Matthias Kluger - Schwarzer Kokon

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1732: Dunkle Gewitterwolken ziehen über Charleston, South Carolina hinweg, als der schicksalhafte Fluch einer Sklavin die Plantagenfamilie Baine trifft. Seit dieser Nacht versucht die Familie ihrem Schicksal zu trotzen – jeder auf seine Art, um sein Glück zu finden. Über Generationen hinweg. Bis im Jahr 2001 Stephen Haskins, Sohn einer wohlhabenden Senatorenfamilie in Washington D. C., eine seltsame Verwandlung heimsucht … Ein spannender, mystischer Thriller, der zum Weiterlesen zwingt!

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Zola war tief gerührt. Sie kannte diesen Brauch, doch ein Geschenk hatte sie noch nie bekommen. Sie sprang auf, umarmte Hugh und drückte das Gesicht an seinen mächtigen, harten Bauch. »Danke, Hugh.«

»So, das haben wir ja jetzt«, räusperte sich Hugh, »dann lass uns mal weiteressen und anstoßen.« Er holte die Flasche aus dem Regal, zwei hölzerne Becher und setzte sich.

Zola tat es ihm gleich, doch nahm sie jetzt auf ihrem Geschenk Platz. »Fühlt sich gut an«, kicherte sie vor Freude, während sie mit ihrem Hintern hin und her rutschte.

Hugh reichte Zola den mit Schnaps gefüllten Becher. »Auf uns, Zola. Bin richtig froh, dass du da bist.« Er hob an und leerte den Becher in einem Zug.

Zola trank ebenfalls einen Schluck. Der Alkohol brannte derart in ihrer Kehle, dass sie husten musste. »Ha, ha«, war das Einzige, was Hugh hierzu einfiel.

»Ich habe ja nie gefragt«, begann Hugh, »es geht mich vielleicht auch nichts an, aber ich weiß so gar nichts über dich, weißt du?«

Zolas Blick senkte sich zu Wolf am Boden. Ihre Hand fuhr über sein Fell. Kurz erwog sie, Hugh nichts von sich preiszugeben. Nach wie vor hatte sie Angst, entdeckt zu werden. Noch immer plagten sie Albträume. Doch sie entschied anders.

»Hugh, ich bin geflohen. Nur gelaufen und gelaufen, immer am Fluss entlang, weg, weit weg von der Plantage.«

»Hat sich der alte Hugh schon gedacht. Und warum?«

Jetzt begann Zola zu erzählen. Erstmals redete sie sich alles Leid von der Seele, welches sie unter Baines Herrschaft erfahren musste. Sie berichtete von der Nacht, in der Mr. Baine über sie hergefallen war, von Sam und Tumelo und von ihrer Mutter. Kein Detail der Flucht ließ sie aus. Als sie zu der Stelle kam, an der die Schüsse fielen, rannen ihr die Tränen über die Wangen. »Ich habe keine Ahnung, ob Mutter lebt, doch …«, sie unterbrach, »doch ich fühle, dass sie nicht mehr am Leben ist.«

»Ach, Zola, sicher ist sie noch auf der Plantage und es geht ihr gut, ganz bestimmt.«

»Nein, gewiss nicht.« Erstmalig kamen Zolas Gedanken und Ängste über ihre Lippen. »Nein, ich weiß es genau.«

»Aber woher willst du das denn wissen, Kindchen?« Hugh ergriff über den Tisch hinweg Zolas Hände und sie verschwanden gänzlich in seinen Pranken.

»Der Sperling hat es angedeutet, nein, eigentlich hat er es mir gesagt.«

Nun runzelte Hugh die Stirn. Solch eine Begründung hatte er am allerwenigsten erwartet. »Hat der alte Hugh dich richtig verstanden? Ein Vogel hat dir das gezwitschert?«

»Ja, der Sperling.«

»Ho, ho, ho«, lachte Hugh laut auf, »das hab ich ja noch nicht erlebt. Der Sperling, ho, ho.« Doch sein Lachen brach unwillkürlich ab, als er Zolas Augen sah. Stolz und Glaube strahlten sie aus. Ernst flüsterte er: »Du willst mir also weismachen, dass du mit einem Spatz reden kannst?«

Zola nickte. »Anfangs dachte ich selbst, ich sei verrückt geworden. Doch er spricht zu mir und hat mir den Weg gewiesen. Auch in jener Nacht vor einem Jahr hat er mich aus dem Schlaf geweckt und zu Wolf geführt.«

»Na, dir werde ich noch mal von meinem Schnaps geben«, schnaubte Hugh, hob dabei die Flasche und betrachtete sie.

»Du wirst mich doch nicht verraten, oder?«

»Ja, wo denkst du denn hin, Kindchen. Du bist hier auf meinem Land, da gelten meine Gesetze. Auch wenn ich das mit dem Sperling kaum glauben kann, sei mir nicht böse, aber ein Vogel, der spricht.«

Zola entschied, ihn nicht weiter überzeugen zu wollen, während Hughs Barthaare sich zu einem Lächeln formten und seine Augen kopfschüttelnd eine liebevolle Güte ausstrahlten.

Da klopfte es leise. Ein gedämpftes Tacken aus Richtung der Fensterscheibe. Hugh vermutete zuerst, ein Ast würde durch den Wind ans Glas geschlagen, doch sein Blick fiel auf etwas Sonderbares. Er traute seinen Augen nicht. Auf dem Sims des Fensters saß ein … Sperling. »Ich werd verrückt«, entfuhr es ihm, als auch Zolas Blick zum Fenster wanderte.

Dass just in diesem Moment ihr Freund auftauchen würde, damit hatte selbst sie nicht gerechnet. Lange Zeit, genau genommen vor einem Jahr, hatte Zola ihn zuletzt gesehen. Manchmal zweifelte sie daher gar an seiner Existenz. Zola stand auf, tat ein paar Schritte und hob den Riegel, der den Fensterflügel verschlossen hielt. Der Spatz machte keine Anstalten davonzufliegen, selbst als der hochgewachsene, verdutzt dreinblickende Hugh hinzutrat.

»Was, was machst du hier? Wo warst du die ganze Zeit?«, fragte Zola.

»Immer an deiner Seite«, kam die piepsende Antwort.

Hugh rieb sich die Augen: Ein Sperling auf der Fensterbank, der lautes Gezwitscher von sich gab.

»Warum hast du dich mir nicht gezeigt?«

»War es vonnöten? Ich habe dich zu ihm geführt, er ist eine rechte Seele. Bleibe bei ihm.«

Zola sah kurz zu Hugh, der staunend neben ihr stand.

»Zola, es ist an der Zeit, dass ich dir etwas gebe. Vergiss nie deine Herkunft und gedenke immer derer, die dir aus schwerer Not geholfen haben. Es wird der Tag kommen, da andere deine Hilfe brauchen. Zögere nicht, auch wenn die Angst in dir übermächtig wird.«

Der Sperling senkte sein kleines Köpfchen und pickte an der Fensterbank. Als er seinen Kopf wieder anhob, steckte ein Gegenstand in seinem Schnabel, der einem Stück Leder glich. Zola fasste danach und begriff. Ihren Körper überkam eine Gänsehaut. In ihren Händen hielt sie ein Stück Haut, etwa dreimal drei Zentimeter groß. Auf der Rückseite getrocknetes Blut. Der Anblick der Vorderseite brachte ihre Atmung zum Stocken. Da war es wieder, das große, geschwungene »B«, welches viele Jahre, als schmerzvolle Zierde ihres Unterarms, eingebrannt war.

»Bewahre es gut, Zola. Es ist ein Symbol deiner Vergangenheit. Das Mal der Knechtschaft, jenes, das du abgelegt hast, um frei zu sein. Nutze die Freiheit. In dir ist mehr Macht und Kraft, als du glaubst. Nimm das Geschenk deiner Mutter Aba.« Mit diesen Worten breitete der Sperling die Flügel und verschwand in die Nacht.

Zitternd stand Zola am Fenster.

Hugh warf einen Blick nach draußen: »So was hab ich ja noch nicht erlebt, hab ich ja noch nicht.« Er griff nach Zolas Hand, in der sie das Hautstück hielt. Kopfschüttelnd betrachtete er das Brandmal, nahm sanft Zolas linken Unterarm und legte den Hautlappen auf ihre Narbe. Etwas kleiner als die Vernarbung, doch Hugh erkannte dennoch, dass dies das herausgeschnittene Hautstück von Zolas Arm war.

Vereint und schuldig

Wahrheit, Sein!

Verzerrt fließend ins Dunkel.

Nichts scheint, wie es war!

Mit einem Mal, den Blick im Spiegel!

Das Bild nicht begreifend!

Was ist das, was du siehst?

Du fragst, was dich umgibt!

Keine Antwort!

Neugier und Furcht!

Geburt des Glaubens! WELCHES GLAUBENS?

Die Zeit findet Jünger!

Es hatte sich für alle – alles auf der Plantage geändert. Clexton stemmte sich vehement gegen die Angst, die ihn schlimmer denn je, gezwängt wie in einem Schraubstock, zu erdrücken drohte. Des Tags mit harter Hand gegenüber seinen Untertanen, die Nächte im Alkohol ertränkt hinter verschlossener Türe in der Bibliothek.

Veronika, seit Abas schicksalhafter Nacht nicht mehr in der Lage, einen klaren Gedanken zu fassen, war in einen Zustand der Trance verfallen. Jos war der einzige Mensch, der ihr Halt gab, und hierfür erhielt er die übertriebene Fürsorge seiner Mutter.

Tumelo, seine Arbeit verrichtend, schwieg die meiste Zeit des Tages. Nachts von Albträumen geplagt, schweißgebadet, zitternd in seinem Bett.

Und Sam wurde von einem tiefen Glauben erfasst. Seit dieser Nacht sah er sich und alles um sich herum mit anderen Augen. Trauer um Aba, ohne sie näher gekannt zu haben. Neugierde, wer sie war und was sie war – doch niemals gestillt. Sein Herz erkannte die Reinheit ihrer liebevollen Macht. Einer Macht, die hätte strafen können und es doch in jener Nacht, trotz des großen Schmerzes, nicht tat. Aba hatte sich hingegeben, im Glauben, im Zorn.

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