwas hingelegt und das Licht gelöscht.“

Das schwere Haustor war nur angelehnt. Sie gingen in den dunklen Flur. Da die Großmutter nur eine Treppe hoch wohnte, knipsten sie niemals das Licht an. Die Stufen in dem alten Haus knarrten eigentlich, aber Sarah und Lisa machten es sich jedes Mal zum Spaß, so leise wie nur möglich in die erste Etage zu gelangen. Bei jedem quietschenden Ton, den die Stufen von sich gaben, zählten sie mit. Sarah kam ohne ein Geräusch nach oben und bei Lisa knarrten sie nur einmal. Sarah drückte auf die Klingel. Das Geräusch erschreckte sie immer wieder. Als sich hinter der Tür nichts bewegte, drückte sie noch mal auf die Klingel. Wieder war es ganz still hinter der Tür.

„Vielleicht ist sie zum Bahnhof gegangen und noch nicht wieder zurück!“, überlegte Lisa.

Sarah nickte. „Das wird es wohl sein. Komm, wir setzen uns auf die Stufen und warten auf sie.“

Die Tasche mit dem Welpen stellte sie neben sich. Der kleine Hund wurde unruhig und wollte heraus. Sarah machte den Verschluss nur ein kleines Stück auf und griff hinein, um ihn zu kraulen. Das gefiel ihm und er schlief ein.

In der Nachbarwohnung waren Geräusche zu hören. Diese Wohnung war bisher immer leer gewesen, noch nie hatte darin jemand gewohnt. „Wer wird da eingezogen sein?“, flüsterte Sarah. „Wollen wir dort klopfen?“ Aber Lisa schüttelte ängstlich den Kopf. Also warteten sie weiter. Ihre Augen hatten sich inzwischen an die Dunkelheit gewöhnt.

„Sarah, mir ist kalt!“ Diese rutschte ganz dicht an ihre kleine Schwester heran, um sie mit ihrem Körper zu wärmen.

Unter der fremden Tür krochen leckere Düfte hervor. Es roch appetitlich nach Bratäpfeln. Die Mägen der Mädchen fingen lautstark an zu knurren. Nun sahen sie unter der Tür auch noch mattes flackerndes Licht, auch leise Weihnachtsmusik war zu hören.

„Da wurde gerade ein Weihnachtsbaum angezündet und dann riecht es so lecker! Dort kann kein böser Mensch wohnen, lass uns klingeln“, schlug Sarah vor. Da Lisa aus Angst nichts dazu sagte, stand Sarah auf und drückte zaghaft den Klingelknopf. Sie hörte Schritte näher kommen. Ein Schlüssel drehte sich im Schloss und die Tür wurde von einem Kind geöffnet. Sarah konnte das Antlitz des Jungen nicht erkennen, da hinter ihm ein Lichtschein war. „Entschuldigung“, sagte sie leise, „aber wir warten auf unsere Großmutter. Sie ist noch nicht da, wir haben uns sicher verfehlt. Könntest du bitte deine Eltern fragen, ob wir bei euch warten dürfen? Uns ist kalt.“

Doch als das Kind antwortete, merkte Sarah, dass es gar kein Kind war. Eine tiefe Männerstimme sagte: „Na, da seid ihr ja endlich. Ich warte schon lange auf euch. Eure Großmutter ist heute Morgen auf der Treppe ausgerutscht und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Man wird ihren Fuß sicherlich mit einer Schiene ruhigstellen. Sie hat mich gebeten, euch aufzunehmen. Morgen Vormittag kommt sie wieder nach Hause.“

Inzwischen stand Lisa neben Sarah. Beide Kinder hatten den Mund vor Staunen geöffnet und wussten nicht, was sie sagen sollten. Vor ihnen stand der kleine Mann, über den sie sich am Nachmittag lustig gemacht hatten. Sie schämten sich für ihr Benehmen. „Entschuldigung“, stammelten sie gemeinsam, „das war vorhin nicht böse gemeint. Wir …“

Er unterbrach die Mädchen, bevor sie noch etwas Unüberlegtes sagten. Natürlich hatte auch er sie sofort erkannt. „Ich weiß gar nicht, wovon ihr redet. Sicherlich verwechselt ihr mich mit jemand anderem.“

Sarah war sich sicher, dass er es war. Aber auch sie beließ es dabei. Der kleine Mann führte Lisa und Sarah in sein Wohnzimmer. Auf einem Tisch stand der krumme Weihnachtsbaum, den er vorhin gekauft hatte. Er war mit Kerzen und bunten Engeln geschmückt. Und das alte Grammofon spielte schöne Weihnachtslieder.

„Setzt euch an den Tisch. Ich hole etwas Warmes zum Essen.“

Lisa und Sarah nahmen am Tisch Platz. Er brachte eine Schüssel mit heißen Bratäpfeln. Hmm, das roch lecker! Als sie sich gestärkt hatten, stellte der kleine Mann eine Kiste auf den Tisch. Darin waren bunte Fäden und Stroh, Nadeln und eine Schere. „Jedes Jahr am Weihnachtsabend bastle ich einen Engel für meinen Weihnachtsbaum.“

Sarah, die die schönen Engel bereits gezählt hatte, sagte: „Aber wieso sind das erst elf Stück?“

Nun traten Tränen in die sanften Augen des kleinen Mannes. „Heute kommt der zwölfte Engel an den Baum. Vor zwölf Jahren ist am Weihnachtsabend mein treuer Gefährte überfahren worden. Er war so ein kluger Hund. Ihm konnte ich meine Sorgen anvertrauen und er hat niemals über mich gelästert, wie es die Menschen tun.“

Betroffen sahen die Kinder an sich herunter.

„Aber warum haben Sie sich nicht wieder einen Hund angeschafft?“, fragte Lisa schließlich.

„Dafür habe ich kein Geld übrig“, erwiderte er traurig. Dann griff er in die Kiste. „Wollt ihr mir dabei helfen?“

Freudig nickten die Mädchen. Das Grammofon war still geworden. Und um die momentane traurige Stimmung zu vertreiben, sangen Sarah und Lisa für den kleinen Mann das Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“.

Plötzlich war ein zaghaftes Jaulen aus der dunklen Ecke zu hören, in der Sarah kurz vorher die Tasche abgestellt hatte. Da fiel den Mädchen der Welpe für die Großmutter wieder ein.

„Was ist das?“, fragte der kleine Mann.

Sarah stand auf und holte die Tasche. Sie griff hinein, um den Welpen herauszuholen. Die Augen des kleinen Mannes fingen an zu leuchten. Auf Sarahs Arm saß der Hund und leckte ihre Hand. „Den haben wir für unsere Großmutter mitgebracht. Aber sie würde sich sicher freuen, wenn Sie ihr bei der Pflege und der Betreuung behilflich wären. Mit einem bandagierten Fuß kann sie ja sowieso nicht mit dem Hund rausgehen.“

Der kleine Mann war so glücklich, dass er die Mädchen liebevoll in die Arme nahm und an sich drückte.

Als am nächsten Morgen die Großmutter aus dem Krankenhaus kam, freute sie sich über den kleinen Hund. Gemeinsam wollten sich die beiden alten Menschen um ihn kümmern.

In den kommenden Jahren kam kein neuer Engel mehr an den Weihnachtsbaum des kleinen Mannes.

2. Dezember

Eine wundersame Wandlung

Vor vielen Jahrzehnten bewohnte die fünfjährige Lydia gemeinsam mit ihren Eltern eine vornehme Villa in der Kastanienallee. Lydia saß artig am Frühstückstisch. Ihr Vater rauchte eine Zigarre und las dabei die Morgenzeitung, bevor er sich auf den Weg zur Arbeit machte. Er leitete ein kirchliches Waisenhaus.

„Papa, du hast mich noch gar nicht nach meinen Wünschen gefragt, die ich an das Christkind habe“, stellte Lydia ärgerlich fest.

Der Vater löste seinen Blick von der Zeitung, sah über den Brillenrand zu seiner Tochter, faltete die Zeitung zusammen und legte sie neben sich auf den Tisch. „Warum soll ich dich danach fragen? Du kannst doch deine Wünsche aufmalen!“

Mit einer Serviette putzte sich Lydia den Mund ab. „Das macht so viel Arbeit, es geht doch schneller, wenn ich es dir sage!“

Lydias Mutter verfolgte schweigend das Gespräch.

Der Vater stand auf, trat hinter seine Frau und gab ihr einen Abschiedskuss auf die Wange. Bevor er den Raum verließ, drehte er sich noch einmal um und sagte zu Lydia: „Es bleibt dabei, mal deine Wünsche auf!“

Trotzig verschränkte Lydia ihre kleinen Arme und lehnte sich auf dem großen Stuhl zurück.

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