Jamo Mantam - Oooh, Dicker, mein Dicker ...

Здесь есть возможность читать онлайн «Jamo Mantam - Oooh, Dicker, mein Dicker ...» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Oooh, Dicker, mein Dicker ...: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Oooh, Dicker, mein Dicker ...»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Das Unglück brach vor zehn Jahren über sie herein, als sie eines Tages über einen Rad fahrenden, Pfandflaschen sammelnden Frührentner stolperte, der seither nicht mehr von ihrer Seite weicht und sie stets seiner ungetrübten Liebe versichert. Wo auch immer sie hin zu fliehen versucht, diese ungehobelte, jeglichen Anstandes erfolgreich fern gebliebene Kreatur flieht mit. Was die Autorin in diesen zehn Jahren im Dunstkreis ihres »radelnden Affen« alles erlebt und bis zur Weißglut hin zu erdulden hatte, beschreibt sie in zwanzig Kurzgeschichten mit bissigem Humor, triefendem Sarkasmus bis hin zu resignierender Selbstironie. Denn der allgemein gehaltene Sinnspruch »Das Grauen hat einen Namen« findet hier schreckliche Realität: Das Grauen heißt DICKER! Sie hätte weglaufen sollen …

Oooh, Dicker, mein Dicker ... — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Oooh, Dicker, mein Dicker ...», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Jaaa, – und da hatte er wohl Recht! Ich kannte ihn ja nun schon einige Wochen, und aus unseren ersten Wurststand-Meetings im Sommer, als er in kurzen Hosen und leichtem T-Shirt unterwegs gewesen war, wusste ich, dass er über einen strammen, durchtrainierten Leib verfügte. Das stimmte schon. Diesbezüglich war er recht ansehnlich. Doch schon allein die Aussicht auf körperliche Agitation trieb mir den Schweiß auf die Stirn. Ich winkte erneut ab und konterte, ich sei vor 25 Jahren letztmals auf einem Rad gesessen, was die altbewährte Antwort zur Folge hatte, Radfahren verlerne man nicht. Um mein letztes Pulver zu verschießen, log ich, ich hätte überhaupt kein Rad. Woraufhin mir der Herr Glaubert strahlend eröffnete, dies mache überhaupt nichts aus, denn er habe zwei Räder. Erst kürzlich habe er sich ein nagelneues erworben, und das könne ich ja dann haben! Diese Information verwirrte mich zunächst. Sollte das heißen, er wolle mir sein nagelneues Rad schenken, damit ich am Wochenende etwas für meine Figur tun könne? Und im nächsten Moment stellte ich tief erschrocken fest, dass er bereits lautstark plante! Ich könne ihn doch am Wochenende mal besuchen! Einfach so! Eine kleine Fahrradtour mit ihm unternehmen! Ich würde feststellen, wie rasch ich in die Radelei wieder hineinfände! Und wie gut mir das täte! Eine kleine Probetour nur, ganz leichte Strecke, und ich solle doch am Sonntag in Brummelbach im Ebereschenweg 13 vorstellig werden, ob ich mir das merken könne?! Und dann würden wir gemeinsam eine ganz leichte, ganz schöne Tour machen, und das würde ganz toll sein und so weiter und so fort, und ehe ich noch irgendwelche Einwände dagegen vorschieben konnte, erbat er mir etwas zum Schreiben, was ich als Bankangestellte stets in meiner Handtasche mit mir führe. Er diktierte mir seine Handy-Nummer, bläute mir nochmals ein, am Sonntag um 12.30 Brummelbach, Ebereschenweg 13, und wenn mir was dazwischen käme, solle ich mich kurz melden, dann würden wir es vertagen, sei ja gar kein Thema, aber das Wetter solle ja noch halten, so einen schönen Novemberanfang hätten wir ja schon lange nicht mehr gehabt, und damit sprang er auf sein Rad, stieg in die Pedale, schickte mir ein begeistertes Tschüss nach und verschwand um die nächste Ecke.

Komplett überfahren blieb ich mit meiner Semmel in der Hand an meinem Wurststand zurück und starrte auf den Zettel mit der Telefonnummer. Was war DAS gewesen? Brummelbach? Wo, in drei Teufels Namen, lag Brummelbach? Und was dazwischenkommen? Selbstverständlich würde mir was dazwischenkommen! Keine zehn Gäule würden mich dazu bringen, mit diesem eigenartigen Knallkopf irgendwelche Touren zu unternehmen! Nein! Niemals! Auf gar keinen Fall …

Am Abend schaute ich zu Hause in meinem Autoatlas nach, wo dieses Brummelbach lag. Wer, um Himmels Willen, wohnte in Brummelbach?!

Am Sonntag fuhr ich nach Brummelbach. Ich hätte es bleiben lassen können, ich weiß. Den Zettel mit der Telefonnummer verlieren, den Wurststand abhaken und meinem weiteren Dasein die gewohnten ruhigen Bahnen gönnen. Ein Leben in Gemütlichkeit, Ruhe und Sicherheit. Doch irgendetwas trieb mich. Ich kann es bis heute nicht erklären, aber ich vermute mal, mich leitete die blanke Neugier, mal zu sehen, wohin es dieses radelnde Etwas aus dem schönen Sachsen verschlagen hatte. Darüber hinaus redete ich mir ein, ich würde es bei dieser einen Radtour bewenden und unsere Wege sich dann wieder sich trennen lassen. So einfach war der Plan. Ich würde ihm klar machen, ich wolle nicht mehr Rad fahren, ich könne nicht mehr Rad fahren, – irgendwie würde ich mich aus dieser Sache schon wieder heraus lavieren. Dass das dann alles ganz anders kam, Mann, das konnte ich doch nicht riechen!

Brummelbach war nicht schwer zu finden. Es lag 15 Kilometer von meiner eigenen Heimat entfernt, und es präsentierte sich mir als erschreckend hinterwäldlerisches Kuhkaff. Allerdings sehr idyllisch gelegen, schmiegte es sich an den Fuß unseres Hausberges und wies stolz ein voll erschlossenes, großes Zuzugsgebiet aus. Brummelbach war ganz offensichtlich im Wachsen begriffen. Auf der Suche nach dem Ebereschenweg musste ich zweimal fragen. Dann stand ich auf dem Parkplatz einer wohlwollenden Wohnsiedlung mit vier Mehrfamilienhäusern, mitten im Grünen gelegen. Und vor der Nummer 13 erwartete mich strahlend der Herr Glaubert im traditionellen Jogging-Outfit, flankiert von zwei Rädern, das eine das ältere Exemplar, mit dem er mich seit Wochen immer Dienstags umzingelte, das andere tatsächlich funkelnagelneu.

„Det is’ deins“, begrüßte er mich, als ich aus dem Auto stieg und mich vorsichtig näherte. Ab sofort also waren wir per Du, was mir nicht so recht passte, was sich aber bis zum heutigen Tage nicht mehr geändert hat. Mit einer Handbewegung lud er mich ein, auf seiner Neuerrungenschaft Platz zu nehmen. Ich weiß noch, es war der 13. November 2005, ein strahlend schöner Spätherbsttag, sehr mild für den November. Es war der letzte schöne Tag, ehe eine längere Regenperiode einsetzte, die dann in den ersten Wintereinbruch hineinführen sollte. Es war der letzte schöne Tag in meinem Leben. Ab dem 14. November dann sollte die Ruhe in meinem Dasein endgültig Auszug gehalten haben.

Voller Respekt näherte ich mich dem wunderschönen neuen Drahtesel und ließ mir stolz erklären, er verfüge über 27 Gänge. Damit fing ich erst einmal nicht viel an. Meine alte Tretmühle in Piepshausen hatte eine Dreigang-Schaltung, und vor allem – es war ein Damenrad. Hier jedoch stand ich vor einem Herrenrad! Einem Herrenrad mit Querstange! Ausgesucht von einem Herren mit einer Körpergröße von 1,84 Meter. Ich bin eins siebzig. Aber – versuchen konnte man es ja mal.

Entschlossen schwang ich ein Bein über Querstange und Sattel, blieb mit dem Fuß am Sattel hängen, zog und zerrte, klammerte mich am Lenker fest, dadurch folgte der andere Fuß, noch am Boden stehend, nach, dann begann der ganze Mist zu kippen, und dann lag ich erst mal, vom Fahrrad begraben, vor dem Haus auf dem Asphalt. Der Herr Glaubert eilte hinzu, entwirrte mich und Rad, stellte uns beide wieder in die Senkrechte und machte sich daran, Sattel und Lenker tiefer zu stellen. Das passte von der Höhe dann schon mal besser, doch war noch immer die Querstange im Weg, über die ich meine alten Gräten nicht so richtig drüber weg bekommen wollte. Ich schäme mich, es zu gestehen, aber ich ließ mir helfen. Erst zog der Herr Glaubert mich in sitzgerechte Position, dann hielt er den Lenker fest, bis ich mich eingesessen hatte. Nur reichten meine Füße nicht mehr bis zum Boden. Lediglich die Fußspitzen tippten noch hinab, was meinem Bedürfnis nach Sicherheit nicht unbedingt entgegen kam. Doch er meinte, das reiche vollkommen aus und wies mich an, eine gar wackelige Runde über den Hof zu drehen. Er rannte neben mir her, mich und Rad am Sattel haltend und Anweisungen brüllend. Ganz wie mein Papa, als ich mit fünf Jahren mein erstes Klapprad bekommen hatte. Nun, an der Situation konnte ich nichts ändern. Ich musste üben, wenn ich dieses mir ganz ungewohnte Gefährt beherrschen wollte. Doch hätte ich es liebend gern im Dunkeln getan, statt am helllichten Tage, zumal wir schon bald, ausgelöst durch des Glauberts Geplärre und mein entsetztes Quieken, eine erkleckliche Menge an Publikum bekamen. Nach zwei Minuten füllten sich allerhand Balkone mit den entsprechenden Bewohnern, die wiehernd und gackernd meinen Fahrversuchen beiwohnten. Das muss schon drollig ausgesehen haben: Eine knapp Mittvierzigerin mit viel zu kurzen Beinen auf einem viel zu großen Herrenrad, sich zitternd im Kreise drehend, mühsam um Balance ringend und mit blutrotem Kopf. An ihrer grünen Seite ein knapp Endvierziger, der lauthals Anweisungen brüllte, die ganze Nachbarschaft närrisch machte und vermutlich ebenso zitterte wie ich auch, bis er meine Sicherheit im Sattel für gewährleistet erachtete. Er wies mich an zu bremsen, doch Bremse fand ich keine, der Rücktritt ging ins Leere. Damit erhielt ich noch eine Lektion über die Tücken eines modernen Herrenrades, die besagte, dass ich hier eine so genannte Rücktrittbremse, wie noch bei meinem alten Drahtesel montiert, vergeblich suchte. Die hier zu betätigenden Bremsen fand ich am Lenker. Also noch einmal zwei Runden um den Hof und Bremsen üben.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Oooh, Dicker, mein Dicker ...»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Oooh, Dicker, mein Dicker ...» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Oooh, Dicker, mein Dicker ...»

Обсуждение, отзывы о книге «Oooh, Dicker, mein Dicker ...» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x