Clemens G. Arvay - Der Biophilia-Effekt

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Der Wald tut uns gut, das spüren wir intuitiv. Doch was bisher mehr ein Gefühl war, belegt jetzt die Wissenschaft. Sie erforscht das heilende Band zwischen Mensch und Natur, das einen viel stärkeren Effekt auf uns hat, als wir bisher dachten. So kommunizieren Pflanzen mit unserem Immunsystem, ohne dass es uns bewusst wird, und stärken dabei unsere Widerstandskräfte. Bäume sondern unsichtbare Substanzen ab, die gegen Krebs wirken. Der Anblick unterschiedlicher Landschaften trägt zur Heilung unterschiedlicher Krankheiten bei, und wenn ein Spaziergang im Grünen die Stimmung aufhellt, hat das auch einen Grund. Clemens G. Arvay zeigt diesen «Biophilia-Effekt» nicht nur, er sagt auch, wie wir ihn mit Übungen besonders gut für uns nützen können. Im Wald, oder auch im eigenen Garten.

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»Pflanzen können über Düfte unerhört komplexe Informationen versenden und untereinander austauschen«, erklärte Wilhelm Boland, Professor für organische Chemie an der Universität Karlsruhe und am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie, gegenüber dem Spiegel 5. »Wir hoffen, diese Sprache zu entschlüsseln«, führ der Professor fort. Den Professor in Karlsruhe begeistert besonders, dass »Pflanzen nicht nur sagen, ich bin verletzt, sie sagen sogar ganz genau, wer sie verletzt hat.« Die Schweizer Biologin, Chemikerin und Wissenschaftsjournalistin Florianne Koechlin, schätzte im Interview für die Fachzeitschrift Ökologie und Landbau die Kommunikation der Pflanzen in Zahlen ein: »Man kennt inzwischen an die 2000 Duftstoff-Vokabeln aus 900 Pflanzenfamilien,« erklärte sie 6. Wir können davon ausgehen, dass die Wissenschaft noch unzählige weitere Pflanzenvokabeln entschlüsseln wird. Die meisten dieser chemischem »Wörter« gehören zu der Stoffgruppe der Terpene. Das ist eine sehr große Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe mit fast 40.000 Vertretern 7, die eine Vielzahl verschiedener Funktionen erfüllen. Terpene sind außerdem in den ätherischen Pflanzenölen zu finden. Terpene sind manchmal auch sichtbar: Vielleicht haben Sie bei heißem Wetter über den Wäldern schon einmal einen blauen Dunst wahrgenommen. Wenn es heiß ist, schützen sich die Bäume damit vor der Sonneneinstrahlung. Pflanzen geben Terpene nicht nur als Sonnenschutz ab, locken Insekten oder andere Tiere damit an, wenn sie deren Dienste benötigen, oder warnen andere Pflanzen vor Schädlingen, damit diese ihre Abwehrkräfte mobilisieren. Sie produzieren Terpene auch als Gift, um Schädlinge damit aktiv zu töten oder um Fressfeinde durch schlechten Geschmack abzuschrecken. Sie jagen sogar Konkurrenzpflanzen damit fort, wenn diese nicht mit ihnen verwandt sind. Pilze kommunizieren untereinander ebenfalls mit Terpenen, um ihren Geschlechtszellen den Weg zu einem passenden Geschlechtspartner zu weisen. Pilze haben eine sehr seltsame Art, sich fortzupflanzen.

Pflanzen können also kommunizieren. Das steht jetzt fest. Dass diese Kommunikation etwa mit einem Bewusstsein verbunden sei, das dem menschlichen Bewusstsein ähnelt, ist damit natürlich nicht behauptet. Wir wissen zum Beispiel auch, dass unsere Organe untereinander und mit dem Gehirn kommunizieren, ja dass sogar jede einzelne Körperzelle mit benachbarten Zellen kommuniziert, und dennoch müssen wir den Organen zu diesem Zweck kein eigenes Bewusstsein zuschreiben. Auch bei Pflanzen wird die Kommunikation durch hoch komplexe Regelkreise der Natur gesteuert, für die kein pflanzliches Bewusstsein vorausgesetzt werden muss. Es ist die Intelligenz der Natur, die tätig wird. Vielleicht ist es so etwas Ähnliches wie die »Grünkraft«, an die Hildegard von Bingen glaubte. Noch ein Detail: Inzwischen haben Biologen herausgefunden, dass Pflanzen auch über Knackgeräusche miteinander kommunizieren, die sie mit ihren Wurzeln erzeugen. Diese sogenannten bio-akustischen Signale konnten aber bislang noch nicht entschlüsselt werden.

Hanspeter auf Facebook dürfte spätestens jetzt einen Teil seiner Bedenken wieder fallen gelassen haben. Pflanzen können kommunizieren und sie tun das, indem sie Terpene abgeben. Aber was soll das, wie eingangs erwähnt, mit unserem Immunsystem zu tun haben? Ist es nicht doch wieder Aberglaube, zu behaupten, Pflanzen würden mit Systemen des menschlichen Körpers kommunizieren, ohne dass wir diese Pflanzen berühren, essen oder als Arzneien zu uns nehmen müssen? Fangen wir diese Thematik mit einer japanischen Tradition an.

Pflanze an Immunsystem: »Mehr Killerzellen und Anti-Krebs-Geschütze«

»Wir sind mit der überraschenden Tatsache konfrontiert, dass es sich beim Immunsystem um ein Sinnessystem handelt, das fähig ist, wahrzunehmen, zu kommunizieren und zu handeln.«

– Joel Dimsdale, Professor für Psychiatrie an der Universität von Kalifornien, San Diego 8

Wir befinden uns in einer Zeit des Umbruchs. Wissenschaftler finden eine bahnbrechende Neuigkeit nach der anderen über unser Immunsystem heraus. Nach und nach wird klar, wie sehr der Mensch mit seiner Umwelt verbunden und vernetzt ist. Wir sind längst dahintergekommen, dass es ein fataler Fehler war, den menschlichen Organismus aus Sicht der Wissenschaft als isoliert von seinem natürlichen Lebensraum und wie eine Maschine zu betrachten. Dieses Menschenbild steht vor dem Kollaps. Die Immunologie wird einen wesentlichen Beitrag zu diesem Wandel leisten.

»Nahezu jeder Erkrankung, nicht nur Infektions- oder Immunkrankheiten, sondern auch Arteriosklerose, Krebs und Depressionen, können immunologische Einflussfaktoren zugeschrieben werden«, schrieb der US-amerikanische Mediziner und Psychiatrieprofessor an der Universität von Kalifornien, Joel Dimsdale. Das Immunsystem ist der Schlüssel zur Gesundheit.

Das wahrnehmende, kommunizierende und handelnde Immunsystem, das sich dank aktueller Forschungsergebnisse mehr und mehr als Sinnesorgan entpuppt, ist so komplex und gibt uns derart viele Rätsel auf, dass es mir schwer fällt, zu entscheiden, wo ich anfangen möchte. Also beginnen wir einfach in Japan: Fangen wir mit Shinrin-yoku an. So nennt sich eine japanische Tradition. Aus dem Japanischen übersetzt bedeutet Shinrin-yoku »Waldbaden«. Damit ist nicht etwa das Baden in einem Waldsee gemeint. Der Vergleich passt allerdings: Ähnlich wie in einen See, so können wir auch in einen Wald mit allen Sinnen regelrecht eintauchen. Japanische Autoren übersetzen Shinrin-yoku meistens als »Einatmen der Wald-Atmosphäre«. Im Jahr 1982 schlug die staatliche Wald-Behörde Japans vor, Shinrin-yoku öffentlich zu bewerben und zu fördern. Heute ist das Einatmen der Wald-Atmosphäre eine in Japan offiziell anerkannte Methode zur Vorbeugung gegen Krankheiten sowie zu deren unterstützender Behandlung. Shinrin-yoku wird vom staatlichen Gesundheitswesen gefördert und an Japans medizinischen Universitäten und Kliniken erforscht und durchgeführt.

Im Wald trifft das kommunikationsfähige Immunsystem des Menschen auf die kommunizierenden Pflanzen. Sie können sich ausmalen, dass dies nicht ohne Folgen bleibt. Das gesundheitliche Potenzial, das bei diesem Zusammentreffen entsteht, ist so groß, dass im Jahr 2012 an japanischen Universitäten ein eigener medizinischer Forschungszweig gegründet wurde: »Forest Medicine« oder »Waldmedizin«. Innerhalb kurzer Zeit begannen Wissenschaftler überall auf der Erde, sich an dieser Forschung zu beteiligen.

Betrachten wir den Wald für ein paar Augenblicke etwas anders als gewöhnlich. Betrachten wir ihn als einen großen, hoch komplexen Lebensraum, in dem tausende und abertausende Lebewesen miteinander kommunizieren. Die Kronen der Bäume sind dann Sendestationen, die Pflanzenbotschaften in die Luft hinaus funken. Die Blätter der Sträucher, Büsche, Ranken und Kräuter senden Pflanzenvokabeln aus, die von anderen Pflanzen und von Tieren aufgenommen werden. Im Erdreich geben Wurzeln Stoffe ab, die ebenfalls Botschaften enthalten und sie geben klickende Laute von sich, die das menschliche Ohr nicht hören kann. Die Pflanzen nehmen diese Laute als unterirdische physikalische Schwingungen wahr. Der Wald, so wie jeder andere natürliche Lebensraum, ist ein Ort der regen Unterhaltungen, der dichten Kommunikation. Überall schwirren Moleküle umher, die Information enthalten und andere Lebewesen entschlüsseln sie. Darunter befinden sind die unzähligen Terpene, die Pflanzenvokabeln, die ich bereits beschrieben habe.

Stellen Sie sich nun vor, sie betreten mit ihrem achtsamen, aufmerksamen und ebenfalls ständig kommunizierenden Immunsystem diesen Wald, einen Hot-Spot der Kommunikation. Ihr Immunsystem kommuniziert nicht nur mit anderen Organen und Systemen ihres Körpers und mit ihrem Gehirn, sondern auch mit der Außenwelt. Es ist ein Sinnesorgan, das dazu gemacht ist, Information wahrzunehmen, die Sie selbst nicht bewusst wahrnehmen können. Eine der Aufgaben Ihres Immunsystem ist es, Reize aus der Außenwelt einzuschätzen, zu erkennen und darauf zu reagieren. Das können Viren und Bakterien sowie alle möglichen Substanzen sein. Das Immunsystem ist also die unsichtbare Antenne Ihres Körpers, mit der Sie den Wald betreten.

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