Klaus-Peter Enghardt - ... und hinter uns die Heimat

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Ostpreußen, einst stolze deutsche Provinz – millionenfach geliebt und oft beweint. Land der dunklen Wälder und kristallnen Seen … Der Roman lässt dieses Land mit seinem Liebreiz, seinen Bräuchen und seinen Menschen mit ihrer unverwechselbaren Sprache anschaulich auferstehen. Für ein paar Lesestunden erstrahlen die Provinz, sowie seine Hauptstadt Königsberg in alter Schönheit, ehe die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs dieses Land zerstörten. Einige Schicksale sollen hier für hunderttausende stehen, die von Klaus-Peter Enghardt einfühlsam aber auch schockierend, oft bis an die Grenze des Vorstellbaren beschrieben werden.

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Bald hatten sie ein größeres Gebäude aus roten Klinkern erreicht. Herr Graudenz öffnete die Schultür und führte Katharina durch die Räume des Hauses. Dabei erklärte er ihr, dass es sich bei diesem Haus um eine Sechs-Klassen-Schule mit berufsvorbereitendem Charakter handelte, in der Schüler aus mehreren Dörfern unterrichtet wurden.

Das siebente und achte Schuljahr mussten die Kinder dann in der Fritz-Schlemm-Schule in Zinten absolvieren.

Je nach Lehrplan sollten jetzt die Schüler auf beide Lehrer aufgeteilt werden, so dass die Klassenstärke für jeden Lehrer etwa bei fünfundsechzig Schülern lag. Herr Graudenz wollte dabei dem praktischen Unterricht den Vorzug geben.

Das war der jungen Frau sehr recht, denn sie kannte sich in diesem Fachgebiet kaum aus und wusste nicht, wie sie als Stadtpflanze den Bauernkindern den praktischen Unterricht im Stall und auf dem Feld vermitteln sollte.

Die neue Lehrerin hatte noch drei Wochen Zeit, sich auf den Unterricht vorzubereiten. Auf sie kam auch gleich die Einschulung der Erstklässler zu, denn seit dem vergangenen Jahr begann das Schuljahr nicht mehr nach den Osterferien, sondern am ersten September. Die junge Frau war froh, dass man ihr diese Vorbereitungszeit zugestanden hatte, denn sie hatte noch nie vier Klassenstufen auf einmal unterrichtet.

Der Präzenter, wie in Ostpreußen der Dorfschullehrer genannt wurde, geleitete die junge Frau nach der kurzen Einführung und einiger Hinweise und Ratschläge aus dem Schulgebäude. Dort verabschiedete er sich von ihr, jedoch nicht, ohne ihr seine Hilfe zuzusichern, die sie in den wenigen Tagen bis zum Schulbeginn sicher noch benötigen würde.

Draußen wartete noch immer Bauer Roschkat, der die Lehrerin nun mit ihrem Gepäck zur Witwe Schimkus kutschierte.

Katharina hatte sich eine alte faltige Frau vorgestellt, denn das Wort »Witwe« assoziierte sie bisher immer mit einer alten Dame. Sie war deshalb erstaunt, dass die Witwe höchstens fünfundvierzig Jahre alt war und trotz ihres Kummers noch immer eine bestechend schöne Frau.

Nach der Begrüßung, die auf beiden Seiten eine gewisse Befangenheit verriet, trug Bauer Roschkat dem Lehrerfräulein das Gepäck in ihr Zimmer und verabschiedete sich mit qualmender Tabakspfeife.

Die Witwe reichte Katharina ihre Hand, die der jungen Frau kalt erschien. Nicht jedoch die Witwe selbst. Sie hatte eine warme Stimme und ein freundliches Wesen.

Katharina hatte den Eindruck, dass sich diese Frau über den neuen Hausgast freute. Frau Schimkus bot Katharina nach der Begrüßung auch sofort einen Kaffee an und verriet ihr, dass sie zum Empfang der Lehrerin einen Pflaumenkuchen gebacken hatte. Erfreut nahm Katharina die Einladung an und ihr Gefühl sagte ihr, dass mit Frau Schimkus sicher gut auszukommen sein wird.

Die nächsten zwei Stunden widmete sie sich ihrem Gepäck. Als sie ihre Koffer und die Reisetasche ausgepackt hatte, wurde ihr zum ersten Mal deutlich bewusst, dass sie nun für eine lange Zeit von ihren Eltern getrennt sein würde. Dabei vermisste sie ihre Eltern bereits schon jetzt, doch sie hoffte, sie während den Weihnachtsferien besuchen zu können.

Zunächst überwog aber die Vorfreude auf ihre neue Aufgabe, die Arbeit mit den Kindern.

Plötzlich unterbrach ihre Gedanken ein Rufen nach ihrem Namen. Frau Schimkus stand unten an der Treppe und lud Katharina zum Abendbrot ein.

Überrascht, aber hoch erfreut, kam das Mädchen der Einladung nach, denn obwohl sie am Nachmittag zum Kaffee zwei Stücke Pflaumenkuchen gegessen hatte, verspürte sie doch ein Hungergefühl. Dabei fiel ihr ein, dass sie mit der Hausherrin noch nicht einmal über die Miete und eine eventuelle Pension gesprochen hatte, denn sie wusste im Moment nicht, wie sie sich sonst beköstigen sollte. Sie hatte in ihrem Zimmer zwar einen Kachelofen mit einer »Röhre« zum Äpfel braten oder Essen warmstellen, nicht jedoch zum Kochen. Außerdem wusste sie auch nicht, wo sie das Heizmaterial für den Winter herbekommen sollte, das musste sie unbedingt mit ihrer Vermieterin besprechen.

Ein Novum für sie war allerdings die Toilette.

Bisher war Katharina es gewohnt, dass sich die Toilette im Haus befand, wenn auch eine Treppe unter der elterlichen Wohnung, aber im Winter war es wenigstens warm darin.

Bei ihrer Vermieterin befand sich das »stille Örtchen« jedoch auf dem Hof und die junge Frau mochte sich gar nicht vorstellen, wie kalt es im Winter darin sein würde.

Auf jeden Fall würden ihre Toilettengänge zumindest in der kalten Jahreszeit sehr zeitbegrenzt ausfallen. Doch wie pflegte ihre Mutter in solcher Situation zu sagen? »Der Mensch gewöhnt sich an alles« und genau diese Einstellung hatte sie ihrer Tochter mitgegeben.

Als die Lehrerin die Stufen zur Küche hinabging, strömten ihr verführerische Düfte entgegen. Es roch nach Bratkartoffeln mit Speck, das Leibgericht der jungen Frau.

Ihre Wirtin hatte im Wohnzimmer gedeckt, obwohl Katharina lieber in der Küche gegessen hätte. Sie war es von zu Hause so gewohnt, doch sie hütete sich, das zu verraten.

Zu den Bratkartoffeln gab es zu ihrer Freude sogar Spiegeleier, ein richtiges Festessen, und sie ließ sich nicht lange bitten und langte tüchtig zu.

»Frau Schimkus, Sie verwöhnen mich aber. Am Nachmittag bereits der vortreffliche Pflaumenkuchen und nun auch noch mein Leibgericht!«, schwärmte das Mädchen.

»Sie waren doch lange genug unterwegs und werden sicher Hunger bekommen haben«, erwiderte ihre Wirtin:

»Wie haben Sie sich denn ihren Aufenthalt vorgestellt? Möchten Sie sich selbst beköstigen? Dann könnten Sie meinen Herd benutzen, oder soll ich lieber für sie kochen?«

»Ich weiß ja hier noch gar nicht Bescheid. Gibt es denn im Dorf einen Krämerladen, in dem ich einkaufen könnte? Dann brauchte ich ja auch Kartoffeln und Milch und Butter und Öl, und all die Dinge, die man zum Kochen eben braucht. Also wenn es möglich wäre, dann würde ich Ihr Angebot gerne annehmen und mich von Ihnen beköstigen lassen, wenn ich es mir leisten kann.«

Die Witwe antwortete: »Ach, da machen Sie sich mal keine Sorgen, ich komme Ihnen da entgegen. Ich bin ja froh, wenn ich wieder ein wenig Gesellschaft bekomme. Seit dem Tod meines Mannes und der Einberufung meiner Söhne ist es so ruhig im Haus. Aber wenn Sie wirklich einmal eine Kleinigkeit benötigen, da gibt es im Dorf tatsächlich einen Gewürzer, bei dem bekommen sie allerlei Lebensmittel, meist allerdings nur auf Marken. Aber meine Hühner versorgen mich gut mit Eiern, außerdem habe ich ein paar Kaninchen, ein paar Enten und Gänse. Sie müssen also nicht befürchten, bei mir zu verhungern.«

Plötzlich sagte sie resolut: »Nun aber los, sonst werden die Kartoffeln noch kalt.«

Katharina langte ordentlich zu. Sogar einen Nachschlag, den ihr Frau Schimkus unaufgefordert auftat, aß sie restlos auf.

Nach dem Abendbrot fragte Katharina: »Frau Schimkus, ich habe Ihre Back- und Kochkunst ja nun kennengelernt. Was hatten Sie sich denn für Miete und Pension vorgestellt, ich könnte dann meine monatlichen Ausgaben planen.«

»Wenn es Ihnen nichts ausmacht, dann würde ich für die Miete sieben Reichsmark bekommen und wenn Sie Kost und Logie haben möchten, dann hielte ich fünfundvierzig Reichsmark für angemessen. Das Holz zum Heizen bekommen sie vom Bürgermeister zugewiesen, das stellt die Gemeinde kostenlos zur Verfügung. Nur wenn Sie im Winter wirklich mit Kohle heizen wollen, dann müssten Sie die in Zinten beim Brennstoffhändler bestellen. Letzten Winter hat der Zentner allerdings bereits zwei Reichsmark gekostet.

Sie dürfen sich aber auch im herrschaftlichen Wald trockene Knüppel auflesen, oder einen Antrag auf kostenloses Windbruchholz stellen. Die Zwangsarbeiter bringen es Ihnen dann gern und freuen sich immer über ein paar Dittchen.«

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