Jamo Mantam - Oooh, Dicker, mein Dicker ...

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Oooh, Dicker, mein Dicker ...: краткое содержание, описание и аннотация

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Das Unglück brach vor zehn Jahren über sie herein, als sie eines Tages über einen Rad fahrenden, Pfandflaschen sammelnden Frührentner stolperte, der seither nicht mehr von ihrer Seite weicht und sie stets seiner ungetrübten Liebe versichert. Wo auch immer sie hin zu fliehen versucht, diese ungehobelte, jeglichen Anstandes erfolgreich fern gebliebene Kreatur flieht mit. Was die Autorin in diesen zehn Jahren im Dunstkreis ihres »radelnden Affen« alles erlebt und bis zur Weißglut hin zu erdulden hatte, beschreibt sie in zwanzig Kurzgeschichten mit bissigem Humor, triefendem Sarkasmus bis hin zu resignierender Selbstironie. Denn der allgemein gehaltene Sinnspruch »Das Grauen hat einen Namen« findet hier schreckliche Realität: Das Grauen heißt DICKER! Sie hätte weglaufen sollen …

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Als auch diese Ungewöhnlichkeit Einzug in mein Begreifen gehalten hatte, befand der Herr Glaubert der Lektionen genug und erklärte meine Bereitschaft zur angedachten Fahrradtour für gegeben. Unter dem Applaus der Balkon-Gucker brachen wir auf, der Herr Glaubert auf seinem alten Rad ganz langsam vorneweg im kleinsten Gang, ich auf dem nagelneuen zittrig, ebenfalls ganz langsam und im kleinsten Gang, wie volltrunken schwankend, hinterher. Er mit halbem Auge stets nach hinten auf mich achtend und weiterhin Verhaltensmaßregeln schreiend, ich, schlotternd folgend, krampfhaft an den Lenker geklammert und leise in mich hinein wimmernd. So durchquerten wir im Schleichgang das kleine Dörfchen Brummelbach von einem Ende zum anderen, ich übte Fahren, ich übte Bremsen, und ein jedes Mal, wenn ich mich genötigt sah, anzuhalten, fiel ich um. Denn meine Füße reichten noch immer nicht ganz nach unten …

Irgendwie erreichten wir dann die Steilstraße hinauf zu unserem kreisstädtischen Hausberg, ein erhabenes Krönchen unseres Landkreises, etwas mehr als 600 Meter hoch, einst überdacht von einer stolzen, nun verfallenen Trutzburg des legendären Kaisers Barbarossa, heute wegen der grandiosen Aussicht beliebtes Ausflugsziel wanderfreudiger Rucksackschwaben. Dort hinauf zog es den Herrn Glaubert, dort hinauf zu Fuß, das Rad gemütlich schiebend, um es dann auf der anderen Seite wieder hinab gemütlich rollen zu lassen bis hinein in die Große Kreisstadt. Eine schöne Anfangstour, so befand er, sehr angenehm und keineswegs anstrengend, nahezu ideal für eine Dame, die noch nie auf einem Herrenrad gesessen hatte. So, wie gesagt, war der Plan.

Wir erklommen den Hausberg, gemächlich die Räder schiebend; das Wetter zeigte sich nach wie vor von seiner besten Seite. Nicht lange dauerte es, und wir badeten in Schweiß ob der doch recht anstrengenden Erklimmung. Aber es lockte die Belohnung einer wundervollen Schussfahrt, und während dieses Anstieges quasselte und plapperte meine neue Bekanntschaft vom Hundertsten ins Tausendste, und ich brütete währenddessen eine Strategie aus, wie ich mich dieses schnurrenden Quälgeistes künftig wieder entledigen könnte.

Dann war es geschafft! Wir fanden uns wieder auf der Spitze unseres Hausberges, genossen die spektakuläre Aussicht quer über den gesamten Landkreis hinweg und hinein schon in den nächsten, und der Herr Glaubert laberte und laberte, bis er es an der Zeit fand, uns unsere Belohnung abzuholen: die große Schussfahrt!

Er half mir wieder auf das Monstrum von Rad, schärfte mir ein, immer schön hinter ihm zu bleiben (fragte sich nur, wo ich auch sonst hin sollte), und dann ließen wir es rollen! Das war herrlich, Leute! Zuerst ging es sanft bergab, uns blies die laue Spätherbstluft um die Ohren. Teils führte uns der Weg durch waldgesäumtes Gelände, teils öffneten sich die Wälder und gaben den berauschenden Blick frei hinunter in die Täler, die lieblich und weit auslaufend unter uns lagen wie Perlen absoluten Friedens! Zwar wurden wir ab und zu von einem Auto überholt, aber das hielt sich in Grenzen, zumal das traumhafte Wetter die Schwaben zu Fuß ins Gelände trieb. Mit der Zeit rollten wir etwas rascher dahin, der Herr Glaubert mit der Nase nach wie vor hälftig über die Schulter auf mich gerichtet, wachsam und aufmerksam, und er erzählte und plapperte. Das Tempo nahm zu. Im Nachhinein stelle ich rückblickend fest, dass wir uns auf einem Gefälle von etwa 9 Prozent befanden, schnell und schneller wurden. Der Rausch der Geschwindigkeit packte mich alsbald, ich dachte: Ja! Ich kann es! Ich kann es noch!, und dann streifte mich von vorne zwischen all diesen Wortschwallen noch die laut gerufene Mahnung: „Un’ imma scheen mit dea Bremse spiel’n, höast de?“

Ich sah zu ihm, eben noch den Blick zu Tal gerichtet. Er wiederholte nochmals: „Imma scheen mit dea Bremse spiel’n!“ Dabei deutete er auf seine eigenen Bremsgriffe. Angesichts dieser Mahnung, dass es tatsächlich mal an der Zeit sei, mit der Bremse zu spielen, dachte ich noch: Au ja! Bremsen! Und somit griff ich beherzt und mutig in meine eigenen Bremsgriffe. Zog kräftig an.

Das Rad blieb abrupt stehen. Ein Hochleistungsrad mit seinen nagelneuen Bremsen. Blieb stehen.

Ich nicht …

Das war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft …

Was konkret geschah, kann ich nicht mehr so genau schildern. Ich spürte unter mir noch einen heftigen Ruck, dann schoss ich irgendwie nach oben, ich dachte: Ich kann fliegen!, und dann nichts mehr. Die passionierten Radfahrer unter Ihnen kennen vermutlich den Begriff des Über-Den-Lenker-Absteigens. Nun, das habe ich wohl gemacht. Noch von der nachwirkenden Schubkraft unserer Schussfahrt beflügelt, verließ ich die relativ sicheren Gefilde meines funkelnagelneuen Herrenrades, stieg empor in die Lüfte, breitete meine Schwingen aus, merkte, dass ich gar keine hatte, und klappte sie kurz vor der Landung resigniert wieder ein. Die Landung selber spürte ich nicht mehr. Es heißt ja, dass das menschliche Gehirn in der Lage sei, kurz vor eintretenden Katastrophen auf Stand-By zu schalten. So war das wohl auch bei mir. Mein Hirn wollte sich vermutlich die direkte Erfahrung ersparen, wie ich buchstäblich auf Bauch und Fresse zu landen kam, und meine Erinnerung setzt erst dort wieder ein, wie ich auf meinen beiden Beinen auf der Straße herumtorkelte und rechts nichts mehr sehen konnte.

Mein neuer Freund hampelte aschgrau um mich herum, brüllte herzerweichend: „Wat machst’n du? Wat machst’n du bloß?!“, und hinter mir quietschten Autoreifen. Als nächstes waren wir von lauter fremden Leuten umringt. Ein Mann klebte bereits am Handy, eine Frau packte mich, zog mich in den Straßengraben, legte mich hin, kniete neben mir nieder und legte mit ihrem eigenen aufgestellten Knie meine Unterschenkel auf, um, wie sie mir erklärte, dem Schock entgegenzuwirken. Sie erklärte, sie sei selbst Ärztin, fühlte meinen Puls, mahnte mich, ruhig liegen zu bleiben. Eine andere Frau drückte mir ein ganzes Päckchen Tempo über das rechte Auge. Der Herr Glaubert kniete neben mir, hielt meine blutverschmierte Hand und gellte in die wunderschöne Landschaft hinein: „Wat mach’ ick denn jetz’ bloß? Wat soll ick denn jetz’ mach’n???“

Fakt ist, dass schlussendlich mehrere Leute ihn umringten und den außer Rand und Band geratenen Jungen zu beruhigen suchten, während ich blutend und jammernd mit der Ärztin im Graben lag.

Dann kam der Krankenwagen.

Und dann ging’s ins Krankenhaus. Noch ehe sich die Türen des Krankenwagens hinter mir und den Sanitätern schlossen, brüllte Herr Glaubert mir nach, er würde nachkommen. Dann sah ich nur noch, wie er sämtliche Fahrräder und meinen Rucksack einsammelte und uns zutiefst unglücklich hinterher schaute.

In der Klinik machte man Bestandsaufnahme. Ich hatte großes Glück gehabt. Eine Platzwunde über der rechten Augenbraue, rechtes Schlüsselbein gebrochen, drei Rippen rechts durch, diverse Hautabschürfungen, Klamotten kaputt. Eingipsen konnte man nichts. Man steckte mich in eine Art Gurt, der das Schlüsselbein ruhig stellen sollte, klebte meine Platzwunde, verpasste mir diverse Spritzen und schickte mich nach zwei Stunden nach Hause, bewaffnet mit einer Überweisung zum nächsten Unfallarzt, bei dem ich mich tags darauf vorzustellen hatte. Man schob mich im Rollstuhl – obwohl ich gut zu Fuß war – wieder nach unten zur Aufnahmeabteilung, die mich auch wieder entlassen würde. Und dort, in der Wartehalle, saß schon meine neue Bekanntschaft, noch immer kreidebleich und mitgenommener als ich. Aber er hatte Wort gehalten! Behutsam geleitete er mich zum Parkplatz, wo schon mein treues Auto – also MEIN Auto – auf mich wartete, welches er geborgt hatte, um mich abzuholen. Denn als man mich ins Krankenhaus abgeholt hatte, hatte ich lediglich meinen Geldbeutel mit meinen ganzen Unterlagen mitgenommen. Alles andere war in meinem Rucksack zurückgeblieben. Unter anderem auch mein Schlüsselbund.

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