Ludovit Hallon - Die Slowakei und NS-Deutschland

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In den 1930er-Jahren, nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland, geriet das Gebiet der heutigen Slowakischen Republik, das Teil der Tschechoslowakei war, in den Blickpunkt deutscher NS-Ökonomen: Es sollte eine wichtige Rolle beim Aufbau einer neuen „deutschen Großraumwirtschaft“ in Mittel- und Südosteuropa spielen. Nach dem Zerfall der Tschechoslowakei und der Gründung eines unabhängigen slowakischen Staates im März 1939 verstärkten sich die deutsch-slowakischen Wirtschaftsbeziehungen weiter. Der neue Staat agierte als politischer und wirtschaftlicher Vasall NS-Deutschlands.
¼udovít Hallon zeichnet die Entwicklung der slowakisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen von 1939–1945 und die wechselseitigen Abhängigkeiten nach. Mit akribischer Archivarbeit gibt er anhand der komplexen Vertragsbeziehungen beider Staaten nicht nur einen Einblick in die nationalsozialistische Außenpolitik, sondern auch in das politische Kalkül des Vasallenstaates und die innenpolitischen Verhältnisse in der noch jungen Republik. Hallon beleuchtet die Rolle deutscher Banken und Unternehmen bei der Enteignung jüdischer Bürger ebenso wie die wirtschaftliche Ausbeutung der Slowakischen Republik durch NS-Deutschland, die sich zum Ende des Zweiten Weltkrieges verschärfte und in der Zerschlagung eines antifaschistischen Aufstands und der Besetzung der Slowakischen Republik durch deutsche Truppen gipfelte.

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9FREYTAG: Deutschlands „Drang nach Südosten“, S. 99-102.

10Horace Greeley Hjalmar Schacht, Dr. (1877, Tingleff, heute Tinglev, Dänemark – 1970, München) war Volkswirt, Bankier und Politiker. Er stammte aus einer deutsch-dänischen Adelsfamilie. Er studierte Medizin, Philologie, Politologie und Ökonomie an den Universitäten in München, Berlin, Leipzig, Paris und Kiel und schloss sein Studium mit dem Doktortitel ab. Er startete seine erfolgreiche Karriere zuerst im Bankwesen. Während des Ersten Weltkrieges wirkte er in der deutschen Besatzungsverwaltung in Belgien. Nach der Entstehung der Weimarer Republik wurde er Kommissar für die deutsche Währung. Er erwarb sich Verdienste um die Währungsstabilisierung nach der Hyperinflation und wurde dafür für den Posten des Präsidenten der Reichsbank empfohlen. Zugleich war er politisch tätig. Er gehörte zu den Gründern der liberalen Deutschen Demokratischen Partei und war Freimaurer. An der Spitze der Reichsbank galt er als großer Gegner der deutschen Reparationen, die Deutschland durch die Siegermächte aufgezwungen wurden, und seine Ansichten wurden immer radikaler. 1930 legte er sein Amt nieder und er begann, die NSDAP finanziell zu unterstützen. 1932 schloss er sich einer von Industriellen initiierten Petition an, in der diese die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler forderten. Nach der Machtübernahmen des nationalsozialistischen Regimes 1933 wurde er erneut zum Präsidenten der Reichsbank und 1934 zum Wirtschaftsminister ernannt. Er erarbeitete einen Plan zur Wiederbelebung der deutschen Wirtschaft, insbesondere mittels Staatsaufträgen und großer Bauprojekte, aus. Er befürwortete die wirtschaftliche Expansion Deutschlands und die Bildung ergänzender Wirtschaftsräume in den Staaten Mittel- und Südosteuropas. Er wurde Ehrenmitglied der NSDAP. Seit 1936 gehörte er jedoch zu den Gegnern des Vierjahresplans von Göring, der Rüstung wie auch der Kriegsvorbereitungen. Er sprach sich gegen den Angriff auf die ČSR aus und plante einen Staatsputsch. Aus diesem Grund wurde er 1938 von seinen Posten des Wirtschaftsministers und 1938 des Präsidenten der Reichsbank abberufen. Bis 1943 bekleidete er noch das Amt eines Ministers ohne Geschäftsbereich. Im Juli 1944 wurde er der Unterstützung des Attentats auf Hitler beschuldigt, inhaftiert und in mehrere Konzentrationslager verbracht. Am Ende des Krieges gehörte er zu den Sonder- und Sippenhäftlingen, zu der auch der slowakische Volkswirt Imrich Karvaš gehörte, die von der SS aus Dachau in die italienischen Alpen transportiert und dort von den Alliierten befreit wurden. Schacht wurde im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess angeklagt, wurde jedoch freigesprochen. In den 50er Jahren gründete er eine eigene Bank und war als Wirtschaftsberater tätig.

11Zu den Konzeptionen von H. Schacht in Bezug auf Südosteuropa siehe zum Beispiel: KOPPER, Christopher: Hjalmar Schacht. Aufstieg und Fall von Hitlers mächtigstem Bankier. München: Deutschen Taschenbuchverlag, 2010, S. 295-305.

12SUNDHAUSEN, Holm: Wirtschaftsgeschichte Kroatiens im nationalsozialistischen Großraum 1941–1945. Das Scheitern einer Ausbeutungsstrategie. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt, 1983, S. 24-26.

13KAHRS, Von der „Großraumwirtschaft“, S. 9-28.

14Es handelte sich hierbei insbesondere um das Reichswirtschaftsministerium, bei dem sich gesonderte Gruppen und Zentralen für unterschiedliche Bereiche der Industrie und der Rohstoffwirtschaft bildeten, um Institute und Organisationen wie das Amt des Beauftragten für den Vierjahresplan, die Reichsstelle (später das Reichsamt) für Wirtschaftsausbau, die Reichsstelle (später das Reichsamt) für Bodenforschung, die Organisation Todt (benannt nach Fritz Todt, Minister für Kriegswirtschaft und Pionier des Autobahnbaus), das Amt des Generalinspektor für das Deutsche Straßenwesen.

15FREYTAG, Deutschlands „Drang nach Südosten“, S. 163-192; Zu dieser Problematik siehe zum Beispiel auch: JANČÍK, Drahomír: Třetí říše a rozklad Malé dohody. Hospodářství a diplomacie v Podunají v letech 1936–1939 [Das Dritte Reich und der Zerfall der Kleinen Entente. Wirtschaft und Diplomatie im Donauraum in den Jahren 1936–1939]. Praha: Nakladatelství Karolinum, 1999; SLÁDEK, Zdeněk: Hospodářská Malá dohoda a její nezdar [Die wirtschaftliche Kleine Entente und ihr Misserfolg]. In: Historický časopis, Jg. 36, 1988, Nr. 4, S. 869-884; BROSZAT, Martin: Deutschland – Ungarn – Rumänien. Entwicklung und Grundfaktoren nationalsozialistischer Hegemonial- und Bündnispolitik 1938–1941, In: Historische Zeitschrift, Band 206. München, 1968.

16Carl Krauch, Dr. (1887 – 1968) war Techniker und Volkswirt. Er absolvierte das Chemiestudium an der Universität in Gießen, später an der Universität in Heidelberg, wo er seinen Doktortitel erhielt. Seit 1912 war er im Chemiekonzern BASF und später in der I. G. Farben beschäftigt und wurde dort Verwaltungsratsmitglied und Aufsichtsratsvorsitzender. 1940 ersetzte er C. Bosch auf dem Posten des Verwaltungsratsvorsitzenden im Konzern. In den 30er Jahren trat er auch in den öffentlichen Dienst ein, gehörte zu den Organisatoren des Vierjahresplans und seit 1936 leitete er eine der Abteilungen des Amtes für Deutsche Roh- und Werkstoffe, das später in das Amt für IG-Farben Ausbau transformiert wurde. Auch wurde er zum Leiter des zentralen Reichsamts für den Wirtschaftsausbau sowie zum Bevollmächtigten für Sonderfragen der chemischen Produktion ernannt. Außerdem war er Mitglied des Reichsforschungsrates, Ehrenprofessor an der Berliner Universität und Senator der Kaiser-Wilhelm Gesellschaft. Seit 1937 war er NSDAP-Mitglied und ein enger Mitarbeiter von Regierungskreisen. Nach dem Krieg wurde er interniert und im Nürnberger I. G. Farben-Prozess insbesondere wegen seiner Beteiligung an Zwangsarbeit vor Gericht gestellt. Er wurde der Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gesprochen und zur einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren verurteilt.

17Bundesarchiv (nachfolgend nur "BArch" genannt) Berlin, Fonds R 3112/13, S. 1-3, Anhang Nr. 2. Unterlagen für den Vortrag des Feldmarschalls H. Göring über die Zielsetzung und die Unterstützung der weiteren Entwicklung des Programms zum Aufbau der Ölwirtschaft vom 1. 1. 1939; BArch Berlin, Fonds R 3112/14, S. 2-8. Arbeitsbericht des Generalbeauftragten für außerordentliche Fragen der chemischen Produktion Dr. C. Krauch für den Generalrat des Amtes für Vierjahresplan vom 20. /21. 4. 1939; EICHHOLZ, Dietrich: Rumänisches Ölkardinalproblem der deutschen Kriegsplanung. Eine Studie über Erdölimperialismus. In EICHHOLZ, Dietrich: Deutsche Ölpolitik im Zeitalter der Weltkriege. Studien und Dokumente. Leipzig: Leipziger Universitätsverlag, 2010, S. 281-283.

18Alfred Bentz, Prof., Dr. (1897, Heidenheim an der Brenz, heute BRD – 1964, Stratford-upon-Avon, Vereinigtes Königreich) war Geologe, Wissenschaftler und Manager. Er studierte Naturwissenschaften und Geologie an den Universitäten in Tübingen und München und schloss sein Studium mit dem Doktortitel ab. Seit 1923 wirkte er in der Preußischen Geologischen Landesanstalt und befasste sich mit der Suche nach Erdöllagerstätten. Aufgrund seiner ausgezeichneten Forschungsergebnisse wurde er 1934 Leiter des Instituts für Erdölgeologie. 1936 erhielt er den Titel Professor und wurde zum Landesgeologen ernannt. Er gehörte zu den Hauptautoren und -organisatoren des Forschungsprogramms Reichsbohrprogramm für die systematische Suche von Erdöllagerstätten in Deutschland. Seine Tätigkeit stieß auf Görings Interesse, der Bentz 1938 zum Bevollmächtigten für die Erdölgewinnung und Beauftragten für den Vierjahresplan ernannte. Bentz beteiligte sich folglich an den Plänen zur Versorgung des Reichs mit Treibstoffen. 1940 kam er an die Spitze der Reichsstelle für Bodenforschung, die später in Reichsamt für Bodenforschung umbenannt wurde. Als Vertreter dieser Organisationen steuerte er die geologische Forschung in den besetzten Gebieten und Satellitenstaaten Deutschlands, einschließlich der Slowakei. Nach dem Krieg war er einer der bedeutendsten Geologen Deutschlands und begründete die institutionelle Grundlage für die geologische Forschung in der BRD. Seine Tätigkeit im Nationalsozialismus wurde bislang nicht kritisch aufgearbeitet.

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