Matthias Beck - Leben - Wie geht das?

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Wie geht Leben? Eine triviale Frage. Dennoch haben Menschen aller Zeiten danach gesucht. Die tiefere Frage lautet: Gibt es eine Anleitung zum Leben? Kann man Leben lernen, Leben üben, Orientierung finden? Kann es gelingen, glücken, gar zur Fülle gelangen? Und dann die Frage: Was ist Leben überhaupt? Besonders Biologie und Genetik lernen hier umzudenken. Leben ist komplexer als bisher gedacht. Die Information für das Leben ist mehrdimensional. Sie liegt nicht in den Genen allein. Gene müssen gesteuert werden. Die Information für das Leben, für Krankheit und Gesundheit ist wesentlich von sogenannten epigenetischen Faktoren abhängig: vom Innen­leben des Menschen, vom Denken und Fühlen, von der Umwelt. Die Selbstverantwortung nimmt zu. Leben hat mit psychischen Reifungsprozessen zu tun, mit Sinnfragen und der Suche nach dem letzten Grund. Das Buch will die existentielle, lebensentscheidende Dimension des Religiösen herausarbeiten. Es will auch das Selbstverständliche ans Licht holen, das oft übersehen wird. Es ist das Göttliche.

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In all diesen Bereichen geht es um ein „Von-Selbst“: Beim Atmen, beim Herzschlag, bei der physiologischen Lebensentfaltung. Alle diese Dimensionen haben etwas miteinander zu tun. Das findet sich in vielen Kulturen und Religionen. In Meditationstechniken lernt man, auf seinen Atem zu achten und dadurch still zu werden. Man findet diese Zusammenhänge in Begriffen wie atman, was mit Atem und mit dem Ewigen zu tun hat. Im Alten Testament heißt es, dass Gott dem Menschen den Atem einhaucht – dargestellt im Gemälde von Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle in Rom – und dass der Mensch am Ende seines Lebens den Atem wieder aushaucht. Man sagt, seine Seele verlasse seinen Leib. (Das Christentum geht von einer Leib-Seele-Einheit und der leiblichen Auferstehung des Menschen aus, so dass hier einige theologische Fragen entstehen, wie die Leib-Seele-Einheit nach dem Tod zu denken ist.) Auch der Herzschlag geht von selbst. Das Judentum sieht das Herz als den Sitz der Seele und tut sich deshalb mit der Hirntoddefinition schwer. Es akzeptiert sie, wenn damit ein Leben gerettet werden kann. Auch das Leben, die Zellteilung, der Stoffwechsel, die Zellkommunikation geschieht „von selbst“, das Lebendige braucht von außen nur Nahrung, Wasser und Licht, alles andere geschieht von innen von alleine.

Der Fetus wird also abgenabelt und das Kind muss selbständig atmen. Selbstverständlich ist das nicht, denn auch hier können viele Störungen auftreten wie zum Beispiel ein Atemstillstand (der allerdings bei Kindern selten ist, bei Erwachsenen immer wieder vorkommt). Mit der Geburt beginnt eine erste Form von Eigenstand. Das Kind ist abgeschnitten von der Nabelschnur, es erblickt das Licht der Welt und muss „selbständig“ leben und atmen, ohne selbständig zu sein. Es ist total abhängig von seiner Umgebung. Es tritt in eine neue Beziehung mit der Mutter ein. Im Lächeln der Mutter erkennt das Kind die mütterliche Liebe und wird durch sie „ins Bewußtsein gerufen“.21 Im weiteren Verlauf dieser Begegnung eröffnet sich ihm

„der Horizont des gesamten unendlichen Seins und zeigt ihm vier Dinge: 1. Daß es, eins’ ist in der Liebe mit seiner Mutter, obwohl ihr gegenübergestellt, also daß alles Sein, eins’ ist. 2. Daß diese Liebe, gut’ ist: also alles Sein, gut’ ist. 3. Daß diese Liebe, wahr’ ist, also alles Sein, wahr’ ist. 4. Daß diese Liebe, Freude’ weckt, also alles Sein, schön’ ist.“22

Durch das Lächeln der Mutter hindurch erkennt das Kind das gesamte Sein in seiner Einheit, Gutheit, Wahrheit und Schönheit: „Das Lächeln der Mutter wird vom Kind verstanden, wobei hinter der Bilderwelt die Welt des Seins im Ganzen sich lichtet: gleichzeitig im Ich und im Du, im Innen und Außen.“23

Auch die Mutter muss sich auf das neue Kommunikationsgeschehen einstellen. Aus der genetischen, hormonellen, zellulären, pränatalen „Kommunikation“ ist eine Kommunikation von Ant-litz zu Ant-litz geworden. Die Mutter blickt das Kind an und das Kind blickt die Mutter an (ant-litz, ahd.: gegen-blicken). Der Mensch ist der Gegen-Blicker, so wie er der Gegen-Worter, der Ant-Worter ist. Das Kind wird angeblickt und angesprochen, es blickt zurück, kann aber noch nicht mit Worten antworten. Es ist auf Blicke und Zuwendung der Mutter angewiesen, es selbst kann sich nur äußern durch Bewegungen und Schreien. Übermäßiges Schreien deutet dabei bereits auf eine Kommunikationsstörung mit der Mutter im Mutterleib hin oder auf eine körperliche Störung. Die Not des Kindes besteht darin, sich nicht verbal verständlich machen zu können. Es kommen Hunger, Durst und womöglich erste Schmerzen hinzu. Außerdem ist das Kind total abhängig von der Mutter oder von anderen Menschen, die sich um das Kind kümmern.

6. Kindheit

Das Kind versteht sich zunächst von der Mutter, dann auch vom Vater und der Umgebung, also vom Du her. Vom Du kommt es zum Ich. Wenn es anfängt zu sprechen, spricht es zunächst so, als wenn ein anderer über es spräche: „Paul Auto putt macht.“ Es dauert einige Zeit, bis das Kind „Ich“ sagen kann. Über die Innenwelt des Kindes kann man nur schwer etwas sagen. Das Kind kann sich nur rudimentär äußern. Erst wenn es sprechen kann, kann es mehr von sich mitteilen und schließlich sich selbst mitteilen. Die Mutter „versteht“ es meist besser als mancher Fremde. Wenn das Sprechen beginnt, beginnt eine neue Form der Kommunikation, die nonverbale wird durch die verbale ergänzt.

Sprechen lernt der Mensch durchs Sprechen. Das geht ebenfall fast wie „von selbst“. Ein Kind lernt Chinesisch genauso leicht wie Englisch oder Deutsch. Es spricht einfach nach, was es hört und dies geht nahezu unbemerkt von selbst vonstatten. Es wird angesprochen und spricht zurück. Das Sprechen in Worten ist dabei nur ein Teil der Kommunikation, es bleibt die nonverbale Kommunikation durch Zeichen und Gesten. Das Kind begreift die Dinge zunächst, indem es sie mit den Händen be-greift und anfasst, später begreift es sie auch geistig und lernt darüber zu sprechen.

Selbst wenn der Mensch das Sprechen erst langsam lernen muss, gehört doch die Sprache zu seinem Wesen. Auch Tiere haben eine Art „Sprache“ (Bienensprache), aber ihre Sprache dient vornehmlich der Verständigung. Zwar dient auch die menschliche Sprache der Verständigung, sie ist aber vor allem Selbstmitteilung. Im Sprechen gibt der Mensch etwas von sich preis, im Sprechen drückt er sich aus, im Sprechen öffnet er sich dem anderen. Sprechen ist auch notwendig zur Orientierung im Leben, zur Kulturbildung, zur Abstraktion des Konkreten im Begriff, zum Nachdenken über den Sinn des Lebens. Selbst Denken geht nur in Worten und ist ein Sprechen mit sich selbst. Außerdem ist der Mensch das Wesen, das ein Versprechen abgeben kann.

So beginnt das Wort im Menschen konkret zu werden, auch das ewige Wort. Der Dialog mit den Eltern und Gleichaltrigen beginnt. Es kommen Kindergarten und Schule hinzu, das Kind lernt lesen und schreiben, eine weitere Form, sich sprachlich auszudrücken. Was soll das Kind lernen? Es muss Wissen erwerben, um sich in der Welt zurechtzufinden. Innerhalb dieses Wissens, das von außen kommt und von Eltern und Schule vermittelt wird, bildet sich langsam auch ein inneres Wissen heraus. Es bildet sich langsam ein Ge-wissen heran, das einerseits schon angelegt ist und doch erst gebildet werden muss. Es ist eine Form von Wissen, das alles umfasst.

So wie ein Ge-birge den Zusammenschluss von Bergen meint, so ist das Ge-wissen ein Zusammenfließen von mehreren Arten von Wissen: Geisteswissen und Herzenswissen, Sachwissen und Faktenwissen, Wissen der Vorfahren und Eltern, Konventions- und Höflichkeitsregeln, Lernen von Geboten und Verboten, Respekt vor dem anderen und in allem das Lernen der Liebe durch das Geliebtwerden durch die Eltern (eine gute Beziehung zu Mutter und Vater vorausgesetzt). Das schon Angelegte des Gewissens und der Liebesfähigkeit muss entfaltet werden. Auch angelegte Talente müssen gefördert werden, damit sie sich entfalten können. Das Kind muss Beziehungen zu anderen Menschen lernen und sozialisiert werden. Wird es das nicht, kann es sich nicht in der Welt zurecht finden und wird möglicherweise „auf die schiefe Bahn“ geraten. Von jugendlichen Straftätern und Gefängnisinsassen sagt man oft, sie müssten nach der Verbüßung der Strafe re-sozialisiert werden. Offenbar können sie aber oft gar nicht re-sozialisiert werden, weil sie primär gar nicht sozialisiert worden sind.

Dieses Lernen und die Aneignung von Wissen ist aber nur ein Teil der Entwicklung und der Gewissensbildung. Es bietet dem Kind eine grobe Orientierung. Es handelt sich um das sogenannte Über-Ich Sigmund Freuds. Dem jungen Menschen wird von außen gesagt, was er zu tun und zu lassen hat. Sigmund Freud hielt dieses Über-Ich, das von außen geprägt wird und sich im Menschen internalisiert, schon für das ganze Gewissen des Menschen. Aber in all dem „Von außen“ ist immer auch schon ein „Von innen“ angelegt. Dieses „Von innen“ ist etwas je Einmaliges und Individuelles, das in den Bereich des Absoluten hineinragt. Es überschreitet das innerweltliche und relative Über-Ich sowie das Ich des Menschen. Daher ist das Gewissen mehr als das Über-Ich, es beinhaltet trotz aller innerweltlichen Prägung eine ganz andere Dimension des Seins.

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