Klaus Deinet - Napoleon Bonaparte

Здесь есть возможность читать онлайн «Klaus Deinet - Napoleon Bonaparte» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Napoleon Bonaparte: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Napoleon Bonaparte»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Napoleon I. polarisiert noch immer die Menschen und wird zumeist entweder als überragender Heilsbringer oder als abgrundtiefer Unmensch präsentiert, der von sich überschlagenden Ereignissen getrieben wurde.
In seiner schlanken und methodisch durchdachten Biographie skizziert Klaus Deinet nun den kometenhaften Aufstieg Napoleons bis hin zu seinem jähen Absturz als eine Abfolge von aufeinander aufbauender Entscheidungen, die im Wesentlichen Napoleon selber traf. Den militärischen Siegen stellt er die maßlose Überanstrengung von Frankreichs Ressourcen gegenüber, politischen Erfolgen die eklatanten diplomatischen Fehlentscheidungen. Deinet gelingt es, die Person Napoleons als eine Einheit darzustellen, wenngleich diese massive Veränderungen durchlief.
So ist eine überschaubare, ausgewogene und spannende Biographie entstanden, die auch der turbulenten Epoche Rechnung trägt.

Napoleon Bonaparte — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Napoleon Bonaparte», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Der Verlust der Hafenstadt war umso bitterer, als Toulon aufgrund seiner günstigen geografischen Lage nie ohne eigenes Zutun hätte eingenommen werden können. Die Stadt galt als idealer Marinestützpunkt. Eine doppelte Reede schützte den Hafen und machte eine dort versammelte Flotte von der See her unangreifbar, während steile Berghänge die Stadt zum Landesinneren hin abriegelten. Napoleon, der Toulon durch seine Überfahrten nach Korsika gut kannte, wusste, dass nur eine Abriegelung des inneren Hafens die Engländer vertreiben konnte. Dazu musste die dem Hafen vorgelagerte Halbinsel erobert und durch eine starke Batterie besetzt werden, von wo aus man die im Hafen ankernde englische Flotte beschießen und zum Abzug nötigen konnte. Danach wäre die Einnahme der Stadt eine leichte Aufgabe gewesen, denn ohne die englischen Schiffe war Toulon nicht zu halten. Ein Überrumpelungsangriff auf die Halbinsel hätte die Aktion vielleicht zu einem raschen Erfolg geführt. Doch der Angriff wurde von Carteaux mit zu wenig Nachdruck geführt und machte den Engländern erst die strategische Bedeutung des Vorgebirges bewusst, das sie besetzten und mit einer Bastion – von den Briten »Fort Mulgrave«, von den Franzosen »Klein-Gibraltar« getauft – bestückten.

Dieses Versehen des Generals, der eigentlich von Beruf Kunstmaler war, verzögerte die Rückeroberung Toulons um zwei Monate. Denn nun musste eine ausreichend starke Artillerie herangeführt und ein Angriff durch flankierende Vorstöße vorbereitet werden. Daher drängte Napoleon auf die Ersetzung Carteaux’, mit dem er im Dauerstreit lag. Das Vorhaben gelang. Napoleon war dem General zwar nicht gleichgestellt und konnte nur durch die Kommissare Saliceti und Gasparin zum Ziel kommen, doch schließlich gab Carnot dem Drängen nach und entsandte den erprobten General Dugommier, einen Veteranen des Siebenjährigen Krieges. Dieser ließ den Plan des jungen Artillerieoffiziers in einer modifizierten Form in die Tat umsetzen, wobei der vom Konvent geschätzten Infanterie auf Kosten der als aristokratisch verpönten Artillerie eine bedeutendere Rolle zugestanden werden sollte. Zum Glück für Napoleon erkannte der 55-jährige General die geografischen Prioritäten vor Ort und legte sein Hauptaugenmerk beim für den 18. November 1793 geplanten Angriff auf die Halbinsel.

Napoleon hatte inzwischen seinen Fuhrpark von 13 auf 50 Kanonen erweitert, indem er alle Geschütze aus den benachbarten Departements heranbeorderte. Kaum hatten die französischen Sturmtruppen die Höhe des Vorgebirges erklommen, ließ er das Feuer auf die im Hafen lagernde englische Flotte eröffnen. Die Gegner taten ihm den Gefallen und verließen den Hafen in aller Eile. Die Aufständischen in Toulon erkannten die Hoffnungslosigkeit ihrer Lage und ergaben sich auf Gedeih und Verderb der siegreichen Konventsarmee und den ihr nachfolgenden Kommissaren. Deren Vergeltung an den »Verrätern« war fürchterlich. Wie zuvor in Lyon, Bordeaux und Marseille wurde die Rache von ehemaligen Priestern, Kleinadeligen und mittellosen Intellektuellen wie Tallien, Collot d’Herbois oder Billaud-Varenne praktiziert. Napoleon machte bei dieser Gelegenheit die Bekanntschaft von Barras, einem ehemaligen Vicomte, der noch wichtig für ihn werden sollte.

Der Sieg von Toulon befreite Frankreich von der Schreckensvision eines Zusammenwachsens von Bürgerkrieg im Inneren und Invasion äußerer Feinde. Toulon war aber mehr als eine Wegmarke der Französischen Revolution. Es bildet nämlich den Beginn der späteren Napoleonlegende. Tatsächlich waren hier schon einige der Elemente anzutreffen, die sich später allmählich zum Korpus des traditionellen Napoleonbildes ordneten. Da war der energische kleine Korse im abgewetzten Rock, der sich nicht schonte, so wie ihn Barras in seinen Memoiren gezeichnet hat:

»Vom ersten Treffen an war ich frappiert von seiner Aktivität. Wir sind normalerweise eingenommen und von einer gewissen Bewunderung erfüllt für den Menschen, der in einer schwachen Physis mehr Kraft vereint, als ihm von Natur gegeben ist. Seine Seele scheint uns seinem Körper überlegen, und wir meinen ihm einen doppelten Triumph zugestehen zu müssen. Aber […] es war nicht allein die mutige Tatkraft in seinem kleinen Körper, diese ständige Bewegung, die körperliche Lebhaftigkeit, die sich vom Kopf beginnend bis in die Extremitäten ausdrückte, die mich für diesen jungen Artillerieleutnant einnahm. Es war in seinem ganzen Wesen eine frappante Ähnlichkeit mit einem der größten, wenn nicht dem größten der Revolutionäre, die auf der Bühne der Republik gestanden haben. […] Nun, dieser Doppelgänger Bonapartes war Marat.« 43

An der Seite des Leutnants mit dieser zweifelhaften Physiognomie (Marat war bis zu seiner Ermordung einer der größten Hetzer und »Blutsäufer« der Revolution gewesen!) standen in den Erzählungen der Beteiligten die jungen Offiziere, die Bonapartes Talent erkannten und sich ihm willig unterordneten: der kühne und mutige Jean Andoche Junot, dem Napoleon im englischen Kugelhagel seine Befehle diktierte, und der kluge und treue Michel Duroc. Ihnen sollten sich bald noch Masséna, Victor und Marmont hinzugesellen. So waren mit diesen Gestalten fünf der beständigen Gefährten Napoleons bereits hier, vor Toulon, beieinander, die den Konsul und Kaiser auf seinem weiteren Weg begleiteten und die schließlich mit ihrem vorzeitigen Ende den Untergang ihres Helden vorwegnahmen. Die Erstgenannten starben beide 1813, Junot tötete sich im Wahnsinn mit eigener Hand, Duroc wurde in Markersdorf bei Bautzen von einer preußischen Kanonenkugel getroffen.

Vorerst allerdings musste sich der 25-jährige Napoleon den Ruhm von »Toulon« mit Dugommier und den Kommissaren Saliceti und Gasparin teilen. Der unbekannte Chef des Artilleriebataillons wurde vom Konvent zum General befördert, erhielt aber kein eigenes Kommando. Carnot nutzte die Begabung des Neuen, um ihn mit der Inspektion der gesamten Küste zwischen Marseille und Nizza zu beauftragen. Zwei Monate lang widmete sich Napoleon dieser Aufgabe, dann kam er zur Italienarmee nach Nizza. Deren Oberkommandierender ließ ihm weitgehende Freiheit, und die zuständigen Kommissare, darunter Augustin Robespierre, beauftragten ihn mit der Ausarbeitung eines Feldzugsplans gegen Piemont. Von hochgestellten Personen gefördert, von Kameraden, die ihn schätzten, umgeben und mit der Aussicht auf eine weitere militärische Karriere im Rücken konnte Napoleon seiner Zukunft mit Zuversicht entgegensehen. Er besorgte seiner Mutter und den Geschwistern eine Villa in Mentone und seinem Bruder Lucien eine Stelle als Regimentssekretär. Der korsische Alptraum schien überwunden. Das Frühjahr 1794 dürfte zu den wenigen, wirklich glücklichen Perioden seines Lebens zählen. 44

Nach-Thermidor

Aber die Revolution war noch nicht zu Ende. Im Juli 1794 schwang das Pendel in die andere Richtung aus und riss Robespierre und alle mit sich, die sich in seinem Gefolge befanden. Angefangen hatte der Umsturz des Neunten Thermidor (27. Juli 1794) als Putsch einiger Ultrajakobiner, die nach Paris zurückgerufen worden waren und damit rechnen mussten, von Robespierre wegen ihrer übermäßigen Grausamkeit angeklagt zu werden. Ihnen gesellten sich einige Überlebende der Danton-Fraktion zu, die drei Monate zuvor ausgeschaltet worden war. Doch der Sturz des »Tyrannen« und seiner unmittelbaren Gefolgsleute zog weitere Anklagen nach sich. Bald befanden sich die Jakobiner insgesamt unter Generalverdacht. Angespornt von ehemaligen Girondisten machte sich der Konvent daran, seine eigenen Reihen zu säubern. Es reichte, mit dem Diktator in persönlicher Verbindung gestanden zu haben, um unter Anklage gestellt und hingerichtet zu werden.

Napoleon wurde in diesen Strudel hineingerissen, und es fehlte wenig, dass seine Karriere an diesem Punkt schon ihr Ende gefunden hätte. Er hatte das Vertrauen, ja die Hochachtung Augustin Robespierres erlangt, und fast hätte er dessen Angebot angenommen, mit ihm nach Paris zu gehen, wo ihm die Aussicht auf Nachfolge des notorisch überforderten Hanriot, des Befehlshabers der Pariser Nationalgarde, winkte. Aber ein glückliches Vorgefühl ließ ihn im Juni 1794 vor der Reise nach Paris zurückschrecken. Er fühlte sich als Mann der Armee und wollte es bleiben. Wie weit seine Ideen mit denen der Robespierre-Brüder damals übereinstimmten, ist ungewiss. Der Kaiser fand später überaus positive Worte für Robespierre. »Wäre er nicht unterlegen, so wäre er der außerordentlichste Mann, den es je gegeben hat«, sagte er über ihn. 45 Gegenüber Las Cases sprach er vom »Sündenbock der Revolution«, auf den man alle Schuld abgeladen hätte, während der »Unbestechliche« dabei gewesen wäre, die Revolution in ihrem Lauf anzuhalten. 46 Dabei muss man jedoch bedenken, dass er dieses Urteil in retrospektiver Perspektive als Gefangener auf Sankt Helena und mit dem Blick auf seine eigene Lebensleistung formulierte. Derjenige, der es geschafft hatte, die Revolution zu beenden, war in seinen Augen nicht Robespierre, sondern er, Napoleon.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Napoleon Bonaparte»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Napoleon Bonaparte» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Napoleon Bonaparte»

Обсуждение, отзывы о книге «Napoleon Bonaparte» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x