Axel Kruse - Geschichten eines Geistreisenden

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Geschichten eines Geistreisenden: краткое содержание, описание и аннотация

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Ein Ehemaligentreffen in Kettwig. Anschließend in Joaquins Bar den Abend verbringen. Das verspricht ein ruhiger Tagesausklang zu werden.
Doch als Thomas anfängt, von seinen 'Erlebnissen' zu erzählen, tun sich wahrlich Welten auf. Auch wenn sie an der Bar bei einem Bier sitzen, die Geschichten reißen Thomas' alten Kumpel mit in die eigenartigsten Abenteuer.
Und immer, wenn sie wieder ins Jetzt und Hier zurückkehren, wartet Joaquin mit seinen verrückten Theorien auf. Keine Zeit auszuruhen. Weiter geht es zum nächsten unglaublichen Erlebnis!
»… bietet ›Neues aus Joaquins Bar‹ ein unterhaltsames und zum Nachdenken anregendes Lesevergnügen, welches den Horizont erweitert und die Gedanken auf eine Reise ins Unbekannte schickt.« (Aus dem Vorwort von Dr. Sven Edmund Reiter)

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Die Schule ging etwas besser als seinerzeit. Ich konnte mich tatsächlich überwinden, etwas mitzumachen. Ja, mir gelang auf dem Zeugnis sogar ein Dreierschnitt. Vor allem aber machte es mir Spaß, mich für all die kleinen Gehässigkeiten zu rächen, die mir einzelne Mitschüler angetan hatten. Vor allem dieser Lars, ein schmächtiger Junge aus einer der Parallelklassen. Den hatte ich gehasst, allerdings erst Jahre später. 1978 hatte ich noch überhaupt keine Berührungspunkte mit ihm. Erst in der Oberstufe hatten wir dann Kurse zusammen und da war er mir gegenüber mehr als arrogant und ziemlich ekelhaft aufgetreten. – Der arme Kerl, ich hatte wirklich fast so etwas wie Mitleid mit ihm, wusste überhaupt nicht, was ihm geschah, als ich ihm auf dem Nachhauseweg auflauerte, seine Schultasche wegriss und über die Friedhofsmauer warf. Er wagte nicht einmal, sich zu wehren, ich war körperlich größer und hatte genug Selbstvertrauen, um ihm einen gehörigen Schrecken einzujagen.

Friedhofsmauer? Ich blieb überrascht stehen. Jetzt war ich bereits monatelang hier meinem Schulweg gefolgt und erst jetzt fiel mir auf, dass der Friedhof entlang der Brederbachstraße von einer rund drei Meter hohen Backsteinmauer eingefasst war. In meiner Erinnerung war das anders gewesen. Schmiedeeiserne Gitter, ja, daran erinnerte ich mich genau! Hier war so einiges anders, als in meiner Erinnerung, nicht nur, dass die Werke bekannter Autoren von diesem Randolph Zoran geschrieben worden waren. Es gab auch diese anderen, kleinen Änderungen im Detail. Ich konnte mir keinen Reim darauf machen. Die einzige logische Erklärung war, dass es andere wie mich geben musste, die sich an ihr früheres Leben erinnerten. Sollte ich versuchen, mit ihnen Kontakt aufzunehmen? Zusammen könnten wir bestimmt mehr erreichen, als als einzelne Individuen. Aber, was zum Teufel, hatte denn dann diese Mauer zu sagen? Das ergab doch keinen Sinn. Welche Art von Vorauswissen würde denn dazu führen, hier eine Backsteinmauer anstatt der schmiedeeisernen Gitter anzubringen? – Ich gab es auf, darüber nachzudenken.

Die Jahre zogen ins Land, ich sah Lisa tatsächlich nach wie vor an jedem Wochenende. Meine Eltern hatten sich bereits daran gewöhnt. Irgendwann, ich war mittlerweile zwanzig Jahre alt, hatte meine Schule abgeschlossen und eine Lehre bei Peter Wilhelm Groß begonnen, zogen wir dann zusammen. Etwas wirklich elementares, mit dem wir Geld hätten machen können, fiel mir nicht ein. Unseren Chef hatten wir ebenfalls nicht dazu bewegen können, mit irgendeiner Information etwas anzufangen. Er war zwar sehr erstaunt, ob meiner Vorhersage hinsichtlich der deutschen Einheit, glaubte aber nicht im Mindesten daran, bis sie dann plötzlich da war.

Wir verlebten eine glückliche Zeit, einmal, ich war ungefähr dreißig Jahre alt, hatten Lisa und ich einen heftigen Streit. Wir waren unterwegs, verbrachten einen schönen Sommertag in Kettwig an der Ruhr, als ich mitten in der Menschenmenge eine Frau anstarrte, die uns, einen Kinderwagen schiebend, am Ruhrufer entgegen kam. – Meine Frau! In Begleitung eines Mannes und zweier anderer Kinder, die fröhlich vergnügt neben dem Kinderwagen herliefen. Ich starrte minutenlang auf diese Szene, drehte mich sogar um, als die kleine Gruppe an uns vorbeigegangen war. Der Mann drehte sich auch um und sah mich irritiert an, ging dann aber wortlos weiter.

Lisa war sauer, mehr als sauer. »Peinlich war das, und unverschämt! Liebst du sie immer noch? Das ist doch jetzt lange genug her!«, geiferte sie. »Geh doch zu ihr, dann wirst du sehen, was du davon hast!«, schrie sie mich eifersüchtig an. Irgendwie überstand unsere Beziehung diesen Streit, auch wenn seitdem nichts mehr wie vorher war.

Kinder hatten wir keine. Wir lebten unser Leben, ich mittlerweile als Buchhalter, sie als Sekretärin. Es war nichts Außergewöhnliches und irgendwann wurde ich fünfzig. Wenige Tage nach meinem Geburtstag kam ich dann nach Hause, Lisa war noch nicht da. Die Schwüle war drückend, mir war auch ein wenig übel. Jahre, ja Jahrzehnte hatte ich nicht mehr daran gedacht, das war ein Fehler gewesen. Ich schleppte mich zum Telefon, die 112 konnte ich noch wählen. Der Notarzt sei unterwegs, wurde mir versichert, als ich zusammenbrach. Mir wurde schwarz vor Augen. Mein letzter Gedanke war, dass ich, verflucht noch mal, nicht daran gedacht hatte Lottozahlen auswendig zu lernen.

Thomas nahm den letzten Schluck aus seinem Bierglas und sah mich direkt an. »Du hältst mich für verrückt, nicht wahr?«, fragte er.

Ich wusste nicht so recht, was ich sagen sollte. »Starker Tobak«, entgegnete ich dann.

Glücklicherweise kam Joaquin zu uns, stellte ein neues Glas vor mir ab und sagte: »Du sprichst mit einem bedeutenden Mann« und eilte zu einem anderen Gast weiter, so als ob Not am Manne wäre.

Sicherheitshalber drehte ich mich um und blickte noch einmal in den Schankraum. Nein, wir waren allein an der Theke, mit uns sprach niemand, niemand hatte die Absicht, sich zu uns zu setzen. – Wenn Joaquin nicht Thomas meinte, konnte er nur sich selbst meinen. Erleichtert lehnte ich mich zurück, genoss mein Bier und wartete den Augenblick ab, in dem er uns die neueste Verschwörungstheorie mitteilen würde. Wir mussten nicht lange warten, nachdem er den anderen Gast bedient hatte, kam er zu uns zurück.

»Zeitreisende nehmen nur Kontakt zu unbedeutenden Menschen auf, ist dir das klar?«, fragte er mich sodann. Thomas ignorierte er geflissentlich.

Ich schüttelte den Kopf, mir war noch kein Zeitreisender begegnet.

Etwas verärgert ob meiner Reaktion vertiefte Joaquin meine Kenntnisse: »Wenn sie mit bedeutenden Zeitgenossen Kontakt aufnähmen, dann liefen sie doch Gefahr, dass sich die Zeitlinie verändert! Deshalb scheuen sie den Kontakt zu wirklich wichtigen Männern und Frauen. Mit unbedeutenden Menschen, die nicht den Einfluss auf das Weltgeschehen haben, mit denen nehmen sie Kontakt auf, ist doch klar!«, sein Gesicht strahlte vor Freude ob seiner Erkenntnis. »Mit mir hat noch keiner Kontakt aufgenommen«, flüsterte er dann, ergriff ein neues Bierglas, um dies einem gerade die Bar betretenden Gast zu kredenzen. Verblüfft aufgrund seiner unschlagbaren Logik widmete ich mich wieder meinem Bier.

»Willst du wissen, wie es weiterging?«, fragte Thomas in die sich ausbreitende Stille hinein. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass er noch weiter erzählen würde.

Die zweite Wiederholung

Mein Vater strich mir sanft mit der Hand über den Kopf. »Du musst aufstehen«, sagte er dann, das uralte Ritual wiederholend.

Der Lichtschein aus dem Flur traf meine Augen. Ich nickte, stand auf und achtete sorgsam auf die Legosteine. Ich eilte ins Bad, verrichtete meine Notdurft und versuchte allen Ernstes danach noch ein wenig an den Mathehausaufgaben zu arbeiten, bis ich mich, ohne Rücksicht auf die Ermahnungen meiner Mutter zu nehmen, doch zu frühstücken, auf mein Rad schwang und zur Schule fuhr.

An der Brederbachstraße angekommen machte ich eine Vollbremsung. Die Mauer war weg. Da war wieder das schmiedeeiserne Gitter, innerlich frohlockte ich. Ich hatte zwar noch keinen Plan, aber es schien mir so, als ob ich zu Hause angekommen sei.

Um die Straßenecke bog gerade ein Junge, Lars! Der arme Kerl, er wusste nicht, wie ihm geschah. Ich kam von hinten, riss seine Schultasche von der Schulter, warf sie über den Zaun auf den Friedhof und fuhr weiter zur Schule. Während der kurzen Fahrt bis zum Gymnasium kam mir in den Sinn, dass er sich vielleicht an mir gerächt hatte, als er mich in meinem ersten Leben gemobbt hatte, machte das Sinn?

Egal, ich musste noch die Hausaufgaben abschreiben, es war ein anstrengender Tag, aber meine Quote war etwas besser als beim letzten Mal.

Den Nachmittag verbrachte ich sofort in der Stadtbücherei. Nicht wirklich, um mir dort Bücher auszuleihen. Nein, ich vergewisserte mich, dass die Titel zu den richtigen Autoren passten. Versuchte mich zu erinnern, welche Bücher zu dieser Zeit noch nicht geschrieben worden waren. Da stand der Herr der Ringe in gewohntem Umfang. Andere Werke anderer Autoren waren entweder vorhanden, richtigerweise mit dem richtigen Verfasser oder sie waren eben noch nicht vorhanden, weil die entsprechenden Autoren sie noch nicht geschrieben hatten, bzw. noch schreiben würden. – Ich hatte einen Plan!

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