Manfred Koch - Totgelacht
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Sie sind also … du … du bist also – ist doch in Ordnung, wenn ich dich duze, schließlich sind wir ja miteinander verwandt, wenn ich das richtig verstanden habe – du bist also der kleine Tobi, aus dem der große Tobias geworden ist, der sich heute ganz plötzlich einfach so gedacht hat, dass es doch eine nette Idee wäre, einmal seinen lieben, alten Onkel anzurufen und ihn zu fragen, wie es ihm geht. Ja, was sagt man denn dazu? Also ich halte das nicht nur für eine nette Idee von dir, nein, ich finde das sogar ausgesprochen reizend, um nicht zu sagen, hinreißend. Ganz entzückt bin ich davon, wirklich, das darfst du mir ruhig glauben. Weil, unter uns gesagt, so oft kommt es ja nicht mehr vor, dass mich jemand anruft, eigentlich so gut wie überhaupt nicht. So ist das halt, wenn man alt wird, die Menschen um einen herum vergessen einen oder sterben, die Anrufe werden immer weniger und irgendwann klingelt das Telefon dann gar nicht mehr, nun ja, wozu auch, wenn man ohnehin fast nichts mehr hört.
Nein, entschuldige, ich bin doch wirklich unmöglich! Labere dir die Ohren voll mit meinem Altmännergejammere, das niemanden interessiert, am allerwenigsten einen jungen Menschen wie dich, also wirklich, eine Schande ist das. Du hast dir das Gespräch mit deinem Superonkel sicher anders vorgestellt, was? Also sag schon, was kann ich für dich tun?
Wie bitte? Wie’s mir geht? Ich verstehe die Frage nicht. Das haben wir doch gerade eben ausführlich besprochen. Ach so, finanziell meinst du. Ja, finanziell geht’s mir gut, sogar sehr gut, soviel ich weiß, und ich muss es ja wissen, nicht wahr? Wer, wenn nicht ich, oder? Kleiner Scherz zwischendurch, sonst glaubst du noch, dein Onkel würde dauernd nur jammern. Aber jetzt im Ernst, mir geht’s wirklich gut. Kannst Onkel Dagobert zu mir sagen, wenn du verstehst, was ich meine. Also eigentlich möchte ich ja nicht, dass es irgendjemand weiß, aber wenn du mir versprichst, dass es unter uns bleibt, dann verrate ich dir etwas: Es ist immer noch genug da von dem Geld. Irgendwie habe ich sogar das Gefühl, dass es einfach nicht weniger wird, manchmal wundere ich mich selber darüber, aber gut, in meinem Alter braucht man ja auch nicht mehr so viel. Um mich muss man sich also keine Sorgen machen. Nur bitte kein Wort darüber zu irgendwem, ich verlass mich drauf, klar?
Ich bin übrigens grundsätzlich der Meinung, dass das Finanzielle von den Leuten völlig überbewertet wird. Manche reden ja nur noch darüber, als würde das Glück ihres Lebens davon abhängen, dabei gibt es nichts Banaleres als Geld. Ein echtes Armutszeugnis, wenn die Leute keinen anderen Gesprächsstoff mehr haben. Über Geld spricht man nicht, das hat man oder man hat es nicht, basta.
Aber nicht, dass du jetzt glaubst, es wäre mir in den Schoß gefallen, nein, nein, ganz im Gegenteil, ich habe mich dafür ganz schön ins Zeug legen müssen, volles Risiko und so. Und es hätte ja auch schiefgehen können, Köpfchen allein genügt nämlich nicht, da muss schon auch noch das Glück ein bisschen mitspielen, damit es klappt. Aber dann den Erfolg an die große Glocke hängen und mächtig damit angeben, das wäre wohl das Dümmste gewesen, das ich hätte machen können. Wie gesagt, was du hast, geht keinen etwas an, erstens, weil du es sonst schneller wieder los bist, als dir lieb ist, die Konkurrenz schläft nämlich nicht und die Neider lauern an allen Ecken, und zweitens, weil es im Leben eben wichtigere Dinge gibt als Geld.
Hallo? Was? Was ist mit dir und dem Glück? Du hast in deinem Leben bis jetzt noch keins gehabt, habe ich dich richtig verstanden? Ja, das tut mir natürlich leid für dich, sehr, sehr leid tut mir das. Immer noch ständig krank wie damals, als du ein kleiner Bub warst? Der blasse, schwarz gelockte – wie? … Rote Locken hast du gesagt, richtig – also der blasse, rot gelockte Tobi, der auf meinen Knien gesessen ist? Ja? Hab ich mir’s doch gleich gedacht, du hörst dich nämlich gar nicht gut an, weißt du. Deine Stimme klingt so schwach, und jetzt musst du dich auch noch anstrengen und ganz laut mit mir sprechen, damit ich dich verstehen kann, das muss ja schrecklich mühsam für dich sein, entschuldige vielmals. Kann ich dir irgendwie helfen? Brauchst du was? Egal, was es auch ist, sag’s mir bitte.
Wie? Das Einzige, was dir noch helfen kann, ist eine komplizierte Operation, sagt dein Arzt? Also, wenn der das sagt, dann wird es wohl stimmen. Weißt du, ich kenne mich ja in medizinischen Dingen nicht aus, da bin ich für dich leider der absolut falsche Gesprächspartner, ich will auch gar keine Details hören, schon gar nicht über solche Sachen wie Organtransplantationen, nein, bitte verschone mich damit, so was ist mir immer irgendwie unheimlich, wenn ich ehrlich bin, obwohl es ja heißt, dass sie unglaubliche Fortschritte machen in der Medizin, speziell in der Chirurgie, jeden Tag ein neues Wunder, was man so mitkriegt. Also wenn du unbedingt meine völlig unmaßgebliche Meinung dazu hören willst, dann kann ich dir nur raten, ab auf den Operationstisch und viel Glück.
Ich verstehe, das ist natürlich unangenehm. Was heißt unangenehm, schlimm ist das, eine Frechheit, eigentlich ein Skandal! Da gibt es eine Operation, die dich retten könnte, aber nur, wenn du sie selber bezahlst, und wenn du das Geld nicht aufbringen kannst, Pech gehabt, unglaublich ist das, wirklich unfassbar! Geld, Geld, Geld, um nichts anderes geht es, da sieht man wieder, wie weit es mit der Menschheit schon gekommen ist. Ich kann nur wiederholen, die Leute wissen einfach nicht mehr, dass es im Leben wichtigere Dinge gibt als Geld. Es ist wirklich zum Verzweifeln. Um welche Summe dreht es sich denn überhaupt? So eine Operation kann doch nicht die Welt kosten.
So viel! Damit habe ich jetzt allerdings nicht gerechnet, das ist ja ein Irrsinn. Mein Gott, diese Ärzte, was für ein geldgieriges Pack! Von wegen Menschlichkeit und Nächstenliebe, dass ich nicht lache. Wissen genau, dass wir von ihnen abhängig sind, und das nutzen sie schamlos aus. Was für ein Glück, dass ich keinen Doktor nötig habe, hin und wieder zum Zahnarzt, ja, aber sonst gesund und fit wie ein Jüngling, jeden Tag fünf Kilometer laufen, Hanteltraining und eine Stunde am Sandsack zahlen sich halt doch aus, und das bisschen Schwerhörigkeit, was soll’s. Ich hoffe nur, dass ich eines Tages einfach tot umfalle, und zwar ohne dass ich vorher gezwungen bin, mein Geld jahrelang irgendwelchen Medizinmännern in den Rachen zu schmeißen. Keinen Cent vergönne ich dieser Saubande, keinen einzigen Cent.
Ist ja gut, jetzt beruhige dich wieder, ich hab schon verstanden, dass ich deine letzte Hoffnung bin, du musst es mir nicht noch hundertmal erklären. Lass dich operieren, um alles andere kümmere ich mich, die sollen mir einfach die Rechnung schicken, in Ordnung?
Nein, das glaube ich jetzt nicht. Vor der Operation bar auf die Hand? Das ist ja wie bei der Mafia! Die reinsten Erpressermethoden sind das, unfassbar, Korruption, wohin man schaut, Zustände wie in einem drittklassigen Gangsterfilm – und unsereins ist dagegen völlig machtlos. Am liebsten würde ich diese Verbrecher anzeigen, damit ihnen die Polizei ihr dreckiges Handwerk ein für alle Mal legt. Besser nicht, meinst du? Verstehe, es geht schließlich um dein Leben. Also gut, wenn die das so von dir verlangen, kriegst du natürlich Bargeld von mir, abgezählt und in kleinen, gebrauchten Scheinen, wie gewünscht, alles klar. Da wird ein schöner Haufen dicker Geldbündel zusammenkommen, kann ich dir sagen, also bring eine Einkaufstüte mit oder noch besser einen Koffer. Bar auf die Hand, wirklich, ich fasse es nicht.
Selbstverständlich geschenkt. Dass du es mir nie zurückzahlen können wirst, weiß ich doch, bin ja nicht blöd. Hauptsache, du wirst gesund, dann ist das Geld wenigstens für etwas gut, würde sonst ohnehin nur irgendwann verschimmeln. Ja, verschimmeln, du hast schon richtig gehört. Machen wir uns nichts vor, keiner ist unsterblich, viel Zeit bleibt mir höchstwahrscheinlich auch nicht mehr und dann verfaulen wir alle beide in der Erde, ich und mein Geld.
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