b) Zwei komplementäre Riten
5. Schuldannahme statt Schuldverdrängung
Bibliographie
§ 26 Leiden und Tod
Thomas Krüger, Zürich
1. Leiden
2. Tod
3. Ausblick
Bibliographie
6. Kapitel: Gottesglaube
§ 27 Gottes Einzigkeit
Bernhard Lang, Paderborn
1. Zwei Wege zum einen Gott
2. Der Gott des Exodus und die Religion des Nordreichs Israel
a) Ursprungserzählung
b) Propaganda
c) Geschichte
d) Sieg
3. Der Himmelsgott und die Religion des Südreichs Juda
a) Mythos
b) Propaganda
c) Geschichte
4. Die Verknüpfung von Exodus- und Himmelsgott-Religion
a) Verknüpfung
b) Geschichte
c) Folgen
Bibliographie
§ 28 Gottes Offenbarung
Johannes Klein, Fogarasch/Bern
1. Offenbarung im Alten Orient
2. Termini für Offenbarung im Hebräischen
3. Offenbarungsinhalte
a) Gottes Selbstoffenbarung
b) Offenbarung der Zukunft
c) Offenbarung der Tora
4. Offenbarungsmedien
a) Traum
b) Repräsentanzen Gottes
c) Vision
d) Ekstase
e) Befragung und Gottesurteil
5. Kriterien der Beurteilung von Offenbarung
Bibliographie
§ 29 Gottes Schöpfung
Andreas Schüle, Leipzig
1. Schöpfung als Thema alttestamentlicher Theologie – ein umstrittener Fall
2. Kosmos, Kult und Lebenskraft: Schöpfungstheologie in den Kultpsalmen
3. Deuterojesaja
4. Der Schöpfungsbericht (Gen 1,1–2,3)
5. Psalm 104: Gott als Geber allen Lebens
6. Die Gottesreden des Hiobbuches (Hiob 38–41): Schöpfungstheologie als Kritik menschlichen Erkennens und als Relativierung der Vorstellung vom Menschen als Ziel der Schöpfung
Bibliographie
§ 30 Gottes Liebe und Zorn
Jörg Jeremias, Marburg
1. Begriffsklärungen
2. Die Unvergleichlichkeit von Zorn und Güte Gottes
a)
b)
3. Gottes Zorn und Gottes »Reue«
a)
b)
4. Gott überwindet seinen Zorn
a)
b)
Bibliographie
§ 31 Gottes Allmacht und Ohnmacht
Walter Dietrich, Bern
1. Gottes Allmacht
a) Rühmungen von Gottes (All-)Macht
b) Leiden unter Gottes (Über-)Macht
2. Gottes Ohnmacht
a) Irritation über Gottes Untätigkeit
b) Erleichterung über Gottes Nähe zu den Ohnmächtigen
Bibliographie
§ 32 Gottes Zukunft
Ernst-Joachim Waschke, Halle
1. Grundlegung
2. Der »Tag Jhwhs«
3. Der »Messias«
4. Der »Zion«
5. Ausblick
Bibliographie
§ 33 Theologie des Alten Testaments und gesamtbiblische Perspektiven
Friedhelm Hartenstein, München
1. Was ist und wozu braucht man eine »Theologie des Alten Testaments?«
a) Zum Begriff »Theologie des Alten Testaments«
b) Probleme einer »Theologie des Alten Testaments«
c) Die Aufgabe einer »Theologie des Alten Testaments«
d) Die Bedeutung der Form einer »Theologie des Alten Testaments«
e) Die Frage nach einer »Mitte« des Alten Testaments: Die Beziehungsgeschichte Jhwhs mit Israel und der Welt
2. Die Barmherzigkeit des Schöpfergottes als grundlegende Sinnlinie der Hebräischen Bibel und einer »Theologie des Alten Testaments«
a) Schöpfungstheologischer Monotheismus als theologischer Rahmen des Pentateuchs
b) Die Barmherzigkeit des Schöpfergottes in der Sintfluterzählung als Entsprechung zur Reue Jhwhs in der Sinaiperikope
c) Reflexe der Barmherzigkeit Jhwhs in später Prophetie und im Psalter
d) Bleibende Probleme des schöpfungstheologischen Monotheismus und die Hoffnung auf ihre Lösung
3. Gesamtbiblische Perspektiven
a) Die jüdische(n) Schrift(en) als bleibender Bezugspunkt und Deutehorizont des frühen Christentums
b) Kontinuität und Transformation der »Theologie des AT« in frühchristlichen Schriften
c) Schlussbemerkung
Bibliographie
Anhang
Tabelle zur Geschichte des biblischen Israel
Walter Dietrich
Karte: Regionen und Landschaften Palästinas/Israels
Register
Bibelstellen
Genesis
Exodus
Levitikus
Numeri
Deuteronomium
Josua
Richter
Rut
1 Samuel
2 Samuel
1 Könige
2 Könige
1 Chronik
2 Chronik
Esra
Nehemia
Tobit
Ester
1 Makkabäer
2 Makkabäer
4 Makkabäer
Hiob
Psalmen
Sprichwörter
Kohelet
Hoheslied
Weisheit
Sirach
Jesaja
Jeremia
Klagelieder
Baruch
Ezechiel
Daniel
Hosea
Joël
Amos
Jona
Micha
Habakuk
Haggai
Sacharja
Maleachi
Matthäus
Lukas
Johannes
Apostelgeschichte
Römer
1 Korinther
2 Korinther
Epheser
Philipper
Kolosser
Hebräer
Judas
Offenbarung
Namen und Sachen
Die AutorInnen
»Wo erhalte ich einen knappen, verständlichen, aktuellen und zuverlässigen Überblick über das Ganze der Hebräischen Bibel?« Das fragen etwa Theologiestudierende in ihren ersten Semestern, verwirrt durch die Fülle auf sie einstürzender Informationen; oder Lehramtsstudierende im Fach Religion, oft überfordert durch detailreiche Fachbücher; oder Verantwortliche für kirchliche Erwachsenenbildung, Ausschau haltend nach geeigneter Basisliteratur zur Einführung ins Alte Testament; oder interessierte Laien, konfrontiert mit den vielfältigen Spuren der Hebräischen Bibel im europäischen Kulturerbe.
Früher konnten solche Fragen durch Verweis auf Claus Westermanns »Tausend Jahre und ein Tag« oder auch auf Bernhard Langs »Ein Buch wie kein anderes« beantwortet werden. Neuerdings bieten die drei schweren Bände von »Erklärt«, eines allgemeinverständlichen Kommentars zur Neuen Zürcherbibel, hilfreiche Antworten. Auch Thomas Staublis »Begleiter durch das Erste Testament« und UTB-»Taschen«bücher wie die von Jan Christian Gertz herausgegebene »Grundinformation Altes Testament« oder Hans-Christoph Schmitts »Arbeitsbuch zum Alten Testament« wären zu nennen. Wer des Englischen mächtig ist, mag auch zu der frisch erschienenen, von John Barton herausgegebenen Einführung »The Hebrew Bible: A Critical Companion« greifen.
Der hier vorgelegte Band ist gegenüber all diesen Büchern von anderer, eigener Art. In ihm beleuchten zweiunddreißig ausgewiesene Fachgelehrte – aus dem gesamten deutschen Sprachraum, beiderlei Geschlechts, unterschiedlichen Alters und verschiedener Konfession – je eine ihnen besonders vertraute Facette der Hebräischen Bibel: zu ihrer Lebenswelt, ihrer kanonische Gestalt, den in ihr versammelten Schriften, ihrer Entstehungsgeschichte und einer Reihe wichtiger, in ihr verhandelter Themen.
Die Bereitschaft zur Mitarbeit war durch sehr bestimmte Vorgaben auf eine harte Probe gestellt: Der Raum für die Beiträge war streng begrenzt, Sprache und Stil sollten schön und flüssig, verständlich und präzise sein, Fußnoten sich auf ein Minimum beschränken, dafür knappe Bibliographien zu vertieftem Weiterarbeiten anleiten. Es muss kaum betont werden, wie schwer es ist, unter solchen Bedingungen derart anspruchsvollen Themen wie den hier verhandelten gerecht zu werden. Es ehrt die Beitragenden, dass sie sich diesem Ansinnen ohne Murren unterzogen haben.
So wie die einzelnen Beiträge nicht dem Ideal der Vollständigkeit gerecht werden können, so lässt sich auch von dem Buch als Ganzem nicht behaupten, es widerspiegele die gesamte »Welt der Hebräischen Bibel«. Einige wichtige Themenfelder bleiben weitgehend ausgeblendet: etwa die Geschichte Israels in ihren einzelnen Epochen oder die Palästinaarchäologie mit ihrem in letzter Zeit rasanten Erkenntniszugewinn oder die Altorientalistik in ihrem vielfältigen Ertrag für das Verständnis des Alten Testaments oder die Geschichte der alttestamentlichen Wissenschaft in ihren zahllosen Verästelungen, ganz zu schweigen von der enorm facettenreichen Rezeptions- und Wirkungsgeschichte der Hebräischen Bibel in Kunst und Literatur. Freilich kommt auch von diesen Bereichen immer wieder etwas in den Blick, so dass die durch den Titel geweckte umfassende Erwartung hoffentlich nicht in zu vielen Punkten enttäuscht wird.
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