Die Welt der Hebräischen Bibel

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Eine umfassende, zuverlässige und wissenschaftlich aktuelle Einführung in die Welt der Hebräischen Bibel: ihr kulturelles Umfeld, ihre literarische Gestalt, ihre gesellschaftlichen Hintergründe, ihre kultische Prägung, ihre Bilder vom Menschen und von Gott.
Die 33 Paragraphen sind von ausgesuchten Fachleuten aus verschiedenen Konfessionen und dem gesamten deutschen Sprachraum verfasst. Sie behandeln auf überschaubarem Raum große Themen wie: «Bibel und Geschichte», «Bibel, Judentum, Christentum», «Kanonbildung», «Individuum und Gemeinschaft», «Gottesdienst», «Leiden und Tod», «Gottes Liebe und Zorn». Knappe Fußnoten, Spezialbibliographien und Register helfen bei der Vernetzung und Vertiefung der gebotenen Informationen.
Das Buch bietet einen kompakten und doch differenzierten Überblick über das «Alte» oder «Erste Testament»: für Studierende, kirchlich Engagierte und kulturell Interessierte, der Bibel Entfremdete und religiös Neugierige, Akademikerinnen und Nichtakademiker. Man lese es allein oder in Gruppen, fortlaufend oder entlang ausgewählter Themen – und lasse sich hineinziehen in die faszinierende «Welt der Hebräischen Bibel».
Für die zweite Auflage wurden alle Beiträge durchgesehen und aktualisiert, streckenweise auch neu geschrieben; ganz neu hinzugekommen ist ein Beitrag "Theologie des Alten Testaments und gesamtbiblische
Perspektiven".

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Auch kann der Mensch seine Stunde nicht erkennen. Wie die Fische, die im tückischen Netz gepackt werden und wie die vom Klappnetz gepackten Vögel, so werden die Menschenkinder gefangen zur Stunde des Unheils, wenn es plötzlich über sie kommt.

Der ständig vom Tod bedrohte Mensch entspricht hier dem gejagten Vogel, das schnell zuschnappende Klappnetz zeigt den unvorhersehbaren Zugriff des Todes auf den arglosen Menschen/Vogel an, und die Vogeljagd steht für die Todesgefahr, der der Mensch immer ausgesetzt ist. Eine ähnliche Metaphorik, die das Böse (in Gestalt von Krankheiten, Tod oder Dämonen) wie etwas beschreibt, das den arglosen Menschen jagt, verfolgt und sich über ihn wie ein Fangnetz wirft, findet sich auch in mesopotamischen Texten. Als Opfer auf der Flucht kommt der Gejagte dem Vogel gleich, der den Netzen und Fallen des Vogelfängers zu entkommen sucht. Ist man erst einmal unter dem Netz gefangen, schwinden die Kräfte und erlahmen die Bewegungen, so dass Kraftlosigkeit eintritt und der Tod nahe kommt. Dies veranschaulicht der folgende mesopotamische Text, der zitiert, was der Kranke in einem Krankenritual sprach, das beim Fest der Ischtar und des Dumuzi vollzogen wurde. Es handelt sich um ein Gebet, bei dem der Kranke die Göttin Ischtar bat, ihn von allem Bösen, das ihn einschloss, zu befreien: 68 Alles Böse, das mich erfasst hat und mich stets begleitet, [m]ich befallen hat, 69 mich nicht loslässt wie ein [F]angnetz, [mich bede]ckt, 70 wie ein Netz mich niederwirft, all [mein F]leisch [zum Schwinden bringt,] 71 alle meine Sehnen umkleidet hält, meinen Mund immer wieder ergr[eift ....] (soll Ischtar verjagen) 17.

Die aufgeführten Beispiele zeigen, dass man sterbende, tote und der Vergänglichkeit ausgelieferte Menschen mit der Metapher des gejagten, und unter dem Netz gefangenen Vogels bezeichnen konnte. Sogar verschiedene Jagdtechniken können durch die unterschiedlichen Netz- und Fallenbezeichnungen mit eingeholt werden: Fallen, die am Boden stehen, und Netze, die von oben geworfen werden, bringen zum Ausdruck, dass man jederzeit aus allen Richtungen unversehens angegriffen werden kann. Wie diese Fallen genau ausgesehen haben, kann man der altorientalischen und ägyptischen Ikonographie entnehmen. 18Die metaphorische Rede vom Vogel im Netz stand für die Deprivation von Leben, Bewegung und Licht und damit für den Menschen, der der Todessphäre anheimgefallen war. Die Rettung konnte (wie bei wirklichen Vogelfallen) nicht etwa durch Eigeninitiative oder durch die Hilfe von Artgenossen, sondern nur durch eine hilfreiche überlegene und fürsorgliche Hand erfolgen, womit sich das Angewiesensein des Menschen auf einen wohlgesonnen Gott ausdrückte. Anders als im Alten Orient, wo eine Vielzahl von Göttern einen Menschen in Todesgefahr bringen, aber auch wieder daraus retten konnten, ist es im Alten Testament Jhwh allein, der dem bedrohten Menschen aus der Gefahr heraushelfen kann. So konnte der Beter in Ps 140,5f., der sich von bösen und gewalttätigen Mitmenschen verfolgt sah, die ihn mit Klappfallen und Fangnetzen (also aus allen Richtungen) verfolgten, nur von Jhwh allein Hilfe erbitten.

c) Vernetzung biblischer Schlüsselkonzeptionen mit altorientalischen Konzepten

An biblischen Schlüsselkonzeptionen, die mit altorientalischen und ägyptischen Konzepten in Beziehung stehen, gibt es eine breite Auswahl. Hier wären z. B. Weltbild-, Ordnungs- und Schöpfungsvorstellungen, die Bundeskonzeption, der sog. »Heilige Krieg«, Todesvorstellungen, Königsideologie, Tempeltheologie, Jurisdiktion und Gesetzgebung, Ethik, Reinheitsvorstellungen oder der große Bereich der Anthropologie zu nennen. Im folgenden Abschnitt soll es jedoch um den Bereich der Weisheit gehen, in dem das Alte Testament am stärksten an der Kultur seiner orientalischen Umwelt partizipiert. Dies gilt zunächst für die traditionelle Weisheit, die von der Vorstellung einer den Kosmos durchwaltenden Schöpfungsordnung geprägt ist, so dass sich der Mensch für ein gelingendes Leben auf feste geltende Regeln der Lebens- und Orientierungsweisheit verlassen kann: Allen voran ist dies der sog. »Tun-Ergehen- Zusammenhang«, der davon überzeugt ist, dass Tun und Ergehen eines Menschen einander bedingen. Aber auch die sog. »Krise der Weisheit«, die sich im Alten Testament in den Büchern Hiob und Kohelet niedergeschlagen hat, ist dem Alten Orient und Ägypten eng verbunden.

Weisheit ist ein internationales Phänomen, das in altorientalischen Schriften seit dem 3. Jt. v. Chr. bei den Sumerern und Ägyptern und seit dem 2./1. Jt. v. Chr. im syrisch-aramäischen Raum begegnet. Alttestamentliche Schriften, die der Weisheit zugerechnet werden, lassen sich von der Königszeit bis in die hellenistisch-römische Zeit nachweisen und stehen somit eher am Ende einer Jahrtausende alten Traditionsbildung. Zwischen allen altorientalischen Texten (hierin nun die biblischen eingeschlossen) lassen sich analoge Themen, Motive, Strukturen und Sprachformen erkennen. Gattungen, denen die Weisheitsbücher des TNK sowie die von weisheitlichen Sprach- und Denkmustern geprägten Abschnitte in den übrigen Kanonteilen (z. B. Josefsgeschichte) angehören, haben in Mesopotamien und Ägypten (aber auch Griechenland) Parallelen. Die Frage nach einer möglichen Abhängigkeit alttestamentlicher Texte von der Umwelt stellt sich bei der Vergleichslektüre jedes einzelnen Textes immer wieder neu. Ebenso die, wie man sich die Verbindung und Kontakte altisraelitischer Weisheitskreise und -lehrer zu mesopotamischen und ägyptischen Weisheitstraditionen und -lehrern vorzustellen hat. Wer hat wann von wem was gehört oder gelesen? Die Beziehungen zwischen weisheitlichen Texten unterschiedlicher Herkunft sind nicht alle gleich, sondern sehr unterschiedlich komplex. In den meisten Fällen handelt es sich um motivische und thematische Anklänge, die sich damit erklären lassen, dass die Texte in einem gemeinsamen Lebensraum im östlichen Mittelmeergebiet entstanden sind, in dem die Menschen seit dem 3. Jt. v. Chr. dasselbe Weltbild und dieselbe weisheitliche Wirklichkeitsauffassung teilten. Zudem ist es eben so, dass die Weisheit die Grundfragen menschlichen Lebens reflektiert, die zu einem erheblichen Teil ja doch interkulturell und überindividuell identisch sind (z. B. Tod, Leid, Krankheit, Grenzen menschlicher Erkenntnis, Ethik u. v. a.). Im Kontext vergleichbarer gesellschaftlicher und auch geistesgeschichtlicher Gegebenheiten und Veränderungen konnten in verschiedenen Regionen auch unabhängig voneinander analoge Themen- und Motivkomplexe, Konzepte sowie Fragen oder auch ihre Antworten entwickelt werden. Diskurse über dasselbe Thema konnten daneben aber auch sehr unterschiedlich intensiv und mit unterschiedlichen Ergebnissen miteinander geführt werden, so dass sich keine allgemeine Regel der interkulturellen altorientalischen Interaktion formulieren lässt.

Mit am eindeutigsten besteht eine literarische Abhängigkeit zwischen der ägyptisierenden Lehre in Spr 22,17–23,11 und der aus dem 12. Jh. v. Chr. stammenden ägyptischen Lehre des Amenemope 19, die in Abschriften und Zitaten bis in das 2. Jh. n. Chr. überliefert und rezipiert wurde. Es bestehen inhaltliche und strukturelle Parallelen. 20So entspricht beispielsweise Spr 22,17 dem Anfang des ersten Kapitels von Amenemope. Nach der Einleitung beginnen die Weisungen zum Schutz des Schwachen in Spr 22,22 mit einer Parallele zum Anfang des zweiten Kapitels von Amenemope, mit dem dann der Hauptteil des Buches anfängt. Zudem haben fast alle Verse in Spr 22,17–23,11 eine Entsprechung im ägyptischen Text.

Wann die ägyptische Lehre in der biblischen Form verfasst und ins Sprüchebuch integriert wurde, ist nicht eindeutig geklärt. Notwendigerweise stand am Anfang eine Übersetzung des ägyptischen Texts ins Hebräische, doch werden teilweise zwischen dieser ersten Vorlage und der in Spr vorliegenden Textfassung mehrstufige Überlieferungsprozesse diskutiert. Bei allen bislang offenen Fragen, wenn man die beiden Texte nebeneinander legt, wird schnell klar, dass die ägyptische Lehre charakteristisch modifiziert wurde, da sie mit ihrer Ausrichtung des Handelns am Rechtsmaßstab Jahwes »jahwisiert« wurde. Jhwh selber nimmt sich nun der Armen, Witwen und Waisen an (Spr 22,19.23; 23,10f. [mit Textkonjektur]), wobei insbes. Spr 22,19 als Einleitung mit dem Hinweis auf Vertrauen zu Jhwh die folgenden Lehren religiös bzw. jahwistisch motiviert. Der Verfasser von Spr 22,17–23,11 hat das Material aus Amenemope also mit großer dichterischer Freiheit verwendet und es seinen Intentionen entsprechend neu gestaltet.

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