Christian Herwartz - Brücke sein
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Das Ergebnis unserer gemeinsamen Arbeit an diesem Buch liegt nun vor, und wir hoffen, dass Sie, die Leserinnen und Leser, Stoff für Gespräche und Diskussionen dafür finden und vor allem Inspiration. Wie der vielerorts ersehnten Veränderung in der katholischen Kirche und in der Gesellschaft insgesamt zu erforschen und sich daran zu beteiligen.
Herzlichen Dank an Klaus Mertes für das Geleitwort und die liebevolle Betreuung der Veröffentlichung durch unsere Verlegerin Ursula Richard sowie das sorgfältige Lektorat von Carl Polonyi.
Nun bitten wir alle Leser und Leserinnen: Kommt herein: Herzlich willkommen.
Berlin, August 2013
Sabine Wollowski und Christian Herwartz
Geleitwort von Klaus Mertes
Ich bin kein außen stehender Beobachter, wenn ich ein Geleitwort zu diesem Buch schreibe. Christian Herwartz berichtet im Eingangskapitel, wie wir einander über das Thema Macht und Machtmissbrauch seit 1994 im Laufe der Jahre nähergekommen sind und zu Freunden wurden. Ich bestätige das. Und das Buch endet mit einem Gespräch, an dem ich beteiligt bin. Wichtig ist mir an diesem Buch einerseits, dass es kein Buch über Personen ist. Andererseits stimmt es genauso, dass Themen über Personen vermittelt werden. Auch das wird in diesem Buch deutlich.
Das beste biblische Beispiel für den untrennbaren Zusammenhang von Themen und Person ist für mich Paulus. Wenn Paulus über »sein« Thema, das Evangelium, spricht, ist das bei ihm untrennbar verbunden mit dem Sprechen über sich selbst beziehungsweise über seine eigenen Erfahrungen. Dabei erzählt er nicht einfach nur über seine Erfahrungen mit Gott, über seine »Offenbarungen« (2 Korinther 12,7), die er in besonderer Weise erfahren hat, sondern er thematisiert sein ganzes Leben, seine »Schwäche« (2 Korinther 12,9), seine rätselhafte Krankheit, die ihn ein Leben lang nicht verlässt (2 Korinther 2,8), seine Verfolgungen, seine Mühen, seine Gefangenschaft, seine Freundschaften, seine Vorlieben, seine Sehnsucht nach seiner Lieblingsgemeinde, seine Freude. Es ist also kein abgehobenes Sprechen über Themen, wenn Paulus über das Evangelium spricht, und zugleich ist es kein narzisstisches Kreisen um sich selbst – es geht ihm wirklich um das Evangelium. Sätze wie zum Beispiel »Nehmt mich als Vorbild« oder »werdet wie ich« (Galater 4,12) sind Paulus dabei dann doch oft zum Vorwurf gemacht worden. Aber das ist keine Anmaßung, moralisches Vorbild oder Modell für andere sein zu wollen, sondern er zeigt auf etwas, was ist; er zeigt auf sich und eine Geschichte, in der er steht, weil er die Erfahrung gemacht hat, dass Gott an ihm gehandelt hat, nicht nur an der eigenen Person, sondern in der mit anderen Personen verbundenen Geschichte. Diese Geschichte muss erzählt werden. Darin besteht die »Sendung«.
Über Gott lässt sich, wenn es um Erfahrung geht, eigentlich nicht in der 3. Person Singular sprechen, sondern nur indirekt in der Verbindung mit der 1. Person Singular. Susanne Szemerédy hat kürzlich eine Doktorarbeit 1veröffentlicht, die das Konzept der von Christian inspirierten »Exerzitien auf der Straße« mit der Philosophie von Emmanuel Levinas vergleicht. Die Parallele ist ganz offensichtlich. Nur die Spur, die Gott hinterlassen hat, ist thematisierbar, oder anders ausgedrückt: Nur über die Spur kann ich das unsagbare Geheimnis, welches Gott ist, thematisieren. Aber dazu gibt es dann zugleich einen drängenden Auftrag. Denn die Erfahrung, auf die ich mich rückblickend über die Spur beziehe, nimmt mich ganz in Anspruch. Sie ist nicht eine Erfahrung neben anderen. Levinas geht ja davon aus, dass mich die Begegnung mit dem »ganz Anderen« in dem »Gesicht, das spricht« und mich zur »Geisel« seiner Not macht, aus den Sicherheiten und der Ruhe begrifflicher Klarheit herausreißt und mich zugleich in einen Zustand versetzt, in dem ich »mich« vorfinde. Ein distanziertes Erzählen über »Ihn« oder »Sie« ist da nicht mehr möglich.
Für mich war Levinas, bevor ich nach Berlin kam, der Schlüssel, um eine Sprache für vergleichbare Erfahrungen zu finden, die ich gemacht hatte, besonders in einem Fall, wo ich einer Not begegnet war, die mich im Levinas’schen Sinne des Wortes zur Geisel gemacht hatte. Als ich nach Berlin kam, gab Christian mir sehr bald einen geistlichen Text zu lesen, den er über seine Erfahrungen als Arbeiterpriester im Betrieb verfasst hatte. In diesem Text fand ich Entsprechungen zu meinen Erfahrungen und zugleich weiterführende Anregungen, zum Beispiel die, dass Beten ein Zuhören ist – dem Liebesgespräch lauschen, das in Gott selbst stattfindet, der noch lange nicht begriffen ist, wenn man ihn bloß für »eine Person« hält. Ich empfahl Christian, diesen Text in einer unserer jesuitischen Zeitschriften für Spiritualität zu veröffentlichen. Der Text wurde nicht angenommen. Die Begründung lautete: »Der Text ist nicht wissenschaftlich genug.« Ich tröstete Christian, wenn er denn überhaupt des Trostes bedurfte, mit der Prognose, dass man in 50 Jahren nach Texten suchen würde, in denen Menschen im Berlin der 90er-Jahre, als dort Gott aus dem öffentlichen Diskurs verschwunden war, von ihren Erfahrungen mit Gott erzählen. Man würde dann auf seinen Text stoßen und Wissenschaftler darauf ansetzen, damit sie darüber wissenschaftliche Artikel schrieben. Offensichtlich hat es nicht 50 Jahre gedauert, bis es soweit war.
Das vorliegende Buch ist aus den Fragen entstanden, die Sabine Wollowski Christian Herwartz gestellt hat. Es sind nicht einfach »ihre« Fragen, sondern es sind Fragen, die in der Begegnung überhaupt erst entstehen – wobei nicht ausgeschlossen ist, dass im Gespräch Fragen entstehen, die »ich immer schon gehabt habe«. Das Erzählen beginnt, wenn ich gefragt werde. So ist es auch in diesem Buch. Das Fragen aber beginnt erst, wenn vorgängig zu Fragen etwas gelebt wird – wenn ich auf etwas stoße, was mich stutzig macht, befremdet und doch auch anzieht. Etwas, was mich fragend macht. Im Falle der Wohngemeinschaft in der Naunynstraße – jener Ort in Berlin, der inzwischen so viele fragend gemacht hat – war mein Weg zum Fragen lang. Denn es mussten einige Dinge in der Annäherung an das fragwürdige Geschehen in der Naunynstraße geklärt werden. Christian erzählt davon in diesem Buch. Es betrifft nicht nur den unterschiedlichen Zugang zum Thema Rote Armee Fraktion (RAF), sondern auch unterschiedliche Ausgangspositionen zu politischen und kirchlichen Fragen aller Art, die in den 70er- und 80er-Jahren im Schwange waren und heute noch keineswegs erledigt sind.
Bei der Annäherung an die Wohngemeinschaft in der Naunynstraße ging es von Anfang an auch um spirituelle Fragen und Unterscheidungskriterien. Das eine war für mich anfangs eine notwendige Abgrenzung: Bewunderung, gar Schwärmerei über Personen führt zu Missverständnissen und auch zu Missbräuchen, gerade im religiösen Bereich. Da ich Bewunderer und Schwärmer im Umfeld der Naunynstraße sah oder meinte zu sehen, hielt ich Abstand. Dass ich an dieser Stelle besonders empfindlich war (und geblieben bin), hat mit meiner eigenen Geschichte zu tun. Ich war selbst einmal ein Bewunderer gewesen und das Bewundern war missbraucht worden. Auch im kirchlichen Bereich kann es ja immer wieder zu Missbrauch in geistlichen Beziehungen und in geistlichen Gemeinschaften kommen, die sektiererischen Charakter gerade deswegen haben, weil die geistlichen Machtstrukturen in ihnen aus Machtmissbrauch entstehen, Missbrauch fördern und zugleich Missbrauch decken.
Das andere war: Ich erlebte in meinem vertrauten Umfeld, dass das Zusammenleben in der Naunynstraße Außenstehende provozierte. Was immer man im Einzelnen über Projekte und Aktivitäten sagen wollte, die im Laufe der Jahre in der Naunynstraße entstanden sind, so war und ist doch der eigentlich herausfordernde Ursprung, aus dem das alles kam, die Weise des Zusammenlebens – die Offenheit, die Gastfreundschaft, die schiere Menge der Bewohnerinnen und Bewohner auf engstem Raum, der Blick auf den Anderen und auf Jesus. Beim Anblick dieses Zusammenlebens entstand und entsteht zunächst bei vielen das Gefühl: »So sollte ich eigentlich auch leben – aber ich kann es nicht.« Ein Jesuit, der 2003 in die Kommunität am Canisius-Kolleg einzog und inzwischen verstorben ist, besuchte die Wohngemeinschaft in der Naunynstraße zum samstäglichen Frühstück und kam aus der Verwunderung nicht heraus über die vielen Männer, die nacheinander in der Tür des gemeinsamen Schlafzimmers erschienen. Zum Schluss rief er mit einer Mischung aus Bewunderung und Überforderung: »So könnte ich nicht leben!« Darauf hörte er die Antwort: »Woher weißt du das? Du hast es doch noch nie probiert!«
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