Geschichten, die das Landesmuseum schrieb

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In zahlreichen Besuchen suchte François Loeb über Monate Ordentliches und Ausserordentliches, Bekanntes und Unbekanntes, Verstecktes und Offensichtliches aus den Schätzen des Schweizerischen Landesmuseums. Ausgehend von diesen Fundstücken webt er mit Sachverstand und Fantasie kurze Geschichten. Eine hervorragende Zusammenstellung, auch zur Vorbereitung des Besuchs dieses einmaligen Museums, das zum Verständnis der Schweiz beiträgt!

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hätte die swissair nicht ihre löffel abgegeben, flöge sie noch heute!

Alte Schachtel Alte Schachtel ruft mit lauter aber glasklarer Stimme der - фото 10

Alte Schachtel

«Alte Schachtel!», ruft mit lauter, aber glasklarer Stimme der Knabe, der seiner Mutter entwischt ist und jetzt ganz aufgeregt zu ihr zurückeilt. Eine grauhaarige, sorgfältig ondulierte Dame versucht, mit dem Bengel Schritt zu halten, kommt jedoch ausser Atem. Die Mutter fängt den Knaben in ihren Armen auf. Schutz suchend schmiegt er sich an sie.

Jetzt erreicht auch die Dame die Mutter, baut sich drohend vor ihr auf, und schon erfüllt ihre Stimme pikiert den Museumsraum, sodass sich zahllose Besucher umdrehen, um zu sehen, was sich dort abspielt.

«Unverschämt ist das, mich als alte Schachtel zu schmähen! Ein Rotzjunge ist das! Und ich bin doch erst vierundachtzig!» Die Mutter weicht bei der Entladung zurück. Besonders beim Wort «Rotz», denn da versprüht die Aufgebrachte Speichel durch die Zähne, als sei sie ein wütendes, sich verteidigendes Lama.

«Er hat es bestimmt nicht böse gemeint», erwidert die Mutter, die Arme noch immer schützend um ihren Sohn gelegt.

«Ein anständiges Kind ist er. Ich erziehe ihn gut, verbiete ihm Schimpfworte …, weiss nicht, was für ein Teufelchen in ihn gefahren ist. Darf ich mich in aller Form bei Ihnen entschuldigen?»

«Das genügt nicht», bemerkt die alte Frau weiterhin zischelnd. «Ich will die Strafe sehen. Zumindest eins hinter die Ohren hat der Bengel verdient, oder ziehen Sie ihm die Ohren lang!»

Der Knabe beginnt zu weinen und versteckt sein Gesicht an der Mutter Schulter.

«Los, wird’s bald!», beharrt die Frau auf ihrem Standpunkt, während das «sch» ihrem Adressaten erneut Speichelstreifen entgegenschleudert. «Die Erziehungsmethoden werden immer lascher. Strenger sollten die Sitten wieder sein. Man sieht ja, wohin die Milde führt: Drogen, Diebstahl, Überfälle auf Wehrlose wie mich – Schimpfworte, die uns gestandenen Bürgern an den Kopf geworfen werden …»

Da befreit sich der Junge mit einem Sprung aus der Umarmung seiner Mutter, zieht an ihrer Hand und bemerkt mit seiner hellen Glockenstimme:

«Komm mit, ich zeige dir die alte Schachtel!»

Wütend entfährt es der alten Dame: «Sehen Sie, sogar die Beleidigung wiederholen! Unverschämtheit sondergleichen! Werde mich gleich bei der Museumsleitung beschweren gehen!»

Inzwischen hat der Bub die Mama zu einem Schaukasten gezogen, in dem ein zusammengeschrumpfter brauner Gegenstand neben Pfeilspitzen liegt. Die Beschriftung lautet: «Alte Schachtel. Fundort auf einem Gletscher in der Nähe der Lenk 4500–1600 Jahre v. Chr. Geburt …»

also schachteln mag ich nicht im geringsten. ob alt oder jung, schachtel bleibt schachtel.

Unspunnen Wo ist der Stein Hab so viel davon vernommen Kann ich ihn - фото 11

Unspunnen

«Wo ist der Stein? Hab so viel davon vernommen! Kann ich ihn anfassen? Werfen? Bin stark!»

Das Muskelpaket, das vor mir steht und mich durch seine Statur beeindruckt – ich bin eine Aufsicht hier im Schweizerischen Landesmuseum und drehe aufmerksamen Auges meine Runden – macht mir Angst. Ich möchte mich nicht mit dem athletischen Burschen anlegen, doch wie soll ich, ohne seine Wut zu entfachen, ihm mitteilen, dass sich kein Unspunnenstein in unserem Museum befindet, obwohl hier sein richtiger Platz wäre? Ja, dieser über achtzig Kilogramm schwere Stein, der vom Rekordhalter am Unspunnenfest fast fünf Meter weit gestossen wurde, hat sich trotz seines Gewichts verflüchtigt.

1805 wurde das erste Unspunnenfest bei Interlaken nahe der Burgruine gleichen Namens erstmals durchgeführt und dann alle vier Jahre. Höhepunkt dieses Älpler- und Sennenfestes war das Werfen dieses so schweren Brockens. So viel ist mir bekannt.

«Los, los, sagen Sie mir, wo ich den Stein finden kann! Selbst wenn er hier nicht zu werfen ist. Ich will ihn nur begutachten. Und obwohl nicht aus der Gegend, am nächsten Fest über fünf Meter stossen!»

Das traue ich dem Kerl durchaus zu. Selten habe ich so viel wohltrainierte Muskeln an einem Menschen erblickt. Jetzt lässt er sie gar spielen, spannt seinen Bizeps an, und ich greife beinahe unbewusst an mein Alarmgerät, um Hilfe durch meine Kollegen zu mobilisieren. Wie nur soll ich ihm klar machen, dass ich ihn nicht zu seinem Wunschziel führen kann! Tausend Lösungen scannen in Überschallgeschwindigkeit von links nach rechts mein Gehirn. Doch kein Gedanke befriedigt mich. Also heisst es: auf Zeit spielen, ablenken, Geschichten erzählen! Darauf wurde ich schliesslich für die Führungen, die ich so gerne leite, trainiert.

Und so beginne ich, in der Hoffnung, das Muskelpaket abzulenken und abzuregen, mit meinen Ausführungen: «Wissen Sie, Wurfwettbewerbe waren in der Schweiz seit alters her sehr beliebt. Zwar hat Wilhelm Tell mit einer Armbrust den Apfel von seines Sohnes Kopf geschossen, doch eine Strategie der freiheitsliebenden Urschweizer, wenn sie von fremden Truppen angegriffen wurden, bestand darin, Felsbrocken von den Berghängen auf die Feinde im Tal zu befördern. Um für den Ernstfall gewappnet zu sein, so stelle ich es mir zumindest vor, gab es bestimmt, obwohl nirgends verbrieft, Wettkämpfe im Steinstossen. Logisch, oder nicht?»

Mein Gegenüber nickt leicht, mir seine Nackenmuskeln zeigend, die mich nicht nur beeindrucken, sondern mir eisige Angst die Wirbelsäule hinuntersenden. Also weiter erzählen und ihm die Wahrheit nahebringen:

«Diese Tradition hält sich bis heute. Immer noch auf der Wiese bei Interlaken. Die Geister der Ritter von der Burg Unspunnen müssen ihre wahre Freude daran haben. Doch ein Wermutstropfen, nein, eine ganze Flasche Wermut, zehntausend Tropfen oder mehr fielen in diese Spiele. Der Unspunnenstein wurde im Zuge der beispielhaften demokratischen Loslösung des Kantons Jura vom Kanton Bern im Jahre 2004 entwendet und blieb seither verschollen. So kann ich niemanden, auch Sie nicht, zu diesem einmaligen Relikt der Schweizergeschichte führen, so gerne ich dies auch täte, denn dieser Stein gehört zu uns ins Landesmuseum.

Wir würden ihn hegen und pflegen nach bestem Wissen und Gewissen. Ihn unseren Besuchern zeigen, nicht zuletzt als Zeuge einer einmaligen gewaltlosen Trennung zweier eidgenössischen Gebiete, die jetzt, trotz gelegentlich noch auftretender Spannungen, vertrauensvoll und im demokratischen Sinn unseres Landes zusammenarbeiten.»

Schweisstropfen haben sich auf meiner Stirn gebildet.

Gespannt und immer noch auf Schlimmes gefasst beobachte ich die Reaktion meines Redeschwalls auf den Fragesteller.

Doch sein Gesicht entspannt sich, die Muskeln werden merklich weicher. Seine knappe Antwort:

Burg Unspunnen Nun denn ich werde auf die Suche gehen und bringe den - фото 12

Burg Unspunnen.

«Nun denn, ich werde auf die Suche gehen und bringe den Unspunnenstein dorthin, wo er hingehört.»

Darauf kehrt er auf den Absätzen um.

Seitdem warte ich, ohne meinen Vorgesetzten von dieser Begegnung berichtet zu haben, auf den Muskelmann und male mir aus, wie er den Stein, ihn in nur einer Hand tragend, unserer Institution überbringt.

Entschuldigen Sie, aber träumen darf man wohl auf seinen Runden, seinen Wunschgedanken nachhängen. Und Träume sind nicht immer Schäume …

Aus dem «Nordbadischen Rasenkraftsport- und Tauziehverband»:

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