Hermann J. Benning - Dag Hammarskjöld

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Dag Hammarskjöld (1905–1961), UN-Generalsekretär und Friedensnobelpreisträger, hat Spuren hinterlassen. Einer seiner Nachfolger, Kofi Annan, bekannte: «Für einen Generalsekretär der Vereinten Nationen gibt es keine bessere Methode, als sich zu fragen: Wie hätte Hammarskjöld gehandelt?»
Hermann J. Benning zeichnet kenntnisreich die Lebensstationen des schwedischen Diplomaten nach, besonders sein Agieren in den zahlreichen Krisensituationen während seiner Amtszeit.
Sodann lenkt er den Blick auf die verborgene Seite Hammarskjölds: sein inneres Ringen, seine Einsamkeit, seine Hoffnungen und seinen Glauben, wie sie in den bilderreich-poetischen, meist fragmentarischen Tagebuchnotizen aufscheinen.
Bennings einfühlsame Annäherung vermittelt eine Ahnung von der Größe dieses Menschen, dem es vermutlich zu verdanken ist, dass es nicht zu einem Dritten Weltkrieg gekommen ist.
Aktualiseirte Neuasusgabe zum 60. Todestag am 18.09.2021

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Ein Konservativer war er in der Verteidigung jener Werte, die für das Leben der Menschen nicht nur als Sozialwesen, sondern auch als Individuen mit persönlichen Rechten grundlegend sind. Den fortschreitenden Werteverfall in der Gesellschaft beobachtete er mit Sorge, er empfand diese Entwicklung als Katastrophe und fatal im Blick auf die Zukunft; ebenfalls beunruhigte ihn der immer weiter um sich greifende Atheismus mit seinen negativen Auswirkungen auf das gesellschaftliche Zusammenleben und auf Einzelne. Hammarskjölds Verständnis staatlicher Bürokratie und öffentlicher Verwaltung war von einem ganzheitlichen Denken geprägt: Der Staat sollte den Prinzipien der Solidarität und Subsidiarität gemäß für all seine Bürger sorgen, sie vor den Auswüchsen egoistischer Machtinteressen schützen und die für die Zivilgesellschaft grundlegenden Werte auf keinen Fall preisgeben. Im politischen Handeln lag ihm stets an Ausgewogenheit zwischen Tradition und Neuerungen, zwischen dem, was sich in der Vergangenheit bewährt hatte, und notwendigen Reformen in der jeweiligen Zeit. Traditionsverbundenheit verstand Hammarskjöld nicht als Bewahrung der Asche, sondern als Festhalten an überlieferten, für ihn unveräußerlichen Grundwerten.

Wissenschaftlich und fachlich verfügte er über enorme Kompetenz in unterschiedlichen Bereichen und ein differenziertes Urteilsvermögen. In seinem Handeln vertrat und verteidigte er begründete, reichlich durchdachte Positionen; er war kein politischer Hasardeur, aber wagte viel, wenn es ihm geboten schien.

Eine besondere Würdigung und Anerkennung seiner Leistungen als Wissenschaftler erfuhr er 1954 in seinem Heimatland durch die Aufnahme in die Schwedische Akademie in der Nachfolge seines Vaters. Während seiner Tätigkeit für die Vereinten Nationen wurde er mit Ehrendoktorwürden zahlreicher renommierter Universitäten ausgezeichnet, darunter Oxford in England, Harvard, Princeton und Yale in den USA sowie Uppsala, seiner Heimatstadt.

Seine Einstellung zum überlieferten Wertesystem, die sich im Laufe der Jahre festigte, stand in der Tradition des Lebens seiner Familie. Wesentlich gefördet haben dies auch die zahlreichen Kontakte mit namhaften Denkern und Persönlichkeiten seiner Zeit. In seiner Lektüre beschäftigte er sich intensiv mit Grundfragen der menschlichen Existenz, die auch den Inhalt seines Tagebuchs wesentlich bestimmen. In seinen offiziellen Reden finden sich Zitate vieler bedeutender Schriftsteller dieses Genres der Literatur; er konnte vieles auswendig zitieren und hatte jederzeit zahlreiche schwedische, aber auch fremdsprachige Gedichte im Gedächtnis parat.

Bevor Hammarskjöld sein Amt in New York antrat, bewegte er sich bereits seit fast einem Jahrzehnt für Schweden auf internationalem Parkett: Von 1944 bis 1948 nahm er als schwedischer Delegierter an den Wirtschaftsverhandlungen seines Landes mit Großbritannien und den USA teil. Bis 1953 war er Mitglied der schwedischen Delegation der Organisation für europäische wirtschaftliche Zusammenarbeit (OEEC, Organization for European Economic Cooperation ) und ein Jahr stellvertretender Sprecher in dessen Exekutivkomitee. Dieser Wirtschaftsrat war 1948 im Blick auf den wirtschaftlichen Wiederaufbau Europas gegründet worden; auf seiner Tagesordnung stand damals der Marshall-Plan der USA, die gezielte finanzielle Förderung der westeuropäischen Länder mit dem Ziel ihrer Westbindung. Dies führte zu einer Verhärtung der Fronten im Kalten Krieg, zumal Gelder aus dem Marshall-Plan auch dem den Sowjets abtrünnig gewordenen Jugoslawien zuflossen. Durch den Beitritt der USA und Kanadas im Jahr 1961 wurde dieser Wirtschaftsrat zur OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung).

In den Jahren 1950 bis 1953 leitete Hammarskjöld die schwedische Delegation in der UNISCAN zur Förderung der Handelsbeziehungen der skandinavischen Länder mit Großbritannien. Während des 6. und 7. UNO-Gipfels stand er an der Spitze der schwedischen Delegierten, 1951 als stellvertretender Leiter und 1952 als Delegationschef. Aber im Besonderen durch seine Mitwirkung in der OEEC erwarb er sich in Diplomatenkreisen und unter Wirtschaftspolitikern international Ansehen. Für seinen weiteren beruflichen Werdegang war dies mit entscheidend, denn an den OEEC-Konferenzen nahmen neben vielen einflussreichen Politikern auch diplomatische Vertreter der Vereinten Nationen teil.

Hammarskjölds Zeit in Schweden bis 1953 mutet an wie eine einzige Erfolgsgeschichte, die dann durch die Berufung zum Generalsekretär der UNO gewissermaßen gekrönt wurde. Sein Tagebuch hingegen offenbart, dass sein Leben schon als Student von einem inneren Ringen gezeichnet war, dem er sich bewusst stellte. Auf diesem ganz persönlichen Weg ist er weit gegangen und gekommen, vor allem in den acht letzten Lebensjahren seiner Tätigkeit für die Vereinten Nationen. Diese letzte Phase führte ihn in neue Dimensionen politischen Wirkens und persönlicher Lebenserfahrung. Sie bescherte ihm beruflich Hürden von ganz anderer Tragweite, brachte aber auch eine nachhaltige innere Wende mit sich.

Von dieser geistlichen Dimension seines Lebens zeugt sein nach seinem Tod in den 60er-Jahren veröffentlichtes Tagebuch, auf das unten näher eingegangen wird (ab S. 91). In diesen Aufzeichnungen schimmert ein beginnender innerer Wandel schon vor seinem Amtsantritt in New York ein wenig durch; deutlicher erkennbar wird er in den beiden Einträgen zum Jahreswechsel 1953 und dann am Neujahrstag 1954. Da kommentiert er seine in jener Zeit übliche Einleitung seiner Tagebucheinträge zum Jahresbeginn („Bald naht die Nacht …“) anders als in den Jahren zuvor; die leicht resignierend anmutenden Untertöne sind geschwunden. Dieser Wandel hat seine letzten Jahre geprägt.

DIE UNO

In weiten Teilen der Welt hatte der Zweite Weltkrieg unermessliches Leid, Chaos und Zerstörung hinterlassen; die Apokalypse des Bösen hatte über 55 Millionen Menschen das Leben gekostet. In der Zeit danach wurden die Karten in der Weltpolitik neu gemischt, und die internationale Lage veränderte sich grundlegend. Schon auf der Jalta-Konferenz im Februar 1945 hatten Churchill, Roosevelt und Stalin die Gründung der Vereinten Nationen angedacht. Gleich nach dem Sieg der Alliierten wurden dann auf der Potsdamer Konferenz erste Weichen gestellt; der Frieden war eine Verhandlungsmasse der Mächtigen, und bereits in Potsdam kam es zu Differenzen zwischen Ost und West über die Besatzungspolitik, die den Beginn des Kalten Krieges markierten. Eine Woche danach warfen die Amerikaner ihre Atombomben über Hiroshima und Nagasaki ab. Ein gigantisches Wettrüsten setzte ein, und die Entwicklung der Kernwaffentechnik wurde vorangetrieben. Im Sommer 1949 zündeten auch die Sowjets ihre erste Atombombe, Großbritannien im Oktober 1952.

Zur Aufrechterhaltung des Weltfriedens wurden 1945 die Vereinten Nationen ins Leben gerufen. Vorläufer waren der Weltfriedenskongress 1891 in Rom, die beiden Haager Friedenskonferenzen in den Jahren 1899 und 1907 sowie der nach dem Ersten Weltkrieg im April 1919 gegründete Völkerbund. Hauptziel der UNO war und ist die Bewahrung des Friedens, vor allem der Schutz kommender Generationen „vor der Geißel des Krieges“ durch Verbesserung der wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und humanitären Zusammenarbeit weltweit. Der Zweite Weltkrieg und der Holocaust waren ein Höhepunkt des Grauens gewesen, aber nicht dessen Ende: In der Zeit danach bis in die Gegenwart wurden mehrere Hundert Millionen Menschen Opfer von Kriegen, von Vertreibung, von Terror, Hass und Gewalt jeder Art. Ein großer Teil der Menschheit hatte darunter zu leiden, und dieses Leid hat bis heute nicht aufgehört. Die vielerorts zu beobachtende Verachtung menschlichen Lebens und die der Natur, der Umwelt und dem Klima zugefügten Schäden haben ein unvorstellbares Ausmaß angenommen und geben Anlass zur Sorge für die Zukunft. Es gibt jedoch auch Signale neuer Hoffnung, darunter ein zunehmendes Bewusstsein hinsichtlich der Menschenrechte sowie verstärkte Anstrengungen im Umwelt-, Arten- und Klimaschutz. Im Januar 2021 trat ein UN-Abkommen in Kraft, das die permanente völkerrechtliche Ächtung der Nuklearwaffen auf den Weg bringt und die Lücke zum Verbot anderer Massenvernichtungswaffen schließt.

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