Hermann J. Benning - Dag Hammarskjöld

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Dag Hammarskjöld (1905–1961), UN-Generalsekretär und Friedensnobelpreisträger, hat Spuren hinterlassen. Einer seiner Nachfolger, Kofi Annan, bekannte: «Für einen Generalsekretär der Vereinten Nationen gibt es keine bessere Methode, als sich zu fragen: Wie hätte Hammarskjöld gehandelt?»
Hermann J. Benning zeichnet kenntnisreich die Lebensstationen des schwedischen Diplomaten nach, besonders sein Agieren in den zahlreichen Krisensituationen während seiner Amtszeit.
Sodann lenkt er den Blick auf die verborgene Seite Hammarskjölds: sein inneres Ringen, seine Einsamkeit, seine Hoffnungen und seinen Glauben, wie sie in den bilderreich-poetischen, meist fragmentarischen Tagebuchnotizen aufscheinen.
Bennings einfühlsame Annäherung vermittelt eine Ahnung von der Größe dieses Menschen, dem es vermutlich zu verdanken ist, dass es nicht zu einem Dritten Weltkrieg gekommen ist.
Aktualiseirte Neuasusgabe zum 60. Todestag am 18.09.2021

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SCHULZEIT UND STUDIUM

Dag besuchte ab 1911 eine Privatschule in der schmucken kleinen Villa Totembo im vornehmsten Viertel Uppsalas. In einem Brief an seine Mutter schrieb eine seiner Lehrerinnen über ihren Schüler, es mache ihr Freude, ihn zu unterrichten, und er lerne leicht. Dabei kamen ihm seine Begabung, seine Wissbegierde und sein ausgesprochener Fleiß zugute; er war zielstrebig, aber kein Streber. Ein ehemaliger Mitschüler sagte später über ihn, er sei ein freundlicher und hilfsbereiter, aber zurückhaltender Kamerad gewesen. Von 1916 an war er Schüler der Allgemeinen Höheren Lehranstalt in Uppsala, heute als städtisches Gymnasium mit 1200 Schülern von den Einwohnern kurz „Katte“ (Kathedralschule) genannt. Seine Lieblingsfächer waren Geschichte, Schwedisch und Gemeinschaftskunde. Er bestand 1923 die Reifeprüfung mit acht großen A, fünf kleinen a und einem B im Fach Leibesübungen, nach dem seinerzeit üblichen Bewertungssystem schwedischer Schulen von der Bestnote A bis F.

Nach dem glänzenden Abitur unternahm er eine Reise ins englische Cambridge und immatrikulierte sich dann an der Universität seiner Heimatstadt Uppsala. Er studierte zunächst Literaturgeschichte und Philosophie, aber auch die französische Sprache. Schon zwei Jahre nach Studienbeginn legte er das Kandidatenexamen in Philosophie ab, das dem heutigen Bachelor gleichkommt. Anschließend widmete er sich dem Studium der Volkswirtschaft, belegte gleichzeitig Vorlesungen in Soziologie und studierte in der Tradition seiner Familie auch Rechtswissenschaft. 1930 schloss er das Jurastudium ebenfalls mit dem Kandidatenexamen ab. Im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften hatte er bereits zwei Jahre zuvor das Lizenziat in Philosophie erworben, dem heutigen Master entsprechend.

Der junge Wissenschaftler übersiedelte nach Stockholm und schrieb dort zum Abschluss seiner akademischen Ausbildung ab 1930 an seiner Doktorarbeit. Die Folgen der ersten großen Weltwirtschaftskrise waren zu jener Zeit auch in Schweden zu spüren mit steigenden Arbeitslosenzahlen, wirtschaftlichen und sozialen Problemen.

1932 kamen die Sozialdemokraten an die Macht: Die neue schwedische Regierung reagierte auf die Krise ordnungspolitisch im Sinne keynesianischer Wirtschaftslenkung mit staatlichen Beschäftigungsprogrammen und Subventionen für die Landwirtschaft. Von 1930 bis 1934 arbeitete der Doktorand nebenher als Sekretär in einem 1927 gegründeten staatlichen Komitee zur Bewältigung der Arbeitslosigkeit; dazu verfasste er eigene wissenschaftliche Studien, die in Fachzeitschriften veröffentlicht wurden.

Die Sozialdemokraten konnten schon bald wichtige Reformen durchsetzen; so wurde ab 1935 auch in Schweden die Arbeitslosenversicherung eingeführt, eine der Säulen des modernen Sozialstaats.

Aktuell zur wirtschaftlichen Notlage seines Landes analysierte Hammarskjöld in seiner Dissertation theoretische Möglichkeiten einer Konjunkturbelebung, die er historisch begründete. Dabei orientierte er sich an dem 1930 veröffentlichten Werk Treatise on Money (dt. Titel: „Vom Gelde“) des Briten John Maynard Keynes, setzte aber eigene Akzente. Für Hammarskjöld standen Marktpreisbildung und Kaufkraft als Konjunkturmotoren im Vordergrund; seine Thesen untermauerte er detailliert mit teilweise selbst erarbeiteten Statistikmodellen. Im November 1933 verteidigte er seine Arbeit in einer öffentlichen akademischen Zeremonie an der Stockholmer Hochschule für Nationalökonomie. Dabei kam es zu einer Auseinandersetzung mit seinem Doktorvater, dem Wirtschaftstheoretiker Gunnar Myrdal; wie andere Mitstreiter der sogenannten „Stockholmer Schule“ vertrat dieser eher eine auf staatliche Subventionsprogramme setzende Konjunkturpolitik. Der ehrgeizige Doktorand bekam jedenfalls nicht die Bestnote, die er sich für seine Mühen erwartet hatte.

Ein Kuriosum am Rande dieser Veranstaltung: Als Erster brach er selbstbewusst mit der Konvention, dass ein Ökonom zu solchem Anlass einen Frack zu tragen hatte. Als Doktor der Philosophie in Wirtschaftswissenschaften – in Schweden kommt das Doktorat einer Habilitation gleich – hatte er nun die Befähigung für das Lehramt an Hochschulen in Schweden.

KARRIERE IN SCHWEDEN

Der hoch qualifizierte Volkswirt dozierte ab 1934 an der Stockholmer Hochschule für Nationalökonomie und kam in seinem Heimatland in seiner beruflichen Laufbahn alsbald weiter voran. Schon 1932, noch mit seiner Doktorarbeit befasst, arbeitete er nebenher als Assistent des Finanzministers Ernst Wigforss, eines Vordenkers der schwedischen Sozialdemokratie.

Von 1936 bis 1945 war Hammarskjöld Staatssekretär im Finanzministerium; nie zuvor war einem Schweden in so jungen Jahren ein so hohes Amt übertragen worden. In den Jahren 1935 bis 1941 fungierte er zudem als Sekretär in der Schwedischen Reichsbank, in enger Zusammenarbeit mit dem damaligen Reichsbankdirektor Ivar Rooth, der in den 50er-Jahren Chef des Internationalen Währungsfonds in Washington wurde.

Von 1941 bis 1948 war Hammarskjöld neben seiner Tätigkeit im Finanz- und später im Außenministerium gleichzeitig Vorstandssprecher der Schwedischen Reichsbank, erstmalig in einer solchen Doppelfunktion. Als einer der führenden Ökonomen Schwedens hatte Dag Hammarskjöld im Laufe der Jahre auch maßgeblichen Einfluss auf die von den Wirtschaftstheoretikern Erik Lindahl, Gunnar Myrdal und Bertil Ohlin gegründete „Stockholmer Schule“. Myrdal selbst war ab 1947 ein Jahrzehnt lang Vorsitzender der UNECE (United Nations Economic Commission for Europe). Als Finanzexperte kam Hammarskjöld 1946 ins Außenministerium. Schon seit 1937 war er Mitglied des Schwedischen Instituts für Konjunkturentwicklung, eine Tätigkeit, die er bis 1948 ebenfalls nebenberuflich ausübte.

Ökonomisch war Hammarskjöld ein Befürworter der sozialdemokratischen Wirtschafts- und Finanzpolitik, die wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung des seinerzeit mustergültigen Sozialsystems in Schweden hatte. Das exportstarke Land wurde in den zweieinhalb Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg eine der wohlhabendsten Nationen der Erde und war so in der Lage, einen vorbildlichen Wohlfahrtsstaat zu finanzieren, der den schwedischen Bürgern eine solide soziale Absicherung bescherte. In den Jahren 1949 bis 1951 war Hammarskjöld Kabinettssekretär im Außenministerium, dann in der Ära des Sozialdemokraten Tage Erlander Regierungsberater im Ministerrang. In seiner Zuständigkeit lagen vor allem Fragen der internationalen Finanzpolitik; gleichzeitig wurde er stellvertretender Außenminister. Dabei lernte Hammarskjöld schon früh die Machtspiele auf internationalem Parkett im beginnenden Kalten Krieg nach 1945 kennen. Beispielsweise wurde er einmal in die US-Botschaft eingeladen, wo die Amerikaner vergeblich versuchten, ihn zu bewegen, sich für den Anschluss Schwedens an einen Handelsboykott der USA gegen die Ostblockländer einzusetzen.

Obwohl Hammarskjöld in mehreren sozialdemokratischen Regierungen mitgewirkt hatte, wurde er nie Parteimitglied. Dies hat er persönlich weder in der Öffentlichkeit noch in seinem Tagebuch je begründet. Er war ein aufgeschlossener Demokrat, in dessen politischer Orientierung die soziale Marktwirtschaft mit ihren Grundpfeilern Freiheit, Eigenverantwortung, Solidarität und Subsidiarität im Vordergrund stand. Politische Parteien sind bekanntlich gemeinsame Interessenvertretungen mehr oder weniger großer Teile der Bevölkerung, die in der Regierungsverantwortung Minderheiten und dem Einzelnen nur bedingt gerecht werden können. Hammarskjöld jedoch war an einem gesellschaftlichen Leben gelegen, in dem die berechtigten Interessen Andersdenkender möglichst gewahrt würden. Wahrscheinlich liegt hier der Grund dafür, dass er sich nie einer Partei anschloss. Grundsätzlich sah er aber in der Sozialdemokratie, ihrer Haushalts- und Verteilungspolitik die größte Schnittmenge mit seinen Auffassungen und seinem Denken verwirklicht. Wohl deshalb befürwortete und vertrat er diese Politik, ohne der Partei selbst beizutreten.

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