65Stadtstrand Korana
67Jarun-See
117Dubrovniks Strände an der Stadtmauer
WENN WIR UNS JETZT AUFLÖSEN, SIND WIR MEHR, ALS WIR JEMALS WAREN.
(„Die Toten Hosen“)
LIEBESERKLÄRUNG AN EIN KLEINES, GROSSARTIGES LAND
I FEEL SLOVENIA lautet der absolut passende Slogan der slowenischen Tourismuswerbung. Eine Aussage, der wohl auch jeder ambitionierte Outdoor-Schwimmer zustimmen wird. Die Vielfalt der Landschaftsformen und Gewässer, die geringe Bevölkerungsdichte und der große Waldreichtum lassen das Herz jedes Naturliebhabers höher schlagen. Slowenien ist sich der natürlichen Perlen, die das Land im touristischen Wettbewerb zu bieten hat, durchaus bewusst und versucht, diese bestmöglich zu schützen. Dies zeigt sich auch darin, dass dieses wohlhabendste Land des ehemaligen Vielvölkerstaats Jugoslawien an die 36 Prozent seiner Staatsfläche als schützenswertes Natura-2000-Gebiet ausgewiesen hat. Deutschland und Österreich bringen es hingegen im Vergleich auf einen nur etwa 15-prozentigen Anteil.
20.000 km 2Staatsfläche klingen vielleicht gar nicht viel für ein Urlaubsland. Aber gerade dieser Umstand und die damit einhergehenden relativ geringen Entfernungen zwischen den einzelnen Spots machen es nicht nur für Wildschwimmer zu einem ganz großartigen Erlebnis.
SLOWENIENS
Hierunter fallen alle Spots nördlich der Hauptstadt Ljubljana, sie werden von Westen nach Osten und von Norden nach Süden beschrieben.
Während im Nordwesten die Hochgebirgszüge der Julischen Alpen, Karawanken und Steiner Alpen verlaufen, ist der Nordosten von hügeligen Mittelgebirgen, die in die Pannonische Tiefebene übergehen, geprägt. Die unterschiedlichen Landschaftsformen werden selbstverständlich auch von unterschiedlichen Gewässertypen durchzogen. Im Nordwesten sind das viele Wasserfälle, Gebirgsbäche und Bergseen, während im Nordosten eher breitere Ströme sowie Steppen- und Waldseen vorherrschen und der Karst im Zentralbereich wieder ganz eigene Phänomene hervorbringt. Vorweg schon einmal so viel: reizvoll sind sie alle miteinander …
01Mežica
02Učja
03Nadiža
04Wasserfall Globoški Potok
05Sušec-Wasserfälle
06Kozjak-Wasserfall
07Krampež-Wasserfall
08Kanal ob Soči
09Soča, Lepena
10Šunikov-Wasserpark
11Stausee Most na Soči
12Idricja im Oberlauf
13Bača pri Modreju
14Soča-Quelle
15Savica-Wasserfall
16Wocheiner See
17Wocheiner Save bei Polje
18Gremčica-Wasserfall
19Wocheiner Save Nomenj
20Bleder See
21Radovna
22Wocheiner Save bei Radovljica
23Dovžan-Schlucht
24Lomščica-Wasserfall
25Stegovnik-Wasserfall
26Kokra-Tal
27Ank-Wasserfälle
28Planšarsko-See
29Rinka-Wasserfall
30Repov-Wasserfälle
31Savinja
32Smartno-See
33Blaguš-See
01 |
STOLLENSCHWIMMEN –Mežica |
SLOWENIEN NORDEN |
Das Bergmassiv der Petzen liegt in den Karawanken an der österreichisch-slowenischen Grenze und ist seit jeher für seine Erzvorkommen bekannt. Auf slowenischer Seite wurden von Mežica aus in über drei Jahrhunderten 19 Millionen Tonnen an Blei- und Zinkerz abgebaut und beinahe 1000 km an Stollen gegraben. Seitdem vor mehr als 20 Jahren wegen Unrentabilität die Bergwerkstätigkeit und damit auch der Betrieb der wasserableitenden Pumpen eingestellt wurde, stehen weite Stollenabschnitte unter Wasser und können mit dem Kajak befahren werden.
Im Rahmen von vom Autor organisierten und geführten Touren ist es seit Kurzem auch möglich, gewisse Abschnitte zu beschwimmen.
Dazu geht es zuvor in einer viertelstündigen Fahrt mit dem Knappenzug in den Berg. In einer als Umkleideraum fungierenden Kaverne kann man sich umziehen und bei Bedarf auch einen wärmenden Neoprenanzug überziehen. Während hartgesottene Wildschwimmer darauf verzichten werden, kann das für alle anderen schon eine Option sein, da das kristallklare Wasser nur eine Temperatur von ca. 8°C aufweist. Zur Sicherheit wird mit Schwimmboje, mit Licht und in Bootsbegleitung geschwommen. Anschließend kann man sich noch bei einer Bergwerksjause unter Tage stärken, bevor es nach einem kurzen, recht interessanten Stollenaufstieg wieder ans Tageslicht geht.
So kommt man hin:Entweder auf slowenischer Seite entlang des Meža-Tales über Prevalje oder Črna oder von Österreich über Bleiburg.
GPS: 46.51242, 14.85735
02 |
GRENZNAH PLANTSCHEN –Učja |
SLOWENIEN NORDEN |
In den westlichen Julischen Alpen am Monte Musi entspringt die Učja in einem Gebiet, das als niederschlagreichstes Gebiet Italiens gilt, weshalb der Wildbach zumeist auch noch im Sommer eine gute Wasserführung aufweist. Auf ihrem Weg Richtung Osten überquert sie nach 8 km in der Nähe des Ortes Uccea die Grenze nach Slowenien.
Im Oberlauf befindet sich am linken Ufer ein kleines Almgebiet. Die Učja weist hier noch kein allzu starkes Gefälle auf und ist von der Straße relativ leicht erreichbar. Bald danach fließt sie durch eine enge, unzugängliche Schlucht und mündet beim Ort Žaga in die Soča. Von diesem Talort aus gelangt man auf einer spektakulären und aussichtsreichen Gebirgsstraße über den Sedlo Učja zu den schönen Gumpen, die im Gegensatz zu den im Unterlauf befindlichen offen und sonnig sind.
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