Klaus Deinet - Napoleon Bonaparte

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Napoleon I. polarisiert noch immer die Menschen und wird zumeist entweder als überragender Heilsbringer oder als abgrundtiefer Unmensch präsentiert, der von sich überschlagenden Ereignissen getrieben wurde.
In seiner schlanken und methodisch durchdachten Biographie skizziert Klaus Deinet nun den kometenhaften Aufstieg Napoleons bis hin zu seinem jähen Absturz als eine Abfolge von aufeinander aufbauender Entscheidungen, die im Wesentlichen Napoleon selber traf. Den militärischen Siegen stellt er die maßlose Überanstrengung von Frankreichs Ressourcen gegenüber, politischen Erfolgen die eklatanten diplomatischen Fehlentscheidungen. Deinet gelingt es, die Person Napoleons als eine Einheit darzustellen, wenngleich diese massive Veränderungen durchlief.
So ist eine überschaubare, ausgewogene und spannende Biographie entstanden, die auch der turbulenten Epoche Rechnung trägt.

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Im Nachgang zur ›Gegenrevolution‹ vom 27. Juli 1794 (9. Thermidor) schlug das Pendel weit nach rechts aus, bis hin zu einer Entwicklung, die auf eine Rückkehr der gestürzten Königsfamilie der Bourbonen hinauslief, ähnlich wie es im England des 17. Jahrhunderts nach der Diktatur Cromwells der Fall gewesen war. Eine solche Aussicht konnte nicht im Interesse der führenden Politiker liegen, die fast alle im Januar 1793 für den Tod Ludwigs XVI. gestimmt hatten und im Falle einer Rückkehr der Königsfamilie mit ihrer eigenen Hinrichtung, hätten rechnen müssen. So besannen sich die ›Thermidorianer‹ (so nannten sich die tonangebenden Politiker, eine Mischung aus ehemaligen Handlangern des Terrors wie Barras und von Robespierre ausgebremsten Gemäßigten und Ex-Girondisten wie Reubell) darauf, was die ursprüngliche Aufgabe des Konvents war: Frankreich eine neue Verfassung zu geben. Die neue Republik sollte ein auf dem Zensuswahlrecht fußender Staat sein, mit einer aus zwei Kammern bestehenden Legislative und einer auf fünf Männer aufgeteilten Exekutive, dem sogenannten Direktorium. Die Arbeiter und Kleinhandwerker besaßen in dieser bürgerlichen Republik kein Wahlrecht, ebenso Tagelöhner und solche Bauern, die wenig oder kein eigenes Land besaßen.

Was viele Franzosen empörte, war jedoch nicht der soziale Rückschritt, den die Verfassung von 1795 bedeutete, sondern die Einschränkung, dass per Dekret zwei Drittel der vorhandenen Konventsabgeordneten automatisch den neuen Vertretungskörperschaften angehören sollten. Diese kaum verhüllte Diktatur der ›Immerwährenden‹ führte zum Erbitterungsaufstand des 5. Oktober 1795 (13. Vendémiaire), den die Thermidorianer erbarmungslos niederschlagen ließen, wobei sie sich des arbeitslos gewordenen Bonaparte bedienten.

Von nun an war dessen Aufstieg eng an den weiteren Fortgang der Revolution gekoppelt. Barras machte ihn zum Chef der Inlandsarmee, doch der Ehrgeiz des jungen Korsen ging weit darüber hinaus. Kaum dem drohenden sozialen Absturz entronnen und mit einer Dame aus der Lebewelt der Neureichen und Revolutionsüberlebenden liiert, hätte er es sich in der neuen Pariser Schickeria bequem machen können, wie es seine Brüder und Schwestern taten. Doch er strebte nach Höherem, lechzte nach militärischem Ruhm. Toulon und Vendémiaire genügten ihm nicht. Auf einem Nebenkriegsschauplatz, in Italien, gelang es ihm, das in ihm schlummernde militärische Genie zum ersten Mal erstrahlen zu lassen. Seine Erfolge waren so eklatant, dass sie nicht nur die der anderen Generäle in den Schatten stellten, sondern auch das Direktorium der Republik nötigten, die Ergebnisse seiner Eroberungszüge, die ihre Zielvorgaben weit hinter sich ließen, als vollendete Tatsachen zu akzeptieren, ja ihm letztlich die Entscheidung über Krieg und Frieden zu überlassen.

Von jetzt an gestaltete sich sein Verhältnis zur politischen Macht als mal offener, mal verdeckter Wettkampf. Was Bonaparte hinderte, 1797 bereits nach der Macht im Staat zu greifen, war weniger die Stärke der Regierung als die Konkurrenz seiner Altersgenossen. Denn nicht nur er, sondern eine Handvoll weiterer, wenig älterer Armeeführer waren im Schatten der Siege, die die französischen Armeen außer in Italien auch in Holland und Deutschland und bei einem letzten gescheiterten Invasionsversuch der Engländer auf der Halbinsel Quiberon errangen, zu Hoffnungsträgern aufgestiegen. Dies umso mehr, als die Politiker in diesem zweiten Jahrfünft der Revolution keine glückliche Figur machten. Dabei waren es keineswegs politische Nullen, die jetzt in Paris die Republik führten. Zwar waren keine enigmatischen Führerpersönlichkeiten mehr unter ihnen – die waren fast alle der Guillotine zum Opfer gefallen –, aber die Direktoren waren Routiniers der Revolution, auf Machterhalt geeichte Taktiker oder überlebende Idealisten von 1789.

Doch wurde ihnen nun die von ihnen selbst geschaffene Verfassung mehr und mehr zum Verhängnis. Die jährlichen Wahlen zur Erneuerung von jeweils einem Drittel der Vertretungskörperschaften beförderten Vertreter einer unzufriedenen und von der Revolution enttäuschten Wählerschaft in die Kammern, die sich mal als verkappte Monarchisten, dann wieder als Nostalgiker der Jakobinerherrschaft entpuppten. Die Direktoren wussten sich dieser Bedrohung nur dadurch zu erwehren, dass sie die Wahlen annullieren und die führenden Oppositionellen verhaften ließen; mit dem Ergebnis, dass sie so ihren ohnehin geringen Rückhalt in der Bevölkerung weiter verspielten und die Politikverdrossenheit im Land stieg.

Besonders verhängnisvoll war, dass die Exekutive auf fünf Männer aufgeteilt war, von denen jedes Jahr einer durch das Los ausschied und durch einen von den Kammern gewählten Nachfolger ersetzt wurde. Eine kohärente Politik war so kaum möglich, schwebte doch das Damoklesschwert der Abwahl über jedem von ihnen. Der Fähigste, Reubell, schied so 1799 in einem entscheidenden Moment aus, während nur Barras, der 1795 ins Direktorium gelangt war, die von der Verfassung gewährte volle Amtszeit von fünf Jahren erreichte.

Hinzu kam die ungeklärte Frage von Krieg und Frieden. Während ein Teil der Direktoren, ähnlich wie viele der Abgeordneten, einen baldigen Friedensschluss herbeiwünschten, der Frankreichs Grenzen immerhin bis an die Alpen, die Maas und die Schelde vorgetrieben hätte, also sich im Wesentlichen auf die französischsprachige Bevölkerung der Randgebiete beschränkte, sahen andere, zumal Angehörige der siegreichen Armeen, darin einen Verrat an der Revolution. Für sie kam nur die Rheingrenze in Frage, getreu der von den Girondisten ausgegebenen Parole der ›natürlichen Grenzen‹ Galliens und ungeachtet der Tatsache, dass die linksrheinische Bevölkerung deutschsprachig war und keineswegs einem Anschluss an Frankreich entgegenfieberte. Als zusätzliches Problem erwies sich, dass Bonaparte in Italien bereits einen Satellitenstaat in Form der Cisalpinischen Republik gegründet hatte, was zwar dem ursprünglichen Modell der Girondisten von 1792/1793 entsprach, aber dem vom Direktorium verfolgten Konzept widersprach. Es stand 1796/1797 noch nicht fest, ob ein solcher Friede von den noch im Krieg befindlichen Gegnern Großbritannien und Österreich zu haben war.

Die Spannung zwischen Friedensbefürwortern und Anhängern der Maximallösung verquickte sich mit der inneren Problematik der Republik. Die Protagonisten der ›kleinen Lösung‹ wie Lazare Carnot, immerhin der Organisator der Abwehrsiege von 1793/1794, standen, oft zu Unrecht, im Verdacht, an einer schleichenden Rückkehr zur Monarchie zu arbeiten. Von den Generälen stand ihnen Pichegru nahe, während andere, Jourdan, Hoche und Augereau, vehement für eine Fortsetzung des Krieges eintraten. Bonaparte hielt sich bedeckt, solange der Machtkampf nicht entschieden war. Der Konflikt eskalierte am 5. September 1797 (18. Fructidor) in einer kurzen Kraftprobe zwischen den beiden Lagern, bei der die Gruppe um Carnot unterlag und Hunderte seiner Anhänger in die Verbannung nach Guyana, die ›trockene Guillotine‹, geschickt wurden.

Währenddessen präsentierte der Sieger von Italien sein eigenes Konzept: Er zwang die Österreicher durch seinen Vormarsch auf Wien dazu, die Rheingrenze zu akzeptieren; ein Opfer, das ihnen umso leichter fiel, als er ihnen das von ihm okkupierte Venedig zum Ersatz dafür anbot. Einzig England blieb nun noch im Krieg, das nach einem Jahr mit Russland die sogenannte »Zweite Koalition« einging gegen Frankreich. Währenddessen kamen in Rastatt die vertriebenen linksrheinischen Fürsten zusammen, um unter den spöttischen Augen des Siegers Bonaparte um ihre Entschädigung aus dem verbliebenen Rumpf des geschrumpften Deutschen Reiches zu feilschen. Die nötige Ersatzmasse mussten, wie man wusste, die Bistümer und Abteien des Alten Reiches abgeben.

Bonaparte traf Ende 1797 wieder in Paris ein, sehr zum Unbehagen des Direktoriums, das bestrebt war, ihn rasch wieder loszuwerden. Ein Unternehmen zur Invasion Englands erwies sich als schon in den Voraussetzungen aussichtslos. So kam man, angeregt vom neuen Außenminister Talleyrand, auf den Plan einer Expedition nach Ägypten, eine der – wie ein bekannter Historiker angemerkt hat – überflüssigsten Unternehmungen der revolutionären Epoche. Das stimmt allerdings nicht ganz. Vom militärischen Standpunkt aus gesehen war der Ägyptenfeldzug zwar ein gigantischer Fehlschlag, ähnlich wie fünf Jahre später die Haiti-Expedition. Doch enthielt er für Bonaparte zwei wichtige Lehren für seine weitere Laufbahn: Die Erkenntnis, dass England zur See unbesiegbar war (der britische Admiral Nelson zerstörte wenige Tage nach der Ankunft in Ägypten Bonapartes Flotte und schnitt der französischen Armee damit die Möglichkeit zur Rückkehr ab); und die Erfahrung der Unbeherrschbarkeit der Natur, die er auf dem Rückweg durch die Wüste nach dem fehlgeschlagenen Syrienfeldzug machte. Beide Lehren blieben aber für ihn folgenlos.

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