Matthias Kluger - Schwarzer Kokon

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1732: Dunkle Gewitterwolken ziehen über Charleston, South Carolina hinweg, als der schicksalhafte Fluch einer Sklavin die Plantagenfamilie Baine trifft. Seit dieser Nacht versucht die Familie ihrem Schicksal zu trotzen – jeder auf seine Art, um sein Glück zu finden. Über Generationen hinweg. Bis im Jahr 2001 Stephen Haskins, Sohn einer wohlhabenden Senatorenfamilie in Washington D. C., eine seltsame Verwandlung heimsucht … Ein spannender, mystischer Thriller, der zum Weiterlesen zwingt!

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Zola sah die lilafarbenen Blüten des Eisenkrauts, ohne diese zu kennen. Schon nach Tagen, die Anweisung wiederholend, trat Besserung ein. Zola hatte ihre ersten Lektionen gelernt. Der Wald war ihr neues Zuhause!

Der Oberste Gerichtshof entscheidet

Chief Willson hatte einen Mordskater. Bis tief in die Nacht hatten er und einige seines Departments die Nachricht gefeiert, dass der zuständige Bundesrichter die Todesstrafe im Fall Sanders in Erwägung zog. Das Schwein Jeff Sanders sollte erledigt werden! Hatte er doch einen von ihnen gekillt.

So traf ihn heute Morgen die Schlagzeile der Washington Post wie ein Hammer, der mit viel Schwung direkt auf sein Gesicht einschlug:

»OBERSTER GERICHTSHOF ENTSCHEIDET GEGEN TODESSTRAFE. Der Oberste Gerichtshof unter dem Vorsitz von Richter Samuel Rudolph hat sich im Fall Jeff Sanders gegen die Anwendung der Todesstrafe ausgesprochen. Ein endgültiges Urteil steht noch aus. Wie bereits berichtet, hat der angeklagte Farbige Jeff Sanders in der Nacht vom …«

Wie konnte es so weit kommen? Fassungslos las er nochmals die Schlagzeile, ohne sich den weiteren Ausführungen zu widmen. In welchem Land leben wir, wenn solche Schweine ihrer gerechten Strafe entgehen? Der Nigger hatte einen seiner Kollegen hingerichtet. Wie ein Schwein abgestochen und jetzt sollte er auf Staatskosten ein friedliches Dasein bei kostenloser Verpflegung und nachmittäglichen Basketballspielen fristen. Zwar für immer hinter Gittern, aber – lebend!

Ich werde etwas unternehmen! Das bin ich meinem Kollegen, allen Weißen und mir schuldig. Und wenn es das Letzte ist, dachte Willson.

Er entnahm seinem Portemonnaie einen zusammengefalteten Zettel und wählte die darauf notierte Nummer.

»Haskins.«

»Hallo, Senator, Deputy Chief Willson. Ich habe wenig Zeit und komme gleich zur Sache. Haben Sie die Washington Post gelesen?«

»Sie meinen die heutige Ausgabe?«

»Natürlich die heutige Ausgabe, Senator!« Willson war merklich aufgebracht. »Senator, können Sie sich vorstellen, wie sich ein Cop der USCP nach diesem Schlag ins Gesicht fühlt?«

»Willson, die Entscheidung wurde vom Bundesgericht getroffen, nicht von mir.«

»Sie wollen mir doch nicht erzählen, dass diese Entscheidung nicht mit Vertretern des Senats diskutiert wurde. Wie konnte es so weit kommen?«

»Chief Willson, ich kann verstehen, dass Sie aufgebracht sind, aber …«

»Kein aber, Senator. Das Schwein hat einen Weißen abgestochen. Unser Kollege trug die gleiche Dienstmarke wie ich und Tausende andere. Es kann nur eine Strafe geben, die Spritze, die diesen Nigger fertigmacht.«

»Noch mal, Willson, Sie sprechen mit dem Falschen.«

»Nein, Senator, bei allem Respekt, Sie sind mir was schuldig. Mir und meinen Kollegen.«

»Wie meinen Sie das?«, fragte Haskins, wissend, wie er es zu interpretieren hatte.

»Sie haben es mir zu verdanken, dass Ihr Sohn und damit auch Sie nicht auf Seite 1 der Washington Post standen. Schon vergessen?«

»Sicher nicht, aber wollen Sie mich jetzt damit erpressen?«

»So etwas würde ich nicht mal denken, Senator. Aber ist es nicht schon immer in der Politik so: Eine Hand wäscht die andere? Reden Sie mit dem Richter, machen Sie irgendwas. Es sollten andere Schlagzeilen über diesen Nigger in der Zeitung stehen. Meinen Sie nicht auch?«

Und damit legte er auf.

Hugh

Zola war nicht alleine unterwegs. Tagsüber begleitete sie ein Sperling, auch wenn dieser nicht ständig zu sehen war. Des Nachts lag stets ein Freund an ihrer Seite. Der Leitwolf. Dennoch fehlten Zola die Menschen, die sie früher um sich hatte. Tumelo, Sam, Mrs. Baine und natürlich ihre Mutter Aba. Der Sperling aber verlieh ihr das sonderbare Gefühl, ihre Mutter wäre bei ihr. Auch deutete dies der kleine Spatz immer wieder an. Dass sie mit einem Vogel sprach, wunderte sie nicht mehr.

Zola lief tagelang, ohne daran zu denken, sich in einer Höhle oder gar selbst gebauten Hütte niederzulassen. Nahrung fand sie reichlich. Beeren, Pilze, selbst Fische zu fangen, hatte sie gelernt. Stundenlang stand sie bewegungslos im Wasser des Flusses, um im Bruchteil einer Sekunde mit bloßen Händen nach dem Fisch zu greifen. Sie aß den Fisch stets roh, da sie es vermied, ein Feuer zu entzünden. Die Technik, kleine Holzspäne durch Reiben zweier Feuersteine anzuzünden, hatte sie zwar von Tumelo gelernt. Doch die Angst, infolge des Scheins der Flammen oder des Geruchs von Rauch entdeckt zu werden, überwog.

Eines Nachmittags – im Spätsommer 1732 – vernahm Zola ein sonderbares Geräusch. Es war wie das Geplapper vieler, durcheinanderredender Menschen. Vorsichtig, doch entschlossen machte sie sich auf den Weg zum Fluss. Je näher sie diesem kam, desto stärker vernahm Zola die seltsamen Laute. Als sie aus dem Wald trat, stand sie auf einer Anhöhe und überblickte das gesamte Tal. Ein betörendes Bild tat sich ihr auf. Neben bewaldetem Gebiet erkannte sie eine große Seenlandschaft. Tausende von Vögeln flogen oder standen in der Nähe der Gewässer, schnatterten und kreischten. Der überwältigende Anblick, der sich ihr bot, gab ihr zum ersten Mal in ihrem Leben das Gefühl von Freiheit. Lange saß sie auf einem Stein, bestaunte den Sonnenuntergang, der das Tal in ein tiefes Rot färbte und sich im Wasser spiegelte. Als die Dunkelheit hereinbrach, genoss sie noch immer das Gefühl, glücklich zu sein.

Es raschelte neben ihr, als die Wölfe zu ihr gelangten. Sie spürte die raue Zunge des Leitwolfes, als dieser ihre Wange schleckte. Das restliche Rudel begann zu jaulen, als wollte es für Zola ein Lied anstimmen, bevor sie den Anführer drängten, wieder mit in den Wald zu kommen. Doch dieser blieb in der Nacht neben Zola, während der Rest der Meute in der Dunkelheit verschwand.

Am nächsten Morgen machte sich Zola wieder auf den Weg. Sechs Tage nochmaliger Fußmarsch Richtung Norden. Weitere fünf Tage später lag sie schlafend unter einem großen Laubbaum, dessen vormals grüne Blätter jetzt goldbraun schimmerten.

Im Traum sah sie Tumelo, wie er auf einem weißen Schimmel angeritten kam. Behände sprang er vom Pferd und sie spürte seine Hand auf ihrer Wange. Doch statt der weichen Haut der Handflächen, war es ein stechendes Gefühl. Als ob ein Specht seine Arbeit verrichtete, um ein Loch für sein Nest zu bauen. Ihre Hand wischte im Schlaf an ihrer Wange, dann erwachte sie.

»Zola, wach auf. Wir brauchen deine Hilfe.«

Nach und nach erkannte sie, dass es der Schnabel des Sperlings war, der sie in die Wange piekste. »Was ist los? Wer braucht meine Hilfe?«

»Lass alles hier. Nimm nur dein Messer mit und folge mir.«

Der Sperling flog in Sichtweite voraus, Zola rappelte sich auf und folgte ihm in die Nacht. Allmählich gewöhnten sich ihre Augen an die Dunkelheit. Dann hörte sie ein Jaulen. Es war ein jämmerlicher Laut, durchsetzt von Angst. Wenig später sah sie ihn. Ihr Leitwolf taumelte aufgeregt um die eigene Achse und biss hektisch in seine Vorderpfote. Irgendetwas schien seinen Vorderlauf festzuhalten. Geduckt schlich Zola näher, bis sie, neben ihm angekommen, vorsichtig sein Ohr streichelte, was ihn zu beruhigen schien.

»Ruhig, ruhig«, flüsterte sie, während sie zur Vorderpfote blickte. Scharfe Eisenkrallen hatten sich in sein Fell geschlagen und hielten ihn fest. Das halbrunde Metallgebilde wurde durch eine im Waldboden verankerte Kette gesichert. Zola zog mit aller Kraft an der Kette, ohne dass die Verankerung auch nur einen Millimeter nachgab. Beim Versuch, beide Krallen der Falle auseinanderzupressen, hätten sich fast ihre eigenen Finger in dem Ungetüm verfangen. Im zweiten Anlauf gelang es Zola, die Eisenzähne so weit auseinanderzupressen, dass der Wolf sein Bein herausziehen konnte. Hechelnd fiel ihr Wolf mit heraushängender Zunge zur Seite.

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