Die Welt der Hebräischen Bibel

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Eine umfassende, zuverlässige und wissenschaftlich aktuelle Einführung in die Welt der Hebräischen Bibel: ihr kulturelles Umfeld, ihre literarische Gestalt, ihre gesellschaftlichen Hintergründe, ihre kultische Prägung, ihre Bilder vom Menschen und von Gott.
Die 33 Paragraphen sind von ausgesuchten Fachleuten aus verschiedenen Konfessionen und dem gesamten deutschen Sprachraum verfasst. Sie behandeln auf überschaubarem Raum große Themen wie: «Bibel und Geschichte», «Bibel, Judentum, Christentum», «Kanonbildung», «Individuum und Gemeinschaft», «Gottesdienst», «Leiden und Tod», «Gottes Liebe und Zorn». Knappe Fußnoten, Spezialbibliographien und Register helfen bei der Vernetzung und Vertiefung der gebotenen Informationen.
Das Buch bietet einen kompakten und doch differenzierten Überblick über das «Alte» oder «Erste Testament»: für Studierende, kirchlich Engagierte und kulturell Interessierte, der Bibel Entfremdete und religiös Neugierige, Akademikerinnen und Nichtakademiker. Man lese es allein oder in Gruppen, fortlaufend oder entlang ausgewählter Themen – und lasse sich hineinziehen in die faszinierende «Welt der Hebräischen Bibel».
Für die zweite Auflage wurden alle Beiträge durchgesehen und aktualisiert, streckenweise auch neu geschrieben; ganz neu hinzugekommen ist ein Beitrag "Theologie des Alten Testaments und gesamtbiblische
Perspektiven".

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Wer sich ein Bild machen möchte über das Verhältnis von Archäologie und Bibel, begegnet einer verwirrenden Vielfalt von Namen und Zielen, Regionen und zeitlichen Begrenzungen. Wenn unter »Archäologie« vereinfachend die kulturgeschichtliche Deutung von Ausgrabungsergebnissen und Fundstücken verstanden wird, gibt es zwei Bezeichnungen, die geschichtlich bedingt und theoretisch Gegenpole sind. Die traditionelle Bezeichnung Biblische Archäologie verweist auf den Ursprung dieses Wissenschaftszweiges, in dem die Fragestellung oft durch die biblische Überlieferung vorgegeben war und die Ergebnisse damit in Verbindung gebracht wurden.

Der Gegenpol ist die Archäologie der südlichen Levante als regionaler Zweig der Vorderasiatischen Archäologie, die methodisch selbstständig und unabhängig von den literarischen Quellen ihre Ergebnisse präsentiert. In der heutigen Praxis liegen beide Vorgehensweisen nicht weit auseinander. Dazwischen liegen Bezeichnungen wie Archäologie Palästinas , wobei (Syrien-) Palaestina traditionell die alten römischen Provinzen westlich und östlich des Jordans meint und nicht die Vielfalt der Bedeutungen im modernen politischen Sprachgebrauch. Ein ähnliches Streben, nicht an moderne Grenzen gebunden zu sein, steckt hinter der Bezeichnung Archaeology of the Holy Land oder the Land of the Bible , obwohl dort die religiöse Komponente auf jeden Fall in der Namensgebung wieder stärker ist. In diesem Beitrag wird generell die Bezeichnung Archäologie Palästinas benutzt. Es handelt sich dann um die damaligen römischen Provinzen Palaestina (und Arabia). Sie sind deckungsgleich mit Teilen der modernen Staaten Libanon, Syrien, Israel, Jordanien und Ägypten (Sinai).

Zeiträume, die erforscht werden, sind unterschiedlich. In der klassischen Biblischen Archäologie richtete man das Augenmerk hauptsächlich auf die Perioden, in denen die biblischen Schriften spielten oder entstanden sind. Waren das früher das zweite Millennium v. Chr. mit Blick auf die Patriarchenerzählungen und die Landnahme Israels und mit spezieller Aufmerksamkeit für den Übergang von der Spätbronzezeit (1550–1150 v. Chr.) zur Eisenzeit I (1250–1000 v. Chr.), danach das erste Millennium v. Chr. mit der Königszeit, so haben neben einem neu erwachten Interesse am Frühjudentum die heutigen Spätdatierungen in der Exegese dazu beigetragen, dass die Zweite Tempelperiode (515 v. Chr. – 70 n. Chr.) ebenfalls archäologisch erhellt wird.

Die Archäologie Palästinas bzw. der südlichen Levante, die stärker gebietsorientiert war, erschloss auch die früheren Perioden. Die beiden besten Kompendien sind das Handbuch von Helga Weippert (1988) und das von Margreet Steiner und Ann Killebrew herausgegebene Oxford Handbook (2014). Sie setzen beide viel früher ein: Weippert schon im Paläolithikum (ab 700.000 v. Chr.) und Steiner/Killebrew im Neolithikum (ab 8000 v. Chr.).

In Palästina ist eine wichtige Determinante für die Archäologie – und nicht nur für sie – die Landschaft und ihre einzigartige Struktur. Auf einem relativ kleinen Gebiet finden sich hier gewaltige Unterschiede, die die Entfaltung menschlicher Aktivität sowohl ermöglichen als auch verhindern. Am einfachsten lässt sich das Land in vier von Norden nach Süden verlaufende Streifen einteilen. An der Mittelmeerküste gibt es eine flache Küstenebene (1), die im Süden bis zu 40 km breit ist, aber im schmalsten Teil nur 10 km. Neben dieser Küstenebene erhebt sich im Querschnitt das westjordanische Bergland (2) mit Spitzen um 1000 m ü. M., um danach steil abzufallen zum Jordantal. Dieser Jordangraben, der dritte Streifen (3), gilt bei Jericho und beim Toten Meer als tiefste Senke der Welt, etwa 380 m u. M. Sie ist Teil des Syrischen Grabenbruchs vom Orontes über das Jordantal und das Tote Meer durch die Araba zum Roten Meer und zum Ostafrikanischen Graben. Die vom Mittelmeer kommenden Winde und Wolken regnen nur auf der Westseite des Zentralgebirges ab. Extreme Gegensätze werden so sichtbar. Wer auf dem Ölberg bei Jerusalem nach Westen schaut, sieht grüne Täler und Hügel. Wer nach Osten schaut, sieht die absolute Trockenheit der vegetationslosen Wüste Judas. Diese Konstellation ermöglicht extreme Temperaturunterschiede. In Jerusalem auf etwa 800 m ü. M. kann es regnen oder selbst schneien, während 20 km weiter in Jericho 400 m u. M. Temperaturen bis zu 40° C gemessen werden. Geht man weiter im Querschnitt, steigt nach dem Jordantal und dem Toten Meer das transjordanische Gebirge (4) an mit Spitzen bis zu 1700 m. Es ist höher als das westjordanische Gebirge, erleichtert aber durch verschiedene Hochebenen die Transportmöglichkeiten. Im Osten fällt das Gebirge langsam bis zur großen syrischen und arabischen Wüste ab.

Diese Struktur des Landes bedingt Transport-, Reise- und Handelsmöglichkeiten, vor allem aber auch die Möglichkeit zu militärischen Unternehmungen. Eigentlich gibt es nur zwei Verbindungen, die überregionale Bedeutung hatten. Die eine führte als die sogenannte Königsstraße von Saudiarabien über die ostjordanischen Hochebenen nach Damaskus. Die zweite, für die Geschichte Palästinas wohl folgenreichere, war die nach Jes 8,23 benannte via maris , die in späterer Interpretation als »Weg am Meer« verstanden wurde. Sie führte von Ägypten und Gaza am Meer entlang, überwand den Karmel und ging weiter nach Norden entweder an der phönizischen Küste entlang oder durch das obere Jordantal nach Damaskus und erreichte später den Eufrat und Mesopotamien.

Die damaligen Großmächte, Ägypten und die Reiche auf dem Boden Mesopotamiens – Assyrien, Babylonien und weiter östlich Persien – bestimmten aufgrund der geographischen Bedingungen das Geschick Palästinas als Durchgangsland, Aufmarschgebiet und potentielles Schlachtfeld. Durch die kontinuierliche Vorherrschaft dieser Großmächte wurde Palästina entweder von der ägyptischen oder von der mesopotamischen Seite beansprucht und konnte auf dem Boden Palästinas nie ein Großreich entstehen. Mehr noch, in den viertausend Jahren vom zweiten Millennium v. Chr. bis heute hat es auf dem Boden Palästinas nur etwas mehr als vierhundert Jahre selbstständige Staaten gegeben.

2. Bibelwissenschaft und Archäologie Palästinas

Die Bibelwissenschaft und die Archäologie Palästinas sind durch eine lange, im letzten Jahrhundert oft mühsame Beziehung miteinander verbunden. Die Wurzeln reichen sehr weit zurück. Anknüpfend bei den Wallfahrten nach Jerusalem in der Zeit des Zweiten Tempels, entwickelte sich ab dem 4. Jh. ein christliches Pilgerwesen ohnegleichen. Heilige Orte wurden in einer bestimmten Reihenfolge besucht, Gebete und Texte rezitiert, ein Mehr an Heilserleben erwartet und gefunden. Bei dieser gesteigerten Erwartung, Glauben, biblische Erzählungen und Orte miteinander zu verbinden, war Historizität in modernem Sinne nicht das höchste Ziel. Tradition und die Interessen und Kenntnisse von lokalen Mönchen und Priestern beherrschten das Feld. Abweichende oder spätere Erkenntnisse hatten kaum Einfluss auf den Grad der Verehrung eines heiligen Ortes. »Die alten Itinerarien ... können es im Einzelnen zeigen, wie damals durch die Lektüre der heiligen Schrift Bäume und Steine sich belebten und zu Stätten heiliger Erinnerung wurden, wie die Gräber sich auftaten und ihr Inhalt zum Mittelpunkt der christlichen Gemeinde wurde.« 30Diese bunte Mischung von biblischer Tradition, theologisch bestimmter Geographie und heiligen Orten, von wirtschaftlichen Interessen und Marktwirkung inmitten einer einzigartigen Landschaft und einer immer wechselnden politischen Szenerie brachte Quellen hervor, die auch heute einen faszinierenden Einblick in eine beginnende Palästinawissenschaft bieten.

Der Bischof Eusebius von Caesarea (etwa 260–339) verfasste ein ausführliches Kompendium biblischer Ortsnamen und ihrer Lokalisierung in Verbindung mit den Erzählungen des Alten und Neuen Testaments. Diese Schatzkammer antiker Landeskunde wurde von Hieronymus ins Lateinische übersetzt und seinerseits kommentiert. Heutzutage liegen auch Übersetzungen in moderne Sprachen vor. Eine weitere ergiebige Quelle ist die 1884 aufgefundene Mosaikkarte in der St. Georgs-Kirche von Madeba in Jordanien, die ursprünglich etwa 93 m 2groß war. Die Karte stammt aus dem 6. Jh. und zeigt das Land vom Libanon bis nach Oberägypten und vom Mittelmeer bis zur syrischen Wüste. Mit den vielen Details, den Angaben der römischen Meilensteine, den Texten und den Vignetten einer Reihe von Groß- und Kleinstädten demonstriert sie, wie in der byzantinischen Zeit die Topographie der Bibel verstanden wurde. Vor allem die berühmte Vignette Jerusalems zeigt, wie präzise die Mosaizisten gearbeitet haben. Eine exakte Kopie der Karte findet sich im Archäologischen Institut der Universität Göttingen.

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