Leonhard F. Seidl - Der falsche Schah

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Wir schreiben das Jahr 1967, Rothenburg ob der Tauber fiebert dem Besuch des Schahs von Persien und von Farah Diba, seiner Kaiserin auf dem Pfauenthron, entgegen. Was keiner weiß: Auch Bartholomäus König, seines Zeichens Schuldirektor mit schauspielerischer Hochbegabung und tief sitzender Abneigung gegen jede Ordnung und Autorität, kann es kaum erwarten, die Bühne zu betreten. Am großen Tag hält ein umjubelter Schah seine Rede auf dem Balkon des mittelalterlichen Rathauses – während ein zweiter Mann in der geschlossenen Psychiatrie im Bezirkskrankenhaus Ansbach tobt und im Wechsel Flüche auf Farsi und Englisch ausstößt.
Um zu erzählen, wie es dazu kam, muss unser Held Bartholomäus etwas weiter ausholen, genau genommen bis zu seiner abenteuerlichen Geburt am 26. Oktober des Jahres 1919 – mit dem hochwohlgeborenen Schah teilt sich König seitdem nicht nur den Geburtstag. Doch bis sie sich gegenüberstehen, müssen fast 50 furiose, an Merkwürdigkeiten nicht arme Jahre vergehen …
„Der falsche Schah“ ist ein bayerischer Schelmenroman, eine augenzwinkernde Parabel über Schein und Sein und die Kraft der Suggestion.

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Die Anna Kohn schaut ihm verwundert hintennach.

Der König prescht die Straße hinunter. Dass der Dreck hinter ihm nur so staubt in der Hitzen. Die Schweinsblasen, in der das Blut von der Stadtbäuerin gewesen ist, das jetzt der Wilpert Heinz vom Fußboden des Klassenzimmers schrubben muss, holt er aus der Hosentasche seiner kurzen Lederhosen und schmeißt sie in den Graben. Neben einen toten Hund.

Schreckung der Eisernen Jungfrau

Der Kleine schaut den König aus seinen großen gebräunten Augen an wie ein Bub, der das erste Mal in seinem Leben von seinem Papa gelobt worden ist. Sein Schnurrbart vibriert wie der von einer schnurrenden Katze. Und der König muss an Farah Diba denken. Freilich wegen der Augen und nicht wegen dem Schnurrbart. Aber er muss sich jetzt zusammenreißen. Also brüllt er: „Den Kürbis!“

Und den Bubi reißt’s. Sein Schnurrbart wackelt. Der Große, Einaugige, oder besser gesagt, der mit dem verrunzelten Einauge, zündet sich eine Zigarette an. Rauch steigt auf als wär er Luzifer.

„Sofort!“, legt der König nach.

Der Kleine nimmt den Kürbis in seine feingliedrigen Finger, ohne den Blick vom König zu wenden.

„Auf den Stuhl!“

Wie ein rohes Straußenei setzt er den Kürbis auf den Barhocker. Der Kürbis schwingt hin und her. Das Schwingen schwingt durch die Stille des feuchten Kellergewölbes. Der Kleine hebt die Hand. Hält die Luft an. Geht erst wieder weg, wie der Kürbis ganz ruhig dasteht.

„Was ist nun zu tun?“, fragt der König den Großen, setzt sich auf einen anderen Schemel und wartet.

Der Große nimmt einen Zug von seiner Zigarette, bläst sie dem Kleinen ins Gesicht, der zu husten anfängt. Kraftvoll wirft er den glimmenden Stumpen auf den Boden und zermalmt ihn mit der Sohle seiner glänzend schwarzen Halbschuhe. Dann tritt er vor die Eiserne Jungfrau. Betrachtet sie. Fast unmerklich holt er mit der Hand aus, schlägt die Tür zu. Ratsch! – fahren die Stacheln ins Fleisch. Markdurchdringend. Sogar der König muss sich zusammenreißen, nicht zusammenzufahren.

Bis Einauge sagt: „ Har ki ke sebil dare, pedar-e man nist .“

Was der König insgeheim übersetzt: „Nicht jeder, der einen Bart hat, ist mein Vater.“ Er weiß, dass der Spruch an den Kleinen gerichtet ist und dass nicht alle, die Hörner führen, Jäger sind.

Und dann passiert erst einmal gar nix. Obwohl der König den Großen anschaut. Seine Glatze, seine Sonnenbrille, die Narbe auf der Backe, aus der die Spitze des Wangenknochens drückt. Mit ihm hat er einen ganz schön zähen Hund erwischt. Aber was will er von einem Agenten des iranischen Geheimdienstes SAVAK auch anderes erwarten? Nicht umsonst hat seine Tochter Aurelia gegen ihn demonstriert. Das Hannahle, das ihr daraufhin den Schirm drübergezogen hat, hätte lieber ihm eine drüberziehen sollen. Also dem Schah oder eben dem großen Agenten. Da hätt’s die Richtigen getroffen.

Das Pikante bei der ganzen Geschichte ist, dass der Geheimdienst bei den Leuten daheim im Iran fast genauso vorgegangen ist wie beim König. Gut, die Augen haben sie ihm nicht verbunden und auch sonst waren sie ein wenig vorsichtiger, weil sie zum einen ja noch rätseln, ob sie da wirklich den Schah vor sich haben, und zum anderen wären die Rothenburger ja misstrauisch geworden, wenn seine eigenen Agenten den Schah, den Ehrengast, gepackt, ihm die Augen verbunden und vor sich her gestoßen hätten. In der heimischen Folterkammer, also nicht da, wo der König jetzt dem unsympathischen Agenten gegenübergestanden hat, haben die dann gern damit angefangen, Fingernägel auszureißen, haben Händ in glühende Kohlen gesteckt oder Löcher in Schädel gesägt.

Jetzt hat zwar der König keine glühenden Kohlen gesehen oder gerochen, aber so was lässt sich organisieren. Auch eine Säge oder einen Bohrer hat er während des unauffälligen Rundumblicks nicht entdecken können, wenn er dem Agenten mal kurz nicht in das gesunde Auge geschaut und das verschrumpelte vermieden hat. Dafür war einiges an Material vorhanden, auf das der König bei seiner Recherche gestoßen war: Polnischer Bock, Daumenschrauben, Schandmaske mit Schweinegesicht, gespickter Hase, trockener Zug. Der feuchte Traum eines jeden Sadisten.

Jetzt öffnet der Große den hartleibigen Mantel der Eisernen Jungfrau. Quietschend. Der Kürbis steckt in den Stacheln wie ein aufgespießter Kopf. Von den Spitzen gegenüber hängen orangene Fleischfetzen herunter.

„Sehe ich es richtig, dass keiner von meinen Mitarbeitern sich darin wiederfinden möchte?“, sagt der König, um die Schraube ein wenig anzuziehen. Weil er weiß, dass der grantige Agent auch gleich die Daumenschrauben anziehen wird. Und das nicht nur im sprichwörtlichen Sinne.

Der Kleine schluckt und nickt umgehend. Der Große stöhnt ein bisserl zu laut, setzt sich seine Sonnenbrille wieder auf und sagt: „ Har ke az man ist bar mast .“ Mit einer Stimme, die für einen Bösewicht doch ein bisserl zu hoch und quietschig ist.

Der König überlegt, was er auf dieses triviale „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“ antworten soll. Dann fragt er scharf: „Sind Sie gegen unsere kaiserliche Majestät?“

Der Große stutzt.

Das bringt den König auf eine Idee: „Wie ist Ihr Name?“, fragt er den Kleinen.

„Kenan“, sagt der. Mit tiefer Stimme.

Ah, der Lanzenwächter des Paradiestores, denkt König, spricht es aber nicht aus. Sagt stattdessen: „ Dast bala-ye dast besyar ast .“

Und Kenan antwortet auf das Sprichwort, das besagt, dass es viele Hände über deiner Hand gäbe: „Wir schützen den Schah-in-Schah und den iranischen Staat vor seinen Feinden.“ Das „Feinden“ betont er. Presst seine Zunge dabei fest an seinen Gaumen.

„Ah, Sie haben mich hierher gebracht, weil die Befürchtungen, es könne einen Anschlag auf meine Person geben, eingetreten sind.“

„So könnte man es sagen“, meint Kenan und wedelt entschuldigend mit seinen schönen Händen vor der Brust herum.

„Aber wie soll ein Anschlag auf meine Person eingetreten sein, wenn ich kerngesund vor Ihnen stehe?“, fragt der König und hofft, dass dies auch noch länger der Fall sein wird.

„Beweisen Sie uns doch erst einmal, dass sie der Schah von Persien sind“, sagt Einauge und die goldene Zahnkrone blitzt im flackernden Kerzenlicht.

„Was wollen Sie wissen?“ Der König geht auf Einauge zu. „Wie mein Kindermädchen hieß? Was meine Leibspeise ist? Wie Sie Wurm es wagen können, an meiner Person zu zweifeln?“

„Zum Beispiel“, sagt Kenan, ein bisschen zu erfreut.

Der König geht zu ihm hinüber, legt ihm langsam den Arm auf die Schulter, der Agent folgt Königs Hand mit den Augen. Seine linke Augenbraue fängt zu zucken an. „Ihr Leibgericht ist ja wohl Kaka Kadu .“

Kenan schaut König aus weit aufgerissenen Rehaugen an wie ein kleiner Bub, der am Mittagstisch auf die Kürbispfannkuchen von der Großmutter wartet. Der König sieht förmlich, wie ihm das Wasser im Mund zusammenläuft. „Mit Granatapfel, Feige?“, fragt er nach.

Kenan nickt unmerklich. Seine Augenbraue flattert als würde sie dem König stumm Beifall klatschen.

„Mit Honig?“

Dem Kleinen entfährt ein leises, lüsternes „Ja“. Im nächsten Moment fährt er sich blitzschnell über den Mund, schaut mit Mundwinkeln, schwer vom schlechten Gewissen, zu seinem Chef.

König dreht sich mit Kenans Blick, lässt aber die Hand auf der Schulter liegen. „Und wie lautet Ihr Name?“

„Reza“, sagt der Einäugige leise.

Und der König tiriliert innerlich.

„Wie ist Ihr Name?“, fragt Reza. Schnell und eiskalt.

„Reza Schah Pahlavi, Schah-in-Schah“, schießt der König zurück und merkt sofort, dass das ein Fehler war. Ein Kaiser sagt seinen Namen nicht so brav auf.

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