Klaus Deinet - Napoleon Bonaparte

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Napoleon I. polarisiert noch immer die Menschen und wird zumeist entweder als überragender Heilsbringer oder als abgrundtiefer Unmensch präsentiert, der von sich überschlagenden Ereignissen getrieben wurde.
In seiner schlanken und methodisch durchdachten Biographie skizziert Klaus Deinet nun den kometenhaften Aufstieg Napoleons bis hin zu seinem jähen Absturz als eine Abfolge von aufeinander aufbauender Entscheidungen, die im Wesentlichen Napoleon selber traf. Den militärischen Siegen stellt er die maßlose Überanstrengung von Frankreichs Ressourcen gegenüber, politischen Erfolgen die eklatanten diplomatischen Fehlentscheidungen. Deinet gelingt es, die Person Napoleons als eine Einheit darzustellen, wenngleich diese massive Veränderungen durchlief.
So ist eine überschaubare, ausgewogene und spannende Biographie entstanden, die auch der turbulenten Epoche Rechnung trägt.

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»Mehr als ein Haushalt war davon betroffen. Ein Teil der Leute ging nicht mehr in die Gemeindekirche [d. h. zu dem konstitutionellen Geistlichen – K. D.], weil sie dann exkommuniziert wurden. Die Gemeindeverwaltung konnte vor einer solchen Störung nicht die Augen verschließen.« 35

Das andere drängende Problem war die Frage, ob es Krieg geben würde. In der neugewählten Nationalversammlung zeichnete sich eine Gruppe von Abgeordneten ab, die auf die Konfrontation mit dem Ausland drängten, weil sie dieses in dem nicht unberechtigten Verdacht hatten, mit den Revolutionsfeinden gemeinsame Sache zu machen. Napoleon glaubte nicht an einen bevorstehenden Krieg. Nicht weil er Angst davor hatte – er brannte vielmehr darauf, endlich den Ernstfall kennenzulernen! –, sondern weil er vermutete, dass der Kaiser und die übrigen Mächte Frankreich seiner inneren Gärung überlassen würden, um so ein Übergreifen der Revolution auf ihre Länder zu verhindern.

Zu Beginn des Jahres 1792 fällt ein groteskes Intermezzo auf Korsika, wohin Napoleon abermals zurückkehrte, da er hoffte, hier seine militärische Karriere als Kommandierender eines der neu ausgehobenen Freiwilligenbataillone fortsetzen zu können. Sein Regimentskommandeur Du Teil hatte ihm nochmals einen dreimonatigen Urlaub gewährt, den Napoleon aber wiederum eigenmächtig überzog. Die verworrenen Vorgänge um den »Osterputsch« vom April 1792, wie man die gescheiterte Erstürmung der Zitadelle von Ajaccio genannt hat, die er an der Spitze einer Freiwilligentruppe dem regulären 42. Regiment der Armee entreißen wollte, endeten in einem politischen, vor allem aber persönlichen Fiasko. Napoleon musste sich mit seinen 300 Männern auf Befehl des Departementsrats nach Corte zurückziehen, er hatte sich Paoli entfremdet, der ihn nun endgültig für einen jugendlichen Hitzkopf hielt, und er hatte den Grundstein zu einer lebenslangen Feindschaft zum Pozzo di Borgo-Clan gelegt, dessen Vertreter er bei der Wahl zum stellvertretenden Befehlshaber ausmanövriert hatte.

Vor allem aber wurde er aus der Liste der Armeeoffiziere gestrichen, weil er am 1. Januar 1792 nicht bei der Musterung seines Regiments in Valence erschienen war. Damit war er seiner regulären Einkünfte verlustig gegangen. Zudem musste er sich wegen der Vorgänge um die Zitadelle von Ajaccio in Paris verantworten. In der Zwischenzeit brach aber der Krieg aus, an den er nicht hatte glauben wollen. Dies hatte zur Folge, dass er nicht bestraft und vielmehr zum Hauptmann (capitaine) befördert wurde. Denn in der kritischen Situation des Frühjahrs 1792, als die Adeligen scharenweise der Armee den Rücken kehrten, brauchte das Kriegsministerium jeden Mann, der eine Truppe befehligen konnte.

Paris im Sommer 1792

Die Monate in Paris, wo Napoleon auf seine weitere Verwendung wartete, führten ihn in das Zentrum der Krise. Es war klar, dass der König den Krieg nicht aus vollem Herzen wünschte, auch wenn er sich dafür ausgesprochen hatte. Ja, er behinderte vielmehr die Gesetze, die dessen energische Führung ermöglichen sollten, durch sein Veto. Die Nationalversammlung besaß jedoch keine Handhabe, ihm dies zu verwehren, denn das aufschiebende Veto war dem Monarchen in der Verfassung ausdrücklich erlaubt. Es blieb nur der Weg der Gewalt, vor dem die neuen Abgeordneten allerdings zurückschreckten. Sie versuchten, den Druck der öffentlichen Meinung auf den König derart zu erhöhen, um ihn zum Einlenken zu bewegen, damit die von der Nationalversammlung eingebrachten Gesetze gegen die eidverweigernden Priester sowie für den Aufbau einer Freiwilligenarmee umgesetzt werden konnten.

So ergaben sich einige groteske Szenen, deren Augenzeuge Napoleon wurde. Die erste ereignete sich am 20. Juni 1792, als eine lärmende Menge in die Tuilerien eindrang und die königliche Familie bedrängte. Allerdings legte sich der Unmut, als Ludwig sich eine Jakobinermütze aufsetzen ließ und mit den Eindringlingen auf das Wohl des Vaterlands anstieß. Es ist keine Frage, was den jungen Offizier an dieser Szene am meisten aufgebracht hat: Es war der offensichtliche Verlust seiner Würde, den Ludwig XVI. vor aller Augen akzeptierte und den er sich selber sogar als taktischen Erfolg anrechnete. Gewiss, indem er die beschämende Situation drei Stunden lang durchstand, hatte er die verbalradikalen, aber vor der Gewalt zurückschreckenden Volksvertreter auflaufen lassen und ihnen das politische Patt demonstriert, in das sie sich selbst manövriert hatten. Aber für Napoleon wie für manchen wohlgesonnenen Beobachter hatte Ludwig dadurch den Rest an Achtung, den er ihm noch entgegengebracht hatte, verloren. Als er den unglücklichen Monarchen mit der Jakobinermütze auf dem Kopf in einem Fenster des Schlosses erblickte, soll er nach Aussage Bourriennes einen »kräftigen italienischen Fluch« ausgestoßen haben. 36

Noch abstoßender allerdings als diese Geste der Anbiederung empfand er das lärmende Volk. »Wie war es möglich, dieses Gesindel hereinzulassen«, soll er zu Bourrienne gesagt haben. »Man sollte vier- bis fünfhundert mit Kanonen niederschießen, die übrigen würden dann schon davonlaufen.« Nachhaltig empörte er sich über die Abgeordneten, die die Szene danach kleinredeten oder sich gar zu Fürsprechern der Menge aufwarfen. »Diejenigen, die zu sagen haben, sind arme Menschen«, schrieb er seinem jüngeren Bruder Lucien.

»Wenn man das aus der Nähe sieht, muss man zugeben, dass es die Völker nicht wert sind, dass man sich solche Mühe macht, um ihnen zu willfahren. […] Man muss dabei gewesen sein, um zu empfinden, dass der Enthusiasmus nichts als bloßer Enthusiasmus ist und die Franzosen ein überaltertes Volk sind, ohne Vorurteile, aber auch ohne Bindungen.« 37

Es sollte noch schlimmer kommen. Nachdem die Nationalversammlung sich als unfähig erwiesen hatte, die Krise zu lösen, riss ein selbsternannter Gemeinderat die Initiative an sich, und am 10. August 1792 stürmten Teile der Pariser Nationalgarde zusammen mit den aus Marseille herbeigeeilten Föderierten unter hohen Opfern das von der Schweizergarde verteidigte Schloss. Es kam zu einem Massaker unter den Verteidigern, von denen einige Hundert ihr Leben verloren. Dem Augenzeugen Napoleon, der am selben Abend den Schreckensort besuchte, bot sich ein erschütternder Anblick, der ihn noch auf Sankt Helena rückblickend zu außerordentlichen Worten greifen ließ:

»Niemals hat mir später eines meiner Schlachtfelder auch nur annähernd den Eindruck so vieler Leiden gemacht, wie es mir hier bei der Menge der toten Schweizer der Fall zu sein schien.« 38

Es war aber nicht nur die Angst vor den Taten eines entfesselten Pöbels, die Napoleon überkam und die ihn nie mehr losließ. Er gewahrte auch mit Schrecken, was geschah, wenn die Macht plötzlich den Staatsorganen entglitt. Am Morgen hatte er beobachtet, wie der König mit seiner Familie, vor den Kämpfen fliehend, die Tuilerien verließ und sich unter den Schutz der Nationalversammlung begab. Für Napoleon war dieses Verhalten Defaitismus. Der König hatte das Schlimmste getan, was ein militärischer Führer tun konnte – er hatte seine Getreuen im Stich gelassen und sie der Rache der Feinde ausgeliefert. Dabei erschien ihm der Ausgang des Tages keineswegs von Anfang an entschieden. »Wenn Ludwig XVI. sich zu Pferde gezeigt hätte«, erklärte er noch am gleichen Tag seinem Bruder, »wäre der Sieg gewiss sein gewesen, so erschien es mir wenigstens bei dem Geist, der das Volk noch am Morgen beseelte.« 39

So aber erschütterte diese Revolution erneut die Gesellschaft in ihren Grundfesten. Der König dankte ab und wurde mit seiner Familie verhaftet, die Nationalversammlung proklamierte die Republik und beschloss ihre eigene Selbstauflösung. Sie warf damit die erst ein Jahr alte Verfassung über den Haufen und schrieb Wahlen zu einem Konvent aus, dessen Aufgabe es sein sollte, dem Land eine neue, nicht-monarchische Verfassung zu geben. Alle Reformen der Vorjahre waren somit wieder auf Null gestellt, die Departements-, Distrikts- und Kommunalverwaltungen fungierten nur noch kommissarisch und harrten der Dinge, die da kommen würden. Zugleich wurde durch die Einführung des allgemeinen Männerwahlrechts die Zahl der Wähler um das Dreifache erweitert.

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