Wieland Becker - Abenddämmerung im Westen

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Seit 25 Jahren feiern sich die westlichen Demokratien und lobpreisen sich als vollkommen, als Hüter der Menschenrechte, als grandiose Wertegemeinschaft … Je länger diese Selbstbeweihräucherung andauert, desto maßloser ihre Steigerung. Ihre neue globale Verantwortung haben sie bis heute nicht begriffen. Stattdessen sehen sie sich als Weltbeherrscher, die allem und jedem vorschreiben »dürfen«, was er zu tun und zu lassen, was er zu glauben und zu denken hat. Aus dem einst mächtigen »militärisch-industriellen Komplex« ist – ein Bündnis von Wirtschaft, Politik, Militär und Medien – frei von jeglicher Demokratie – geworden, das alle Kräfte einsetzt, um die Welt im Interesse eines rücksichtslosen Profitstrebens zu dominieren. Eine Zwischenbilanz 2014 muss registrieren, dass die existentiellen Gefahren für Umwelt und Klima die Erde eine Katastrophe immer näher bringen, dass weltweite Armut und Hungersnöte Millionen zu Flüchtlingen machen und dass Kriege und Bürgerkriege seit zwei Jahrzehnten ganze Regionen auf Jahrzehnte zerstören. Ein Ende ist nicht in Sicht. Alle Einmischungen der westlichen Demokratien haben nur dazu geführt, dass die Konflikte auf Jahrzehnte unlösbar bleiben. Verschärft sich die Weltlage so weiter, dann kommt der Tag, an dem die »Sonne im Westen endgültig untergehen wird«.

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Lateinamerika oder: Der wahre Wert westlicher Menschenrechte

Der Subkontinent war nach 1945 ein Eldorado US-amerikanischer Firmenimperien, die (mit Unterstützung einheimischer Latifundienbesitzer) geradezu modellhaft die Ausbeutung der Bauern und der Arbeiter in der Weiterverarbeitung betrieben. Da die Länder aber über eine längere nationalstaatliche Geschichte verfügten, traf die Herrschaft der US-Monopole auf Kritik und Widerstand von Seiten der gewerkschaftlich organisierten Arbeiter wie auch der Landarbeiter, der Intelligenz und der Kunst- und Kulturschaffenden. Dort, wo sich diese Kräfte vereinigten (unter Mitwirkung der meist kleinen kommunistischen Parteien), ihre Forderungen erhoben und damit auf die Straße gingen, geschah immer das Gleiche. Ob Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien oder kleinere Staaten von Bolivien bis El Salvador: Wuchs der Widerstand, den die bürgerlichen Regierungen nicht zerschlagen konnten oder wollten, dann war umgehend – mit dem stillen Segen oder mit Hilfe der CIA – eine Militärjunta „bereit“ die Macht zu übernehmen und diese mit größtmöglicher Brutalität zu sichern. Die „Todesschwadronen“ und die mörderischen Geheimdienste wurden zum Synonym dieser Diktaturen, willkürliche Verhaftungen, Folter und spurloses Verschwinden von Inhaftierten gehörten zum Alltag.

Mit allen Diktatoren – ob Stroeßner, Duvallier oder Pinochet –, die in ihren Ländern als „Bollwerke gegen den Kommunismus“ skrupellos, korrupt und mörderisch agierten, fühlten sich die USA, der „Hort der Freiheit“, über Jahrzehnte eng verbunden. Und so waren die alltägliche und radikale Missachtung der Menschenrechte auch für die westeuropäischen Demokratien völlig bedeutungslos. Heute will sich in der freien Welt der Industrienationen kaum jemand an die Mitschuld allein durch das Schweigen erinnern. Der Kampf gegen den Kommunismus rechtfertigte jedes Mittel. Dabei waren schließlich auch nicht wenige Angehörige des Klerus der katholischen Kirche, die sich dem mit ihrer „Theologie der Befreiung“ entgegenstellten. *Und niemand benennt die Zahl der Toten und für immer Verschwundenen oder das mörderische Schuldkonto der CIA.

Der Widerstand formierte sich in Guerillakämpfern wie den Sandinisten in Nicaragua oder einer Gruppierung wie „Der leuchtende Pfad“. In Kolumbien herrschten seit den 50er Jahren ein ständiger – nur zeitweise unterbrochener – Bürgerkrieg und ein blutiger Kampf der Drogenkartelle.

Nach 1990 schienen sich die politischen Bedingungen in Lateinamerika zu verändern, war doch die Gefahr kommunistischer „Infiltration“ gebannt und Diktaturen „nicht mehr notwendig“. Dafür sahen sich einige Staaten einer neuen Gefährdung des inneren Friedens ausgesetzt: Drogenkartelle und ihr alltäglicher Krieg untereinander und gegen die Staatsmacht führten zu Destabilisierung, Mord, Korruption. Drogenkriege machten aus einem Staat wie Mexico, einst ein ungewöhnliches Beispiel für Liberalität, kulturelle und künstlerische Vielfalt, ein Land, dessen Bürger im permanenten Ausnahmezustand überleben müssen.

Exkurs Naher Osten

Keine andere Region war nach 1945 (bis heute) derart von Konflikten – Kriegen und Bürgerkriegen – geprägt wie der Nahe Osten. Der Gründung des Staates Israel 1948, dem eine Massenflucht arabischer Einwohner Palästinas vorausging, folgte ein massiver Angriff der arabischen Staaten mit dem Ziel, den israelischen Staat zu vernichten. Weitere Kriege folgen 1956, 1967, 1973, in denen die israelische Armee siegt und bestimmte Regionen besetzte. Ungelöst bleibt das Problem der palästinensischen Flüchtlinge (bis heute). 1964 wird die PLO gegründet und unter Führung Jassir Arafats die „Al-Fatah“. Es entstehen weitere organisierte militante Gruppen, die sich als Fedajin bezeichnen. Ständige militärische und zunehmend terroristische Aktionen prägen die Folgezeit. 1979 kommt es zum Friedensschluss zwischen Israel und Ägypten; die militanten Palästinenser werden aus Jordanien vertrieben, Israel besetzt ganz Jerusalem. Es sind die Jahre des Terrors der „Al-Fatah“ und anderer Gruppen. Der Libanon wird zum Schauplatz von Bürgerkrieg und Machtkämpfen zwischen christlichen Milizen und Palästinensern, das Land wird zerstört…Anfang der 90er Jahre scheiterten die bis dahin erfolgversprechenden Friedensbemühungen zwischen Arafat, Peres und Rabin, die vom US-Präsidenten Clinton mitgestaltet wurden, als Itzak Rabin nach einer Friedenskundgebung am 4. November 1993 in Israel ermordet wurde. Mit dem Machtwechsel 1979 im Iran, als die Herrschaft des Schahs beendet wurde und eine islamische Republik unter Führung des Ayatollah Khomeini entstand, erhielt Israel einen neuen mächtigen Gegner.

Ein haltbarer Friedensschluss und die Schaffung eines Palästinenserstaates scheinen in noch weitere Ferne gerückt …

*

Waren es einst die Briten, so sind es seit Jahrzehnten die USA, die in der erdölreichen Region dominierten. Bis 1979 konnten sie sich auf drei der großen Staaten stützen. Zum einen auf den Iran mit seiner überwiegend schiitischen Bevölkerung, zum anderen auf den Irak, in dem Saddam Hussein, eine diktatorische Herrschaft der sunnitischen Minderheit über die schiitische Bevölkerungsmehrheit sicherte und schließlich auf Saudi-Arabien, ein sunnitisches Königreich, ein repressiver Staat, in dem die Wahhabiten als extremistische religiöse Gruppierung für die Sicherung feudaler Machtverhältnisse stehen. Die Feindschaft zwischen Schiiten und Sunniten gehört zur Geschichte des Islam.

1979 verloren die USA mit der Machtergreifung der Ayatollahs im Iran ihren einzigen schiitischen „Partner“ und sahen sich mit einem zunehmenden Anti-Amerikanismus konfrontiert, der sich weiter verschärfte, als sie den Irak unter Saddam Hussein dazu „bewegten“, den Iran militärisch besiegen zu wollen. Der Krieg begann 1980 und endete nach furchtbaren Verlusten in den Wüstengebieten 1988. Ausgerechnet in Saudi-Arabien, dem letztlich einzig verbliebenen Bündnispartner der USA, wurde in diesen Jahren ein terroristisches Netzwerk gegründet, das „El Quaida“ genannt wurde und sich in einer Vielzahl von Gruppen und Gruppierungen über die Welt ausbreitete. Mit Selbstmordattentaten und Bombenanschlägen auf Militäreinrichtungen und öffentliche Gebäude versuchen religiös motivierte Fanatiker und manipulierte junge Männer Angst und Schrecken zu verbreiten und für islamische „Gottesstaaten“ zu kämpfen. Als Saddam Hussein nach dem gescheiterten Irankrieg Kuwait besetzte, griff sein einstiger Bündnispartner, die USA, unterstützt von Truppen anderer NATO-Staaten ein, befreiten mit einem Mandat der UN Kuwait und stießen nach Bagdad vor, zogen sich dann aber zurück. Der Irak wurde weiter als Gefahr für den Weltfrieden gesehen und mit Sanktionen belegt, die – wie immer – vor allem die Bevölkerung trafen. Dann folgte der 11. September 2001 mit der Zerstörung der Twintowers in New York. Die Bush (jr.)-Administration entschied sich für einen Militärschlag gegen den Irak mit dem Ziel, Saddam Hussein zu entmachten, dem Irak die Demokratie zu bringen, Husseins BC-Waffenarsenale zu vernichten und „El Quaida“ zu zerschlagen. Das Resultat: Hussein wurde gehängt, BC-Waffen nicht gefunden; ebenso ging der Schlag gegen “El Quaida“ ins Leere, die, von Hussein bekämpft, im Irak nicht existent war. Und die Zielsetzung, dem Irak die Demokratie bringen zu wollen verlor sich sehr schnell im Wüstensand. Dafür begann ein bis heute andauernder Bürgerkrieg zwischen Schiiten und Sunniten…

Das alles muss im Zusammenhang mit dem Desaster der USA in Afghanistan gesehen werden, als nach dem Einmarsch der sowjetischen Armee die Widerstandsgruppen der Mudjahedin mit modernsten Waffen versorgt wurden. Als die Sowjetunion ihre Armee zurückzog, sah sich die US-Administration außerstande, die blutigen Machtkämpfe der verschiedenen Gruppen zu verhindern, die ganz Afghanistan verwüsteten. Als schließlich die Taleban mit ihrer radikalen Auslegung des Koran die Oberhand gewannen, sahen sich die USA und weitere NATO-Staaten in der Pflicht, deren Herrschaft zu beenden, nicht zuletzt auch deshalb, weil „El Quaida“ in Afghanistan wie in Pakistan eine Operationsbasis aufgebaut hatte. Irgendwann werden die Soldaten des westlichen Bündnisses Afghanistan verlassen, ohne die Macht der Taleban gebrochen zu haben.

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