Klaus Deinet - Napoleon Bonaparte

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Napoleon I. polarisiert noch immer die Menschen und wird zumeist entweder als überragender Heilsbringer oder als abgrundtiefer Unmensch präsentiert, der von sich überschlagenden Ereignissen getrieben wurde.
In seiner schlanken und methodisch durchdachten Biographie skizziert Klaus Deinet nun den kometenhaften Aufstieg Napoleons bis hin zu seinem jähen Absturz als eine Abfolge von aufeinander aufbauender Entscheidungen, die im Wesentlichen Napoleon selber traf. Den militärischen Siegen stellt er die maßlose Überanstrengung von Frankreichs Ressourcen gegenüber, politischen Erfolgen die eklatanten diplomatischen Fehlentscheidungen. Deinet gelingt es, die Person Napoleons als eine Einheit darzustellen, wenngleich diese massive Veränderungen durchlief.
So ist eine überschaubare, ausgewogene und spannende Biographie entstanden, die auch der turbulenten Epoche Rechnung trägt.

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Jünglingsnöte

Doch noch war es nicht soweit, und die Gegenwart hielt für die kühnen Träume des jungen Offiziers nur wenig Nahrung bereit. Das Kriegsspiel, auch wenn es auf hohem intellektuellem Niveau stattfand, konnte Napoleon nicht wirklich befriedigen, zumal kein Krieg in Sicht war. Die letzte große Auseinandersetzung mit Großbritannien, die Intervention in den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg auf der Seite der Kolonien, hatte zwar zum militärischen Ruhm Frankreichs beigetragen. Allerdings waren die ohnehin überstrapazierten Finanzen seitdem endgültig ruiniert. Das seinem Ende entgegen taumelnde Ancien Régime war viel zu tief in innere Krisen verstrickt, um eine grundlegende Reform in Angriff zu nehmen. Der begabte, aber eigensinnige Jüngling dürfte das gespürt haben. Er muss die Inkongruenz empfunden haben, die zwischen seinen Fähigkeiten und den realen Möglichkeiten ihrer Verwirklichung bestand. Ein Garnisonsleben mit wechselnden Standorten und einem zähen Aufstieg auf der Karriereleiter bis zum Hauptmann (capitaine), allenfalls zum Major (colonel) – das war es, was ihm das überforderte Königtum Ludwigs XVI. bieten konnte.

Hinzu kam, dass die Rahmenbedingungen, die ein solches Offiziersdasein bot, für die Ausbildung eines eigenen Privatlebens ausgesprochen ungünstig waren – darin ähnelten sich Kirche und Armee. Der gerade sechszehnjährige »Nabulione« war noch ein grüner Junge, was den gesellschaftlichen Schliff, sein äußeres Auftreten und die eigene Selbsterkundung auf dem Terrain der Emotionen anging. Daran änderten auch die gelegentlichen Kontakte zu Töchtern aus am Ort ansässigen Honoratiorenfamilien wenig. Die Anknüpfung einer Beziehung, die in eine standesgemäße Ehe führen konnte, wurde durch die Versetzungen von einem Garnisonsstandort zum nächsten verhindert. Erst war er knapp ein Jahr in Valence, ab 1788 dann anderthalb Jahre in Auxonne. Dazwischen lag ein mehrmonatiger Urlaub in Ajaccio, den er großzügig genehmigt bekommen hatte, um die finanziellen Probleme seiner Familie nach dem plötzlichen Tod des Vaters zu beheben. Von Auxonne aus machte er sich dann im Herbst 1789 wiederum für anderthalb Jahre nach Korsika auf.

Seine ersten sexuellen Erfahrungen soll Napoleon laut eigenem Bekunden als 18-Jähriger mit einer Pariser Prostituierten gemacht haben. 16 Für einen jungen Mann mit geregeltem Einkommen, aber ohne Familienanschluss war dies durchaus nicht unüblich. Damals befand er sich gerade als Bittsteller in Paris, um die liegengebliebenen Projekte, für die sich sein Vater Carlo hoch verschuldet hatte, weiterzutreiben. Allerdings ohne Erfolg, wie sich bald herausstellte. Man zeigte Paris-Besuchern im 19. Jahrhundert lange noch das ärmliche Zimmer des Hotel de Cherbourg in der Rue du Four-Saint-Honoré, wo er damals abgestiegen war. 17 Vielleicht erklärt diese doppelte Ernüchterung seiner frühen Paris-Reise die resignierte Haltung in seinen Briefen, die Klage über den ›ennui‹ des Lebens, die sich bis zur Idee des Selbstmords steigern konnte:

»Immer allein inmitten der Menschen, kehre ich heim, um mich mit meinen Träumen zu beschäftigen und mich der ganzen Lebhaftigkeit meiner Melancholie hinzugeben. Wohin neigt sie sich heute? Auf den Tod zu. In der Morgenröte meiner Tage kann ich noch auf ein langes Leben hoffen. Was also treibt mich an, mich selbst zerstören zu wollen? Gewiss, was soll man in der Welt? Wo ich ja doch sterben muss, wäre es da nicht besser, mich selbst zu töten?« 18

Solche Sätze, vermutlich durch die Lektüre Goethes Werther angeregt, dürfen indes nicht überschätzt werden. In ihnen manifestierte sich weniger eine konkrete suizidale Absicht des Heranwachsenden als vielmehr die tiefempfundene Unvereinbarkeit von Ruhm- und Lebensgier einerseits und seiner bescheidenen, von materiellen Sorgen überschatteten Existenz als faktisches Oberhaupt einer vom Niedergang bedrohten Familie. Es war dies eine schlechterdings erdrückende Zukunftsperspektive. Wer konnte wissen, dass kurze Zeit später die scheinbar festgefügte Welt des Ancien Régime zusammenbrechen würde und sich einem Emporkömmling wie ihm ungeahnte Möglichkeiten eröffnen würden, die sich ihm beim Fortbestand der sozialen Strukturen vor 1789 niemals aufgetan hätten? Charles Nodier hat in seinen Betrachtungen zur Französischen Revolution Überlegungen angestellt, was aus Gestalten wie Robespierre und Bonaparte geworden wäre, wenn die Revolution nicht dazwischen gekommen wäre:

»Robespierre, […] ein Provinzadvokat, allenfalls würdig der Akademie von Arras; Bonaparte, nicht mehr als ein guter Offizier, zänkisch, schwer zu nehmen, ein unangenehmer Begleiter, der ein unnützes Genie in sich ausbrütet.«

Nodier fügte hinzu:

»Werfen Sie den einen und den anderen mit unwiderstehlicher Gewalt mitten hinein in eine bis in ihre Fundamente erschütterte Welt, und diese Welt wird ihr Gesicht verändern.« 19

Trittbrettfahrer der Revolution (1789–1793)

Frühe Erfahrungen

Für die eigenartige Rolle, die Korsika in der frühen Biografie Napoleons spielte, hat einer seiner jüngsten Biografen, Patrice Gueniffey, eine kluge Formel gefunden. Gueniffey vergleicht seine innere Entwicklung mit der von Einwandererkindern der zweiten und dritten Generation, die sich, obwohl gänzlich in der neuen Heimat akkulturiert, anders als ihre Eltern wieder dem ursprünglichen Herkunftsland zuwenden. Gueniffey gelangt dabei zu der erstaunlichen Erkenntnis, Napoleon »liebte den Franzosen nicht, der er geworden war, und er bemühte sich, der Korse zu werden, der er nicht mehr war.« 20 Gueniffeys Bemerkung trifft die zwiespältige Beziehung, in der Napoleon zu beiden ›Vaterländern‹ stand, vergleichbar der Zerrissenheit, die heutige Immigrantenkinder in ähnlicher Lage empfinden.

Diese eigenartige Doppelbindung, die zu einer lebenslangen Ambivalenz zu werden drohte, geriet durch die Revolution in Bewegung, sodass es nicht einfach ist, in Napoleons Äußerungen eine klare Linie zu erkennen. Zwei grundlegende Tatsachen sind zu beachten: Zum einen projizierte er alle Ergebnisse der Revolution auf seine Heimat. Er beurteilte die Französische Revolution also vor allem in Bezug auf Korsika. Zum anderen muss bei den Äußerungen Napoleons zur Revolution gefragt werden, ob er sie als bloßer Zeitgenosse oder als Augenzeuge traf, der quasi beruflich in die Vorgänge involviert war. Dann urteilte in ihm nicht der Fortschrittsgläubige, als der er sich gab, sondern der Militär. Für alle frühen Urteile Napoleons über die Französische Revolution ist aber die persönliche Distanz kennzeichnend, die er zu den Geschehnissen erkennen lässt. Man hätte ihn für einen ausländischen Beobachter halten können.

So erkannte er völlig richtig die Bedeutung der am 8. August 1788 verkündeten Entscheidung des Königs, für den Mai des folgenden Jahres die Generalstände einzuberufen. Denn er hatte begriffen, dass damit für Korsika eine Gelegenheit geschaffen wurde, die bestehende französische Administration loszuwerden. Auch befürwortete er die Bewerbung seines Bruders Joseph als eines der Vertreter Korsikas für die Abordnung zu den Generalständen in Versailles. Zugleich bedauerte er, dass die allgemeine Verunsicherung dem Erfolg »unserer Angelegenheit« – gemeint war die von seinem Vater mit viel Aufwand betriebene Maulbeerbaumschule – hinderlich war. 21

Vor Ort, in Auxonne, versah er derweil ohne Bedenken die ihm zugewiesene militärische Aufgabe, nämlich Ordnung zu schaffen und Aufruhr zu verhindern. So auch im April 1789, als er für mehrere Wochen in das Städtchen Seurre abkommandiert wurde, wo er zusammen mit einem anderen Offizier revoltierende Kleinbürger »zur Raison rief«, die verhindern wollten, dass die Getreidevorräte von Wucherern weggeschafft wurden. Seiner Mutter schrieb er:

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