Maria Herrmann - Vom Wandern und Wundern

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In der langen Tradition der Kirche und durch die Jahrhunderte hindurch findet man sie immer wieder: Menschen, bei denen Bestehendes ein Gefühl des Fremdseins hervorruft. Menschen, die als Prophetinnen und Propheten eine Kirche von morgen, mal im Großen, mal im Kleinen, vorleben.
Auch heute gibt es diejenigen, bei denen das Wandern und Wundern, diese «heilige Unruhe», einerseits das Gefühl der Fremde auftut, andererseits neue Perspektiven für das Weiterentwickeln von Kirche und Gemeinde schenkt. Von solchen Menschen, von deren zukunftsträchtigen Worten und Werken, von ihrer Bedeutung für die Zukunft der Kirche erzählt dieses aus der ökumenischen Praxis hervorgegangene Buch in zwölf Gedankengängen.

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Dem Leser dürfte aufgefallen sein, dass diese Geschichte nicht endet, als der Gelähmte die illustre Runde verlässt. Sie endet, indem alle Beteiligten Gott loben und erkannt haben, dass Jesus Gottes Sohn ist. Begeisterung für Jesus entsteht hier aus vollkommen unterschiedlichen Situationen heraus. Ich frage mich, ob das wirklich das Ziel von perfekt gelebter Gemeinschaft ist: nach Hause gehen und Gott loben. Es ist eine schöne Vorstellung, keine Frage. Selbstverständlich wünsche ich mir Gemeinden und Gemeinschaften, die ihr Miteinander so authentisch leben, dass Leute das Geschehen verlassen und Gott loben, weil Jesus in ihrer Mitte steht und Wunder tut. Aber ich kann doch von meinem allmächtigen und gnädigen Gott nicht erwarten, dass das alles war. Darf ich überhaupt etwas von Gott erwarten?

Erwartungshaltung. Damit habe ich mir schon viel kaputt gemacht. Man schließt von sich selbst auf andere und wird enttäuscht, weil die Erwartungen nicht erfüllt wurden. Ich bin mir sicher, dass jeder schon einmal diese Erfahrung machen durfte. Oft habe ich mir gewünscht, dass der Text weitergeht. Was passiert mit dem Gelähmten? Er nimmt seine Matte, steht auf und geht. Wo geht er hin? Vielleicht hat er ja Freunde und Familie, mit denen er seine Heilung feiern will. Möglicherweise ist er auch so durch den Wind, dass er gar nicht weiß, was er nun mit seinem Leben anfangen will, und setzt sich draußen erst mal wieder auf seine Matte. Es könnte auch sein, dass er fortan (wie es in dem Film „Life of Brian“ gezeigt wird) „Spenden für einen Ex-Gelähmten“ sammelt. Wir wissen nicht, wovon der Gelähmte vor seiner Heilung gelebt hat, ob er über Einkommen und Unterstützung verfügte. Die Wahrscheinlichkeit ist aber groß, dass er zu den Ausgestoßenen der Gesellschaft gehörte. Möglicherweise muss er nun wieder eingegliedert werden. War er je eingegliedert? All das wissen wir nicht, das gibt der Text nicht her. Auch von der Menschenmenge und den Schriftgelehrten wissen wir nicht mehr. Sie loben Gott und gehen. Klingt ein bisschen nach Gottesdienstbesuchen. Sonntags kommt man zusammen und montags ist schnell wieder vergessen, was sonntags ge-/erlebt wurde. Ich bin fest davon überzeugt, dass dieser Vorwurf genauso alt ist wie Kirche an sich. Allerdings wird Gemeinde damit nicht zum offenen Miteinander. Auch wundere ich mich oft, wie so viele Menschen zusammenkommen konnten, um Jesus zu sehen. Natürlich war Jesus zu der Zeit schon bekannt und über ihn wurden Geschichten erzählt, die auf jeden Fall neugierig machten. Wenn er sich denn schon mal in Kapernaum niederlässt, dann kann man da ja auch mal vorbeischauen. Ein kleines Event in der Stadt, das schadet ja nie. Wieso eilen unseren Gemeinden solche Geschichten nicht voraus? Ich möchte an dieser Stelle nicht nur für meine Denomination und Konfession sprechen, sondern für den weltweiten Leib Christi. Das Letzte, was Jesus vor seiner Verhaftung getan hat, war, für die Einheit der Christen zu beten. Wahrscheinlich, weil er wusste, dass wir das zuerst an die Wand fahren würden. Man macht es sich nämlich zu leicht, wenn man Fragen, die gestellt werden, abwendet, indem man „Ja, das ist bei denen so, bei uns aber ist das ganz anders!“ antwortet. Die Botschaft an sich hat sich doch seit über 2000 Jahren nicht geändert. Und Gott ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit. Fakt ist: Man muss sich in Bewegung setzen lassen, um ein Wunder zu sehen. Aber sind wir so sehr mit uns beschäftigt, dass wir vergessen, dass wir auch noch einen weltumfassenden Auftrag haben? „Jesus Christus spricht: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ Jesus richtet diesen Auftrag an gerade mal elf Jünger, wovon einige auch noch zweifelten. Es ist nicht so, dass Jesus mit diesen Jüngern seine Marketing-Abteilung zusammengestellt hat, die sich fortan um das Image Gottes kümmern soll. Hier finden wir aber den Zuspruch, dass Gott uns mit all seiner Autorität gebrauchen möchte, dass alle Menschen von ihm hören. Jesus möchte, dass wir Jünger machen. Solche, die rausgehen, Milieu, Heimat und Kirchengebäude verlassen und die Augen offenhalten und nach Menschen suchen, die noch nichts von Jesus gehört haben und ihr Hausdach abdecken lassen, damit Menschen in ihrer Mitte Wunder erleben. Solche, die unbequem werden können, weil sie Jesus herausfordern, oder diese, die einen Gelähmten vor Jesu Füße legen. Ich habe viel über mein eigenes Missionsverständnis und über das Missionsverständnis, mit dem ich im Glauben wachsen durfte, nachgedacht. Erstaunlich, wie sehr für mich der Begriff „Mission“ mit fremden Ländern, Ehepaaren mit drei oder mehr Kindern und Evangelisationsveranstaltungen verbunden war, bis ich mich persönlich mit dem Missionsbefehl auseinandergesetzt habe. Und bis heute ist nicht „Gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker“ der Teil, mit dem ich mich am meisten identifizieren kann, sondern der Teil danach: „Lehret sie zu halten alles, was ich euch befohlen habe.“ Das ist auch Mission. Und dieser Auftrag schickt mich nicht in fremde Länder, sondern fängt bei mir an. Wenn ich lehren will, brauche ich Wissen und die Fähigkeit, dieses zu vermitteln. Dieses Wissen habe ich lange aus meiner Gemeinde, geistlichen Vorbildern, meinem Milieu und meinen Erfahrungen dort gezogen. Jetzt, wo sich mein Leben in den letzten Jahren mehr und mehr verändert hat, hat sich auch mein Platz in dem Gefüge verschoben. Mir ist wichtig geworden, dass Mission auf Augenhöhe passieren muss. Für mich manifestierte sich immer mehr, was lange Zeit nur im Raum schwebte. Wenn es mir so schwerfällt, mein geistliches Leben nach alten Maßstäben zu füllen, bzw. das, was mein geistliches Leben erfüllt, nicht den Vorstellungen vieler meiner Gemeindegeschwister entspricht, dann bedeutet das nicht, dass ich nicht trotzdem (oder gerade deswegen) Teil des ganzen Geschehens sein kann. Egal, ob ich Menschenmenge, Schriftgelehrte, Gelähmte oder Tragende bin. Festgefahrene Strukturen schaden einer Gemeinschaft, und es ist erstaunlich, wie sehr man sich ihnen beugt, weil das immer schon so war. Erstaunlicherweise fällt auch kaum auf, wie sehr das anstrengt! Auf Augenhöhe begeben heißt für mich, jede Situation neu zu erfassen. Wo bin ich, wo steht mein Gegenüber, welche An- bzw. Verknüpfungspunkte finde ich, findet mein Gegenüber? Das wird meine persönliche Aufgabe, die ich daraus ziehe, denn „alles, was ich euch befohlen habe“, ist unendlich. Mein Unwohlsein in einer Situation darf sein, aber ich darf mich daran nicht aufhängen oder darin verharren, sondern darf wieder das suchen, was Heimat ausmacht. Ich muss meine Erwartungen beiseitelegen, um wirklich wahrnehmen zu können, was direkt vor meiner Nase passiert, „… denn siehe, er ist bei mir, alle Tage“. Oft muss ich dafür meine persönliche Antwort auf die Aufforderung von Jesu „Komm und folge mir nach!“ neu finden, ich muss wissen, wo ich gerade stehe, um den Weg weitergehen zu können. Ich möchte mit dieser Aufforderung nicht plakativ werden. Natürlich sagt Jesus selbst, dass Nachfolge nicht einfach ist. Aber ich bin mir sicher, dass jeder Mensch auf sich aufpassen muss und nicht einfach losziehen kann. Wenn man nach außen aktiv ist, muss man nach innen genug Möglichkeiten haben, aufzutanken, sich zu erholen und passiv zu sein. Leider geht das in Gemeinden, in denen viel ehrenamtlich gemacht wird, häufig unter. Aber auch Hauptamtlichen fehlt das Getragensein. Es fehlt am achtsamen Miteinander. Wie großartig ist es hier, von Jesus zugesprochen zu bekommen, dass meine Sünden vergeben sind! Diese Geschichte aber zeigt mir deutlich, dass Begeisterung für Jesus aus vollkommen unterschiedlichen Situationen heraus entstehen kann. Egal in welcher Rolle ich komme und egal in welcher ich gehe. Vielleicht gehört es auch zum Leben eines Christen, sich immer wieder neu auszurichten. Möglicherweise ist es auch genau das, was Augustinus gemeint hat, als er in seinem Bekenntnis schrieb: „Ruhelos ist unser Herz, bis es ruht in dir.“ Mir wurde auch klar, dass es nicht nötig ist, dass alle Jesus so schnell wie möglich kennenlernen. Wer weiß, wie oft die Anwesenden in Kapernaum vorher schon Jesus erlebt haben, und wer weiß, wie es bei ihnen nach diesem Wundererlebnis weitergehen wird. Aber jetzt, für den Moment, wissen alle Beteiligten, dass Jesus der Sohn Gottes ist.

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