Geschichten, die das Landesmuseum schrieb

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In zahlreichen Besuchen suchte François Loeb über Monate Ordentliches und Ausserordentliches, Bekanntes und Unbekanntes, Verstecktes und Offensichtliches aus den Schätzen des Schweizerischen Landesmuseums. Ausgehend von diesen Fundstücken webt er mit Sachverstand und Fantasie kurze Geschichten. Eine hervorragende Zusammenstellung, auch zur Vorbereitung des Besuchs dieses einmaligen Museums, das zum Verständnis der Schweiz beiträgt!

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Und dennoch, der Erzähler machte mir keinen verlogenen Eindruck. Auch keinen blufferhaften. Ein ganz normaler Mensch, der mir sympathisch war. Aber so eine Geschichte? Nein, das konnte ich nicht glauben. Obwohl ich in meinem Leben bereits sehr viel erlebt hatte und niemand mich so mir nichts, dir nichts hinters Licht führen konnte.

Er musste mir meine Skepsis im Gesicht abgelesen haben, denn er holte mit beiden Armen weit aus und begann: «Es entspricht der Wahrheit, der vollen und ganzen Wahrheit, das kann ich beschwören. Und ich habe noch nie in meinem Leben einen Meineid geleistet. Es ist zwar schon lange her, und Zeitzeugen gibt es nur noch wenige. Es geschah 1939 anlässlich der legendären LANDI, der Schweizerischen Landesausstellung, die für das Selbstverständnis unseres Landes beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs von so grosser Bedeutung war.»

Jetzt schüttelte er heftig seinen Kopf, sodass eine einzelne Haarsträhne, die diesen halbwegs bedeckte, ihren Halt verlor und über seiner Stirn baumelte.

«Nein, nein, es ist nicht so, wie Sie vermuten. Es war keine Besucher-Beherbergungsnot, die das Landesmuseum in ein Hotel verwandelte.»

Der Erzähler musste ein Menschenkenner sein, ein Gedankenleser, denn genau das hatte ich gedacht, ohne es jedoch auszusprechen. Nun hing ich ihm noch mehr an den Lippen als zuvor und vertraute seinem Eid.

«Jeder Kanton hatte damals, schön der Reihe seines Eintritts in die Eidgenossenschaft nach, wie konnte es in unserem damals so ordnungsliebenden Land anders sein, einen Kantonaltag auszurichten, bei dem alle Stärken – unter bedachter Umgehung der Schwächen des jeweiligen schweizerischen Standes – der staunenden Bevölkerung von Zürich und deren Gästen vorgeführt wurden. So war denn bald einmal der Kanton Bern an der Reihe, voller Stolz seine Vorzüge zu präsentieren. Und da ein Berner ohne Bär nicht auskommt, hatten die Organisatoren beschlossen, ein lebendiges Exemplar ihres Wappentiers, aus dem berühmten Bärengraben stammend, im Umzug mitzuführen. Es standen damals keine Autobahnen zur Verfügung, und so war der behutsame Transport eines waschechten Bären, der anschliessend frisch und munter am Umzug teilnehmen sollte, keine Kleinigkeit. Denn für die Fahrt nach Zürich musste das Tier beruhigt, ja sediert werden, und ein sedierter Bär hätte die Kraft und Lebendigkeit des Kantons Bern niemals widerspiegeln können. Also musste der Bär am Vorabend des Umzugs gefahren werden.

Doch damit war nicht der Schwierigkeiten Schluss, denn der Zürcher Zoo weigerte sich, die Verantwortung für einen Berner Bären zu übernehmen, und gab, vermute ich, an, ausschliesslich auf Löwen, dem Zürcher Wappentier, spezialisiert zu sein. Da war guter Rat teuer.

In freundeidgenössischem Geist und nach endlosen Verhandlungen erklärte sich schliesslich das Landesmuseum bereit, dem Berner Bären eine seiner Waschküchen im Keller für seine eine, einzige Nacht in Zürich zur Verfügung zu stellen.

Unbekannt ist mir», fügte der Erzähler, während er seine Haarsträhne wieder zum Hinterkopf hin glättend in Ordnung brachte, mit einem über das ganze Gesicht leuchtenden Lächeln hinzu, «ob die Zürcher, um die Verpflegung des Bären sicherzustellen, vorübergehend für den einen Tag eine Rüeblisteuer eingeführt haben.»

huch, vor bären fürchte ich mich fürchterlich! aber ich bestimme leider nicht, da mache ich mich ganz klein …

Gras Früher da war die Welt noch im Lot Selbst das Gras konnte ich noch - фото 5

Gras

«Früher, da war die Welt noch im Lot. Selbst das Gras konnte ich noch wachsen hören. Ja, da staunst du?», sprach mein Grossvater vor Jahren zu mir. Jetzt bin ich selbst Grossvater und werde mir bald die Veredelung mit der Vorsilbe «Ur» verdient haben – falls das eine Adelung ist.

Vielleicht wird es eine Degradierung, schliesslich sind es die Grossväter, die Geschichten erzählen. Und was bleibt den Urgrossvätern übrig? Alles bereits erlebt, erzählt, berichtet.

Doch jetzt, da ich vor dieser Fotografie stehe, erinnere ich mich an meine eigene Kindheit vor beinahe hundert Jahren. Nein, ich will nicht übertreiben, es sind bloss zweiundneunzig. Ein Duft durchzieht meine Nase, meine Erinnerung – ich atme tief ein. Was für ein Glück umspült mich da!

Frühling. Noch kleine Schneereste auf der Wiese. Ich liege dort auf einer alten Pferdedecke, die ich in der Scheune entdeckt habe, und beobachte die Knospe einer Krokusblume, die ihre Blätter zur Sonne hin streckt und dann ganz zögerlich, als traue sie der blassen Scheibe am Himmel nicht, ihre Blüte um einen winzigen Spalt öffnet – und gleich wieder schliesst. Mag sein, sie wartet auf fruchtbarere Zeiten, denn die Insekten sind noch im Winterschlaf versunken oder der Kinderstube noch nicht entwachsen; es dauert noch, bis sie die Wunder der Wiese erforschen.

Und tatsächlich, wenn ich mich jetzt auf meiner Frühjahrswiese auf die Geräusche konzentriere, höre ich das Gras wachsen. Leise, behutsam. Ganz anders, als unser Sprachgebrauch es suggeriert. Denn wenn ich das Gras wachsen höre, bin ich weitab von allen Gerüchten, die wie aufdringliche Fliegen herumschwirren und unser Denken zu wilden, selten guten Spekulationen verleiten. Auf meiner Kindheitswiese höre ich die in den Himmel strebende Kraft, die zwar weiss, dass sie ihn nie erreichen wird, und dennoch unerschrocken ihren Kampf gegen die Schwerkraft unserer Existenz weiterführt.

Und schon liege ich in der Sommerwiese gebettet. Denn im Alter, das können meine Altersgenossen sicherlich bezeugen, vergeht die Zeit um so viel schneller, als würde ein überzogenes Uhrwerk im Rapidmodus scheppernd sich entladen. Die Gräser um mich sind gewachsen. Sie wiegen sich langsam im Wind und berühren einander sanft. Längst hat sich der Krokus wieder ins Erdreich zurückgezogen. Und ich geniesse auf der Pferdedecke meiner Fantasie die ersten Düfte des noch jungen Sommers. Ich lausche den summenden Liedern der Bienen und schaue den beflügelten Elfen zu, wie sie von Kelch zu Kelch eilen und ihre fruchtbringende Arbeit strebsam und mit Genuss erfüllen.

Heufuder bei Rueras 19201935 Das Gras wächst kaum mehr dafür ergibt es sich - фото 6

Heufuder bei Rueras 1920–1935.

Das Gras wächst kaum mehr, dafür ergibt es sich schwungvoll den Tänzen, zu denen es der Sommerwind lädt. Gewitterwolken verkünden köstliches Nass, doch der wütende Donner droht mit Verwüstung. So ist das Leben, denke ich und vernehme das Dengeln der Sense und die nahenden Schritte. Ich höre das «Schsch!» des Schnitters. Dann hält er wieder und wetzt. Ein herrlicher Klang! Allmählich steigt mir der Duft gefällten Grases in die Nase, so wie ich ihn aus Kindertagen kenne. Ich lausche dem Singen der Frauen und Kinder, die mit ihren Heugabeln das blutende Gras bewegen, und vernehme das Schnauben des Pferdes, das den Heuwagen zieht.

Da durchzieht ein Jubelschrei meine Wiese. Die Bäuerin mit ihrem grossen Henkelkorb ist da.

Dieser himmlische Duft!

Frisches Brot.

Käse.

Most.

Es wird ausgepackt, und ich greife zu.

wenn nur ein krümel käse herausfällt! darf ruhig ein bissen mehr sein!

Das magische Fernrohr Täglich oder doch beinahe täglich an meinen - фото 7

Das magische Fernrohr

Täglich, oder doch beinahe täglich, an meinen Arbeitstagen durchquere ich gleich neben dem Eingang den Raum mit den Reliefs unseres wunderbaren Landes. Ganze Schulklassen balgen sich hier um die Fernrohre, mit denen die Schweiz unter die Lupe genommen werden kann. Aber auch Erwachsene, nur gesitteter, beanspruchen die Geräte, wollen Berge und Täler damit erobern, eine virtuelle Reise antreten. Ich bewundere immer den Ausdruck der Gesichter, die an den Fernrohren hängen: Staunen. Verzückung und Freude.

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