Bruno Meier - 1291

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1291 gilt in der Schweiz bis heute als Anfang der Eidgenossenschaft. Grund
dafür ist der «Bundesbrief», ein Dokument, das mit den Worten "zu Anfang des
Monats August 1291" endet, das aber erst im 19. Jahrhundert zum Gründungsdokument
der Schweiz gemacht wurde.
Die mythische Bedeutung von 1291 kontrastiert stark mit dem Wissen über dieses
Jahr. Der Historiker Bruno Meier erzählt die Geschichte von 1291 auf neue Art,
als dichte Beschreibung der Ereignisse von Januar bis Dezember, mit Rückblenden
und Ausblicken. Wir befinden uns im Spätmittelalter, als ein König wie
Rudolf von Habsburg seine Macht durch ständiges Reisen, durch Bündnisse und
Ehepolitik sichern muss. Als er im Juli 1291 stirbt, geht sein Nachfolgeplan
nicht auf und führt im Folgejahr zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen
Genfer- und Bodensee. So entsteht ein völlig neues Bild dieses Jahres, fern
vom mit Mythen beladenen Schweizbild.

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Ende Januar 1291 traf König Rudolf von Habsburg mit seinen Getreuen in der Bischofsstadt Konstanz ein. Er kam von einem Hoftag im thüringischen Erfurt und war über Nürnberg und Ulm in den Süden gereist. In Erfurt hatte er sich seit Dezember 1289 fast ein Jahr lang aufgehalten. Entscheidendes war geschehen, aber nicht alles war nach seinen Vorstellungen gelaufen; familiäre Katastrophen und schwierige Reichspolitik hatten die letzten Monate bestimmt.

Zwar hatte er die Nachfolgeprobleme in Thüringen, Meissen und der Lausitz im Sinne des Reichs lösen können. Am 10. Mai 1290 war aber der erst 20-jährige Sohn Rudolf – sein potenzieller Nachfolger – überraschend in Prag verstorben. 3Ehefrau, und nun Witwe, war Agnes von Böhmen, Tochter von König Ottokar von Böhmen, dem grossen Konkurrenten von Rudolf um die Königskrone, der 1278 in der Schlacht auf dem Marchfeld nördlich von Wien gegen den Habsburger sein Leben gelassen hatte. In Prag hatte der Schwager von Rudolf dem Jüngeren, der um ein Jahr jüngere Wenzel, Sohn von Ottokar, 1288 die Herrschaft übernommen. Er war verheiratet mit →Guta von Habsburg, einer Tochter des Königs. Die Habsburger hatten sich durch die doppelte Verschwägerung einen verstärkten Einfluss auf die böhmische Krone erhofft. Und sie zählten auf die Unterstützung des Böhmen für eine habsburgische Nachfolge im Reich. Mit dem Tod Rudolfs des Jüngeren war diese vorerst ausser Traktanden gefallen.

Am 10. Juli 1290 war eine weitere Hiobsbotschaft gefolgt: Der ungarische König Ladislaus IV. war vom Ehemann seiner kumanischen Geliebten ermordet worden. Das Turkvolk der Kumanen war in der Folge des Mongolensturms 1239 bis 1241 in den Westen gelangt und hatte sich zu einer Stütze des ungarischen Königshauses entwickelt. Ladislaus selbst hatte eine kumanische Mutter. Er hatte zwischen 1276 und 1278 den Habsburger König Rudolf unterstützt und massgeblich zu dessen Sieg über Ottokar von Böhmen beigetragen. Ladislaus war kinderlos, und so stürzte sein gewaltsamer Tod das Königreich Ungarn in ein Interregnum. Seine Witwe Isabella von Neapel aus dem französischen Haus der Anjou stand einem feindseligen ungarischen Adel gegenüber, der keinen Nachfolger aus Frankreich oder dem italienischen Süden wollte. Das ungarische Königshaus der Arpaden drohte zudem auszusterben. Schliesslich wurde der 25-jährige Andreas III. aus einem Seitenzweig des Hauses auf den Schild gehoben. Er wurde der «Venezianer» genannt, weil er eine venezianische Mutter hatte und einen Teil seiner Kindheit und Jugend in Venedig verbracht hatte. König Rudolf aber wollte Andreas’ Thronübernahme verhindern: Am 19. August traf Sohn Albrecht mit grossem Gefolge in Erfurt ein, und der König übertrug ihm am 31. August das Königreich Ungarn. 4Ein Entscheid, der ohne Folgen blieb, nicht zuletzt, weil es umstritten war, ob Ungarn überhaupt als Reichslehen angesehen werden konnte, und auch, weil sich Papst Nikolaus IV., der erste Franziskaner auf dem Heiligen Stuhl, vehement dagegenstemmte. Andreas III. konnte sich in der Folge in Budapest durchsetzen. Wie würde er zum habsburgischen König stehen. Loyal wie sein Vorgänger, oder würde er sich gegen den König oder seinen Sohn wenden?

Herzog Albrecht war aber nicht nur wegen der ungarischen Sache an den Reichstag nach Erfurt gekommen. Es ging um mehr. Sein Vater wollte ihn nach dem frühen Tod des jüngeren Bruders Rudolf noch zu seinen Lebzeiten zum König und damit zu seinem Nachfolger wählen lassen. Der Pfalzgraf bei Rhein und Herzog von Oberbayern, →Ludwig der Strenge, einer der Königswähler und Schwager von Albrecht, war den Habsburgern wohlgesonnen. Schlüsselperson war aber der junge König Wenzel aus Böhmen, der seinerseits Einfluss auf die Kurfürsten von Brandenburg und Sachsen hatte. Die Habsburger bearbeiteten den Böhmen mit Nachdruck. Rudolf verlieh ihm am 26. September in Erfurt die Fürstentümer Breslau und Schlesien. 5Die Verhandlungen führten aber zu keinem Ergebnis. An einem Reichstag im Frühling 1291 in Frankfurt sollte die Angelegenheit vorangebracht werden.

Konstanz, südlich des Rheins, am Ausfluss aus dem Bodensee, dem schwäbischen Meer, gelegen, war die Stadt von König Rudolfs gleichnamigem Vetter, dem Bischof. Allerdings hatten sich die Bürger von Konstanz schon fast 100 Jahre zuvor vom Bischof als Stadtherrn emanzipiert und Konstanz zur freien Stadt erhoben. Die Bischöfe standen über Jahrzehnte hinweg immer wieder in schweren Konflikten mit der aufstrebenden Bürgerschaft. Die Stadt war gewachsen und wohlhabend geworden, profitierte vom Handel auf der Nord-Süd-Route über die Alpenpässe nach Italien. Dominiert wurde die Stadt vom Münster mit der mächtigen romanischen Doppelturmfassade.

1274, kurz nach der Wahl zum König, schlug Rudolf seinen Vetter Rudolf von Habsburg-Laufenburg als Bischof von Konstanz vor. Er war der Sohn von →Rudolf III., genannt der Schweigsame, und repräsentierte die Laufenburger Linie der Habsburger. Albrecht, genannt der Weise, war der Bruder Rudolfs III. und Vater des späteren Königs Rudolf von Habsburg. Rudolfs Heirat mit Heilwig von Kyburg hatte ihn 1264/65 legitimiert, das Kyburger Erbe an sich zu reissen. Und er machte mit einem anderen Vetter, →Eberhard, dem Bruder des nachmaligen Bischofs, Familienpolitik. Eberhard heiratete 1273 die volljährig gewordene Kyburger Erbtochter →Anna. Die beiden Habsburger Linien hatten damit den grössten Teil des Raums zwischen Freiburg im Uechtland und Konstanz unter ihre Kontrolle gebracht. Es entwickelte sich aber eine Konkurrenz zwischen den zwei Familienteilen, repräsentiert durch die beiden Rudolfe, den König und den Bischof. Eine Konkurrenz, die nach dem Tod des Königs im Herbst 1291 schwerwiegende politische Konsequenzen haben sollte.

Als König Rudolf in Konstanz weilte, erhielt er Nachricht vom Zwist zwischen seinem Sohn Albrecht und dem jungen König Wenzel von Böhmen. Die beiden Schwäger waren gleichzeitig Nachbarn und Konkurrenten. In der Luft hing unverändert ein Anspruch des Böhmen auf die Herzogtümer Österreich und Steiermark, die sein Vater Ottokar besessen hatte und die ihm von König Rudolf Kraft des Reichs entrissen worden waren. Keine gute Voraussetzung, um die böhmische Stimme für die Wahl von Rudolfs Nachkomme zum König zu gewinnen. Der mit 36 Jahren deutlich ältere und erfolgreiche Albrecht schien mit dem 20-jährigen Böhmen, der sich eben erst in Prag hatte durchsetzen können, wenige Gemeinsamkeiten gehabt zu haben. König Rudolf schrieb Wenzel von Böhmen einen Brief, der beruhigend wirken sollte, und schlug ihm eine Zusammenkunft mit Albrecht vor.

Er nutzte den Aufenthalt in Konstanz, wie das üblich war, um einige regionale Angelegenheiten zu regeln. Er bestätigte dem Frauenkonvent von Münsterlingen, dass sie die Vogtei über das Kloster Ulrich von Altenklingen abkaufen konnten. 6Er besiegelte weiter ein Verkaufsgeschäft mit dem Grafen →Rudolf von Montfort-Feldkirch und verglich sich mit den Grafen von Veringen, den Erben der Nellenburger bei Schaffhausen. 7Der König hatte Heinrich von Veringen nach einem gewaltsamen Konflikt mit den Städten Mengen und Veringen in die Reichsacht gesetzt. Im Adelsgefüge rund um den Bodensee brodelte es.

Der König hatte sich gegen den Abt von St. Gallen, →Wilhelm von Montfort, gestellt und einen Gegenabt, →Konrad von Gundelfingen, den Abt des Klosters Kempten, eingesetzt. Der Montforter – Bruder des Feldkircher Grafen Rudolf, von dem eben die Rede war – war aus St. Gallen vertrieben worden. Die Montforter und die Nellenburger beziehungsweise Veringer standen in Opposition zu den Habsburger Plänen am Bodensee. Ein weiterer Konfliktherd, der sich aufgebaut hatte und der sich bald entladen sollte. Und noch eine politische Hypothek brach ein paar Tage später auf. In Salzburg war der Stuhl des Erzbischofs verwaist. Am 3. August 1290 war Erzbischof →Rudolf von Hoheneck verstorben. 8Der Bischof war ursprünglich ein enger Vertrauter von König Rudolf gewesen, lange Jahre sein Hofkanzler, hatte sich aber mit Rudolfs Sohn Albrecht überworfen und an der Grenze zur Steiermark gegen ihn Krieg geführt. Die Nachfolge war heftig umstritten. Herzog Otto von Niederbayern portierte seinen Bruder Stephan aus der Familie der Wittelsbacher. Herzog Albrecht sprach sich für Abt →Heinrich von Admont aus, seinen Statthalter in der Steiermark. Papst Nikolaus IV. wollte aber keinen von beiden und schlug Ende Januar 1291 →Konrad von Fohnsdorf vor, Bischof von Lavant in Kärnten. 9Der neue Erzbischof musste sich zuerst gegen die Bürgerschaft von Salzburg behaupten und erbte sodann den Konflikt seines Vorgängers mit Herzog Albrecht. Umso mehr, als Albrechts Statthalter in der Steiermark, Heinrich von Admont, ein Konkurrent auf den Erzbistumsstuhl gewesen war. Auch hier entwickelte sich im Laufe des Jahres ein sich zuspitzender Konflikt.

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