Jamo Mantam - Oooh, Dicker, mein Dicker ...

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Oooh, Dicker, mein Dicker ...: краткое содержание, описание и аннотация

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Das Unglück brach vor zehn Jahren über sie herein, als sie eines Tages über einen Rad fahrenden, Pfandflaschen sammelnden Frührentner stolperte, der seither nicht mehr von ihrer Seite weicht und sie stets seiner ungetrübten Liebe versichert. Wo auch immer sie hin zu fliehen versucht, diese ungehobelte, jeglichen Anstandes erfolgreich fern gebliebene Kreatur flieht mit. Was die Autorin in diesen zehn Jahren im Dunstkreis ihres »radelnden Affen« alles erlebt und bis zur Weißglut hin zu erdulden hatte, beschreibt sie in zwanzig Kurzgeschichten mit bissigem Humor, triefendem Sarkasmus bis hin zu resignierender Selbstironie. Denn der allgemein gehaltene Sinnspruch »Das Grauen hat einen Namen« findet hier schreckliche Realität: Das Grauen heißt DICKER! Sie hätte weglaufen sollen …

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Wir fuhren zurück nach Brummelbach, er wieder unentwegt quasselnd seinem Entsetzen und gleichsamer Erleichterung Ausdruck verleihend. In Brummelbach angelangt, wollte ich eigentlich nur noch meinen Kram einsammeln und dann die Heimfahrt antreten, um mich von diesem Alptraum zu erholen. Doch er bestand darauf, dass ich mit ihm nach oben auf eine Tasse Kaffee käme. Mir war zwar alles andere als nach Kaffee zumute, außerdem musste ich dringend aufs Klo, aber allein aus letzterem Grunde ging ich mit. Schon einmal der Neugier wegen, da mich brennend interessierte, wie ein solcher Hungerleider denn wohl wohnen mochte. Ich muss sagen, ich war angenehm überrascht. Eine typische Junggesellenbude erwartete mich, nichts Hochtrabendes, aber alles sehr sauber und ordentlich. Es war alles da, was man so braucht, die Einrichtung zwar schon älteren Datums, aber gepflegt. Und alles zeugte von Geschmack. Also ganz, ganz anders, als ich es mir bei diesem merkwürdigen Kasper vorgestellt hatte.

Es folgte die Tasse Kaffee, dann wurde mir schwindlig, dann wurde mir schlecht, dann setzten, nachdem die Wirkung der Spritzen nachzulassen begann, die Schmerzen ein. Ich nahm eine der Tabletten, die ich vom Krankenhaus mitbekommen hatte, legte mich ein halbes Stündchen auf die große, schwarze Ledercouch, und als ich einzuschlafen drohte, rappelte ich mich wieder auf, schlurfte noch einmal aufs Klo, ehe ich endlich die Heimreise anzutreten gedachte – …

Und merkte dort, dass plötzlich nichts mehr ging. Nichts mehr wollte funktionieren. Ich bin eingeschworener Rechtshänder! Und die gesamte rechte obere Körperhälfte war kaputt. Auf einmal ging rechts gar nichts mehr! Das fing damit an, mir nach dem Pinkeln die Hosen wieder hochzuziehen! Und das sollte die nächsten vier Wochen so bleiben …

Nach dem Klogang eröffnete ich dem Herrn Glaubert, es sei Zeit für mich, nach Hause zu fahren. Aber er schaute mich an, schüttelte den Kopf und tat sehr leise diesen einen, folgenschweren Satz, der etwas ins Rollen brachte, das bis heute, acht Jahre später noch immer am Rollen ist.

„Nee! Du bleibst hia! Ick lass dia jetz’ nich’ alleene …“

Nach einer halbherzigen Diskussion sah ich mich gezwungen, einzulenken. Denn ich musste mir nun selbst eingestehen, dass es mir von Stunde zu Stunde schlechter und schlechter ging. Wir fuhren kurz zu mir nach Hause nach Piepshausen, wo ich etwas Wäsche zusammensuchte, ein kleines Köfferchen packte und noch einige Telefonate tätigte, ehe ich für die nächste Zeit in einer Versenkung namens Brummelbach verschwinden würde. Dies alles geschah nicht aus beginnender Zuneigung zu dem komischen Vogel, der mir das alles eingebrockt hatte. Dies alles geschah aus purer Notwendigkeit, da ich mir mit meinem lädierten Körperchen einfach nicht mehr allein zu helfen wusste. Ich hätte mich pflegen lassen müssen. Das wollte ich niemandem zumuten. Höchstens dem, der mir die Suppe eingebrockt hatte. Ich würde gespannt sein dürfen, wie es ihm gefiele, mir den Hintern abwischen zu müssen. Aber er bestand ja darauf …

Ich war krank! Ich war verletzt! Mal sehen, wie er damit umgehen würde. Und wenn ich tatsächlich die Nase voll hatte, würde ich mir einfach ein Taxi rufen und das Weite suchen. So einfach stellte ich mir das vor …

Was dann folgte, war tatsächliche Hilflosigkeit meinerseits. Ich konnte mich nicht mehr allein anziehen, ich konnte mich nicht mehr allein ausziehen. Als ich an unserem ersten gemeinsamen Abend mit ansehen musste, wie er in seinem Schlafzimmer eine zweite Bettgarnitur für sein Doppelbett bezog, protestierte ich. Ich würde keinesfalls die Nacht mit einem wildfremden Kerl im Ehebett verbringen! Er, so entschied ich, würde, sollte er auf meiner werten Anwesenheit in Brummelbach weiter bestehen, mit der Couch im Wohnzimmer vorlieb nehmen müssen. Ich hingegen, verletzt, angeschlagen und uneingeschränkter Ruhe bedürfend, würde das Schlafzimmer mein eigen nennen. Allein! Doch – das funktionierte ebenfalls nicht. Denn lag ich erst einmal, gab es kein Zurück mehr. Meine Misere bestand darin, dass ich, rechtsseitig nur noch aus Bruch bestehend, mich zur Nachtruhe auf links darnieder zu legen hatte. Links kann ich aber nicht schlafen. Somit zwang mich mein Handycap in Rückenlage. Aus welcher ich aber allein nicht mehr herauskam. Um das Bett zu verlassen, brauchte ich einen Kran! Der mich am linken Arm aus der Heia zog! Und dieser Kran stand nun neben mir, predigte mir meine eben selbst erlangte Erkenntnis und gab zu bedenken, dass, sollte ich auch weiterhin auf die mir vorgezogene Einsamkeit beharren, ich die nächsten Wochen die Dienste eines Pflegeheimes in Anspruch nehmen müsse. Denn eines war Fakt, es war mir klar, es war uns beiden klar: allein konnte ich mir nicht behelfen. Ich konnte nicht einmal mehr Auto fahren. Und ins Pflegeheim wollte ich nicht …

Und so kam es also, dass ich, zähneknirschend und bis über beide Ohren verschämt, einen mehrwöchigen Aufenthalt im Hause Glaubert antrat. Es wurde ein Zusammensein mit einer nicht still stehen wollenden Quasselstrippe, die mir schon bald auf die Nerven ging, mich aber nach bestem Wissen und Gewissen umsorgte. Eine einseitige Symbiose, die selbst Intimitäten, da notwendig, nicht ausließen. Und mich in ein mir fremdes Ehebett zwangen …

Jetzt werden viele wohl hinter vorgehaltener Hand grinsen und wissend murmeln: Aha! SO nennt man das jetzt! Aber sehen Sie sich bitte enttäuscht. Denn ich kann Ihnen nicht ohne Stolz erzählen, dass während meiner ersten drei Wochen Brummelbacher Quarantäne gar nichts passierte. Es geschah nichts weiter, als dass er mich ankleidete, mich auskleidete, mir die Haare wusch, mir in die Dusche half, mir aus der Dusche wieder heraus half, mich trocknete und salbte, meine Wunden leckte, mich von einem Plätzchen zum nächsten verlagerte, mit mir zum Arzt fuhr, zur Krankenkasse, mich praktisch nährte und kleidete und behütete. Mehr geschah nicht. Dieses MEHR passierte erst später. Um einiges später, um es genauer einzugrenzen. Doch bis es so weit war, geschah nichts. Außer dass ich mich in der Obhut eines hektischen, polternden und lautstarken Ungeheuers wähnte, welches mich wirklich nach bestem Wissen und nicht ohne hingebungsvolle Liebenswürdigkeit umhegte und umsorgte. Auch wenn ich inmitten seines Gewusels und Geschluders ab und an in unmittelbare Lebensgefahr geriet. Nein, es geschah nichts. Selbst dann nicht, wenn ich unbekleidet vor ihm stand und seine Finger sich mit meiner Entblößtheit beschäftigten, um dieser zur Bedeckung zu verhelfen, so fasste er mich doch niemals an. Selbst, wenn er gewollt hätte, wenn ich gewollt hätte, wenn wir beide gewollt hätten – es wäre nicht gegangen. Es dauerte drei lange Wochen, in welchen meine Blessuren mich in Atem hielten oder vielmehr in atemloser Qual. Es dauerte drei lange Wochen, ehe die Schmerzen nachließen und mein Schlüsselbein endlich wieder Halt genug bot, um die Gangschaltung an meinem Auto wieder betätigen zu können. Und was noch wichtiger war: ich kam erst nach diesen drei langen Wochen ohne fremde Hilfe wieder ins Bett und auch wieder heraus. Und erst nach diesen drei Wochen gebrochener Knochen und nur langsam verheilender Prellungen, Quetschungen, Abschürfungen und Platzwunden, drei Wochen, in denen ich tagtäglich und nachhaltig bis zur Narkose gequasselt und niedergequatscht worden war, fand ich endlich Kraft und Willen genug, um Abschied zu nehmen und die Heimreise anzutreten.

Zuvor noch fuhr ich am Bahnhof in der Großen Kreisstadt vorbei, um dort den Herrn Glaubert abzugeben, der eine längst gebuchte Urlaubsreise anzutreten gedachte.

Es war noch immer nichts geschehen. Wir umarmten uns zum Abschied, wir wünschten uns alles mögliche, wir trennten uns. Er fuhr nach Mexiko. Ich fuhr nach Piepshausen.

Dort setzte ich mich, nach wie vor im Krankenstand und noch immer leicht betäubt von den gewalttätigen Quasselattacken der letzten drei Wochen, in mein Wohnzimmer, atmete tief durch, genoss meine wieder erlangte Freiheit und stellte nach bereits zwei Tagen fest, dass etwas fehlte …

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