Manfred Koch - Totgelacht

Здесь есть возможность читать онлайн «Manfred Koch - Totgelacht» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Totgelacht: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Totgelacht»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Manfred Kochs KrimiKillerKrimis sind Krimis, die Krimis killen. Kriminell schräge Geschichten für hartnäckige Krimifans, Krimi-Overkill-Geschädigte und Immer-schon-Krimi-Verächter. Ein mordsmäßig grimmiges Lesevergnügen, böser, satirischer, schwärzer, verrückter, witziger, frecher und intelligenter, als es die Kriminalpolizei erlaubt.

Totgelacht — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Totgelacht», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Hinterher hat es mir auch ziemlich leidgetan, völlig überzogene Reaktion, habe ich gedacht, absolut unnötig und übertrieben. Aber so bin ich nun einmal: Wenn man mich über den Tisch ziehen will, raste ich aus. Normalerweise gibt’s nur ein paar Ohrfeigen oder Faustschläge auf die Nase und dann ist es auch schon wieder vorbei, aber dieses Mal habe ich halt blöderweise gerade den Spaten in der Hand gehabt und das war natürlich ein ausgesprochenes Pech für Fritz, dumm gelaufen, richtig dumm gelaufen.

Ich habe ihn gleich an Ort und Stelle vergraben und dabei war der Spaten dann doch wieder äußerst nützlich. Der Platz ist nur ein paar Meter vom Geldversteck entfernt. Da liegt er gut, habe ich gedacht, weil wo man das Geld nicht entdeckt, findet man die Leiche auch nicht. Aber, soviel ich weiß, hat man den Fritz überhaupt nicht gesucht, obwohl ihn seine Frau gleich bei der Polizei als abgängig gemeldet hat. Und seither hält sich aus irgendeinem Grund hartnäckig das Gerücht, dass er bei Nacht und Nebel abgehauen ist und unter falschem Namen im Ausland lebt. Wenn man seine Frau kennt, kann man sich das gut vorstellen, heißt es.

Was mir inzwischen allerdings ein bisschen Sorge macht, das ist der Geruch. Die Leiche liegt zwar fast zwei Meter tief im Waldboden und lange Zeit war wirklich nichts zu bemerken, irgendwas hat wohl die Zersetzung des Körpers verzögert oder die Erdschicht war dick genug, um keinen Geruch durchzulassen, was weiß ich, aber als ich neulich dort gewesen bin, ist es mir so vorgekommen, als würde nun doch ein leichter Verwesungsgestank in der Luft liegen. Ich kann mich natürlich täuschen, jedoch allein die Vorstellung, dass zum Beispiel der Hund eines Försters Witterung aufnimmt, losdüst, die Stelle findet, wie verrückt zu buddeln anfängt und damit eine Riesenpolizeiaktion auslöst, bei der sie dann die ganze Gegend umgraben und natürlich nicht nur die Leiche entdecken, sondern auch mein Geld, also allein diese Vorstellung bereitet mir seit Wochen schlaflose Nächte.

Ja, mein Lieber, das ist eben der feine Unterschied zwischen einem Bankraub und einem Mord: Geld stinkt nicht, ein Toter schon. Kleiner Scherz zwischendurch, das kennst du ja nun schon. Immer für einen Spaß zu haben, dein Superonkel, nicht wahr?

Gut, um auf den Punkt zu kommen, ich fürchte, das mit der Leiche könnte ein Problem werden, und deshalb musst du mir jetzt helfen, dieses Problem zu beseitigen. Das ist wirklich das Einzige, worum ich dich bitte, sozusagen als kleine Gegenleistung für eine große Menge Geld, in Ordnung? Wird auch ganz leicht, du wirst sehen. Wenn wir uns bei der Arbeit abwechseln, haben wir den Fritz in einer halben Stunde ausgegraben, dann teilen wir seine Überreste in ein paar Plastiksäcke auf und die lassen wir später im Moor hinter dem Wald verschwinden, fertig. Alles klar? Also, für den Haufen Geld, den du von mir geschenkt bekommst, würde ich zehn Leichen entsorgen, wenn ich du wäre.

Denk dran, in ein paar Stunden hast du’s überstanden und kannst deine Sorgen vergessen. Und ich leg sogar noch was drauf, ist schließlich mehr als genug da, wie gesagt, der Fritz hat sich ja nichts mehr unter den Nagel reißen können. Also ich schlage vor, noch einmal dieselbe Summe für deine kleine, kranke Schwester, die ist nämlich bestimmt die Nächste, die eine teure Operation braucht, und sag jetzt bloß nicht, dass du keine kleine, kranke Schwester hast, natürlich hast du eine kleine, kranke Schwester, einer wie du hat immer eine kleine, kranke Schwester, also lüg mich nicht an, sonst werde ich richtig sauer, und was passiert, wenn ich richtig sauer werde, weißt du ja.

Jetzt bist du sprachlos, was? So eine Großzügigkeit hättest du dir von mir nicht erwartet, wie? Ja, dein Superonkel hat halt ein gutes Herz, und wenn man ihn nett bittet, kann man alles von ihm haben. Ist eine Schwäche von mir, ich weiß. Ist aber auch die einzige, abgesehen von meinen schlechten Ohren. Die hindern mich nämlich nicht daran zu erkennen, ob es jemand ehrlich meint oder mich für dumm verkaufen will, bloß weil ich alt bin. Aber bei dir habe ich ein richtig gutes Gefühl, bist ein anständiger Kerl, dein Vater kann stolz auf dich sein. Und die Geschichte mit dem toten Fritz wirst du mir nichts, dir nichts verkraften, jede Wette. Gut, der Geruch wird dir vielleicht noch eine Zeit lang in der Nase bleiben, aber sonst wird dich bald nichts mehr an ihn erinnern.

Fein, dann haben wir ja alles besprochen und es kann losgehen. Ich schlage vor, wir treffen uns, sagen wir, in eineinhalb Stunden, du bringst ein paar Plastiksäcke mit und einen Koffer für dein Geld und ich werde meine Taschenlampe aus dem Keller holen. Und natürlich den Spaten. Der Spaten ist wichtig. Ohne den Spaten geht gar nichts.

Wunderbar. Endlich lerne ich dich kennen, ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr ich mich drauf freue. Der Superonkel und sein Superneffe, großartig wird das, toll, ganz unheimlich toll, ja, wirklich ganz, ganz unheimlich.

Dann also bis gleich auf dem Parkplatz drei Kilometer nach der Autobahnabfahrt West –

Hallo? Tobias? Hörst du mich? Hallo? Was ist denn? Haaallooo!

Aufgelegt. Na, endlich. War auch höchste Zeit. Ich hab schon gedacht, der Typ kapiert es nie. Schon der Vierte in dieser Woche, aber so schwer von Begriff wie er war bis jetzt noch keiner. Noch ein bisschen länger und ich hätte tatsächlich nicht mehr gewusst, was ich ihm erzählen soll. Aber gut, ich bin sicher, der ruft nie wieder an.

So, Fritz, alter Freund, jetzt lass uns weiter Schach spielen. Wer ist am Zug?

G`schichten aus dem Killerwald

EIN MÖRDERNATURKÜRZESTKRIMI

Okay, junger Mann, jetzt hören Sie mir einmal gut zu. Wie lang sind Sie schon bei unserer Zeitung beschäftigt? Ein halbes Jahr, na, immerhin. Da sind Sie ja genau genommen kein blutiger Anfänger mehr. Aber ich muss Ihnen leider sagen, Ihnen fehlt immer noch etwas ganz Entscheidendes, das zum Handwerk eines jeden knallharten Journalisten einfach dazugehört, nämlich das Gespür dafür, dass auch in der banalsten Meldung eine richtig gute Story stecken kann.

Was Sie da zum Beispiel in der gestrigen Ausgabe geschrieben haben: Überschrift: Frau von Baum erschlagen . Und dann zehn lapidare Zeilen über die Tatsache, dass eine 85-jährige Rentnerin beim Spazierengehen im Wienerwald von einer umstürzenden Eiche auf den Kopf getroffen und getötet worden ist. Und dass die alleinstehende Frau niemandem abgegangen ist, weshalb Forstarbeiter erst nach vier Tagen zufällig ihre Leiche gefunden haben. Punkt. Mehr nicht.

Also bitte, das kann ja wohl nicht alles gewesen sein! Das ist doch Material für eine ganz große Geschichte! Damit meine ich jetzt aber nicht das sicher sehr traurige Schicksal dieser alten Frau, das interessiert niemanden und unsere Leser am allerwenigsten. Nein, ich meine den Baum. Die Totschlägereiche. Das Killergehölz. Da muss man nachbohren und schauen, welche Abgründe hinter der Rinde zum Vorschein kommen. Ein Baum wird ja nicht aus heiterem Himmel zum Mörder und erschlägt einfach so eine alte Frau, die ihm kein Zweiglein gekrümmt hat. Aber das bedeutet natürlich harte journalistische Arbeit. Nämlich recherchieren, recherchieren und noch einmal recherchieren!

Also, gehen Sie in den Wald, junger Mann, reden Sie mit den Nachbarn des Täters, mit seinen Freunden, Bekannten, Verwandten. Irgendwas muss denen ja schon früher aufgefallen sein. Abnorme Triebe beispielsweise oder ein aggressives Bedürfnis, immer größer, schöner und stärker als alle anderen sein zu wollen. Erforschen Sie seine Herkunft, dröseln Sie seinen ganzen Stammbaum auf, mit sämtlichen Verästelungen und Verzweigungen, vielleicht findet sich ja unter seinen Vorfahren bereits die eine oder andere verkrüppelte Existenz, möglicherweise sogar eine echte deutsche Eiche mit mörderischer Vergangenheit, das wäre dann natürlich der absolute Hit. Und lassen Sie sich durch das sogenannte Schweigen im Walde auf gar keinen Fall abschütteln, es gibt bekanntlich immer einen, der sich kein Blatt vor den Mund nimmt und sich einen Ast lacht, wenn seine Enthüllungen dann ein kräftiges Rauschen im Blätterwald hervorrufen.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Totgelacht»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Totgelacht» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Totgelacht»

Обсуждение, отзывы о книге «Totgelacht» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x