Klaus-Peter Enghardt - ... und hinter uns die Heimat

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Ostpreußen, einst stolze deutsche Provinz – millionenfach geliebt und oft beweint. Land der dunklen Wälder und kristallnen Seen … Der Roman lässt dieses Land mit seinem Liebreiz, seinen Bräuchen und seinen Menschen mit ihrer unverwechselbaren Sprache anschaulich auferstehen. Für ein paar Lesestunden erstrahlen die Provinz, sowie seine Hauptstadt Königsberg in alter Schönheit, ehe die Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs dieses Land zerstörten. Einige Schicksale sollen hier für hunderttausende stehen, die von Klaus-Peter Enghardt einfühlsam aber auch schockierend, oft bis an die Grenze des Vorstellbaren beschrieben werden.

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Zu ihrem Glück war sie die Erste im Abteil und konnte ihre Koffer in die Ablage hieven, bevor die übrigen Reisenden ihre Plätze einnehmen würden. Die Tasche stellte Katharina hinter ihre Beine.

Allmählich hatten sich noch fünf weitere Reisende dazugesellt, so dass es recht eng wurde.

Katharina hatte sogar einen Fensterplatz, so konnte sie die Fahrt einigermaßen entspannt genießen. Meist schaute sie aus dem Fenster oder las in ihrem Buch, doch je näher sie ihrem Ziel kam, umso mehr kreisten ihre Gedanken darum, was sie in der Fremde erwarten würde.

Fast fahrplantreu traf der Zug kurz nach achtzehn Uhr auf dem Hauptbahnhof in Königsberg ein und zum Glück konnte Katharina einen Kofferwagen ergattern, mit dem sie ihr Gepäck nach draußen bugsierte. Kurz darauf stand sie etwas verloren auf dem Bahnhofsvorplatz.

Jetzt musste sie ihre Unterkunft finden, die sich in der Nicolaistraße in einem kleinen Hotel für alleinreisende Mädchen befand.

Sie schaute auf ihren »Streckenplan« und las darauf, dass sie ihren Weg nun mit der Straßenbahn fortsetzen musste. Wahlweise konnte sie mit den Bahnen der Linien drei oder vier fahren, die direkt gegenüber dem Hauptbahnhof auf dem Reichsplatz hielten. Ihr Fahrziel war der Steindamm. Dort an der Steindammer Kirche musste sie die Tram verlassen.

Gleich gegenüber der Haltestelle befand sich die Nicolaistraße.

Die Straßenbahn der Linie vier wartete bereits auf Fahrgäste, so dass Katharina keine weitere Zeit verstreichen ließ und einstieg. Auf ihrer Fahrt bewunderte das Mädchen die alte Pregelstadt Königsberg mit ihren prächtigen Bauwerken. Obwohl die Fahrt nicht sehr lange dauerte, war sie auf Anhieb von dieser Stadt begeistert, und sie nahm sich vor, sobald es möglich war, die Altstadt genauer zu erkunden.

Vom Reichsplatz aus fuhr die Tram auf die Vorstädtische Langgasse, vorbei am imposanten Gebäude der Börse, dann über die Kneiphofsche Langgasse und die Kantstraße über den Kaiser Wilhelm Platz, mit dem historischen Schloss und der Schlosskirche. Vom Platz vor der Hauptpost war es dann bis zur Steindammer Kirche nicht mehr sehr weit.

Bereits am nächsten Morgen würde sie diese Strecke wieder zurück fahren.

Das kleine Hotel in der Nicolaistraße war leicht zu finden und nach der freundlichen Aufnahme fand sich Katharina bald auf ihrem Zimmer wieder. Viel auszupacken hatte sie nicht, nur ein paar Dinge für die Abend- und Morgentoilette, frische Wäsche für den nächsten Tag und Schlafzeug für die Nacht.

Nachdem sie an der Reception die Adresse des Schulamtes, das sich im Stadthaus befand, in Erfahrung gebracht hatte, verließ sie am Morgen, gut ausgeschlafen und frisch gestärkt, das Hotel. Ihr Gepäck hatte sie zurückgelassen, das wollte sie auf der Rückfahrt abholen. Sie fuhr nun von der Haltestelle am Steindamm die wenigen Haltestellen in Richtung des Nordbahnhofes und stieg dort am Hansaplatz aus.

Das Stadthaus beherbergte die meisten öffentlichen Ämter der Stadt und es dauerte eine Weile, bis sich Katharina zum Schulamt durchgefragt hatte. Nach einer kurzen Wartezeit wurde sie von einem freundlichen älteren Herren begrüßt, der, wie er ihr erzählte, bereits seine Pension genoss, doch wegen der vielen Einberufungen der jüngeren Beamten wieder im Dienst war. Sie erfuhr auch, dass sie eigentlich dem Schulamt in der Kreisstadt Heiligenbeil unterstellt war, doch auch dort litt das Amt auf Grund der vielen Einberufungen an Personalmangel, deshalb musste Katharina sich nun in Königsberg melden.

Nachdem der freundliche Herr Katharinas Papiere in Augenschein genommen und besonders ihr Examenszeugnis wohlwollend studiert hatte, wies er sie in ihren neuen Aufgabenbereich ein.

Momentan unterrichtete in der Schule in Loditten nur noch ein Lehrer die einhundertzweiunddreißig Schüler der sechsjährigen Mittelschule und wartete sehnsüchtig auf Entlastung. Auf Katharina würde also in Zukunft eine Menge Arbeit zukommen.

Zum Ende des Gespräches verwies er die junge Frau an den Bürgermeister von Loditten, der mit ihr die Unterkunftsfrage klären würde. Mit ein paar guten Wünschen entließ der freundliche Mann die neue Lehrerin.

Als Katharina auf der Straße stand, war ihr leicht ums Herz. Sie freute sich auf die Arbeit mit den Kindern und war gespannt auf alles Weitere.

Nachdem sie ihr Gepäck abgeholt hatte, saß sie nun wieder in der Straßenbahn, die sie zum Hauptbahnhof brachte. Dort musste sie in den Zug nach Allenstein steigen und sieben Stationen bis nach Zinten fahren.

Der letzte Zug war vor einer Stunde abgefahren und auf den nächsten musste sie zwei Stunden warten.

Katharina suchte sich zuerst eine Kofferkarre, danach eine freie Bank in der großen Wartehalle und beobachtete die Menschen, das vertrieb ihr die Zeit.

Irgendwann wurde durch die Lautsprecher bekanntgegeben, dass der Zug nach Allenstein einfährt. Auf der letzten Etappe ihrer Reise fuhr Katharina nun zugleich einem neuen Lebensabschnitt entgegen.

In Zinten angekommen, erkundigte sie sich beim Bahnhofspersonal nach einer Reisegelegenheit nach Loditten, doch der Mann hinter dem Schalter machte ihr lächelnd begreiflich, dass es nach Loditten nur zu Fuß ging, seit die Busverbindung eingestellt wurde, es sei denn, jemand würde sie abholen.

Da war guter Rat teuer, doch plötzlich fiel ihr der Bürgermeister von Loditten ein, den sie vom Bahnhof aus anrief. Er versprach der neuen Lehrerin, dass er sich sofort um ihre Abholung bemühen würde.

Geduldig wartete Katharina auf das Fahrzeug.

Von einer Bank des kleinen Parks, visasvis des Bahnhofs, schaute sie sich die nähere Umgebung an und war versucht, bei jedem Auto, das sie von weitem sah, aufzustehen, doch keines der Fahrzeuge hielt an, um sie abzuholen.

Das Klappern von Pferdehufen lenkte ihre Aufmerksamkeit auf ein Pferdegespann in der Bahnhofstraße.

Ein Bauer fuhr mit seinem Pferdefuhrwerk direkt auf den Bahnhofsvorplatz, hielt an und stopfte sich auf dem Kutschbock eine Tabakspfeife, lehnte sich zurück und stieß dicke Qualmwolken aus. Er schaute in die Runde und erblickte das fremde junge Mädchen auf der Bank, deren Kleidung sich doch ein wenig von der Kleidung, der jungen Mädchen in Loditten und den umliegenden Dörfern unterschied.

»Tachche, sind sie amend das Madamche, das unse Kinder unterrichten soll?«

Als Katharina das nickend bestätigte, stieg der Bauer vom Kutschbock, ging zu ihr hin, nahm kurzerhand beide Koffer in die Hände, die am Boden standen und wuchtete sie auf die Ladefläche des Pferdewagens.

Den Protest Katharinas wehrte er mit den Worten ab:

»Na, dann hocken se sich mal auf den Bock, die Pferdchen wollen wieder nach Hause und das junge Frollejn will doch bestimmt nich auf de Bank iebernachten?«, nahm ihre Reistasche und stellte sie ebenfalls auf die Ladefläche.

Katharina begriff, dass der Bauer mit dem Pferdefuhrwerk ihr Chauffeur war. Sie hatte als Fahrgelegenheit zwar ein Auto erwartet, doch mit welch einem Transportmittel sie nach Loditten fuhr, war ihr schließlich egal, Hauptsache, sie musste die Strecke mit ihrem Gepäck nicht laufen.

Ihr Weg führte sie auf der Straße südöstlich von Zinten aus in Richtung Preußisch Eylau einer hügeligen Landschaft entgegen, die »Der Stablack« genannt wurde, einer im Tertiär von Moränen geprägten Landschaft.

Nach einigen Kilometern bog der Bauer mit seinem Fuhrwerk allerdings auf eine mit Feldsteinen gepflasterte schmale Straße ab, wie sie überall in der Gegend zu finden war. Der Randbereich der Straße war sandig und für Fahrradfahrer ungeeignet.

Während der Fahrt paffte der Bauer, ohne die Pfeife aus dem Mund zu nehmen, und fragte mit zusammengebissenen Zähnen, wo das Marjellchen denn eigentlich zu Hause ist.

Katharina antwortete ihm wahrheitsgemäß, dass ihre Heimat Köln ist und fragte, wohin er sie denn bringen würde.

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