Gerti Gabelt - Wanda und Wendelin

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Wanda erlebt als junges Mädchen die erste große Liebe fernab, von zu Hause. Sie wird schwanger, wodurch sich ihr Leben in eine unvorhergesehene Richtung verändert. Der Kontakt zum Vater ihres Kindes geht durch die enorme Entfernung verloren. Durch verzwickte Umstände wird ihr das Baby genommen. Ohne Mann und Kind, verloren und verzweifelt, wird eine Freundin zum Rettungsanker. Mit ihrer Hilfe findet sie langsam zurück ins Leben. Nach vielen Jahren und einer glücklichen Ehe mit Jacob, führt ihr Weg zu einer unerwarteten Begegnung mit dem Mann von damals, ihrer ersten Liebe, die sie nie vergessen hatte. Doch will Wendelin überhaupt noch etwas von ihr wissen, nachdem er erfahren hat, was damals geschehen ist? Eingebunden in Reiseerlebnisse durch das Naturparadies Süd Afrika erfährt Wanda eine bisher unbekannte Intensität der Liebe. Eigentlich hatte sich Wanda ihren Aufenthalt im Seniorenheim geruhsam und entspannend gedacht. Doch dann wird wieder alles anders, wie es immer in ihrem Leben geschehen ist. – Gerti Gabelt ist Psychologin und hatte über viele Jahre ihre eigene Praxis. Mehrere Jahre lebte sie in Australien und war später bei UNHCR in Bonn beschäftigt. Als freie Mitarbeiterin beim Katholischen Bildungswerk leitete sie Seminare und Entspannungskurse und Diskussionen über Lebensthemen. Nachdem sie den Wellen des Tsunami entkommen war, schrieb sie ihr Erlebnis und ihre Rettung in »Tsunami erlebt – überlebt«.

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Dann versucht Wanda Hilfe herbei zu rufen. „Hilfe! Bitte helfen sie! Hilfe. So helft mir doch.“

Niemand rührte sich. Niemand hört ihre Rufe.

‚Was kann ich nur machen?’ flüstert Wanda leise. Dann redet sie ruhig auf Christian ein. „Alles wird gut. Christian, kannst du mich hören?“

„Lass mich nicht allein. Bleib bei mir“, es war nur ein leises, mühevolles Flüstern.

„Christian, ich bleibe bei dir. Alles ist gut. Christian, ich bin bei dir.“ Wanda bettet seinen Kopf auf ihren Schoss. Dann nimmt sie seine Hand in ihre. Sie streicht über sein Gesicht.

Die Hand von Christian entspannte sich. Doch Wanda hält sie fest als könne sie ihre Energie auf Christian übertragen.

Wanda legt ihre Finger an die Halsschlagader um seinen Puls zu tasten. Vergeblich. Dann legt sie ihre Hand auf seine Brust. Ein letzter tiefer Seufzer, sein Herz hat aufgehört zu schlagen. Alles Leben hat seinen Körper verlassen. Seele und Körper haben sich getrennt. Christian ist tot. Und obwohl sie das spürt, will sie es nicht wahr haben. Umständlich zieht sie ihre Jacke aus und deckte ihn zu. Vorsichtig hebt sie seinen Kopf und schiebt ihren Schal als Kissen darunter. Sie steht auf und schaut sich suchend um, aber niemand ist zu sehen. Dann kniet sie neben Christian streicht noch einmal über sein Gesicht und seine Hand.

Leise betet sie, dass die Engel ihn geleiten, ins Licht, in die andere Dimension.

Um diese Zeit ist so etwas wie Rushhour im Haus. Die Schwestern und Helferinnen führen die Bewohner, die alleine nicht gehen können, zu den Tischen. Dann helfen sie beim Essen. Alle Bewohner und das Personal befinden sich im Speiseraum.

Für die Bewohner hier besteht Essen zu einem der wenigen Highlights des Tages. Während des Essens kann man der Einsamkeit im Zimmer entfliehen, bevor der Tag zu Ende geht.

„Es ist eine ungünstige Zeit, zum Sterben, Christian.“

Plötzlich denkt Wanda an Wendelin. Wo ist er geblieben? Er musste doch längst sein Auto abgestellt haben und ins Haus gekommen sein.

Sicher hatte er den Lift genommen.

Noch einmal streicht sie über Christians Wangen.

Dann geht alles sehr schnell. Sr. Anja und Sr. Paula stehen plötzlich neben ihr. Sie hat das Kommen der Beiden nicht bemerkt. Sie ist weit weg, bei Christian.

Behutsam nimmt Sr. Anja die Hand von Wanda und führt sie in ihr Zimmer während Paula sich um Christian kümmerte. Wanda setzt sich auf einen Stuhl. Langsam lässt die Spannung nach und ein erlösendes Weinen lässt ihre Muskeln entspannen. Nach einer Weile kehrt Wanda wie aus einer Ohnmacht zurück ins Hier und Jetzt.

„Tief einatmen, ja das hilft. Sie haben einen leichten Schock erlitten. Ganz ruhig“, wohltuend hört sie die Stimme von Schwester Anja.

„Soll ich Ihnen etwas zum Essen besorgen?“

Schwester Anja bringt Tee und eine Scheibe Brot mit Käse.

„Sie können mich aber nun alleine lassen. Ich bin okay. Danke für alles, Schwester Anja.“

„Meine Gedanken begleiten ihn auf seinem Weg. Das habe ich ihm versprochen.“

Schwester Anja drückte die Hand von Wanda. „Er war ein Kind Gottes, so haben wir ihn immer gesehen.“ Mit diesen Worten und einem beruhigen Lächeln verlässt Schwester Anja das Zimmer.

Sie spürt, dass Wanda jetzt alleine sein will. Sr. Anja hat seit über vierzig Jahren ältere Menschen begleitet, ist ihnen nahe gewesen. Hat die Angehörigen oft getröstet, wenn Mutter oder Vater gestorben waren. Dabei hat sie eine Sensibilität entwickelt, die es ihr ermöglicht, in entscheidenden Situationen einfühlsam zu reagieren.

Wanda schiebt einen Stuhl in die Nähe des Sessels, um ihre Beine darauf zu legen. Sie setzt sich hin und schließt die Augen.

Was für ein Tag.

Es war das erste Mal gewesen, dass sie den Tod so nahe erlebt hatte. Jacob war im Krankenhaus gestorben und so hatte sie sein Sterben, sein Letztes auf dieser Welt, nicht erlebt. Er hatte mehrere Tage im Koma gelegen und sie war tagsüber und viele Nächte bei ihm gewesen. Sie hatte neben seinem Bett auf einem Sessel geschlafen. Die Ärzte hatten gesagt, sie solle nach Hause gehen und sich ausruhen. Eine Stunde nachdem sie gegangen war, war er dann gestorben. Vielleicht hatte er es so gewollt.

Vorhin hat sie dem Tod von Angesicht zu Angesicht gegenüber gestanden. Sie hatte ihn direkt erlebt. Nun empfand sie das Sterben anders.

Plötzlich glaubt sie ein Geräusch zu hören. Sie öffnete die Augen. Vor ihr steht Wendelin und nimmt sie ganz fest in seine Arme. Sie hat sein Klopfen nicht gehört.

„Wanda, soviel ist geschehen, seit wir uns verabschiedeten. Und doch sind erst weniger als hundert Minuten vergangen.“

„Oh Wendelin, ich hatte mir vorhin so gewünscht, dass du kommst.“

Wanda setzte sich auf die Couch und Wendelin nimmt im Sessel, ihr gegenüber Platz.

„Wenn du nicht zu müde bist, würde ich gerne erfahren, wie und was alles geschehen ist.“

„Ich hole uns einen Wein?“

Wendelin nickt zustimmend.

Unbemerkt, wie selbstverständlich, waren sie zum Du übergegangen. „Auf Christian, dass er eine gute Reise hat.“

„Es ging alles sehr schnell. – Ich glaube, es war gut, dass ich bei ihm war. Er wollte nicht alleine sein.“

„Ich habe ihn kaum gekannt da ich ja noch nicht so lange hier bin. Er hatte eine Behinderung, wie ich hörte.“

„Er war ein ‚Kind Gottes’ wie Sr. Anja es nannte. Das ist wohl eine sehr passende Formulierung, denn er war ein fröhlicher Mensch.“

„Nun endet dieser erste gemeinsame Tag mit einem so traurigen Ereignis.“

„Es ist eigentlich nicht so traurig. Christian ist seiner Bestimmung entgegen gegangen. Wir beide sind uns näher gekommen. Lass’ es uns von dieser Seite sehen. Alles hat eine Bedeutung. – Es ist mir bestimmt gewesen, heute bei Christian zu sein, damit er nicht alleine war. Und das gibt mir ein gutes Gefühl. Es ist größer als Traurigkeit. Ich kann in seinem Tod sogar etwas wie Freude für ihn empfinden, Freude darüber, dass er sein Ziel erreicht hat. Er hat nun keine Angst mehr.“

„Welch ein Zufall, dass du die Treppe genommen hast und nicht den Lift. Wahrscheinlich hätte man ihn erst gefunden, als er schon tot war.“

„Ich glaube nicht an Zufälle. Damit kann ich nichts anfangen. Alles hat einen Sinn, alles unterliegt einer Bestimmung. Oder man kann auch sagen, es war eine meiner Aufgaben in diesem Leben, Christian beim Abschied zu begleiten. Ich habe ein so gutes Gefühl im Nachhinein, dass ich es sein durfte, die bei ihm war. Es gibt mir ein friedvolles, dankbares Gefühl.“

Sie schweigen beide.

Wanda ist plötzlich sehr müde. Sie hebt ihr Glas. „Wendelin, trinken wir auf diesen Augenblick, den wir gemeinsam erleben.“

Wendelin hebt sein Glas und leert es. Dann verabschiedet er sich. Es war ein erlebnisreicher Tag. Auch er spürt nun, nachdem er mit Wanda gesprochen hat, eine kaum zu unterdrückende Müdigkeit aufsteigen. Beide schlafen ganz bald ein. Jeder in seinem Zimmer und doch spüren beide die Nähe des anderen.

Im Traum geht Wanda durch einen langen, dunklen Tunnel. Sie sieht das Licht am Ende des Tunnels. Aber sie muss umkehren. Es ist nicht ihr Weg. Noch nicht. Sie läuft zurück, immer schneller. Plötzlich ist es kein Tunnel mehr. Es ist ihr Strand. Sie steht vor ihrem Haus in Fort Lauderdale. Die Türe ist angelehnt und sie geht hinein. Aus dem großen Spiegel im Eingang lächelt ihr eine junge Frau entgegen. Welcome at home.

Unruhig dreht sie sich im Bett. Sie schläft wieder ein. Sie träumt erneut. In einem Boot fährt sie durch eine enge, dunkle Schlucht zwischen zwei Felsen hindurch. Ein Jeep hält auf der anderen Seite der Felsen. Ein Mann kommt auf sie zu. Das offene Meer liegt vor ihr. Sie verlässt das Boot und geht über schwarzen Kies. Bis zu den Fußgelenken versinkt sie im Wasser. Sie schaut sich um. Einer der beiden Männer, die mit dem Jeep kamen, versinkt im schwarzen Kies. Nur noch sein Kopf schaut heraus. Sie hat Angst, läuft immer schneller bis sie einen steilen, grasbewachsenen Hang erreicht. Mühevoll zieht sie sich an den Grasbüscheln hoch. Oben ist eine Straße. Dort muss sie hin. Menschen in indischen Gewändern gehen lachend über diese Straße. Sie muss diese Straße erreichen. Dort kann sie leben. Nur nicht zurück, dort unten ist der Tod. Mühevoll versucht sie, sich die letzten Meter hoch zu ziehen. Doch die Grasbüschel reißen. Nun versucht sie rechts neben sich andere Grasbüschel zu fassen. Ihre Finger umklammern ein Stück Holz, das fest im Boden steckt. Es ist eine Wurzel. Sie hält sich daran fest. Es ist einfacher, seitwärts höher zu steigen. Noch einmal nimmt sie die verbleibenden Kräfte zusammen. Nur nicht nach unten schauen. Die Gedanken arbeiten fieberhaft. Hoch, ich muss hoch. Nur Zentimeter trennen sie vom Straßenrand. Ich muss dort oben einen Halt finden. Den Fuß zwischen Wurzel und Boden klemmen. Sie erwacht. Ihr Puls rast. Sie wäre so gerne dort oben angekommen!

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