Was fehlt?

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In einer wirklich existentiellen Krise scheint die wissenschaftliche Theologie in unseren Breiten nicht zu sein. Sie funktioniert kirchlich wie universitär ebenso gut wie weitgehend geräuschlos.
Gerade dieser Normalbetrieb lässt fragen: «Was fehlt?» Was fehlt, bezogen auf ihren Gegenstand und ihre grundlegende Aufgabe? Dieser Frage gingen zu Ehren des emeritierten Eichstätter Philosophen und Theologen Alexius Bucher im Herbst 2014 Schüler, Freunde und Kollegen beider Fächer nach. Es geht darum, wie man sich Theologie auch anders vorstellen könnte und welche Themen dann anstünden. Es geht darum, über das gegebene Design der Theologie hinaus zu denken und einen Möglichkeitsraum zu eröffnen, der sich nicht an dem orientiert, was ist, sondern an dem, was sein könnte und begründet sein sollte.
Dass der Blick in den Rücken der eigenen Arbeit nur versuchsweise, exemplarisch und mit großem Risiko möglich ist, ist offenkundig. Der vorliegende Band zeigt, dass er sich dennoch lohnt.

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Im Rahmen der ausgesprochenen Einladung von Rainer Bucher und der Ermahnung von Ernst Bloch bedeutet das für mich, um im Bild zu bleiben, mein Augenmerk auf die Leinwand zu richten. Sie soll daraufhin geprüft werden, ob es ihr möglich ist, Farben aufzunehmen, Farben abzugeben und erneut Farben anzunehmen. Und es bedeutet vor allem nachzusehen, ob überhaupt und welche Farben zur Verfügung stehen.

Damit ich am Bild der Theologie mitzuarbeiten vermag, teile ich meine bisherigen Erfahrungen mit der Theologie in universitäre und nachuniversitäre ein, wobei die universitären Erfahrungen auch meine Studienzeit umfassen.

2.Studienzeit und Universität: Zu Beginn Übermaß – Am Ende Mangel

Denke ich aber an den Beginn meiner Studienzeit, dann war nirgendwo ein Fehlen festzustellen. Aus der Perspektive eines Studierenden war von allem reichlich und manchmal viel zu viel vorhanden. Viele Fächer, viele Daten, viele Ansätze – und das alles unter dem Dach einer Theologischen Fakultät.

Vor einiger Zeit fand sich in der Zeitschrift der Katholischen Akademie in Bayern (zur debatte) der Abdruck eines interdisziplinären Gesprächs, das dem Thema „Glaube und Bildung“ verpflichtet war. Einstiegszitat war ein Satz des 2013 verstorbenen Innsbrucker Bischofs Reinhold Stecher. Was schuldet das Christentum einer Gesellschaft? Stechers Antwort: Bildung und Dialog. Und Bildung, so Kardinal Marx in diesem Gespräch, ist „mehr als ein Anpassungsprozess an die Wirtschaft“ 2. Lehrer der Religion, und damit waren für Marx nicht nur Religionslehrer gemeint, haben „Universalgenies“ 3zu sein. Mit Bezug auf Johannes Röser wurde gefragt: „Wo sind die naturwissenschaftlich und technisch gebildeten Priester?“ 4, „Wo die Bildungspfarrer?“ 5.

Den Geist, der hinter diesen Sätzen steht – Welt in vielfältigster Weise verstehen zu wollen, damit ihr freundlich begegnet werden kann, um sie dann, und dann auch erst möglich, gern haben zu können –, meine ich in seinen Ausläufern in meiner Studienzeit in Eichstätt noch verspürt zu haben. In der Theologie gab es noch den Behringer-Lehrstuhl, also Naturwissenschaft und Technik explizit für Theologen. Verpflichtend waren auch die Vorlesungen bei Prof. Norbert Knopp (nicht Guido) – einem Kunstgeschichtler von Rang. „Die Architektur der Gotik“, so lautete der Titel einer seiner Vorlesungen. Wer sie besuchte, der wusste danach, dass man für die Frage, was Menschen von ihrem Gott gehalten haben, nicht auf Traktate angewiesen ist, sondern dass auch Steine vom Lobe Gottes künden können. Wenn man bereit ist, Sehen zu lernen.

Und die Philosophie kam ja noch hinzu. Auch sie war Teil des Theologiestudiums – für mich begeisternd, für nicht so wenige Priesteramtskandidaten eher eine unnötige, beschwerliche und wenig sinnvolle, wenngleich qualifizierte Behinderung auf ihrem „fokussierten“ und sehr geraden Weg zum Geistlichen.

Nein, nichts hat zu Beginn gefehlt – am Ende schon. Das Ende meiner Bekanntschaft mit der universitären Theologie war identisch mit der Streichung des Lehrstuhls für „Praktische Philosophie und Geschichte der Philosophie“, der innerhalb der Theologischen Fakultät verortet war.

Genauer und womöglich erhellender: der Lehrstuhl wurde nicht gestrichen, er wurde innerhalb der Universität umgewidmet – zugunsten eines Lehrstuhls für Informatik.

Da meinte ich zu spüren, über alle privat-berufliche Betroffenheit hinaus, dass mit der Aufgabe dieses Lehrstuhls nicht nur ein großer Teil der Philosophie aus dem theologischen Haus zieht, sondern dass sich mit diesem Auszug auch die Architektur des theologischen Hauses verändert. An seiner Fassade war das kaum zu sehen.

Anders formuliert: gerade durch den philosophischen Teilauszug zeigte sich für mich überdeutlich, dass der Geist der Philosophie zur Identität der Theologie gehört. Und nicht nur im Sinne einer Leitplanke, die es zum Beispiel verhindert, dass die Theologie eine von Spezialfragen geleitete, historische Wissenschaft wird.

Nun aber, seit über einem Jahrzehnt im Beratungsgewerbe, in Gesprächen mit Leitenden in Profit- und Non-Profit-Organisationen, mit Mittelständlern, Autobauern, Leitern von kommunalen Einrichtungen, Heimverantwortlichen, ist weder die Theologie noch die Theologische Fakultät ein Thema. Die Universität Eichstätt wird immer dann zum Thema, wenn Artikel, Pressemeldungen oder eine E-Mail aus der Verwaltung der Katholischen Universität Eichstätt an mich mir signalisieren, dass ein weiteres Kapitel der unendlichen Geschichte der Präsidentensaga aufgeschlagen worden ist.

Zusammengefasst: Ich weiß nicht, was und ob überhaupt der Eichstätter Theologie heute etwas fehlt. Noch viel weniger aber weiß ich, was einer süddeutschen, einer deutschen, einer europäischen oder südamerikanischen oder Eine-Welt-Theologie fehlt.

Wenn ich zudem Theologie grundsätzlich fasse, als wissenschaftliche und, nicht notwendig, aber durchaus wünschenswert, universitäre Unternehmung, die die Reflexion einer gewesenen, aktuellen oder einer möglichen zukünftigen Glaubenspraxis betreibt, und ich damit Theologie von der Glaubenspraxis trenne, die ich in meinem Umfeld wahrnehme und deren Teil ich bin, dann fehlt der Theologie nichts, weil sie selbst fehlt, das heißt in meinem gesellschaftlichen Umfeld nicht vorfindbar ist.

An dieser Stelle kann ich Johanna Rahner nicht widersprechen, die in ihrer Einführung in die katholische Dogmatik schreibt: „So gehört es wohl zu den Grundbedingungen der christlichen Gottesrede, dass ihr niemand zuhört. Man steht mit einem Angebot da, für das keine Nachfrage besteht“ 6.

3.Die nachuniversitäre Phase: Zu viele Philosophien – Zuwenig Reflexion

Ein wenig anders ist es mit den Fragen, die landläufig philosophische Fragen genannt werden können, und die nicht nur in Gesprächen mit Führungskräften zur Sprache kommen, aber eben auch bei ihnen in Zusammenhängen aufleuchten, in denen von Freiheit, Verstrickung, Schuld, Befreiung, Sehnsucht, nicht anders handeln können – aber anders handeln wollen – die Rede ist.

Im Rahmen dieser Gespräche ist häufig festzustellen, wie stark der Einfluss von gesellschaftlich dominierenden Annahmen ist, bzw. popularisierten Ableitungen aus aktuell hochgeschätzten Wissenschaften zur persönlichen Orientierung genutzt und als Grundlage zur persönlichen Lebens- und Handlungsgestaltung eingesetzt werden.

Ein Beispiel: ganz besonders eindrücklich ist das an der Frage der Führung von Mitarbeitern und Unternehmen festzustellen. Mit Hilfe einer Beratungsindustrie (zu der ich wiederum selbst gezählt werden kann) wird der betreffenden Zielgruppe eine Vielzahl von Modellen, Systemen und Werkzeugen angeboten, die stets den Schein mit sich führen, beziehungsweise ihn auch explizit formulieren, dass mit Hilfe geeigneter Erkenntnisse, der daraus entwickelten Werkzeuge und deren effektiver und effizienter Implementierung die Lenkung, Steuerung und Gestaltung der unternehmerischen Wirklichkeit und der darin agierenden beziehungsweise zu führenden Mitarbeiter erfolgreich machbar ist.

Ja, mehr noch: wie es so schön und vielversprechend einer der Einflussreichsten in dieser Branche, der in St. Gallen sitzende Fredmund Malik, kürzlich in der „ZEIT“ formulierte: „Das Unternehmen muss dem Wandel voraus sein, um dessen Regeln maßgeblich mitzugestalten“ 7.

Dazu braucht es natürlich ganz andere Tools und Lösungen als bisher, denn der typische Angstansatz, den sicherlich einige der hier Anwesenden noch aus dem Religionsunterricht der eigenen Schulzeit oder aus Predigten kennen, hoffentlich auch nur aus der Schulzeit, der wird auch im ökonomischen Beratungskontext immer wieder gerne gewählt: mach den Leuten Angst und bring die Erlösung/Problemlösung gleich mit. Da heißt es dann: mit herkömmlichen Managementmethoden werden Konzerne (z.B. Siemens) in der digitalen Transformation untergehen. Nur gut, dass Malik dann auch die neuen erfolgversprechenden Lösungskonzepte parat hat: „Für das Meistern dieser Anforderungen gibt es Lösungen, die aus den Komplexitätswissenschaften stammen, einer Kombination mehrerer Wissenschaften. Allen voran gehört dazu die Kybernetik – die Wissenschaft funktionierender Systeme und ihrer Selbstorganisation –, aber auch die Gehirnforschung sowie die Bionik, also die Übertragung von Lösungen aus der Natur auf Technik und gesellschaftliche Organisationen“ 8.

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