Gerti Gabelt - Wanda und Wendelin

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Wanda erlebt als junges Mädchen die erste große Liebe fernab, von zu Hause. Sie wird schwanger, wodurch sich ihr Leben in eine unvorhergesehene Richtung verändert. Der Kontakt zum Vater ihres Kindes geht durch die enorme Entfernung verloren. Durch verzwickte Umstände wird ihr das Baby genommen. Ohne Mann und Kind, verloren und verzweifelt, wird eine Freundin zum Rettungsanker. Mit ihrer Hilfe findet sie langsam zurück ins Leben. Nach vielen Jahren und einer glücklichen Ehe mit Jacob, führt ihr Weg zu einer unerwarteten Begegnung mit dem Mann von damals, ihrer ersten Liebe, die sie nie vergessen hatte. Doch will Wendelin überhaupt noch etwas von ihr wissen, nachdem er erfahren hat, was damals geschehen ist? Eingebunden in Reiseerlebnisse durch das Naturparadies Süd Afrika erfährt Wanda eine bisher unbekannte Intensität der Liebe. Eigentlich hatte sich Wanda ihren Aufenthalt im Seniorenheim geruhsam und entspannend gedacht. Doch dann wird wieder alles anders, wie es immer in ihrem Leben geschehen ist. – Gerti Gabelt ist Psychologin und hatte über viele Jahre ihre eigene Praxis. Mehrere Jahre lebte sie in Australien und war später bei UNHCR in Bonn beschäftigt. Als freie Mitarbeiterin beim Katholischen Bildungswerk leitete sie Seminare und Entspannungskurse und Diskussionen über Lebensthemen. Nachdem sie den Wellen des Tsunami entkommen war, schrieb sie ihr Erlebnis und ihre Rettung in »Tsunami erlebt – überlebt«.

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„Das klingt ja wie im Märchen. Dazu kommt, dass Ihre Art zu erzählen das Gefühl vermittelt, man sei gerade auf einer Rundreise durch Ihr Land. Aber nun würde ich gerne wissen, was Sie zurück nach Deutschland gebracht hat?“

„Ich weiß es nun nicht mehr so genau. Vielleicht glaubte ich, hier noch Wurzeln zu finden, wollte dem Ursprung meiner Familie hinterher laufen. Nun, das Interesse ist inzwischen auf einem Nullpunkt angelangt. Ich habe wohl einen Fehler gemacht. ‚Der Mensch muss zurück zu seinen Anfängen. Wo er geboren wurde, da sollte er sterben.’ Diesem Spruch glaubte ich folgen zu müssen. Inzwischen weiß ich, dass das alles Quatsch ist. Aber ich habe mich nun mal entschieden und bin gekommen. Nun muss ich hier bleiben und werde wohl hier sterben.“

„Ihre letzte Bemerkung kann ich nicht einordnen. Sie sollten es sich aussuchen, wo Sie sterben möchten. Und sie müssen auch nicht für immer bleiben. Sie sind ein freier Mensch, mit dem Recht, ihre Meinung jederzeit zu ändern. Vielleicht hilft ihnen der Ausspruch des ersten Bundeskanzlers von Deutschland, Konrad Adenauer. Als er von seinen Beratern darauf hingewiesen wurde, dass er seine Meinung vom Tag zuvor in eine gegenteilige Meinung am nächsten Tag verwandelte, antwortete der große, alte Herr: ‚Meine Herren, was kümmert mich mein Geschwätz von gestern.’ Ein Schmunzeln entspannte die Runde seiner Berater. Niemand konnte ihm widersprechen. Heute Nacht, wenn sie aufwachen, erinnern sie sich an dieses Beispiel. Dann sehen wir weiter, abgemacht?“

Nach einer kurzen Pause fragte Wendelin: „Aber nun zu Ihnen, liebe Wanda. Sie haben nicht immer hier gelebt. Ihr zauberhafter Akzent verrät mir, dass Sie aus einem anderen Land, vielleicht sogar Kontinent, kommen. Ich möchte gerne erfahren, warum Sie zurück sind?“ „Um wieder wegzugehen, wenn mein Bauch mir sagt, dass Weggehen das Richtigere ist. – Wissen Sie, ich bin in Bonn geboren. Mit meinem Mann habe ich später in der Nähe von Miami, in Fort Lauderdale, gewohnt. Ich kenne das Gefühl des ewigen Sommers. Mit Jacob bin ich sehr viel durch Europa gereist. Ich habe diesen Kontinent gemocht. Vielleicht auch wegen der Gegensätze zu Florida. Vor allem haben mich die historischen Städte der griechischen und römischen Kultur interessiert. Jacob hatte es immer so eingerichtet, dass wir während der Sommermonate in London, Paris oder München waren. Athen oder Rom besuchten wir dann von unserem jeweiligen Sommerdomizil aus. Im November sind wir meist zurück nach Florida gegangen, so dass wir Weihnachten in der Sonne erleben konnten. Ich bin nach hier gekommen, um alte Bekannte und Freunde aufzusuchen. Ich betrachte diese Einrichtung als Hotel, das ich verlassen kann, wann immer ich es möchte. In ein Hotel gehe ich nicht zum Sterben. Wobei ich, wie schon erwähnt, die Vorzüge des kompletten Versorgt-Seins ganz bewusst in meine Wahl einbezogen habe.“

„Weibliche Logik, die ich bisher vergeblich zu erlernen versucht habe. Ich, als Mann, werde also vergeblich danach streben, sie mir anzueignen.“

„Schauen wir uns doch dieses alles in der Gesamtheit an. Alles Geschehen, jede Aktion, zieht eine Reaktion nach sich. Alles bedingt einander.

Man könnte das auf eine erotische Studie ausweiten. Aber das machen wir beim nächsten Mal – Wendelin, stellen Sie sich vor, ich bin eine gute Fee und sie haben drei Wünsche frei. Was wären ihre Wünsche?“

„Dass Sie sich wünschen, mit mir nach Australia zu reisen. Und nicht nur, um die Orte der Austragung der Olympischen Spiele zu sehen.“

Spontan war dieser Wunsch ausgesprochen.

„Das war nur e i n Wunsch. Sie haben noch zwei offen.“

„Hm, ja, und ich soll nun an ihre Zauberkraft glauben. Ich spreche einen Wunsch aus, und Sie erfüllen ihn?“

„Meine Möglichkeiten haben Grenzen. Innerhalb dieser Grenzen befinden wir uns in einem Areal, in dem wir einiges bewirken können. Wir benutzen dazu Energien und die Signale aus dem Unbewussten, aus dem Bauch, wenn Sie so wollen. Dann geschehen Dinge, die unsere Vorfahren mit ‚Berge versetzen’ bezeichneten. Auch das basiert auf der, vielleicht weiblichen, Logik.“

„Also, wenn ich Sie richtig verstanden habe, sagen Sie damit, dass ich mir selber den Wunsch oder die Wünsche erfüllen muss.“

„Ich darf Sie noch mal darauf hinweisen, lieber Wendelin, dass Sie überhaupt nichts müssen. Sie können und sie dürfen. Aber Sie müssen nicht. Meine Aufgabe als Fee sehe ich darin, Ihnen bei der Erfüllung Ihrer Wünsche behilflich sein zu dürfen, indem ich versuche, mit Ihnen gemeinsam herauszufinden, was Sie wirklich wollen und Sie zum Beispiel am Anfang begleite. Später können Sie dann alleine gehen.“

„Dass ich noch so viel zu lernen habe, ist mir bisher nicht bewusst gewesen. Nun habe ich ihre Rolle übernommen, indem ich neugierig und sehr interessiert bin an Ihrem Leben.“

„Ich habe eine Idee. Sie überlegen sich zwei Wünsche für unsere nächste Begegnung. Dann sehen wir weiter. Abgemacht?“

„Abgemacht!“

Wanda war etwas müde, heute will sie nicht über ihr Leben reden. Geschickt bringt sie das Gespräch auf die Bundeskunsthalle, wo die unterschiedlichen Ausstellung zu sehen sind.

Während der Heimfahrt reden Wanda und Wendelin wenig miteinander. Kurz vor der letzen Biegung, vor der Senioren Residenz, von wo aus die Straße nicht einsehbar ist, verlässt Wanda das Auto. Sie will den letzten Rest des Weges laufen. Ein wenig frische Luft tut ihr gut. Und beide wollen ihre Freundschaft in der Privatsphäre eingebettet wissen. Vorerst jedenfalls. Wanda entscheidet sich, wie meistens, die Treppen zu nehmen. Bis zur ersten Etage schafft sie die Stufen mühelos. Außerdem hält das Treppensteigen sie fit. Das Klappern des Geschirrs sagt ihr, dass das Essen noch nicht begonnen hat. Es wird aufgetragen. Sie ist also noch pünktlich.

CHRISTIAN

Die Hälfte der Stufen hat sie hinter sich und plötzlich hört sie ungewohnte Laute, ein Wimmern. Jemand weint, röchelt. Das kommt von der oberen Treppe, die zur zweiten Etage führt. So schnell es geht steigt sie weiter die nächsten Stufen hoch. Nun sieht sie eine Gestalt am dem Boden liegen.

Es ist Christian. Er lebt seit achtzehn Jahren hier. Von der Schwester hatte Wanda erfahren, dass Christian bei der Geburt eine irreparable Schädigung des Gehirns davongetragen hatte.

Seine Mutter hatte ihn sehr geliebt und vor ihrem Tode mit Schwester Anja die Vereinbarung getroffen, den nächsten Platz für ihren Sohn zu reservieren. Das war vor achtzehn Jahren geschehen. In einer Behinderten Werkstatt hatte er einige handwerkliche Fähigkeiten erworben, die er hier anwenden konnte. Er half in der Waschküche, ordnete im Keller die Regale und beim Service in der Küche. Alle mochten ihn. Er war hilfsbereit und fröhlich und dankbar für ein gutes Wort. Zigaretten liebte er. Für seine kleinen Dienste wurde er mit seiner „Lieblingsnahrung Schokolade“ von den Bewohnern entlohnt. So hatte er seine feste Position im Seniorenheim.

Endlich erreicht sie ihn. Verzweifelt versucht Christian mit einer Hand nach einem Halt zu greifen. Atemlos kniet Wanda neben Christian nieder, nimmt seine Hand in ihre und hält sie ganz fest.

Spontan wird ihr bewusst, dass hier ein Mensch, Christian, im Sterben liegt und Hilfe braucht. Was kann sie tun? Verzweifelt sucht sie jemanden, der sich um ihn kümmern könnte. Niemand ist da.

Das Wimmern von Christian, den sie nur durch wiederholte Begegnungen kennt, löst eine Aktivität in ihr aus und lässt sie unbewusst handeln.

„Christian, ich bin bei dir. Sei ganz ruhig. Alles wird gut.“ Sie streicht ihm übers Haar, das ihm in nassen Strähnen in die Stirn fällt. Dann streichelt sie auch über sein Gesicht. Mit angstgeweiteten Augen schaut Christian sie an. „Christian, ich bin ja da.“

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