Charles M. Shawin - Die Tränen der Rocky Mountain Eiche

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David Hofer wächst als Sohn einer deutschen Einwanderin im prüden St Louis auf. Er gilt als Ausgestoßener, da er ein uneheliches Kind ist. Schon früh ist er Anfeindungen ausgesetzt und lernt die Doppelmoral der Spießbürger kennen. Als die Mutter stirbt, hält ihn nichts mehr in der Enge der Zivilisation. Mit einer Gruppe Trapper beginnt er eine abenteuerliche Reise bis hoch zum Yellowstone und zu den Shoshone. Er wird Mountain-Man, Voyageur und Abenteurer … bis die Zivilisation ihn auch an diesem abgelegen Flecken einholt.
Der Autor zeichnet scharf umrissene, einprägsame Charaktere, die jeder auf seine Weise – die harte Zeit der frühen Westwanderung repräsentieren. Er verknüpft seine Geschichte geschickt mit tatsächlichen Ereignissen und beweist auf den verschiedenen Handlungsebenen Sachkenntnis und eingehende Recherche. (Dietmar Kuegler, der das Buch vorab rezensiert hat)

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Phil Lapteek fand Dave an jenem 4. März 1831 in Uptons Scheune beim Aufräumen des Werkzeugs, als er ihm die Nachricht von

Hastings Blackmores Tod brachte. Lapteek selbst hatte den Zimmermann zufällig entdeckt und sofort Doktor Finn gerufen, der aber nur noch den Tod hatte feststellen können.

Dave wollte zuerst nicht glauben, was ihm da gesagt wurde. Doch Lapteek war nicht der Mann, der üble Scherze machte; so rannte er hinaus in die Graupelnacht, lief durch die Stadt, bis er völlig außer Atem vor Blackmores Haus ankam.

Mr Blackmore, der väterliche Freund, lag noch immer da, wie er gestorben war: die Glieder grotesk verkrümmt, das Gesicht im schmutzigen Matsch. Dave erschauderte.

Nur allmählich begriff er, dass er nun vollkommen allein war. Vor sieben Jahren war seine Mutter gestorben, er hatte sich sehr einsam gefühlt damals, doch es war immer noch Hastings Blackmore dagewesen. Zu ihm hatte er sich hingezogen gefühlt wie zu einem Vater. Und nun war auch er tot.

War der plötzliche Tod an und für sich schon schmerzhaft für Dave, so sank er in tiefe Betrübnis, weil er Mr Blackmore nicht einmal eine anständige Beerdigung bezahlen konnte. In einer schmucklosen Holzkiste ließ man den Leichnam in ein achtlos ausgehobenes Loch. Einst hatte der Zimmermann zu den reichsten Bürgern von St. Louis gezählt, die meisten kannten und achteten ihn, doch an jenem nass-kalten Tag fanden sich nur eine Handvoll Trauergäste. Sogar Mrs Clara Gardner fehlte. Und Cuthbert.

Bis zuletzt hatte Mr Blackmore gehofft, seinen Sohn wiederzusehen. Sein Warten war vergebens gewesen. Jetzt war es zu spät. Dave fragte sich, ob Cuthbert je vom Tod seines Vaters erfahren würde. Und wenn ja, wie er es aufnehmen würde. Würde er im Nachhinein vielleicht seine Schandtat bereuen?

Daves Trauer war ehrlich und tief, dennoch wuchs mit der Zeit eine noch nie empfundene Zuversicht heran. Mit einem Mal begriff er: Er war frei. Nichts band ihn mehr an diese Stadt, die ihn verurteilt und ausgestoßen hatte.

Orlando Bell

Eine merkwürdige Beobachtung änderte Daves Leben. Ohne es zu wollen, wurde er Zeuge einer Szene zwischen Orlando Bell und den beiden Kreolen. Sie standen vor Uptons Scheune und unterhielten sich so laut, dass es Dave, der im Inneren der Scheune arbeitete, zwangsläufig mitbekommen musste. Die Kreolen weigerten sich plötzlich, an der Fahrt teilzunehmen. Den Captain erzürnte nicht nur, dass sie ihren Rücktritt so kurzfristig bekanntgaben; vor allem geriet er in Zorn, weil er die beiden Männer sehr schätzte und ihre Erfahrung und ihr Wissen eine klaffende Lücke in der Mannschaft zurückließen. Auf die Schnelle gleichwertigen Ersatz zu finden, war so gut wie unmöglich.

„Ihr habt es mir versprochen!”, brüllte der Captain. Doch am Entschluss der Kreolen war nicht zu rütteln. Dave konnte ihre Gesichter nicht sehen, aber ihren Stimmen nach zu urteilen, war es ihnen sehr ernst. Sie hatten gestern eine Taube geschlachtet, um aus ihrem Blut ihr Schicksal zu deuten.

„Tot”, sagte der eine Kreole.

„Alle tot”, ergänzte der andere.

„Wer ist tot?”, fragte merklich erschrocken Orlando Bell, der riesenhafte Captain.

„Alle tot. Ganze Mannschaft.”

„Am Yellowstone lauert der Tod.”

Eine Weile blieb es draußen vor der Scheune still. Dann schien sich Bell gefasst zu haben.

„Aberglaube”, behauptete er mit sicherer Stimme. „Nichts als Firlefanz. Ihr könnt mich jetzt nicht im Stich lassen.”

Sie konnten. Die beiden Kreolen ließen sich auf keine weitere Debatte ein. Sie hatten gesagt, was sie vorausgesehen hatten, mehr sagten sie nicht mehr. Sie schwiegen einfach. Zwei Minuten später gingen sie weg.

Ungewollt war Dave Zeuge geworden. Er war nie abergläubisch gewesen, und dass vom Tod gesprochen worden war, verdrängte er schlichtweg. Vielleicht auch deshalb, weil sich etwas anderes in sein Bewusstsein drängte und ihn von Stunde zu Stunde mehr einnahm. Ohne die Kreolen fehlten dem Captain zwei Männer. Er würde

Ersatz suchen müssen. Mit einem Mal öffnete sich Dave unvermutet eine Tür. Jetzt war seine Chance gekommen. Er musste nur durch diese Tür gehen. Von diesem Zeitpunkt an konnte er an nichts anderes mehr denken. In Gedanken sah er sich schon als Mann der Wildnis, als freier, glücklicher, ungebundener Mann.

Nachdem Dave mit zunehmender Ungeduld die Arbeiten an der Scheune und dann auch an der Schmiede abgeschlossen hatte und nur noch der Stall zu richten war, bekam er Gesellschaft. Henry Long Reed und zwei andere Männer arbeiteten in der Schmiede, sie reparierten Fallen, die sie den Trappern bei ihrer nächsten Fahrt mitbringen wollten. Außerdem waren vier Männer zwei Tage lang beschäftigt, die Fellbündel auf einen Wagen zu laden, zum Hafen zu transportieren und auf das Schiff zu verfrachten. Als es den Tag darauf den Mississippi stromabwärts schipperte, war Granville Upton mit an Bord. Er würde die Felle in New Orleans verkaufen, würde mit den anderen Teilhabern der Louisiana Fur Company Geschäft-liches bereden und erst in drei Wochen wiederkehren.

Bevor er abreiste, sagte er zu Dave: „In New Orleans kenne ich eine Frau. Vielleicht hat sie Lust, mich nach St. Louis zu begleiten?”

Dave mochte Upton, und irgendwie tat ihm der Mann leid. Clarissa war keine gute Frau gewesen, und so wünschte er ihm viel Erfolg. Upton hatte eine gute Frau verdient.

Das ungewöhnlich warme Wetter hielt an. Eine Woche nach Blackmores Beerdigung war der Schnee, der zuletzt nur noch Matsch gewesen war, vollkommen verschwunden. Es regnete viel. Die Stadt und die Prärie drumherum waren von blasser, farbloser Erscheinung. Sie wirkten hinter dem Regenschleier wie abgestorben. Nur die beiden Flüsse, die sich hier zu einem einzigen gewaltigen Strom vereinigten, schäumten von ungestümem Leben. Das Schmelz-

wasser ließ sie anschwellen, die schmutzig-braune Flut brach sich tosend ihren Weg in dem natürlich vorgegebenen Bett. Westlich von St. Louis stieg der Missouri über die Ufer und nahm eine riesige Fläche von mehreren hundert Quadratmeilen in seinen vorläufigen Besitz. Die Stadt selbst blieb Gott sei Dank verschont.

Henry Reed sagte, sobald der Fluss zurückginge, würde sich die Brigade einschiffen. Diese Nachricht war für Dave wie ein lang ersehntes Signal. In Gedanken war er längst einer dieser verwegenen Männer. Mit ihnen gen Westen zu reisen, bedeutete für ihn, ein neues Leben zu beginnen. Er würde Menschen zurücklassen, die ihn abseits gestellt hatten, die ihn verurteilt und ausgegrenzt hatten. Menschen, die ihm nicht das Geringste bedeuteten. Als realistisch

denkender Mann stellte er sich aber auch die Frage: Was erwartete ihn dort draußen in jener unbekannten Welt? Würde er endlich die Erfüllung finden, die ihm hier verwehrt war? Andererseits: Was konnte er bei einem Versuch verlieren?

Dave nahm Reed beiseite und sagte: „Wenn ihr noch immer einen Zimmermann sucht, so bin ich dabei.”

Reed freute sich ehrlich, doch räumte er ernst ein: „Ich hoffe, es ist nicht zu spät. Der Captain verpflichtet schon immer sehr frühzeitig seine Männer.” Er riet Dave aber, es trotzdem zu probieren. Dann hielt er Dave zurück. „Warte! Vielleicht ist es besser, ich komme mit.”

Er legte den schweren Schmiedehammer beiseite, zog die Lederschürze aus, dann liefen beide im Regen hinunter in die Stadt und dort in den Saloon.

Es war das erste Mal, dass Dave J. D. Hudsons Saloon betrat. Der Schankraum zog sich über die gesamte Länge des Hauses hin, war aber nur fünf Yards breit. Er wurde zusätzlich durch die Theke eingeengt, die sich in der Mitte in den Raum schob und fast ein Viertel der Gesamtfläche einnahm. Daneben stand das Piano, dessen hellen Klang Dave manchmal von außen gehört hatte, das jetzt aber stumm war. Die runden Tischchen vor der Theke waren nur leidlich besetzt. Arbeiter waren es oder Übernachtungsgäste, die hier ihr Essen einnahmen oder einfach nur gekommen waren, um einen Whiskey zu trinken, Karten zu spielen oder zu würfeln. Den Raum füllte beißender Rauch, der in Schwaden in der Luft schwebte, der Wände und Decke schwarz geräuchert und sich in einem bräunlichen Teerfilm auf die Fensterscheiben gelegt hatte. Durch die Fenster drang deshalb nur schwaches Licht, und die Petroleumlampen, die von der niedrigen Balkendecke hingen, erhellten den Raum nur wenig. Penetranter Schweißgeruch vermischte sich mit dem Rauch zu widerlichem Gestank.

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