Bert Roebben - Schulen für das Leben

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Was macht einen guten Lehrer aus? Jemand der sein Fach beherrscht, seiner Klasse zugewandt ist und Mitverantwortung für den Schulalltag übernimmt? Kein Zweifel, das sind wichtige Kriterien – aber es zählt noch mehr als das.
Das Buch beschreibt den Prozess des Lehrens in sieben Schritten. Es gibt Anregungen, wie Lehrende sich als Persönlichkeiten mit je eigener Individualität, Professionalität und Spiritualität im Unterricht selbst einbringen sollen und können.
Guter Unterricht setzt eine sorgfältige Vorbereitung und Durchführung voraus, ebenso aber auch die Kunst, im rechten Moment die Planung zu ändern und loszulassen. Nur in diesem Spannungsfeld können Kinder und Jugendliche, lernen, ihren eigenen Weg zu gehen.
Das Buch berücksichtigt neue Einsichten aus (Religions-)Pädagogik und (Religions-)Didaktik und wendet sie konkret auf die tägliche Arbeit der Lehrenden an, die Kindern und Jugendlichen Orientierung geben. Es ist sowohl für Lehramtsstudierende und Referendare geeignet als auch für Lehrerinnen und Lehrer, die bereits vor einer Klasse stehen und ihren Standpunkt reflektieren und (neu) bestimmen möchten.
"Der Lehrerberuf ist für Roebben nicht bloß ein Beruf im Sinne eines Jobs; sondern er ist Berufung, die nicht zuletzt die Betreffenden in ihrem eigenen Mensch- bzw. Personsein beansprucht und zu ständiger Selbstreflexion anhält" (aus dem Vorwort von Norbert Mette)

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Drei Beweggründe

Es bestehen drei gute Gründe, diesen beschriebenen Reflexionsprozess während der eigenen Berufsausbildung zu durchlaufen und sich auch später im Berufsleben regelmäßig Gedanken dazu zu machen: der professionelle, der pädagogische und der spirituelle Grund.

Der professionelle Grund

Jeder, der professionell handelt, sollte wissen, womit er sich beschäftigt. Für eine gute Unterrichtsplanung, -durchführung und -evaluation ist es unabdingbar, dass man professionell authentisch ist. Man muss über eine eigene Identität als Lehrer verfügen, über ein bestimmtes eigenes Profil oder Leitmotiv, etwas, das einen in den eigenen Tätigkeiten begleitet. In ihrem Denken und Handeln müssen die Lehrer für ihre Schüler nachvollziehbar sein. Lehrkräfte, deren Verhalten und Handlungen sich durch Inkonsequenz und Widersprüchlichkeit auszeichnen, sind für Schüler nicht zuverlässig. Schüler wollen Lehrpersonen, die über Authentizität verfügen, die halten, was sie versprechen. Sie wollen Lehrer, die nicht vom einen auf den anderen Tag andere Erwartungen stellen, die die Spielregeln und Deutungen ihres Faches nicht immer wieder verändern, sondern Verlässlichkeit bieten. Sonst verlieren Kinder die Orientierung, wenn ein Grundschullehrer beispielsweise an einem Tag eine Abbildung eines Pferdes mit Pferd und an einem anderen Tag mit Kuh benennt. Noch viel schlimmer dabei ist, dass die Schüler sich in ihrem blinden Vertrauen auf die Bedeutungsvermittlung ihrer Lehrkraft verlassen müssen und sich nicht wehren können, wenn sie getäuscht werden. Im Gegensatz zu jüngeren Kindern würden ältere Kinder und Jugendliche in einer solchen Situation sicher protestieren und damit eine angespannte Atmosphäre in der Klasse verursachen. Daher ist es von besonderer Bedeutung, sich die Frage nach dem guten Lehrersein – von professioneller Beständigkeit und Glaubwürdigkeit – zu stellen, sodass jedes Kind und auch man selbst weiß, was man an dem jeweils Anderen wertschätzen kann.

Der pädagogische Grund

Darüber hinaus besteht ein pädagogischer Grund, über die Frage nach einem guten Lehrer nachzudenken. Häufig begründen die Studierenden die Frage, weshalb sie sich für die Lehrerausbildung entschieden haben, mit einem Satz wie: „Ich habe mich für diese Arbeit entschieden, weil ich gerne mit Kindern arbeite.“ Dies ist ein edles Motiv, welches selbstverständlich auch notwendig ist, aber trotzdem nicht ausreicht. Dieser Auffassung werden die Lehrer in der Praxis sofort zustimmen. Es ist zwar von großer Bedeutung, jedes Kind im eigenen Lernprozess, in der eigenen Entwicklung und Individualität wertzuschätzen und anzuerkennen. Als Motivation aber, als Grund immer wieder neu und nicht nur in den Momenten, in denen man die Kinder gerne mag, als professioneller Lehrer tätig zu sein, ist es sicher zu wenig. Die Kinder dort abzuholen, wo sie stehen, ist eine Sache; sie in ihrer individuellen Entwicklung zu fördern, eine ganz andere Angelegenheit. Der Kern des pädagogischen Berufes besteht darin, Kinder und Jugendliche – eventuell auch gegen ihre eigene Trägheit – herauszufordern, sich weiterzuentwickeln und sich neue Erkenntnisse anzueignen, auch wenn es ihnen nicht gefällt. Ein gutes Lehrersein besteht ebenfalls darin, Kindern und Jugendliche dann herauszufordern und zu motivieren, wenn sie eine Sache nicht gerne mögen. Ich bin der Meinung, dass die Schule nicht alles unternehmen muss, um einen reibungslosen, direkten Bezug zur Lebenswelt und zum Leben der Kinder und Jugendlichen herzustellen. Manchmal muss man in bestimmten Augenblicken auch einfach einmal Abstand zu ihrer Lebenswelt halten und die Kinder und Jugendlichen auffordern, selbst aktiv zu werden und sich für neue Dinge zu öffnen.

Der spirituelle Grund

Letztendlich gibt es einen spirituellen Grund, sich mit der Frage „Wie werde ich eine guter Lehrer?“ in der Lehrerausbildung bewusst auseinanderzusetzen. Dieses Buch geht von dem zentralen Gedanken aus, dass der Lehrerberuf eine Berufung ist. Wer sich dafür entscheidet, Kindern und Jugendlichen Wissen, Einsicht und Lebensweisheit zu vermitteln, ist sich dieser Berufung bewusst. Er weiß, dass die Berufung eine zentrale Rolle in seinem professionellen, pädagogischen und didaktischen Handeln spielt. Aber diese Berufung irritiert einen auch und sorgt für „heilige Unruhe“, die einen in der eigenen Auseinandersetzung mit dem Lehrersein wach hält.

Dabei möchte man alles immer bestmöglich umsetzen, nicht weil man es muss und man damit sein Geld verdient, sondern einfach, weil man die Welt verbessern möchte. Man möchte sich von Anderen abgrenzen, es anders und besser machen als die Vorgänger oder selbst noch intensiver erleben, was die eigenen Lehrer Gutes getan haben. Vor einiger Zeit sah ich in Boston ein Poster mit folgender Aufschrift: Make a difference. Become a teacher . Berufung knüpft eng an diesen Gedanken an: Man fühlt sich angesprochen und verantwortlich, Unterschiede zu vollziehen. Der Frage „Bin ich ein guter Lehrer?“ kann man nicht entkommen: Sie kommt automatisch auf einen zu, sei es durch die Bitte um Hilfe von einem Kind („Würden Sie mir das noch einmal erklären?“), durch den Protest eines Jugendlichen, der sich ungerecht behandelt fühlt, oder selbst durch den Lehrstoff, der eine angemessene Behandlung und somit ebenfalls eine gute Vorbereitung verlangt. Berufung und Ehrgeiz können im Lehrerberuf zusammengehören, sie schließen sich nicht automatisch gegenseitig aus. Auch hier liegt die Aufgabe darin, ein eindeutiges Profil zu entwerfen, das in Einklang mit der eigenen Persönlichkeitsentwicklung als Lehrer steht.

Leadership in der Bildung

In der Ausgangsfrage dieses Buches („Wie werde ich ein guter Lehrer?“) schwingt die Frage nach Leadership mit. Wer Kindern und Jugendlichen an Wissen, Einsicht und Lebensweisheit voraus ist, muss ein Führender sein. Heimlich liegen die Schüler auf der Lauer, um von ihrem Lehrer zu lernen und zu erfahren, wie dieser mit dem Lernstoff umgeht, ob er Leidenschaft ausstrahlt und mit Herz und Seele hinter seinem Fach steht. Sie beurteilen nicht nur den Vortrag des Lehrers, sondern auch seine Begeisterung und sein Interesse für das Fach. Die Schüler wollen wissen, ob der Lehrer im Einklang mit sich selbst steht, Authentizität ausstrahlt: „Hält der Lehrer, was er verspricht? Ist ein Klassengespräch wirklich ein offener Raum oder liegt eine hidden agenda vor? Ist der Lehrer ansprechbar, wenn es darauf ankommt, wie beispielsweise bei Konflikten?“

Diese bildende Leadership ist stets durch zwei Aspekte gekennzeichnet: es geht um das Festhalten und Loslassen. Festhalten bedeutet, die Kinder anzuleiten und ihnen in Bedeutungszuweisungen voranzugehen, unabhängig davon, ob es sich nun um eine wissenschaftliche, grammatikalische oder eine historische Frage handelt. Kinder haben ein Recht auf richtige Informationen und Lösungsansätze, die ebenfalls in anderen Bereichen angewendet werden können. Bildende Führung bedeutet aber auch: Loslassen. Im Lernprozess ermöglicht der Lehrer den Kindern Schritt für Schritt ein selbstständigeres Lernen: Er fordert sie zu eigenständigem Entdecken und dem Finden eigener Lösungswege heraus. Ein guter bildender Leader ist ein Vorbild, der den Anfang eines Weges zunächst vorgibt, den Schüler eine Zeit lang an die Hand nimmt und ihn dann aber nicht festhält, sondern ihm Raum und Möglichkeit gibt, eigene Wege zu gehen. In dieser unsicheren Mischung von „im Festhalten den Anderen doch auch loslassen und Freiheiten einräumen“ zeigt sich der wahre Charakter einer guten bildenden Leitung. Hierbei immer wieder ein Gleichgewicht zu finden, dauert das gesamte Lehrerleben.

In diesem Buch möchte ich Sie als Leser dazu einladen, sich auf die Suche nach dem zu begeben, was unter der Oberfläche Ihrer Kernkompetenzen liegt, sowie nach der fortschreitenden Entwicklung Ihrer Leitungskompetenzen und nach Ihrem Anspruch, ein guter Lehrer zu sein. Der amerikanische Pädagoge Parker Palmer umschreibt die Berufung des Lehrers folgendermaßen: Der Lehrer ist „a person grounded in a profession of faith, faith in the nature of ultimate reality, in the matrix of mercy in which our lives are embedded. 2“ Frei übersetzt bedeutet das, dass der professionelle Lehrer einen Treueid ablegt, Treue gegenüber der sinngemäßen Deutung und der wahrheitsgetreuen Beschreibung der Wirklichkeit, die als Wissen gelehrt werden muss, aber gleichzeitig nicht auf Kosten der Schüler als Adressaten dieses Wissens gehen darf.

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