Brigitta Schröder - Spiritualität Raum geben

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Der Mensch, ganzheitlich betrachtet, ist ein körperliches und geistig-spirituelles Wesen – Körper und Seele benötigen stärkende Nahrung. Dies gilt für die gesamte Lebensspanne des Menschen, insbesondere jedoch für die Lebensphase des Alters, in der er früher oder später häufig tiefgreifende Veränderungen seines Alltags erlebt.
Dieses Buch regt dazu an, darüber nachzudenken, wie Menschen mit und ohne Demenz, Angehörige und Begleitende durch Spiritualität Trost, Geborgenheit, Halt und Ermutigung geben und erfahren können. Der Autorin ist es ein großes Anliegen, der Spiritualität praxisnahe Impulse zu geben, um diese nach Bedarf individuell, kreativ und alltagstauglich umzusetzen. Dabei hilft der Blickrichtungswechsel eine Haltung zu entwickeln, die von der Absicht und dem Ziel bestimmt ist, den Menschen in seiner individuellen Vielfalt und Eigenständigkeit wahrzunehmen, zu achten und wertschätzend zu begleiten.

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Stattdessen wird zumeist versucht, das Älterwerden zu verdrängen. Anti-Aging wird großgeschrieben. Warum nicht Happy-Aging?

Jede Lebensphase geht aus meiner Sicht und Erfahrung mit besonderen Fähigkeiten einher, die es sich lohnt, sie zu entdecken und zu leben. Weshalb wird das weder vermittelt noch eingeübt?

Im Alter verblassen körperliche Fähigkeiten. Dafür können sich andere Kompetenzen entfalten, wenn die Bereitschaft da ist, diese Lebensphase anzunehmen und entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Kinder sind zu loben, damit sie wachsen können. Wir älteren Menschen brauchen Lob, dass uns Flügel wachsen und wir davonfliegen können. Aus diesem Grund spreche ich nie »es wird weniger«. Nein, es wird mehr, weil uns Flügel wachsen, um davon zu fliegen.

Glücklicherweise wird mit den sog. Babyboomern, also der nach dem II. Weltkrieg bis etwa Mitte der 1960er-Jahre geborenen Menschen eine Generation eines Tages in Senioren-Einrichtungen kommen, deren Sichtweise und Haltung hoffentlich weniger durch das Defizitäre geprägt sein wird.

Ich genieße in meinem Alter einen beneidenswerten Freiraum. Ich muss nicht mehr müssen, bin frei von Systemen, Konventionen und Reglementierungen und kann mich stattdessen an meinen, Wilhelm Busch entliehenen Slogan halten: »Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.«.

Abb 11 Lebensphasen in der westlichen Kultur Mit der Geburt beginnt jeder - фото 2

Abb. 1.1: Lebensphasen in der westlichen Kultur

Mit der Geburt beginnt jeder Mensch das Leben in der Horizontalen, auf der Gefühls- und Herzensebene. Schritt für Schritt lernt der Säugling dazu, wird Kleinkind, lernt sitzen, stehen, gehen, wird – entsprechend den Traditionen und Regeln unserer westlichen Kultur – geschult, erzogen, sozialisiert, lernt gesellschaftliche Werte, Regeln, Pflichten, logisches Denken. Die Verstandesebene, d. h. die Vertikale, bekommt immer mehr Raum. Auch die Dualität wird eingeübt: Gut – Böse, Richtig – Falsch, Schwarz – Weiß. Es wird vermittelt: Entweder isst du deinen Spinat oder du bekommst keinen Pudding.

Das Lernen ist einfacher als das Verlernen. Wer die Veränderung wagt, denkt nicht mehr absolut, sondern spricht von Grautönen und Sowohl-als-auch. Der erste Schritt zum Blickrichtungswechsel ist gemacht. Dabei wird Toleranz eingeübt. Eine solche Haltung kann nicht verordnet werden. Wer tolerant zu sich selber ist, ist auch tolerant zu andern. Das betrifft auch das Loben und Lieben.

In der östlichen Kultur geht es im Allgemeinen zuerst abwärts, dann folgt der Aufwärtstrend. Es entsteht eine gefüllte Schale. Älter werdende Menschen werden in der östlichen Kultur beachtet, verehrt und respektvoll in die Endlichkeit begleitet.

Abb 12 Lebensphasen in der östlichen Kultur Der Ahnenkult ist uns aus diesen - фото 3

Abb. 1.2: Lebensphasen in der östlichen Kultur

Der Ahnenkult ist uns aus diesen Kulturen vertraut.

Menschen mit Demenz befinden sich auf der gleichen Ebene wie Kinder. Sie haben einen weiten Weg hinter sich. Sie brauchen weder Erziehungsmaßnahmen noch Maßreglungen, sondern eine wohlwollende und wertschätzende Begleitung.

Auch die weiteren Ausführungen und das folgende Bild können uns dabei helfen, uns in die Welt der Menschen mit Demenz einzufühlen, um sie adäquat begleiten zu können.

Die Entwicklung unseres Kurz- und Langzeitgedächtnisses über die Spanne unseres Lebens hinweg lässt sich anhand von drei gleich aussehenden Bäumen mit Wurzeln, Stamm und Krone veranschaulichen. Nur ein Teil des Baumes verändert sich mit zunehmendem Alter. Seine Krone, das Kurzzeitgedächtnis, wird immer blasser: deshalb wird das gegenwärtig Erlebte so schnell vergessen. Wurzeln und Stamm jedoch bleiben bestehen. Sie bilden das Langzeitgedächtnis.

Aus diesem Grund ist es hilfreich und fruchtbar, wenn wir älteren Menschen begegnen und sie begleiten, immer wieder ihre Erinnerungen an frühere Zeiten wachzurufen. Fotos, Gedichte, Musik und u. a. m. können dabei als Brücken zu Kindheit, Jugend oder auch das frühe Erwachsenenalter unterstützen. Wohlvertraute Lieder sind dabei häufig eine besondere spirituelle Fundgrube. Musik ist der Königsweg zu Menschen mit Demenz, die Lieder oft auswendig singen und sich darüber freuen, aktiv teilhaben zu dürfen. Das stärkt ihr Selbstbewusstsein.

Abb 13 Bildhafte Darstellung der Demenz Menschen ohne Demenz sollten sich - фото 4

Abb. 1.3: Bildhafte Darstellung der Demenz

Menschen ohne Demenz sollten sich nicht dazu verleiten lassen, Demenz damit gleichzusetzen, den Sinn zu verlieren, unnütz zu sein oder nicht mehr gebraucht zu werden. Stattdessen gilt es zu entdecken, wie wichtig Emotionen sind und wie gut man sich jenseits des Intellektes begegnen kann.

Menschen mit Demenz bleiben individuelle, einmalige und wertvolle Persönlichkeiten, die zu respektieren sind, auch wenn sie sich von Konventionen sowie herkömmlichen Strukturen und Systemen verabschieden und absichtslose Grenzüberschreitungen vornehmen. Sie sind nicht mehr in der Lage, ihre Gefühle zu kontrollieren, da sie ihnen ausgeliefert sind.

Ohne Selbstreflexion ist es kaum möglich, Menschen mit Demenz ganzheitlich zu begleiten.

Menschen ohne Demenz sind bildhaft gesprochen in ihrer großen Mehrheit wie Bewohner auf dem Festland: sie hegen und pflegen die Umgebung, leben in Strukturen, Systemen und festgelegten Konventionen. Sie wissen, was richtig und was falsch ist. Menschen mit Demenz sind dagegen wie Insulaner: sie verlassen fast unbemerkt das ihnen vertraute und bekannte Festland, schleichen sich nahezu unbemerkt davon und lassen sich auf einer Insel nieder. Die Leute vom Festland bemühen sich, rufen, lamentieren, dass sie doch zurückkommen mögen. Sie geben Anweisungen, beurteilen und bewerten die Insel aus der Ferne. Sie sind überfordert in ihrer Hilflosigkeit, bewegen sich nicht und bleiben auf dem Festland sitzen.

Wer sich jedoch beweglich zeigt und sich neugierig auf die Insel wagt, wird erstaunt sein, was entdeckt werden kann. Die Kompetenzen der Insulaner werden sichtbar. Sie haben andere Fähigkeiten, denn Menschen mit Demenz sind sinnlich, emotional, reagieren authentisch, handeln absichtslos und sind frei von allem Materiellen. Sie tragen keine Masken, kennen keinen zeitlichen Druck und leben im Augenblick. Bei diesen Menschen lerne ich Entschleunigung.

Was ist unter dem Blickrichtungswechsel zu verstehen, um den es hier geht? Als Eselsbrücke kann hierfür das Wort »GABY« eingesetzt oder vermittelt werden:

G Gott als Unbeschreiblichen, als Urkraft und Kraftquelle wahrnehmen.

A Achtsamkeit leben lernen, Annehmen, Akzeptanz von Ungewohntem

B Berühren und Bewegung innerlich und äußerlich einüben

Y Yin und Yang, Hell und Dunkel – beide Seiten wertschätzen.

Beobachtung – ein Impuls zum Nachdenken

Angehörige versuchen oft, so lässt sich immer wieder beobachten, ältere Menschen dazu zu bewegen, Kreuzworträtsel zu lösen und ihr Gedächtnis zu trainieren. Damit verbinden sie die Hoffnung, eine (angehende) Demenz aufhalten zu können. Doch leider sind solche Maßnahmen in aller Regel nur ein Zeitvertreib, die der Sache nicht dienen. Tatsächlich sind Menschen mit Demenz Weltmeister im Schummeln. In der ersten Phase einer beginnenden Demenz wollen sie sich und anderen ihre kognitiven Veränderungen zumeist nicht eingestehen.

Eine Tochter möchte das Gedächtnis ihrer Mutter trainieren und fragt diese am frühen Nachmittag: »Was gab es denn heute zum Mittagessen?«

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