Hermann J. Benning - Dag Hammarskjöld

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Dag Hammarskjöld (1905–1961), UN-Generalsekretär und Friedensnobelpreisträger, hat Spuren hinterlassen. Einer seiner Nachfolger, Kofi Annan, bekannte: «Für einen Generalsekretär der Vereinten Nationen gibt es keine bessere Methode, als sich zu fragen: Wie hätte Hammarskjöld gehandelt?»
Hermann J. Benning zeichnet kenntnisreich die Lebensstationen des schwedischen Diplomaten nach, besonders sein Agieren in den zahlreichen Krisensituationen während seiner Amtszeit.
Sodann lenkt er den Blick auf die verborgene Seite Hammarskjölds: sein inneres Ringen, seine Einsamkeit, seine Hoffnungen und seinen Glauben, wie sie in den bilderreich-poetischen, meist fragmentarischen Tagebuchnotizen aufscheinen.
Bennings einfühlsame Annäherung vermittelt eine Ahnung von der Größe dieses Menschen, dem es vermutlich zu verdanken ist, dass es nicht zu einem Dritten Weltkrieg gekommen ist.
Aktualiseirte Neuasusgabe zum 60. Todestag am 18.09.2021

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Hjalmar Hammarskjöld, der Vater, hatte an der traditionsreichen Universität Uppsala Jura und Philosophie studiert. Der junge Wissenschaftler arbeitete danach als Dozent für Zivilrecht an der dortigen Hochschule, ab 1891 als Lehrstuhlinhaber. So wohnte das junge Ehepaar Hammarskjöld zunächst in der einstigen königlichen Residenzstadt nördlich von Stockholm. Als Hjalmar Hammarskjöld 1895 in den Dienst des Justizministeriums berufen wurde, übersiedelte die Familie mit den bereits geborenen Söhnen Bo und Åke nach Stockholm. Hjalmar qualifizierte sich auch im Völkerrecht und machte weiter Karriere: Als parteiloser Konservativer wurde er 1901 Justizminister und war ab 1904 Mitglied des Haager Schiedshofs. Nach dem gescheiterten Versuch einer Wahlrechtsreform schied er bereits 1902 aus dem Kabinett aus und wurde Präsident des Appellationsgerichts von Götaland für ganz Südschweden in Jönköping, wo Dag 1905 zur Welt kam. Am Tag seiner Geburt weilte sein Vater in Stockholm. Er wurde eine Woche später zum Kultusminister ernannt und leitete damals als Experte für Internationales Recht die Verhandlungen über die Auflösung der schwedisch-norwegischen Union, die noch im gleichen Jahr erfolgte. Dags Taufe wurde wegen der Abwesenheit seines Vaters aufgeschoben; erst zwei Monate nach seiner Geburt wurde er auf die Namen Dag, Hjalmar, Agne und Carl getauft. Der altnordische Vorname Dag ist dem Wortstamm nach verwandt mit „Tag“ (schwedisch dag ), was ursprünglich „Zeit, da die Sonne brennt“ bedeutet.

Als sein Vater 1906 Gesandter und kurz darauf Generalkonsul an der Schwedischen Botschaft in Kopenhagen wurde, lebte die Familie in der dänischen Hauptstadt. Dieser Aufenthalt währte aber nur kurz, denn im nächsten Jahr trat Hjalmar an die Spitze der Regierung der Provinz Uppsala, was er als persönliche Auszeichnung empfand. Die schwedische Amtsbezeichnung landshövding entspricht dem heute noch in Österreich und Südtirol gebräuchlichen Titel „Landeshauptmann“; in früheren Zeiten waren das in Schweden die Statthalter des Königs. Sein Amtssitz war das alte Wasa-Schloss in Uppsala, wo Dag einen Großteil seiner Kindheit und Jugend verbrachte und das ihm zur Heimat wurde. Dags Vater war ein konservativer Intellektueller, loyal zur schwedischen Krone, bestimmt im Auftreten und sehr reserviert. Manche in Uppsala nannten ihn den „Einsiedler auf dem Schloss“. Befreundet war er mit Nathan Söderblom, damals Professor für Religionsgeschichte und Kollege an der Universität Uppsala, später Wegbereiter der ökumenischen Bewegung und Friedensnobelpreisträger.

Während des Ersten Weltkriegs, von 1914 bis 1917, stand Hjalmar Hammarskjöld als Ministerpräsident Schwedens an der Spitze einer Beamtenregierung, die König Gustav V. eingesetzt hatte. Wegen der unnachgiebigen Durchsetzung einer Lebensmittelrationierung wurde er von Landsleuten als „Hungerskjöld“ beschimpft. 1918 wurde der Gelehrte durch die Aufnahme in die Schwedische Akademie geehrt, zu deren Aufgabe auch die Verleihung der Nobelpreise für Literatur gehört. Von 1923 bis 1938 war er Abgeordneter im Schwedischen Reichstag und leitete von 1929 bis 1947 die Nobel-Stiftung. Hjalmar Hammarskjöld starb 1953 im hohen Alter von 91 Jahren, sechs Monate nach dem Amtsantritt seines Sohnes als Generalsekretär der Vereinten Nationen. Als Kind und Jugendlicher profitierte Dag von den Kontakten seines Vaters mit führenden Intellektuellen; von ihm selbst übernahm er ein ausgeprägtes Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein, Selbstdisziplin und unbeirrtes Festhalten an persönlichen Überzeugungen im Reden und Handeln. Die bisweilen autoritäre Strenge und Zurückhaltung seines Vaters in der Äußerung von Gefühlen wirkten auch auf Dag, der sich dafür umso stärker mit seiner Mutter verbunden fühlte.

Seine Mutter Agnes (1866–1940) war in Stockholm geboren und aufgewachsen. Ihr Vater, ein Halbbruder des Schriftstellers Carl J. L. Almqvist, verantwortete im Staatsdienst den schwedischen Justizvollzug. Der älteste bekannte Vorfahre ihrer Familie war ein kirchlicher Würdenträger, der Superintendent Abraham Almqvist (1699–1760).

Da Agnes’ Mann beruflich vielseitig beschäftigt und häufig unterwegs war, führte sie besonnen Regie im Haus. Güte, Rechtschaffenheit und der Glaube an Gott zeichneten sie aus; dies vermittelte sie auch ihren Söhnen, ebenso wie Toleranz aus Respekt vor der Würde jedes Menschen. In ihrer liebenswürdigen, herzlichen Art schenkte sie den Kindern mütterliche Zuneigung und Geborgenheit.

Ganz im Gegensatz zu ihrem Mann war Agnes ausgesprochen kontaktfreudig. In ihren freien Stunden schrieb sie gern Briefe; sie interessierte sich besonders für Literatur und las viel in ihrer Freizeit. Ihre persönlichen Verdienste für die Zivilgesellschaft würdigte König Gustav V. 1930 mit einem hohen Orden. Zehn Jahre danach starb sie und wurde in Sigtuna bestattet. Zu Dags Konfirmation 1921 hatte sie ihm „Die Nachfolge Christi“ des Thomas von Kempen geschenkt; diesen Klassiker der geistlichen Weltliteratur, lange Zeit das nach der Bibel meistgelesene Buch, fand man nach seinem Tod in jenem Zimmer in der kongolesischen Hauptstadt Léopoldville (heute Kinshasa), wo er seine letzte Nacht verbracht hatte.

Anlässlich der Übernahme des Amtes als Generalsekretär der Vereinten Nationen äußerte sich Hammarskjöld öffentlich über seine Herkunft: Generationen von Militärs und Staatsbeamten väterlicherseits hätten ihm als Erbe die Überzeugung hinterlassen, dass „es kein erfüllteres Leben gibt, als dem eigenen Land beziehungsweise der Menschheit uneigennützig zu dienen“. Solches Dienen erfordere Verzicht auf alle persönlichen Interessen, zugleich aber auch Mut, entschieden für das einzutreten, wovon man selbst überzeugt sei. Gelehrte und Geistliche aus der Familie seiner Mutter hätten ihm den Glauben vermittelt, dass „im radikalen Verständnis der Evangelien“ alle Menschen als Geschöpfe Gottes mit der gleichen Würde ausgestattet sind, was auch das menschliche Miteinander bestimmen und prägen müsse. Die hier von Hammarskjöld genannten Aspekte, soziale Verantwortung übernehmen, dienen, Achtung der Menschenwürde, Zivilcourage und Entschiedenheit, waren maßgeblich für sein persönliches Leben wie für sein Wirken in Politik und Gesellschaft.

In Briefen seiner Familie aus der Zeit seiner Kindheit wird Dag als „bescheidener lieber Junge“ beschrieben. Seine Brüder und er konnten sich unbeschwerter Kinderjahre erfreuen. In einer seiner Tagebuchaufzeichnungen aus dem Zeitraum 1945–1949 zitiert Hammarskjöld drei Sätze aus einem Nachruf, in denen er sich offenbar wiederfand: „Wir Geschwister waren so glücklich zu Hause. Noch erinnere ich mich der Weihnachtstage, an denen wir alle beisammen waren. Wer konnte damals glauben, dass das Leben so verworren werden würde?“

Schon als Kind hatte Dag Freude an der Schönheit und den Wundern der Natur; er sammelte Schmetterlinge und ausgestopfte Tiere. Mit Pflanzen, die er zum Konservieren trocknete und presste, legte er sich ein kleines Herbarium an. Auch später in seinem Leben nahm er immer wieder gern die Gelegenheit wahr zu Ausflügen, Wanderungen oder Skitouren in den weiten unberührten Wald- und Bergregionen Schwedens, öfter auch in Lappland. Er war nie ein typischer Gipfelstürmer, konnte aber einmal einem im Gebirge Abgestürzten das Leben retten. Ein Arbeitskollege aus der Zeit im schwedischen Finanzministerium berichtete später, er habe sich darüber gewundert, wie Hammarskjöld nach einer anstrengenden Woche gelegentlich den Nachtzug gen Norden nahm, am nächsten Morgen ausstieg, den ganzen Tag allein wanderte und dann am Montagmorgen sichtlich erholt wieder an seinem Schreibtisch saß. Auf manchen Touren fotografierte er faszinierende Landschaftsbilder, die von seiner einfühlsamen Wahrnehmung natürlicher Schönheit zeugen, ebenso seine späteren Aufnahmen der Himalaja-Gipfel aus einem Flugzeug. Der Naturschutz blieb ihm zeitlebens ein leidenschaftliches Anliegen, für das er sich aktiv engagierte; von 1946 bis 1951 führte er den Vorsitz im Schwedischen Alpinclub.

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